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	<title>Justus Wilhelm Lyra - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T19:17:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Justus_Wilhelm_Lyra&amp;diff=308603&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hsingh: /* Leben und Werk */</title>
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		<updated>2026-02-07T11:53:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Werk&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei: Justus-Lyra.jpg|mini|Justus Wilhelm Lyra, Aufnahme von [[Emilie Bieber]], 1860]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Justus Wilhelm Lyra&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. März]] [[1822]] in [[Osnabrück]]; † [[30. Dezember]] [[1882]] in [[Gehrden]]) war ein deutscher Komponist und späterer lutherischer [[Pastor]]. Unter anderem wurde er durch seine 1842 entstandene Melodie zu [[Emanuel Geibel]]s Gedicht &amp;#039;&amp;#039;[[Der Mai ist gekommen]]&amp;#039;&amp;#039; bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Lyra war der Sohn des Kanzleiregistrators und Sprachforschers [[Friedrich Wilhelm Lyra]] (1794–1848). Er machte am 17. September 1841 das Abitur am [[Ratsgymnasium Osnabrück]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ilsetraud Lindemann (s. Literatur)&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon früh komponierend, ging er 1841 zum Studium der Philologie und Musik an die [[Humboldt-Universität Berlin|Universität Berlin]]. Im Jahr 1842 entwickelte er gemeinsam mit [[Rudolf Löwenstein]] und [[Hermann Schauenburg]] den Plan zum Liederbuch &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Lieder nebst ihren Melodien&amp;#039;&amp;#039;, das 1843 in Leipzig erschien. Neben &amp;#039;&amp;#039;Der Mai ist gekommen&amp;#039;&amp;#039; finden sich darin weitere Melodien, die als Studentenlieder weite Verbreitung fanden, wie &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Frankreich und dem Böhmerwald&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mein Mus’ ist gegangen in des Schenken sein Haus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Die bange Nacht ist nun herum&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Durch Feld und Buchenhallen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Es schienen so golden die Sterne&amp;#039;&amp;#039; (nach [[Joseph von Eichendorff]]), &amp;#039;&amp;#039;’s war einer, dem’s zu Herzen ging&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Es war einmal ein König&amp;#039;&amp;#039;.  Später wurde &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Lieder nebst ihren Melodien&amp;#039;&amp;#039; die Vorlage des [[Allgemeines Deutsches Kommersbuch|Allgemeinen Deutschen Kommersbuches]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1843 ging er an die [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Universität Bonn]]. Hier war er Mitglied der frühen [[Burschenschaft|burschenschaftlichen Gemeinschaft]] &amp;#039;&amp;#039;Knorschia&amp;#039;&amp;#039; Bonn (später &amp;#039;&amp;#039;Fridericia&amp;#039;&amp;#039;, 1847 aufgelöst) und gründete in ihr den Akademischen Sängerkranz Bonn.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.deutsche-saengerschaft.de/Dateien_DS-Zeitung/DS_Ausgabe_2-2006.pdf |wayback=20151212092306 |text=&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Sängerschaft-Zeitung&amp;#039;&amp;#039; |format=PDF; 1,5&amp;amp;nbsp;MB}}, Ausgabe 2/2006, S. 20, abgerufen am 29. April 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Gehrden-Kirchstrasse 4a.JPG|mini|Lyras letzter Wohnsitz im Pfarrhaus in Gehrden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bonn wechselte Lyra, auch geprägt durch Predigten des [[Vermittlungstheologie|Vermittlungstheologen]] [[Karl Immanuel Nitzsch]], zur evangelischen Theologie und setzte dies Studium in Berlin und [[Georg-August-Universität Göttingen|Göttingen]] fort. Bedingt durch familiäre und gesundheitliche Probleme kam er jedoch erst spät ins geistliche Amt. So beschäftigte er sich auch mit dem Studium des [[Sanskrit]] und indischer Religionsphilosophien und verfasste für eine Preisaufgabe über das Vedantasystem als Religion und Philosophie ein dreibändiges Werk mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Devatta&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach ADB ist das Manuskript in der &amp;#039;&amp;#039;Central-Missionsbibliothek&amp;#039;&amp;#039; in Halle archiviert. Die Handschrift befindet sich heute im [http://ARCHIV.FRANCKE-HALLE.DE/objekt_start.fau?prj=ifaust8_afst&amp;amp;dm=Archiv&amp;amp;ref=315415 Archiv] der [[Franckesche Stiftungen|Franckeschen Stiftungen]] zu Halle (Saale).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach kurzer Amtstätigkeit in [[Lingen (Ems)|Lingen]] und als [[Lazarett]]geistlicher in [[Langensalza]] wurde Lyra 1867 Pastor in [[Wittingen]], 1869 in [[Bad Bevensen|Bevensen]] und 1877 in [[Gehrden]], wo er 1882 als &amp;#039;&amp;#039;Pastor primarius&amp;#039;&amp;#039; starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weiteres Hauptwerk Lyras gilt seine [[Weihnachtskantate]] nach Texten von [[Matthias Claudius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Schwester von Justus Wilhelm Lyra war Marie Auguste Adelgunde&amp;lt;ref&amp;gt;Edith Laudowicz:  {{Webarchiv |text=&amp;#039;&amp;#039;Koettgen, Marie Auguste Adelgunde, geb. Lyra&amp;#039;&amp;#039;. |url=http://www.bremer-frauenmuseum.de/frauenhandbuch/koettgen.html |wayback=20141103164148}} Bremer Frauenmuseum.de, abgerufen am 22. März 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die mit dem Maler [[Gustav Adolf Koettgen]] verheiratet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Justus Wilhelm Lyra Portrait Bank Gehrden.jpg|mini|Porträtdarstellung auf der [[Lyra-Bank]] in Gehrden]]&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an Lyra wurde in seinem letzten Amts- und Sterbeort in Gehrden die [[Lyra-Bank]] aufgestellt. Sie stand zunächst am Waldrand des [[Köthnerberg]]es beim Ausflugslokal [[Waldschlösschen (Gehrden)|Waldschlösschen]] und bot eine Aussicht auf den Ortskern. Seit den 1990er Jahren steht sie auf dem [[Kirchfriedhof|Kirchhof]] der [[Margarethenkirche (Gehrden)|Margarethenkirche]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. April 1905 wurde Lyra in Osnabrück ein von [[Rudolf Wulfertange]] gestaltetes und durch den Verschönerungsverein Osnabrück von 1835 e.&amp;amp;nbsp;V. gestiftetes Denkmal gesetzt. In [[Bad Bevensen]] ist eine Straße nach ihm als Lyraweg benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Lyras Geburtsstadt Osnabrück, in Gehrden als Sterbeort und in [[Lübeck]], dem Geburtsort des Textdichters [[Emanuel Geibel]], wird das &amp;#039;&amp;#039;Der Mai ist gekommen&amp;#039;&amp;#039; am Vorabend des 1.&amp;amp;nbsp;Mai bis heute öffentlich gesungen, ebenso beim [[Maisingen|Maieinsingen]] in einigen Universitätsstädten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;160&amp;quot; heights=&amp;quot;150&amp;quot; perrow=&amp;quot;4&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
JWLyra.jpg|Justus Wilhelm Lyra, dargestellt auf dem Denkmal von 1905 in Osnabrück&lt;br /&gt;
Lyra Bank Gehrden mit Rondell.jpg|[[Lyra-Bank]] in Gehrden&lt;br /&gt;
Lyra Gedenktafel Gehrden.jpg|Gedenktafel am Pfarrhaus in Gehrden&lt;br /&gt;
Justus Wilhelm Lyra Grab in Gehrden.jpg|Grabstätte auf dem Friedhof in Gehrden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Lieder nebst ihren Melodien&amp;#039;&amp;#039;. 1843 ([https://haab-digital.klassik-stiftung.de/viewer/epnresolver?id=1193938198 Digitalisat] der [[Herzogin Anna Amalia Bibliothek]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte eines jungen Brahmanen Devadatta, welcher den Wurzelseim des Fruchtbaumes ewig unübersteiglicher Erhöhung suchte.&amp;#039;&amp;#039; Um 1850 (Manuskript im [http://ARCHIV.FRANCKE-HALLE.DE/objekt_start.fau?prj=ifaust8_afst&amp;amp;dm=Archiv&amp;amp;ref=315415 Archiv] der [[Franckesche Stiftungen|Franckeschen Stiftungen]]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die liturgischen Altarweisen des lutherischen Hauptgottesdienstes.&amp;#039;&amp;#039; 1873&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Andreas Ornitoparchus]] und seine Lehre von den Kirchenaccenten …&amp;#039;&amp;#039; 1877&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Von der Kirche und ihrer Selbsterhaltung in der gegenwärtigen Zeit.&amp;#039;&amp;#039; 1875&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vom Vertrauen des Bräutigams und der Braut.&amp;#039;&amp;#039; 1875&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Lehre von den letzten Dingen.&amp;#039;&amp;#039; 1880&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur älteren Geschichte des Kirchspiels Gehrden.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Posthume Sammlungen ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Weisen von Justus W. Lyra.&amp;#039;&amp;#039; 5 Hefte, Leipzig: Breitkopf &amp;amp; Härtel&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zwölf kleine Motetten.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Kirchenverband der Provinz Hannover.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|52|144|145|Lyra, Justus Wilhelm|[[Max Bär (Archivar)|Max Bär]]|ADB:Lyra, Justus Wilhelm}}&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Rothert]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Hannoversche Biografie&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Hannoversche Männer und Frauen seit 1866&amp;#039;&amp;#039;, Sponholtz, Hannover 1912, S. 214–218.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070624070442/http://www.bautz.de/bbkl/l/lyra_j_w.shtml |autor=[[Matthias Wolfes]]|artikel=Justus Wilhelm Lyra|band=24|spalten=1038-1040}}&lt;br /&gt;
* Werner Fütterer: &amp;#039;&amp;#039;Justus Wilhelm Lyra&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Gehrden: vom Flecken zur Grossgemeinde.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage, Gehrden 1976, S. 208–210&lt;br /&gt;
* Ilsetraut Lindemann: &amp;#039;&amp;#039;Justus Wilhelm Lyra: ein Leben zwischen Biedermeier und Kaiserreich.&amp;#039;&amp;#039; Wenner, Osnabrück 1987, ISBN 3-87898-313-1, 92 S.&lt;br /&gt;
* {{Deutsches Volksliedarchiv|der_mai_ist_gekommen|Der Mai ist gekommen|Autor=Tobias Widmaier|Jahr=2008}}&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band II: &amp;#039;&amp;#039;Künstler.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 2018, ISBN 978-3-8253-6813-5, S. 475–477.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Justus Wilhelm Lyra|audio=1|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118829106}}&lt;br /&gt;
* {{IMSLP|id=Lyra, Justus Wilhelm}}&lt;br /&gt;
*[https://www.gehrdener-ansichten.de/pastor-lyra/ Beschreibung von Justus Wilhelm Lyra mit historischen Ansichtskarten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118829106|LCCN=no89004462|VIAF=27846013}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Lyra, Justus Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Osnabrück)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1822]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Gehrden)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lyra, Justus Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Pastor und Lieddichter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. März 1822&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Osnabrück]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Dezember 1882&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Gehrden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hsingh</name></author>
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