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	<title>Kästrich - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T06:14:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=K%C3%A4strich&amp;diff=1054441&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;A. Wagner: + Bild</title>
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		<updated>2025-01-19T15:08:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ Bild&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ausschnitt-Schillerplatz-Me.jpg|mini|Der als Weinberg angelegte Kästrich. Detailausschnitt aus [[Matthäus Merian der Jüngere|Matthäus Merian dem Jüngeren]], 1655.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mainz vom Kaestrich aus Stahlstich.jpg|mini|Mainz, vom Kästrich aus gesehen, Mitte des 19. Jh.]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kästrich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Gebiet in der [[Mainz]]er [[Mainz-Oberstadt|Oberstadt]] sowie der Name einer Straße, die durch das Gebiet führt. Der heutige Name leitet sich fast unverändert von dem [[latein]]ischen Wort &amp;#039;&amp;#039;castrum&amp;#039;&amp;#039; für Lager ab und weist auf den ehemaligen Standort des römischen [[Römische Militärlager#Legionslager|Legionslagers]] in [[Mogontiacum]] hin. Ein Teil des Gebiets (inklusive die gleichnamige Straße) liegt innerhalb der ehemaligen Stadtmauer von Mainz und bildet somit das einzige Gebiet innerhalb der Stadtmauern, das nicht zum Ortsbezirk [[Mainz-Altstadt]] gehört, obwohl es der Altstädter [[Postleitzahl]] 55116 zugeordnet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Einzig die stadteinwärts liegende Seite der Straße &amp;#039;&amp;#039;Kästrich&amp;#039;&amp;#039; von der Ecke zur [[Gaustraße]] bis zum ersten Haus, dem eine Hausnummer des Kästrichs zugeordnet wird, gehört laut {{Toter Link|url=http://www.mainz.de/verzeichnisse/ortsrecht/Hauptsatzung_der_Stadt_Mainz_vom_13.06.2012.php.media/46356/Neufassung_Hauptsatzung_2014.pdf |date=2019-04 |text=Hauptsatzung der Stadt Mainz, §3 (13) bzw. §3 (15) }} zur Altstadt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Römisches Legionslager von Mogontiacum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadttor1.jpg|mini|Römisches Stadttor auf dem Kästrich]]&lt;br /&gt;
Der heutige „Kästrich“ bildet den nördlichen Teil des 13/12 v.&amp;amp;nbsp;Chr. von den Soldaten des Feldherrn [[Nero Claudius Drusus]] auf einem Hügel angelegten römischen Legionslagers. An seinem nach Nordosten gerichteten Rand fällt das Gelände steil ab, so dass die Aussicht in das auf der rechten Rheinseite gelegene germanische Gebiet gewährleistet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Füßen dieses Lagers entwickelte sich die Zivilstadt ([[canabae]]) von Mogontiacum. Möglicherweise war im Legionslager und somit auf dem Kästrich auch der Sitz des Statthalters der römischen Provinz [[Germania superior]], deren Hauptstadt Mogontiacum war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[4. Jahrhundert]] wurde das Legionslager aufgegeben und eine [[Römisches Stadttor Mainz|neue Stadtmauer]] errichtet, die seitdem das heute als „Kästrich“ bekannte Gebiet vom größeren Teil des ehemaligen Lagers abtrennte. Der Verlauf dieser Mauer bildete bis in die Neuzeit hinein die Südwestgrenze der Stadt Mainz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittelalter bis 19. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mainz um 1844 lehnhardt.jpg|mini|Karte der Stadt Mainz um 1844, der Kästrich oben noch unbebaut. Lithografie von J. Lehnhardt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:KaestrichMainz.jpg|mini|links|Wohnbebauung aus dem 19. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gautor landseite um1890 01.jpg|mini|Das Gautor um 1890]]&lt;br /&gt;
[[Datei:KaestrichMainz2.jpg|mini|links|Wohnbebauung aus dem 19. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
Von der [[Merowinger]]zeit bis in die Neuzeit blieb das Gelände des Kästrich unbebautes Gebiet innerhalb des römischen, ab [[Karolinger|karolingischer]] Zeit wieder restaurierten und erweiterten Mauerringes. Der Abhang wurde als [[Weinbau in Mainz|Weinberg]] genutzt. Die noblen [[Hôtel particulier]]s [[Bassenheimer Hof]] und [[Schönborner Hof (Mainz)|Schönborner Hof]] am Thiermarkt (heute [[Schillerplatz (Mainz)|Schillerplatz]]) und die Klöster [[Abtei Altmünster (Mainz)|Altmünster]] und Welschnonnen hatten ihre barocken Gärten zum Hang des Kästrichs hin ausgerichtet. Im Südosten standen der [[Pulverturm (Mainz)|Martinsturm]] und die Gaupforte (später das [[Gautor (Mainz)|Gautor]]), der südliche Mauerdurchgang in Richtung [[Alzey]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bebauung ==&lt;br /&gt;
Erst im Jahr 1845 wurde das Gelände wieder bebaut. Zu diesem Zeitpunkt entstand auch die [[Emmerich-Josef-Straße (Mainz)|Emmerich-Josef-Straße]] im Nordosten des Kästrichs. Bereits zu Beginn der Bebauung entstand ein Neubau der [[Hof-Bierbrauerei Schöfferhof-Dreikönigshof]]. 1850 ließ [[Christian Adalbert Kupferberg]] den [[Kupferberg (Sekt)|tiefstgeschichteten Sektkeller der Welt]] errichten, indem der Abhang einfach abgemauert wurde und so die Mathildenterrasse (benannt nach [[Mathilde Karoline von Bayern|Großherzogin Mathilde von Hessen und bei Rhein]]), heute Kupferbergterrasse, entstand. 1856 wurde gleich nebenan die [[Mainzer Aktien Bierbrauerei]] eröffnet. Der Vincenzverein und Elisabethenverein ging auf Anregung des ersten Deutschen [[Katholikentag]]es 1848 in Mainz hervor und fasste 1849 den Beschluss, ein Hospital zu bauen und die Krankenpflege den [[Congrégation des Sœurs de la Charité de Strasbourg|Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul]] aus Straßburg anzuvertrauen. Dieses erste St. Vincenz-Hospital entstand, nachdem es zunächst in der Mainzer Altstadt (Weißliliengasse) Platz gefunden hatte, auf dem Kästrich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. November 1857 explodierte der in der Nähe des Gautores gelegene [[Pulverturm (Mainz)|Pulverturm]], was zu erheblichen Schäden in der gesamten Stadt führte. Kreisbaumeister [[Ignaz Opfermann]] nahm die notwendigen Wiederaufbaumaßnahmen zum Anlass einer umfassenden Planung des Kästrichbereiches. Über den Kellern der Brauerei und der Sektkellerei wurden Terrassen angelegt; ein großes Rundbogentor, von zwei Treppen eingerahmt, öffnet sich zur Stadt hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wohnanlage Auf dem Kästrich ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kaestrich.jpg|mini|rechts|Wohnanlage auf dem Kästrich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1982 wurde die [[Mainzer Aktien Bierbrauerei]] aufgegeben. Ein Architekturwettbewerb führte zur Planung einer luxuriösen Wohnanlage (Büro Hentrich, Petschnigg und Partner). Diese fügt sich harmonisch in die Umgebung ein; so schließt eine breite Gebäudefront mit vier großzügigen Arkaden die darunterliegende Kupferbergterrasse optisch ab – gleichzeitig ermöglichen diese Arkaden eben die Aussicht, die seinerzeit der Anlass zur Gründung des Römerlagers an dieser Stelle gewesen war – und zusätzlich auf die Stadt selbst. Ein beim Bau gefundenes [[Römisches Stadttor Mainz|Römisches Stadttor]] sowie die darunterliegenden historischen Kelleranlagen sind in die Anlage integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Franz Dumont]] (Hrsg.), [[Ferdinand Scherf]], [[Friedrich Schütz (Historiker)|Friedrich Schütz]]: &amp;#039;&amp;#039;Mainz – Die Geschichte der Stadt.&amp;#039;&amp;#039; Zabern, Mainz 1999 (2. Aufl.), ISBN 3-8053-2000-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.festung-mainz.de/geschichte/ Festung-Mainz.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=49.9949 |EW=8.26412 |type=landmark |dim=1 |region=DE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--wegen der Eigenschaft als Straßennamen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kastrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtteil von Mainz|Kastrich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße in Mainz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;A. Wagner</name></author>
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