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	<title>Jusi - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jusi&amp;diff=898308&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Widipedia: /* Beschreibung */ bibliographische Fundstelle auch in der Fußnote vollständig</title>
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		<updated>2026-02-27T00:09:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beschreibung: &lt;/span&gt; bibliographische Fundstelle auch in der Fußnote vollständig&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Berg&lt;br /&gt;
|NAME=&lt;br /&gt;
|BILD=Jusi.JPG&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG=Jusi oder Jusenberg, links im Hintergrund [[Hohenneuffen]]&lt;br /&gt;
|HÖHE=672.6&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG=DE-NHN&lt;br /&gt;
|LAGE=[[Baden-Württemberg]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
|GEBIRGE=[[Schwäbische Alb]]&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD=48/32/59/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD=9/20/21/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO=DE-BW&lt;br /&gt;
|TYP=erloschener [[Vulkan]]schlot&lt;br /&gt;
|GESTEIN=[[Melilithit]]&lt;br /&gt;
|ALTER=[[Miozän]]&lt;br /&gt;
|ERSTBESTEIGUNG=&lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Jusi Albtrauf.jpg|mini|Blick vom Jusi zum [[Albtrauf]] (Richtung [[Hohenneuffen]] und [[Teckberg|Teck]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jusi Kohlberg.jpg|mini|Blick vom Jusi nach [[Kohlberg (Württemberg)|Kohlberg]] und in die [[Filderebene]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jusi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Jusiberg&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Jusenberg&amp;#039;&amp;#039;, ist ein {{Höhe|672.6|DE-NHN|link=true}}{{GeoQuelle|DE|BFN-Karten}} hoher Berg am [[Albtrauf]] südlich von [[Kohlberg (Württemberg)|Kohlberg]] und östlich des Neuffener Stadtteils [[Kappishäusern]] im [[Landkreis Esslingen]] in [[Baden-Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Die Herkunft des Namens &amp;#039;&amp;#039;Jusi&amp;#039;&amp;#039; ist unklar, wird verschieden erklärt und bleibt Spekulation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise gehört der Name zu den Zeugnissen [[Kelten|keltischer]] oder vorkeltischer Namen, wie beispielsweise auch die Flussnamen [[Neckar#Name|Neckar]], [[Erms#Name|Erms]], [[Fils (Fluss)#Etymologie|Fils]] u.&amp;amp;nbsp;a. Da der Jusiberg eine weithin sichtbare Landmarke ist, könnte er schon früh benannt und sein Name jeweils an neue Einwanderer weitergegeben worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer anderen Theorie nach soll er vom [[latein]]ischen Wort &amp;#039;&amp;#039;ius&amp;#039;&amp;#039; (deutsch ‚Recht‘) abgeleitet sein, was auf eine einstige rechtliche Sonderstellung des Berges hindeuten könne. Es wird&amp;amp;nbsp;– ohne Quellenangabe&amp;amp;nbsp;– behauptet, der Jusi habe über Jahrhunderte hinweg die Grenze zwischen den verschiedenen Herrschaftsgebieten um [[Nürtingen]] und [[Reutlingen]] dargestellt. Jedoch steht der Berg auf [[Altwürttemberg|altwürttembergischem]] Gebiet und ist rundum von solchem umgeben (Ämter Nürtingen, Neuffen und Urach). Außerdem wäre es mehr als ungewöhnlich, wenn allein hier das lateinische Wort &amp;#039;&amp;#039;ius&amp;#039;&amp;#039; in einen geographischen Namen für eine Grenze Eingang gefunden hätte. Belege für ähnliche Namen in der Region gibt es nicht&amp;amp;nbsp;– trotz der Vielzahl historischer Grenzen gerade im einst territorial zersplitterten Südwestdeutschland. Dort sind Namen mit Bezug auf eine Grenze (slawisches Lehnwort) in der Regel vom alten germanischen Wort &amp;#039;&amp;#039;Mark&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet, das auch in den Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Markung&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Gemarkung]]&amp;#039;&amp;#039; fortlebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Deutung leitet die Namensform &amp;#039;&amp;#039;Jusenberg&amp;#039;&amp;#039; vom Namen &amp;#039;&amp;#039;Klausenberg&amp;#039;&amp;#039; ab&amp;amp;nbsp;– denn so wird der Berg auf der südlich angrenzenden Gemarkung der Gemeinde Dettingen an der Erms genannt. Dessen Bestimmungselement &amp;#039;&amp;#039;Klaus&amp;#039;&amp;#039; kann von &amp;#039;&amp;#039;[[Einsiedelei|Klause]]&amp;#039;&amp;#039; (Sitz eines [[Eremit]]en) oder vom Heiligen- und Personennamen &amp;#039;&amp;#039;[[Nikolaus]]&amp;#039;&amp;#039; herkommen. Es gibt aber auch hierfür weder archäologische noch schriftliche Zeugnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der Jusi ist der größte Vulkanschlot des [[Schwäbischer Vulkan|Schwäbischen Vulkans]].&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Baier: &amp;#039;&amp;#039;Das Urach-Kirchheimer Vulkangebiet der Schwäbischen Alb.&amp;#039;&amp;#039; - Aufschluss 71 (4), 224-233, 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Baier: &amp;#039;&amp;#039;Der Jusi bei Metzingen – ein Vulkanschlot am Albrand&amp;#039;&amp;#039;. - Fossilien 32(3), 40-45, 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist der Sporn eines schmalen, knapp 4&amp;amp;nbsp;km langen Bergrückens, über den er mit der Hochfläche der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]] verbunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine von Wald begrenzte [[Wacholderheide]] und das östlich angrenzende [[Hörnle (Schwäbische Alb)|Hörnle]] ({{Höhe|706.6|DE-NHN}}), das lange Zeit als Steinbruch diente und auf der Nordseite etwa zur Hälfte abgetragen ist, ist der Jusi eine der auffälligsten Erhebungen im Bereich des Albtraufs. Der [[Kalkstein]] des Hörnles (auch &amp;#039;&amp;#039;Dettinger Hörnle&amp;#039;&amp;#039;) wurde einst mit einer Seilbahn nach Neuffen und von dort mit der [[Tälesbahn (Nürtingen–Neuffen)|Tälesbahn]] ins [[Nürtingen|Nürtinger]] Zementwerk transportiert. Dort wurde er zur [[Zement]]herstellung verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nordhang mit als Schafweide genutztem [[Magerrasen|Kalkmagerrasen]] sowie die umgebenden Buchen- und Eichenwälder, die einigen seltenen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bieten, wurden 1935 zum Landschaftsschutzgebiet erklärt, seit 1992 stehen sie unter Naturschutz. Auch der ehemalige Steinbruch des Hörnles ist unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Neuffener Hörnle-Jusenberg&amp;#039;&amp;#039; Naturschutzgebiet. In dem durch einen Zaun abgesperrten Gebiet kommen zum Beispiel die bedrohten [[Gelbbauchunke]]n vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom [[Basalt]]massiv des Jusi hat man an klaren Tagen Ausblick auf den Nordschwarzwald mit der [[Hornisgrinde]], auf den [[Schönbuch]] und die [[Filder]]n, ins [[Neckartal]], auf den [[Schwäbisch-Fränkische Waldberge|Schwäbischen Wald]] sowie auf die [[drei Kaiserberge]] (Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen) mit dem angrenzenden [[Kaltes Feld|Kalten Feld]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Der erodierte Jusi von heute ist einer der rund 350 Vulkane des Urach-Kirchheimer Vulkangebiets ([[Schwäbischer Vulkan]]), einer tektonischen Erscheinung des [[Miozän]] (geologische Einheit; tektonisch besonders aktive Zeit vor ca. 17 Mio. Jahren). Er besteht aus konzentrisch gelagertem Schichttuff mit Weißjurablöcken. Stellenweise sind an der heutigen Landoberfläche der ehemaligen Schlotfüllung auch große zusammenhängende Schichtpakate aus Weißjuragesteinen aufgeschlossen. Im Norden des Berges sind auch [[Bohnerz]]tone zu finden. Seinerzeit bildete der Vulkanschlot ein schüsselförmig in die Hochfläche der Schwäbischen Alb eingesenktes [[Maar]]. Die markante Kuppe des Jusibergs wurde durch die [[Erosion (Geologie)|erosive]] Rückverlagerung des Albtraufs herauspräpariert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesteine vom Jusi ==&lt;br /&gt;
Der Jusi wird im Wesentlichen von einer [[Diatrem]]-Fazies aufgebaut, die sich aus [[Tuff]]iten zusammensetzt. Im Gipfelbereich lassen sich geschichtete Siltsteine nachweisen, die Seesedimente des [[Maarsee]]s sind. An mehreren Stellen lassen sich ultrabasitische [[Intrusion (Geologie)|Intrusionen]] finden, die [[Petrographie|petrographisch]] als [[Olivinbasalt|Olivin]]-[[Melilithit]] einzustufen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tuffit Jusi.JPG|Typischer chaotischer Tuffit&lt;br /&gt;
Melilithit Jusi.jpg|[[Melilithit]]&lt;br /&gt;
Jusi Siltstein.JPG|Geschichteter Siltstein vom Gipfel. Das Gestein wurde im [[Maar]]see abgelagert und verfestigt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutzgebiete ==&lt;br /&gt;
Am Jusi treffen sich drei [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiete]]: Das Naturschutzgebiet [[Jusi-Auf dem Berg]], das Naturschutzgebiet [[Neuffener Hörnle-Jusenberg]] und das Naturschutzgebiet [[Goldland-Klausenberg]]. Die Waldflächen sind als  [[Schonwald]] Jusiberg ausgewiesen. Der Jusi liegt außerdem im [[FFH-Gebiet]] [[Alb zwischen Jusi und Teck]] und im Vogelschutzgebiet [[Mittlere Schwäbische Alb]] sowie in der Pflegezone des [[Biosphärengebiet Schwäbische Alb|Biosphärengebiets Schwäbische Alb]]. Unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Jusiberg&amp;#039;&amp;#039; ist der Jusi auch als Geotop geschützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Panorama Alb.jpg|mini|ohne|560px|Panorama vom Jusi in Richtung [[Schwarzwald]]; im Vordergrund [[Kappishäusern]], links die [[Achalm]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:JusibergGipfel.jpg|mini|Auf der [[Jusi-Auf dem Berg|Kuppe des Jusi]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jusitreffen ==&lt;br /&gt;
Das auf dem Jusi seit 1919 jährlich stattfindende Jusi-Treffen gilt als die erste „Kirche-im-Grünen“-Veranstaltung Deutschlands.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ Internetquelle | titel= Kretschmann bei Jusi-Treffen: In Debatten einbringen | url=https://www.idea.de/frei-kirchen/detail/kretschmann-beim-pietistischen-jusi-treffen-in-debatten-einbringen-109960.html?tx_newsideade_pi1%5Buuid%5D=109960&amp;amp;cHash=5517e1b3280bc703a67237e6fa7e5397 | datum=2019-07-29 | abruf=2019-07-30 |hrsg=idea}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ Internetquelle | titel= Der Regen machte einen Strich durch das Openair-Jubiläum | url=https://www.teckbote.de/nachrichten/lokalnachrichten-zwischen-neckar-und-alb_artikel,-der-regen-machte-einen-strich-durch-das-openairjubilaeum-_arid,232067.html| hrsg=Der Teckbote |datum=2019-07-29 | abruf=2019-07-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird vom württembergischen altpietistischen [[Altpietistischer Gemeinschaftsverband|Gemeinschaftsverband]] „Die Apis“ und dem evangelischen Jugendwerk veranstaltet. Da der Berg unter Schutz steht, werden dort üblicherweise keine Veranstaltungen genehmigt. Da aber dieses Treffen eine hundertjährige Tradition hat, ist es als einzige Veranstaltung weiterhin unter verschiedenen Auflagen erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Jusi-Auf dem Berg]], Naturschutzgebiet&lt;br /&gt;
* [[Albtrauf Kohlberg]], Landschaftsschutzgebiet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Johannes Baier: &amp;#039;&amp;#039;Der Jusi - Ein Maar-Diatrem-Vulkan im Vulkanfeld der Schwäbischen Alb&amp;#039;&amp;#039;. In: Aufschluss 77(1), 16-25, 2026.&lt;br /&gt;
* Johannes Baier: &amp;#039;&amp;#039;Geohistorische Bemerkungen zum Vulkanfeld der Schwäbischen Alb&amp;#039;&amp;#039;. In: Geohistor. Blätter 31(1/2), 39–64, 2020.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Naturschutzgebiet Jusi – auf dem Berg&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 1999, ISBN 3-89735-102-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://themenpark-umwelt.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/15552/?path=4422;6277;15376; Themenpark Umwelt]&lt;br /&gt;
* [https://media.lgrb-bw.de/link/gtk/gtk_868.pdf Geotopsteckbrief des LGRB]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg im Landkreis Esslingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg der Schwäbischen Alb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlotfüllung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kohlberg, Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Neuffen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwäbischer Vulkan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geotop im Landkreis Esslingen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Widipedia</name></author>
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