<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Jute</id>
	<title>Jute - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Jute"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jute&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-31T11:18:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jute&amp;diff=512094&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sualniets: /* Anbau */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jute&amp;diff=512094&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-31T21:56:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Anbau&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Faser&lt;br /&gt;
| Bild = [[Datei:Tessuto iuta.jpg|250px|Jutegewebe]]&lt;br /&gt;
| Fasertyp = [[Naturfaser]], [[Bastfaser]]&lt;br /&gt;
| Faserlänge = Faserbündel bis 300&amp;amp;nbsp;cm&amp;lt;br /&amp;gt;(ca. 20 Einzelfasern); Einzelfaser etwa 2&amp;amp;nbsp;mm&amp;lt;ref&amp;gt;G. Holzmann, M. Wangelin: &amp;#039;&amp;#039;Natürliche und pflanzliche Baustoffe – Rohstoff, Bauphysik, Konstruktion.&amp;#039;&amp;#039; Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-8351-0153-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Faserdurchmesser = 2,4&amp;amp;nbsp;µm (Zelle)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Carus&amp;quot;&amp;gt;Michael Carus u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Studie zur Markt- und Konkurrenzsituation bei Naturfasern und Naturfaser-Werkstoffen (Deutschland und EU).&amp;#039;&amp;#039; Gülzower Fachgespräche 26, hrsg. von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.&amp;amp;nbsp;V., Gülzow 2008. (ohne ISBN)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Festigkeit = 40,3 cN/tex&amp;lt;ref name=&amp;quot;Carus&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Elastizitätsmodul = 17,3 N/mm²&amp;lt;ref name=&amp;quot;Carus&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Bruchkraft = 1,2&amp;amp;thinsp;N&amp;lt;ref name=&amp;quot;Carus&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Feuchtigkeitsaufnahme = 12 %&amp;lt;ref&amp;gt;Anthony R. Bunsell (Hrsg.): Handbook of Properties of Textile and Technical Fibers. 2. Auflage. Elsevier Ltd. 2018, ISBN 978-0-08-101272-7, S. 303.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Produkte = Taue, Seile, Kordeln, Gewebe, Säcke&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jute&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈjuːtə}}], ehemals [{{IPA|ʤuːt}}]) ist eine [[einjährige Pflanze]] (Kraut, Strauch). Sie gehört zur Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Corchorus]]&amp;#039;&amp;#039;, von der vor allem die zwei Arten &amp;#039;&amp;#039;[[Corchorus capsularis]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Corchorus olitorius]]&amp;#039;&amp;#039; zur Fasergewinnung genutzt werden. Die Stängellänge – und damit die Faserlänge – liegt bei 1,50 bis über 3&amp;amp;nbsp;m.&amp;lt;ref&amp;gt;Autorenkollektiv: &amp;#039;&amp;#039;Textile Faserstoffe&amp;#039;&amp;#039;. Zweite, verbesserte Auflage. VEB Fachbuchverlag, Leipzig 1967, S. 239.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ursprünglich stammt die Jute aus den Ländern des [[Mittelmeerraum]]s, kam von dort nach Asien und wird heute besonders in [[Indien]] und [[Bangladesch]] angebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Autorenkollektiv: &amp;#039;&amp;#039;Faserstofflehre.&amp;#039;&amp;#039; 3., überarbeitete Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 1973, S. 78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Schenek: &amp;#039;&amp;#039;Naturfaser-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-87150-638-9, S. 117/118.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie benötigt ein immerfeuchtes, [[Tropen|tropisches]] [[Klima]] (optimale [[Temperatur]] 27 bis 31&amp;amp;nbsp;°C, [[Niederschlag]] &amp;gt; 1.500&amp;amp;nbsp;mm/Jahr). &amp;#039;&amp;#039;Corchorus olitorius&amp;#039;&amp;#039; ist im tropischen Afrika und Asien heimisch. Die Früchte sind giftig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jute field.jpg|mini|Feld mit Jutepflanzen]]&lt;br /&gt;
Jute wird insbesondere in den [[Alluvialboden|alluvialen Böden]] des [[Gangesdelta]]s in den [[Wechselfeuchte Tropen|wechselfeuchten Tropen]] angebaut. Nach der Aussaat in die vorbereiteten Böden werden die Pflanzen bei einer Größe von 15 bis 20&amp;amp;nbsp;cm verzogen und nach etwa vier Monaten geerntet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jute wird, wo es jährliche Überschwemmungen gibt, ohne Dünger und Pflanzenschutzmittel angebaut. Der Pilz &amp;#039;&amp;#039;[[Macrophomina phaseolina]]&amp;#039;&amp;#039; ist jedoch für moderne Monokulturen ein Schädling, der ca.&amp;amp;nbsp;30 % der Ernte vernichtet. Dessen Genom wurde 2012 von einem Team um [[Maqsudul Alam]] am [[Bangladesh Jute Research Institute]] entschlüsselt, mit der Hoffnung, hier ein Pflanzenschutzmittel zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;C. olitorius&amp;#039;&amp;#039; wird im Handel und der Industrie auch als &amp;#039;&amp;#039;Tossa Jute&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;C. capsularis&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;Weiße Jute&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Eine Reihe von Pflanzen, die nicht zur gleichen [[Gattung (Biologie)|Gattung]] gehören, liefern Fasern, die denen der Jute sehr ähnlich sind, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kenaf]] und [[Roselle (Pflanze)|Roselle]]. Da die Fasern im Handel letztlich kaum noch zu unterscheiden sind, werden sie oft zu der Kategorie „Jute und ähnliche Fasern“ zusammengefasst.&amp;lt;ref&amp;gt;R. R. Franck (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bast and other plant fibres.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge / Boca Raton, 2005, ISBN 1-85573-684-5 / ISBN 0-8493-2597-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gewinnung der Fasern ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Röste]]n für 20 Tage werden die Fasern von Hand ausgelöst, in fließendem Wasser gewaschen und getrocknet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;test&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-05/fs-jute-fabrik-indien-2 |titel=Indien: Jute-Beutel aus Hitze, Staub und schwerer Arbeit |werk=zeit.de |datum=2012-05-22 |abruf=2014-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor dem Spinnen werden die Fasern in der Regel mit einem mineralölhaltigen Öl behandelt (sog. Batschen), um die Verarbeitung zu erleichtern. Dieses Verfahren wird aufgrund möglicher gesundheitlicher Schäden kritisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;N. K. Mehrotra, S. Kumar, M. Anthony 1988: &amp;#039;&amp;#039;Carcinogenic Property of JBO(P) Variety of Jute Batching Oil&amp;#039;&amp;#039;, [[Drug and Chemical Toxicology]], 11(2), 181–193.&amp;lt;/ref&amp;gt; Problematisch ist dieses Öl vor allem in technischen Anwendungen, z.&amp;amp;nbsp;B. in Automobilen als [[Türinnenverkleidung]]en, wogegen es in textilen Anwendungen während des Herstellungsprozesses überwiegend wieder ausgewaschen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;nova-Institut: &amp;#039;&amp;#039;Marktreife von PP-NF-Spritzguss – Überblick über die PP-NF-Spritzguss-Technologie und ihre Eigenschaften&amp;#039;&amp;#039; 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Jute Drying Roadside.jpg|mini|Jutefasern werden entlang einer Straße getrocknet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Als [[Naturfaser]]n sind Jutefasern vollständig [[biologisch abbaubar]]. Die Jutefaser besitzt einen goldenen und seidigen Glanz, daher wird sie auch „die goldene Faser“ genannt. Sie ist durch ein hohes Wasseraufnahmevermögen, eine geringe Reißfestigkeit (20–25&amp;amp;nbsp;[[Reißlänge|Rkm]]) und eine gute Verrottbarkeit gekennzeichnet. Jutefasern haben eine hohe Dehnfestigkeit bei niedriger [[Dehnbarkeit]], was die Qualität als industrielles Garn und Gewebe bedingt. Sie lassen sich gut färben, sind jedoch sehr [[fäulnis]]anfällig und riechen streng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Jutefasern werden unter anderem für Verpackungsmaterialien (beispielsweise [[Sack|Säcke]]), Spezialpapiere, grobe [[Garn]]e und [[Teppich]]e verwendet. Jutegewebe dient als Trägermaterial für [[Linoleum]]. Jute gehört zu den „[[Nachwachsender Rohstoff|nachwachsenden Rohstoffen]]“ und ist ein wichtiger Konkurrent zu den heimischen Naturfasern [[Flachsfaser|Flachs]] und [[Hanffaser|Hanf]] beispielsweise in [[Faserverbundwerkstoff]]en. Als Hochleistungsdämmstoff ist Jute seit jüngerer Zeit ebenfalls in Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jute-Blätter (&amp;#039;&amp;#039;Corchorus olitorius&amp;#039;&amp;#039;) werden auch als Gemüse gegessen (arabisch: Malachija oder Nalta). Teilweise werden sie auch getrocknet und zu einer Suppe verarbeitet. Die getrockneten Blätter der Jutepflanze können überbrüht und als Jute-[[Tee]] getrunken werden. In Indien wird &amp;#039;&amp;#039;Corchorus olitorius&amp;#039;&amp;#039; auch als Faserpflanze angebaut, die Qualität steht der von &amp;#039;&amp;#039;Corchorus capsularis&amp;#039;&amp;#039; aber deutlich nach. Als [[Koppelprodukt]] von Jute fällt bei der Gewinnung der Faser aus dem Stroh der hölzerne Kern in Form kleiner Bruchstücke ([[Schäben]]) an. Hochwertige Anwendungen existieren dafür jedoch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jutetasche wurde 1978 von [[GEPA]] eingeführt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gepa.de/home/meldungen/40-jahre-jutetasche.html |titel=40 Jahre Jutetasche |datum=2024-11-16 |abruf=2024-11-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und mehr als 5 Millionen Mal verkauft. Sie wird inzwischen durch Baumwolltaschen, die teilweise aus ökologischem Anbau und fairem Handel stammen, ersetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit-2006-06-08&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jörg Burger |url=http://www.zeit.de/2006/24/Selbst-schuld-Jutetuete_xml |titel=Einkaufen: Plastik statt Jute |werk=zeit.de |datum=2006-06-08 |abruf=2014-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine konventionelle Baumwolltasche muss jedoch auf Grund der Umweltbelastung bei der Herstellung nach Beurteilung des [[Naturschutzbund Deutschland|Naturschutzbunds Deutschland]] (Nabu) mindestens 100-mal so oft wie eine erdölbasierte Kunststofftüte genutzt werden, um in der Klimabilanz mit der Kunststofftüte gleichzuziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/baumwolltaschen-wie-oekologisch-sind-die-alltagsbegleiter/20760396.html Baumwolltaschen: Wie ökologisch sind die Alltagsbegleiter] Bericht in der Tageszeitung [[Handelsblatt]] vom 26. Dezember 2017, abgerufen am 26. Dezember 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=deutschlandfunk.de |url=https://www.deutschlandfunk.de/40-jahre-kampagne-jute-statt-plastik-bewusstsein-fuer-100.html |titel=40 Jahre Kampagne &amp;quot;Jute statt Plastik&amp;quot; - Bewusstsein für ökologische Fragestellungen gestärkt |datum=2018-03-28 |sprache=de |abruf=2024-11-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Die Weltproduktion von Jutefasern lag im Jahr 2007/08 bei etwa 2,7&amp;amp;nbsp;Mio.&amp;amp;nbsp;t. Größter Produzent war [[Indien]] (etwa 1,6&amp;amp;nbsp;Mio.&amp;amp;nbsp;t), gefolgt von [[Bangladesch]] (0,9&amp;amp;nbsp;Mio.&amp;amp;nbsp;t) und anderen südasiatischen Ländern ([[Myanmar]] mit etwa 0,04&amp;amp;nbsp;Mio.&amp;amp;nbsp;t und [[Nepal]] mit etwa 0,02&amp;amp;nbsp;Mio.&amp;amp;nbsp;t).&amp;lt;ref&amp;gt;FAO 2008: {{Webarchiv |url=http://www.fao.org/es/ESC/common/ecg/323/en/SB_JUNE08.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Jute, Kenaf, Sisal, Abacá, Coir and Allied Fibres&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20090704201035}} , FAO Commodities &amp;amp; Trade Division, Juni 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Weltproduktion schwankt etwa zwischen 2,3 und 2,8&amp;amp;nbsp;Mio.&amp;amp;nbsp;t auf einer Anbaufläche von über 1,3&amp;amp;nbsp;Mio.&amp;amp;nbsp;ha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jute ist mengenmäßig nach der [[Baumwolle]] die wichtigste [[Naturfaser]]. Weltweit leben 10 bis 12&amp;amp;nbsp;Mio. Kleinbauern und viele 100.000 Menschen von ihrer Weiterverarbeitung. Durch die Zunahme der [[Schüttgut|Schüttgüter]] und die Verdrängung durch synthetischen Fasern seit den 1970er-Jahren brachen der internationale Handel sowie die realen Preise stark ein. Nur noch ein Drittel der Fasern gehen in den Export. Der Rest wird in den Hauptanbauländern [[Indien]] und [[Bangladesch]] verbraucht. Hauptimportland ist inzwischen Pakistan.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fao.org/docrep/006/y4343e/y4343e03.htm FAO].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung von Jute als Verpackungsmaterial für den Großhandel ist in Indien gesetzlich vorgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Jute mengenmäßig alle technisch genutzten Naturfasern dominiert, beeinflusst sie maßgeblich die Preise der anderen Naturfasern. In den letzten Jahren wurde eine Fülle neuer Produkte mit hoher Wertschöpfung für Jutefasern entwickelt: [[Heimtextilien]], [[Verbundwerkstoff]]e, [[Geotextil]]ien, [[Papier]], [[Technische Textilie]]n, [[Naturdämmstoff|Dämmstoffe]], Chemieprodukte und Modeartikel. Die steigende Nachfrage nach Jutefasern insbesondere aus Indien (für Verpackungen) und China (u.&amp;amp;nbsp;a. für Verbundwerkstoffe) zusammen mit mehrjährigen schlechten Ernten führte im Dezember 2009 zu der Entscheidung Bangladeschs, einen Exportstopp für unverarbeitete Jute zu verhängen.&amp;lt;ref&amp;gt;The Financial Express: {{Webarchiv |url=http://www.thefinancialexpress-bd.com/2009/12/09/86369.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Govt bans raw jute export to meet local demand&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20120324072950}}, 9. Dezember 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses wurde erst im Februar 2010 für bestimmte Qualitäten wieder teilweise aufgehoben und infolge des Embargos stieg der Preis für Jutefasern um 50 bis 100 %.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Carus: [http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1049710 &amp;#039;&amp;#039;Wachsende Nachfrage nach europäischen Hanffasern&amp;#039;&amp;#039;] auf oekonews.at, 18. April 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jute statt Plastik.jpeg|mini|hochkant|Jutetasche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung von Jute begann in Asien zunächst als Kochgemüse und als Faserquelle für den Eigenbedarf. Erst in der ersten Hälfte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts begann in der schottischen Stadt [[Dundee]], die in der Folgezeit den Beinamen &amp;#039;&amp;#039;Juteopolis&amp;#039;&amp;#039; erhielt, die maschinelle Verarbeitung der Faser. Erst hiermit erlangte Jute als Faserlieferant weltweite wirtschaftliche Bedeutung. So erreichte der Juteanbau schon um 1900 eine Anbaufläche von etwa 1&amp;amp;nbsp;Mio.&amp;amp;nbsp;ha.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Holzmann, M. Wangelin: &amp;#039;&amp;#039;Natürliche und pflanzliche Baustoffe. Rohstoffe – Bauphysik – Konstruktion.&amp;#039;&amp;#039; Vieweg + Teubner Verlag, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-8351-0153-1, S. 131–147.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;The Open University: [http://www.open.edu/openlearn/ocw/mod/oucontent/view.php?id=1643&amp;amp;printable=1 &amp;#039;&amp;#039;Dundee, jute and empire&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Jutespinnerei auf dem europäischen Festland wurde 1861 durch den [[Industrieller|Industriellen]] [[Julius Spiegelberg]] (1833–1897) in [[Vechelde (Vechelde)|Vechelde]] bei [[Braunschweig]] gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;R. von Gottschall: &amp;#039;&amp;#039;Unsere Zeit – Deutsche Revue der Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Verlag Brockhaus, Leipzig 1866.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1866 produzierte das Unternehmen wöchentlich etwa 500 bis 600 [[Zentner]] Jutegarn.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eduard Gottlieb Amthor]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vorwärts – Magazin für Kaufleute.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;3, Verlag Rübling, Stuttgart und Leipzig 1866.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Betrieb bestand bis 1926.&lt;br /&gt;
Der Slogan &amp;#039;&amp;#039;Jute statt Plastik!&amp;#039;&amp;#039; wurde zum Symbol für die bewusste Entscheidung von Konsumenten gegen die [[Wegwerfgesellschaft]] und für soziale und ökologische Verantwortung. Die Jutetasche wird inzwischen durch Baumwolltaschen aus [[Ökologische Landwirtschaft|ökologischem Anbau]] und [[Fairer Handel|fairem Handel]] ersetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit-2006-06-08&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jörg Burger |url=http://www.zeit.de/2006/24/Selbst-schuld-Jutetuete_xml |titel=Einkaufen: Plastik statt Jute |werk=zeit.de |datum=2006-06-08 |abruf=2014-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;[[Oxford English Dictionary]]&amp;#039;&amp;#039; nimmt (hierin [[Walter William Skeat (Philologe)|Walter W. Skeat]] folgend) eine Verwandtschaft mit oder Ableitung von [[Sanskrit]] {{lang|sa|जट}}&amp;lt;!--?--&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;jaṭa&amp;#039;&amp;#039; „(Haar-)Strähne, Zopf“ an,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Oxford English Dictionary.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. 1989, s.&amp;amp;nbsp;v. &amp;#039;&amp;#039;jute¹&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; doch wird diese Herleitung im &amp;#039;&amp;#039;Hobson-Jobson&amp;#039;&amp;#039; als „sehr zweifelhaft“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Sir Henry Yule: &amp;#039;&amp;#039;Hobson-Jobson. A glossary of colloquial Anglo-Indian words and phrases, and of kindred terms, etymological, historical, geographical and discursive.&amp;#039;&amp;#039; J. Murray, London 1903. s.&amp;amp;nbsp;v. {{Webarchiv |url=http://dsal.uchicago.edu/cgi-bin/philologic/getobject.pl?c.1:1:285.hobson |text=JUTE |archive-is=20120711182418}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnliche Wörter mit dieser Bedeutung existieren auch in anderen nordindischen Sprachen, darunter dem [[Bengalische Sprache|Bengalischen]], das die Sprache in der Hauptanbauregion ist. Die Pflanze findet bereits bei [[Theophrastos von Eresos|Theophrast]] Erwähnung (EIP 4.8.14). Archäologisch sind Jutefasern zum Beispiel im [[bronzezeit]]lichen [[Schahr-e Suchte]] im Iran und in [[Berenike (Baranis)|Berenike]] in Ägypten nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Recycling ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Recycling-Code-61.svg|mini|[[Recycling-Code]] für Jute]]&lt;br /&gt;
Der [[Recycling-Code]] von Jute ist 61.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=René T. J. Cappers&lt;br /&gt;
   |Titel=Roman Footprints at Berenike&lt;br /&gt;
   |Ort=Los Angeles&lt;br /&gt;
   |Datum=2006&lt;br /&gt;
   |ISBN=1-931745-27-7&lt;br /&gt;
   |Sprache=en}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Jute}}&lt;br /&gt;
* [http://en.banglapedia.org/index.php?title=Jute „Jutefaser“ in der Banglapedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jute| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nutzpflanze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenfaser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verstärkungsfaser]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sualniets</name></author>
	</entry>
</feed>