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	<title>Justus Danckwerts - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T12:02:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Justus_Danckwerts&amp;diff=1294213&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonKatBot: Bot: Kategorie:Mitglied des Verfassungskonvents auf Herrenchiemsee umbenannt in Kategorie:Teilnehmer des Verfassungskonvents auf Herrenchiemsee: laut Diskussion</title>
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		<updated>2022-06-24T13:11:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Mitglied_des_Verfassungskonvents_auf_Herrenchiemsee&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Mitglied des Verfassungskonvents auf Herrenchiemsee (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Mitglied des Verfassungskonvents auf Herrenchiemsee&lt;/a&gt; umbenannt in &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Teilnehmer_des_Verfassungskonvents_auf_Herrenchiemsee&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Teilnehmer des Verfassungskonvents auf Herrenchiemsee (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Teilnehmer des Verfassungskonvents auf Herrenchiemsee&lt;/a&gt;: laut &lt;a href=&quot;/index.php?title=Wikipedia:WikiProjekt_Kategorien/Diskussionen/2022/April/10&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Wikipedia:WikiProjekt Kategorien/Diskussionen/2022/April/10 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Justus Rudolf Friedrich Danckwerts&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Juni]] [[1887]] in [[Pszczyna|Pleß]], [[Oberschlesien]]; † [[27. Mai]] [[1969]] in [[Hannover]]) war ein deutscher [[Jurist]], [[Beamter (Deutschland)|Verwaltungsbeamter]] und [[Politiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Berufsweg bis 1945 ==&lt;br /&gt;
Danckwerts, ein Sohn des Wasserbauingenieurs und Professors an der [[Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover|Technischen Hochschule Hannover]] [[Justus Danckwerts (Ingenieur)|Justus Danckwerts]], besuchte zuletzt das [[Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium Hannover|Kaiser-Wilhelm-Gymnasium Hannover]], an dem er Ostern 1905 das [[Abitur]] ablegte.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruth Simolick: &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Abiturienten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;75 Jahre Kaiser Wilhelms Gymnasium Hannover 1875–1950.&amp;#039;&amp;#039; Hannover 1950, S. 100–115, hier S. 104.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er studierte [[Rechtswissenschaft]] an der [[Philipps-Universität Marburg]] und an der [[Georg-August-Universität Göttingen]]. In Marburg wurde er Mitglied des [[Corps Teutonia zu Marburg|Corps Teutonia]]. Im Jahre 1910 bestand er das erste juristische [[Staatsexamen]] und absolvierte die praktische Ausbildung als [[Gerichtsreferendar]] am [[Amtsgericht Celle]] und am [[Amtsgericht Stade]] sowie am [[Landgericht Hannover]]. Er wurde 1911 an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]] zum [[Doktor der Rechte|Dr. iur.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]], bestand 1913 das zweite juristische Staatsexamen und wurde [[Assessor]] in [[Hamburg-Harburg|Harburg]]. Danckwerts nahm ab 1914 als Soldat am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil, wurde 1915 in die polnische Zivilverwaltung ([[Generalgouvernement Warschau (1915–1918)|Generalgouvernement Warschau]]) versetzt und war zunächst als [[Referent (Behörde)|Referent]] beim [[Polizeipräsidium]] in [[Łódź|Lodz]] tätig. Danach fungierte er als kommissarischer [[Bürgermeister]] des besetzten [[Pabianice|Pabianitz]]. Im Januar 1918 wurde er zum stellvertretenden Kreischef von [[Łowicz|Lowitsch-Sochatschew]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danckwerts kehrte nach dem Kriegsende für kurze Zeit nach [[Hannover]] zurück, wo er Dienst beim [[Magistrat (Deutschland)|Magistrat]] leistete. Er arbeitete seit 1919 als Regierungsassessor und [[Justiziar]] auf Probe bei der [[Regierungsbezirk Allenstein|Bezirksregierung Allenstein]], war von 1920 bis 1923 im preußischen Innenministerium tätig und erhielt 1921 die Ernennung zum [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungsrat]]. Von 1923 bis 1930 war er als Oberregierungsrat Stellvertreter des [[Regierungspräsident (Deutschland)|Regierungspräsidenten]] in [[Stade]], danach stellvertretender Regierungspräsident in einem anderen Bezirk. Von 1933 bis 1940 übte er erneut eine Tätigkeit im preußischen Innenministerium aus, zunächst als Ministerialrat, seit 1938 dann als [[Ministerialdirigent]]. Er war seit 1937 Verbindungsbeamter zum Heer und wurde 1940 Chef der Militärverwaltung auf dem Balkan. 1943/1944 wurde er nach [[Angers]] und [[Belgrad]] strafversetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwicklung in den Holocaust ==&lt;br /&gt;
Als Leiter der Abteilung V „Verwaltung“ der Abteilung Kriegsverwaltung beim [[Generalquartiermeister]], [[Eduard Wagner (General)|Eduard Wagner]], und politischer Berater von [[Hans Georg Schmidt von Altenstadt]] war Danckwerts am [[Holocaust]] beteiligt. Er nahm am 25. August 1941 an einer Sitzung im Hauptquartier des Generalquartiermeisters teil, die den Vorbereitungen der für den 1. September 1941 geplanten Etablierung des [[Reichskommissariat Ukraine|Reichskommissariats Ukraine]] durch zivile, militärische und polizeiliche Stellen gewidmet war. Auf dieser Sitzung ließ der nicht anwesende [[SS- und Polizeiführer|Höhere SS- und Polizeiführer]] Russland-Süd [[Friedrich Jeckeln]] ausrichten, dass er einen Massenmord an Tausenden von Juden durchführen werde: „Major Wagner erläuterte […]. Bei Kamenetz-Podolsk hätten die Ungarn etwa 11.000 Juden über die Grenze geschoben. In den bisherigen Verhandlungen sei es noch nicht gelungen, die Rücknahme dieser Juden zu erreichen. Der Höhere SS- und Polizeiführer (SS-Obergruppenführer Jeckeln) hoffe jedoch, die Liquidation dieser Juden bis zum 1.9.1941 durchgeführt zu haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Hamburger Institut für Sozialforschung]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941–1944. Ausstellungskatalog&amp;#039;&amp;#039;, Hamburger Edition, 1. Auflage, Hamburg 2002, S. 132, ISBN 3-930908-74-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Teilnehmer der Besprechung blieben trotz der Deutlichkeit dieser Ankündigung ungerührt, das Vorhaben wurde nicht weiter erörtert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus-Michael Mallmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Der qualitative Sprung im Vernichtungsprozeß. Das Massaker von Kamenez-Podolsk Ende August 1941&amp;#039;&amp;#039;; in: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Antisemitismusforschung&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 10 (2001), S. 239–264, hier S. 249.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Der Historiker [[Dieter Pohl (Historiker)|Dieter Pohl]] bezeichnete dies als Verabredung zum Völkermord,&amp;lt;ref&amp;gt;„&amp;#039;&amp;#039;Im Grunde verabredeten die Herren hier den Völkermord.&amp;#039;&amp;#039;“ Dieter Pohl: &amp;#039;&amp;#039;Die Herrschaft der Wehrmacht. Deutsche Militärbesatzung und einheimische Bevölkerung in der Sowjetunion 1941–1944&amp;#039;&amp;#039;, Oldenbourg, München 2008, S. 258, ISBN 3-486-58065-5.&amp;lt;/ref&amp;gt; denn kurz nach der Sitzung begann das [[Massaker von Kamenez-Podolsk]], bei dem 23.600 Juden erschossen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegskarriere ==&lt;br /&gt;
Bei Kriegsende geriet Danckwerts in amerikanische [[Kriegsgefangener|Kriegsgefangenschaft]] und wurde im Rahmen der [[Nürnberger Prozesse]] vernommen. Aus der alliierten [[Internierung]] wurde er 1947 entlassen. Im [[Wilhelmstraßen-Prozess]] sagte er am 26./27. August 1948 als Entlastungszeuge für [[Wilhelm Stuckart]], einen Teilnehmer der [[Wannseekonferenz]], aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danckwerts war ab 1948 Ministerialrat in der [[Niedersachsen|niedersächsischen]] [[Staatskanzlei]] und als solcher Teilnehmer am [[Verfassungskonvent auf Herrenchiemsee]]. Nach seiner [[Pension (Altersversorgung)|Pensionierung]] 1954 wirkte er als Beauftragter für die Vereinfachung und Verbilligung der Landesverwaltung. Außerdem war er seit 1950 Mitglied des Verwaltungsrats des [[Nordwestdeutscher Rundfunk|Nordwestdeutschen Rundfunks]] (NWDR).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danckwerts amtierte von 1951 bis 1954 als [[Staatssekretär]] und Bevollmächtigter des Landes Niedersachsen beim Bund. Er erhielt am 3. Juni 1959 die [[Niedersächsische Landesmedaille]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Spezifikationskauf: [Paragraph] 375 HGB.&amp;#039;&amp;#039; Borna-Leipzig: R. Noske 1910, zugleich Diss., Universität Heidelberg&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Rechtsschutz in der Verwaltung.&amp;#039;&amp;#039; Berlin: Industrieverlag Spaeth &amp;amp; Linde [1937] (Grundlagen, Aufbau und Wirtschaftsordnung des national-sozialistischen Staates 26)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*  &amp;#039;&amp;#039;Danckwerts, Justus, Dr. jur.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Alfons Labisch]] / [[Florian Tennstedt]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Weg zum &amp;quot;Gesetz über die Vereinheitlichung des Gesundheitswesens&amp;quot; vom 3. Juli 1934. Entwicklungslinien und -momente des staatlichen und kommunalen Gesundheitswesens in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Teil 2, Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf 1985, ISSN 0172-2131, S. 397.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|133563693}}&lt;br /&gt;
* {{AdR|133563693}}&lt;br /&gt;
* [[Institut für Zeitgeschichte]]: [https://www.ifz-muenchen.de/archiv/zs/zs-0860.pdf &amp;#039;&amp;#039;Vernehmungsprotokoll von Danckwerts Aussage am 18. Januar 1947&amp;#039;&amp;#039;] (PDF-Datei; 2,33&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133563693|VIAF=60274197}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Danckwerts, Justus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Jugoslawiens 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Frankreichs 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer des Verfassungskonvents auf Herrenchiemsee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär (Niedersachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialdirigent (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beamter (NS-Staat)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Niedersächsischen Landesmedaille]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1969]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Danckwerts, Justus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Danckwerts, Justus Rudolf Friedrich (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, Verwaltungsbeamter und Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Juni 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pszczyna|Pleß]], [[Oberschlesien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Mai 1969&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hannover]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonKatBot</name></author>
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