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	<title>Junkers Ju 87 - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T09:02:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Junkers_Ju_87&amp;diff=52773&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-14453-12: /* Einzelnachweise */ Toten LInk durch Archive.org-Link ersetzt</title>
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		<updated>2026-03-06T08:58:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; Toten LInk durch Archive.org-Link ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Flugzeug&lt;br /&gt;
|Name                = Junkers Ju 87 &amp;#039;&amp;#039;Stuka&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|Bild                = [[Datei:Junkers Ju 87Ds in flight Oct 1943.jpg|300px|Junkers Ju 87D „Stuka“]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Junkers Ju 87D&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|Typ                 = [[Sturzkampfflugzeug]],&amp;lt;br /&amp;gt;[[Erdkampfflugzeug]]&lt;br /&gt;
|Entwicklungsland    = {{DEU-1935}}&lt;br /&gt;
|Hersteller          = [[Junkers Flugzeug- und Motorenwerke|Junkers]]&lt;br /&gt;
|Erstflug            = 17. September 1935&lt;br /&gt;
|Indienststellung    = Frühjahr 1937&lt;br /&gt;
|Produktionszeitraum = 1937 bis 1944&lt;br /&gt;
|Stückzahl           = unter 6.000 (exakte Zahl unklar)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Junkers Ju 87 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein einmotoriger [[Sturzkampfflugzeug|Sturzkampfbomber]] der Zeit des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] aus [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|deutscher]] Produktion. Der von der [[Junkers Motorenbau und Junkers Flugzeugwerk|Junkers Flugzeugwerk AG]] entwickelte [[Tiefdecker]] mit [[Knickflügel]]n, starrem [[Fahrgestell]] und zwei Mann Besatzung wurde von der deutschen [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] und den Luftstreitkräften verbündeter Länder eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Hauptaufgabe bestand in präzisen Bombenangriffen bei Tage im Rahmen [[Taktik (Militär)|taktischer]] Einsätze als [[Sturzkampfflugzeug]] (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stuka&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;). Spätere Varianten der D-Serie wurden vorwiegend als [[Erdkampfflugzeug]]e eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ju 87 V1 44219591.jpg|mini|Der erste Prototyp Ju 87 V1 mit Doppelleitwerk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1934 gab die Abteilung Flugtechnik im [[Heereswaffenamt]] (ab 1935: Technisches Amt im [[Reichsluftfahrtministerium]]) eine Ausschreibung an die [[Luftfahrtindustrie#Luftfahrtindustrie in Deutschland|Luftfahrtindustrie]] heraus. Wegen der für den Horizontalflug unzureichenden Bombenzielgeräte sollte die neue Maschine Punktziele im Sturzflug&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Olaf Groehler: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Luftkriegs 1910 bis 1980.&amp;#039;&amp;#039; Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1981, S.&amp;amp;nbsp;163.&amp;lt;/ref&amp;gt; angreifen können&amp;amp;nbsp;– eine Einsatzidee, die damals in Deutschland wie in den USA verfolgt wurde. Neben der von Hermann Pohlmann bei Junkers entwickelten Ju&amp;amp;nbsp;87&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Deutsche Biographie |url=https://www.deutsche-biographie.de/sfz96650.html |titel=Pohlmann, Hermann – Deutsche Biographie |abruf=2019-09-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; entstanden auf die Ausschreibung hin noch die [[Heinkel He&amp;amp;nbsp;118]] sowie die [[Arado Ar&amp;amp;nbsp;81]]. Das Vergleichsfliegen im Jahr 1936 gewann die Ju&amp;amp;nbsp;87. Die nahezu gleichzeitig, aber völlig unabhängig davon laufende Ausschreibung für ein leichtes Sturzkampfflugzeug, für welche die [[Blohm &amp;amp; Voss Ha&amp;amp;nbsp;137]], [[Fieseler Fi&amp;amp;nbsp;98]] und die [[Henschel Hs&amp;amp;nbsp;123]] entwickelt wurden, hat hiermit nichts zu tun. Beide Vorgänge werden in der Literatur aber häufig miteinander vermischt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typisch für diese Maschine, die vor allem durch ihren Einsatz als Sturzkampfflugzeug (Stuka) bekannt wurde, waren die ausgeprägten [[Knickflügel]], das starre Fahrwerk mit charakteristischer Verkleidung und der demoralisierende Heulton ihrer Sirene („[[Lärmgerät]]“) beim Sturzangriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Versuchsmuster hatte ein [[Doppelleitwerk]] und einen britischen [[Zwölfzylindermotor|Zwölfzylinder]]-[[V-Motor]] vom Typ [[Rolls-Royce Kestrel]]. Der [[Erstflug]] der Ju&amp;amp;nbsp;87&amp;amp;nbsp;V1 erfolgte am 17.&amp;amp;nbsp;September 1935. Am 24.&amp;amp;nbsp;Januar 1936 führte ein Abriss des Doppelleitwerks bei Sturzflugversuchen zum Absturz der Ju 87 V1 bei [[Kleutsch]]. Der Pilot [[Willy Neuenhofen]] und sein Versuchsingenieur Heinrich Kreft kamen dabei ums Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim zweiten Prototyp Ju&amp;amp;nbsp;87 V2, der Vorserie A-0 und den Baureihen A-1 und A-2 wurden [[Vergaser]]-[[Flugmotor]]en des Typs [[Junkers Jumo&amp;amp;nbsp;210]] mit Leistungen von 600 bis 700&amp;amp;nbsp;PS verwendet. Ein Teil der Baureihe A-2 und alle übrigen Ausführungen wurden von leistungsstärkeren [[Junkers Jumo 211]] mit [[Direkteinspritzung#Ottomotor|Benzindirekteinspritzung]] und Leistungen von 1000 bis 1500&amp;amp;nbsp;PS angetrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einsatz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 101I-329-2984-05A, Russland, Junkers Ju 87.jpg|mini|Eine Ju 87 in der Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 101I-630-3561-27A, Flugzeuge Junkers Ju 87.jpg|mini|Ju 87 D im Einsatz (Auf schlammigen Feldflugplätzen wurde die Fahrwerksverkleidung mitunter entfernt)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:StukaRA.jpg|mini|Junkers Ju 87 B „Picchiatello“ der italienischen Regia Aeronautica]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Dutzend der damals hochgeheimen Ju&amp;amp;nbsp;87&amp;amp;nbsp;A und B wurde ab 1938 im [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieg]] bei der 5.&amp;amp;nbsp;Staffel der &amp;#039;&amp;#039;[[Jagdgruppe 88]]&amp;#039;&amp;#039; (5.&amp;amp;nbsp;J/88) der [[Legion Condor]] unter anderem von [[Calamocha#Aeródromo de Calamocha|Calamocha]] und [[La Sénia#Camp d&amp;#039;Aviació de la Sénia|La Sénia]] aus eingesetzt. Dabei wurden im Mai 1938 zu Erprobungszwecken vier willkürlich ausgesuchte kleine Ortschaften ohne jede militärische Bedeutung ([[Albocácer]], [[Ares del Maestre]], [[Benasal]] und [[Vilar de Canes]]) im Hinterland der [[Provinz Castellón]] bombardiert, wobei insgesamt 38 Menschen getötet wurden. Die Dörfer lagen nahe der Flugplätze. Sie konnten daher mit 500 Kg-Bomben ohne voll zu tanken angeflogen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spanishrevolution.eu/nazi-tests-in-spanien/ Übungshalber Gründe für die Bombardierung der Dörfer]; abgerufen am 3. November 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spanishrevolution.eu/nazi-tests-in-spanien/ Nazi-Stuka-Tests in Spanien 1938]; abgerufen am 3. November 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ccaa.elpais.com/ccaa/2015/12/23/valencia/1450889224_506301.html &amp;#039;&amp;#039;¿Por qué Hitler bombardeó cuatro pacíficos pueblos de Castellón?&amp;#039;&amp;#039;] [[El País]], 25. Dezember 2015 (spanisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] waren circa 200 Ju&amp;amp;nbsp;87&amp;amp;nbsp;A an Schuleinheiten abgegeben und von den stark modifizierten und leistungsstärkeren Ju&amp;amp;nbsp;87&amp;amp;nbsp;B-1 abgelöst worden. Die 366 bei Kriegsbeginn einsatzbereiten Flugzeuge verfügten über ein größeres Seitenleitwerk, eine neue Fahrwerksverkleidung und eine verbesserte Kabine. Daneben stand eine kleine Anzahl von Ju&amp;amp;nbsp;87&amp;amp;nbsp;C-0 zur Verfügung, die mit Fanghaken, Klappflügeln und Seezusatzausrüstungen als Trägerflugzeuge für den geplanten Flugzeugträger &amp;#039;&amp;#039;[[Graf Zeppelin (Schiff, 1938)|Graf Zeppelin]]&amp;#039;&amp;#039; ausgerüstet, an landgestützte Einheiten abgegeben wurden. Eine Langstreckenversion Ju&amp;amp;nbsp;87&amp;amp;nbsp;R war damals in Planung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ju 87 wurde dank der [[Luftüberlegenheit]] der [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]]&lt;br /&gt;
1939 beim [[Überfall auf Polen|Polenfeldzug]] und im Mai und Juni 1940 beim [[Westfeldzug|Frankreichfeldzug]] erfolgreich als [[Luftnahunterstützung]]sflugzeug für die vorrückende Wehrmacht eingesetzt. Aus dieser Zeit rührt die Ju&amp;amp;nbsp;87 als Symbol der [[Blitzkrieg]]-Taktik. Dazu wurde sie in speziellen Sturzkampfgeschwadern eingesetzt, von denen es das [[Sturzkampfgeschwader 1]], [[Sturzkampfgeschwader 2|2]], [[Sturzkampfgeschwader 3|3]], [[Sturzkampfgeschwader 5|5]] und [[Sturzkampfgeschwader 77|77]] gab.&lt;br /&gt;
Auch die [[Lehrgeschwader 1|IV. Gruppe des Lehrgeschwaders 1]] flog die Ju 87.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Luftschlacht um England]] wurden im August 1940 mit ihr Angriffe gegen Ziele in Südengland geflogen. Hier führte der Einsatz der Ju&amp;amp;nbsp;87 als Bomber zu hohen Verlusten. Ursachen hierfür waren die niedrige Geschwindigkeit und die zu schwache Abwehrbewaffnung. Das Flugzeug konnte außerhalb der unmittelbaren Kampfunterstützung für Bodentruppen nur effektiv eingesetzt werden, wenn der Geleitschutz durch [[Jagdflugzeug]]e gewährleistet war, was der Luftwaffe gegen die &amp;#039;&amp;#039;[[Royal Air Force]]&amp;#039;&amp;#039; jedoch nicht gelang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach blieb der Ju 87 vor allem in den Versionen D und G der Einsatz als [[Sturzkampfflugzeug]] und [[Schlachtflugzeug]] zur Luftnahunterstützung und Panzerbekämpfung über dem Mittelmeer, in Afrika und an der [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ostfront]] vorbehalten. Eine besondere [[Panzerjäger]]-Version war anstatt der Bomben mit zwei 37-mm-Kanonen bewaffnet. Dieser Panzerjäger, die Ju&amp;amp;nbsp;87&amp;amp;nbsp;G, wurde zuerst von der von [[Hans-Ulrich Rudel]] geführten Einheit eingesetzt. Rudel war nach [[Hermann Göring]] der höchstdekorierte Soldat der [[Wehrmacht]] und zerstörte unter anderem 519 alliierte Panzer. Von den sowjetischen Soldaten wurde die Ju&amp;amp;nbsp;87 wegen des starren Fahrwerks als &amp;#039;&amp;#039;Lapotnik&amp;#039;&amp;#039; (Bastschuhbauer)&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Iwanowitsch Pokryschkin: &amp;#039;&amp;#039;Himmel des Krieges.&amp;#039;&amp;#039; [[Militärverlag der DDR]], Berlin 1974, S.&amp;amp;nbsp;45.&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab April 1943 dienten Ju 87 im [[Luftlandegeschwader 1]] als [[Schleppflugzeug]]e für den [[Lastensegler]] [[DFS 230]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten schlachtentscheidenden Einsätze im Mittelmeerraum hatten die Ju&amp;amp;nbsp;87 beim Kampf gegen die italienischen Truppen auf [[Kefalonia]] und [[Korfu]] im September 1943 und beim Einsatz gegen britische Land- und Seestreitkräfte im Oktober und November 1943 in der Ägäis ([[Dodekanes-Feldzug]]), insbesondere bei der Schlacht um [[Leros]] vom 12. bis zum 16.&amp;amp;nbsp;November 1943.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die [[Geschichte der italienischen Luftstreitkräfte|italienische]], [[Bulgarische Luftstreitkräfte|bulgarische]] und [[Rumänische Luftstreitkräfte|rumänische Luftwaffe]] setzten Ju&amp;amp;nbsp;87 ein. Die Ju&amp;amp;nbsp;87 wurde in den Versionen D-3 und D-5 von Rumänien ab 1943 sowohl gegen die Sowjetunion als auch&amp;amp;nbsp;– nach dem Ende des Bündnisses mit Deutschland&amp;amp;nbsp;– gegen Truppen der Wehrmacht eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ju&amp;amp;nbsp;87 war eine äußerst wirksame Waffe und das erfolgreichste Sturzkampfflugzeug des Zweiten Weltkriegs. Ihren Ruf verdankt sie auch der nationalsozialistischen [[Propaganda]]. Wirksam hierfür war&amp;amp;nbsp;– abseits der Wochenschauen&amp;amp;nbsp;– der 1941 von der [[UFA]] produzierte Propagandafilm &amp;#039;&amp;#039;[[Stukas]]&amp;#039;&amp;#039; unter der Regie von [[Karl Ritter (Regisseur)|Karl Ritter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unfall von Neuhammer ===&lt;br /&gt;
Am 15. August 1939 stürzten 13&amp;amp;nbsp;Ju&amp;amp;nbsp;87 des [[Sturzkampfgeschwader 76|Sturzkampfgeschwaders&amp;amp;nbsp;76]] bei einer Sturzflugvorführung auf dem [[Truppenübungsplatz Neuhammer]] (Schlesien) wegen zu tiefer Wolkenunterkante ab. Alle 26 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Dieser [[Stuka-Flugunfall von Neuhammer]] war die schwerste Katastrophe der deutschen [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] vor dem Zweiten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 101I-642-4711-08, Produktion von Junkers Ju 87.jpg|mini|Montagehalle, 1942]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ju 87 wurde von den Junkers-Flugzeugwerken in Dessau sowie der [[Weser-Flugzeugbau GmbH|Weserflug]] in [[Bremen]] und [[Berlin-Tempelhof]] hergestellt. Ab 1941 wurden in Zweigwerken in [[Bolesławiec|Bunzlau]], [[Kalisz|Kalisch]], [[KZ-Außenlager Rabstein|Rabstein]] und [[Grygov|Königswald]] und [[Trenčín|Biskupice]] zahlreiche Teile gefertigt. Bei Weserflug erfolgte ein Umbau von 40 Ju&amp;amp;nbsp;87&amp;amp;nbsp;D-3 zur G-2. 100 Flugzeuge wurden im Jahre 1944 bei [[Blohm + Voss|Blohm &amp;amp; Voss]] zum Nachtschlachtflugzeug umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Export war die Ju 87 vor dem Krieg nicht freigegeben. Lediglich eine Maschine wurde 1937 nach [[Japanisches Kaiserreich|Japan]] exportiert. Nach dem Kriegseintritt des [[Italienischer Faschismus|faschistischen]] [[Königreich Italien (1861–1946)|Italiens]] erhielt das von [[Benito Mussolini|Mussolini]] regierte Land 1940/41 insgesamt 97 Flugzeuge. An das [[Königreich Ungarn (1920–1946)|Königreich Ungarn]] wurden 1940 vier Ju&amp;amp;nbsp;87 zur Erprobung geliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bauzahlen der Ju 87 bis 30. November 1944&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Version !! Junkers !! Weserflug !! Summe !! Bauzeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A&lt;br /&gt;
| 192&lt;br /&gt;
| {{0|00}}70&lt;br /&gt;
| {{0}}262&lt;br /&gt;
| Juli 1937 – September 1938&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| B-1&lt;br /&gt;
| 311&lt;br /&gt;
| {{0}}386&lt;br /&gt;
| {{0}}697&lt;br /&gt;
| September 1938 – Mai 1940&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| B-2&lt;br /&gt;
| {{0}}56&lt;br /&gt;
| {{0}}169&lt;br /&gt;
| {{0}}225&lt;br /&gt;
| Februar 1940 – Oktober 1940&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| R-1&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| {{0}}105&lt;br /&gt;
| {{0}}105&lt;br /&gt;
| Januar 1940 – Mai 1940&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| R-2&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| {{0}}472&lt;br /&gt;
| {{0}}472&lt;br /&gt;
| Juni 1940 – Juli 1941&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| R-4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| {{0}}144&lt;br /&gt;
| {{0}}144&lt;br /&gt;
| Mai 1941 – Oktober 1941&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| D-1&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| {{0}}592&lt;br /&gt;
| {{0}}592&lt;br /&gt;
| August 1941 – Juli 1942&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| D-3&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| 1559&lt;br /&gt;
| 1559&lt;br /&gt;
| Mai 1942 – November 1943&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| D-5&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| 1488&lt;br /&gt;
| 1488&lt;br /&gt;
| Mai 1943 – September 1944&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| G-2&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| {{0}}208&lt;br /&gt;
| {{0}}208&lt;br /&gt;
| Dezember 1943 – Juli 1944&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Summe !! 559 !! 5193 !! 5752 !!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versionen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ju87A 050406-F-1234P-041.jpg|mini|Junkers Ju 87 A]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ju 87 A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* erste Serienversion, [[Junkers Jumo 210|Junkers-Jumo-210]]-Motoren mit 640 und 680 PS&lt;br /&gt;
* Bewaffnung: ein [[MG 17]] in der rechten Tragfläche, ein bewegliches [[MG 15]] im Heckstand, Bombenlast maximal 500&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ju 87 B&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* erste Großserienversion, [[Junkers Jumo 211|Junkers-Jumo-211]]-Motoren mit 1100, später 1200 PS&lt;br /&gt;
* Bewaffnung: zwei MG 17 in den Tragflächen, ein bewegliches MG 15 im Heckstand, Bombenlast maximal 1000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ju87C model.png|mini|Modell Ju 87 C: Illustriert klappbare Tragflächen, Fanghaken, Katapultbeschläge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ju 87 C&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Ju 87 B mit Ausrüstung für den Einsatz auf dem Flugzeugträger &amp;#039;&amp;#039;[[Graf Zeppelin (Schiff, 1938)|Graf Zeppelin]]&amp;#039;&amp;#039;. Zwischen April und Oktober 1941 wurden die bestellten fünf Flugzeuge von Junkers abgeliefert.&lt;br /&gt;
* nach dem Scheitern des Trägerprojekts wieder auf Stand Ju&amp;amp;nbsp;87&amp;amp;nbsp;B zurückgebaut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ju 87 R&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* „R“ wie Reichweite, wie Ju 87 B aber 300-l-Zusatztank unter jeder Tragfläche für doppelte Reichweite, Bombenlast maximal 500&amp;amp;nbsp;kg mit Zusatztanks&lt;br /&gt;
* oft eingesetzt gegen Schiffsverkehr im [[Ärmelkanal]] oder im [[Mittelmeer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ju 87 D&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* meistgebaute Modellreihe&lt;br /&gt;
* aerodynamische Überarbeitung mit zusätzlichen Kühlern unter den Tragflächen und verkleinertem Kühler unter dem Motor, ab D-5 mit größerer Spannweite (15&amp;amp;nbsp;m statt 13,80&amp;amp;nbsp;m)&lt;br /&gt;
* die Panzerung wurde verbessert und die maximale Startmasse auf ≈6500&amp;amp;nbsp;kg erhöht&lt;br /&gt;
* Motoren von 1300 bis 1500 PS und höhere Treibstoffkapazität für ≈1400&amp;amp;nbsp;km Reichweite&lt;br /&gt;
* Erhöhung der Bombenlast auf bis zu 1800&amp;amp;nbsp;kg, Ersatz des beweglichen MG&amp;amp;nbsp;15 im Heckstand durch ein bewegliches Zwillings-MG [[MG 81|MG 81 Z]]&lt;br /&gt;
* Schlachtfliegerversionen ab D-5 mit zwei 20-mm-Kanonen [[MG 151|MG 151/20]] statt der MG&amp;amp;nbsp;17 in den Tragflächenknicken, Wegfall der Sturzflugbremsen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 101I-655-5976-04, Russland, Sturzkampfbomber Junkers Ju 87 G.jpg|mini|Eine Ju 87 G-1 in der Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ju 87 G (G-1 und G-2)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Schlachtflieger und Panzerjäger, auch bekannt als „Kanonenvogel“ und „Panzerknacker“&lt;br /&gt;
* G-1 Umbau aus älteren Ju 87 D, G-2 Umbau und Neubau mit vergrößerten Tragflächen der D-5.&lt;br /&gt;
* Bewaffnung: zwei [[3,7-cm-Flak 18|3,7-cm-Kanonen FlaK 18]] unter den Tragflächen und das bewegliche MG&amp;amp;nbsp;81 Z im Heckstand, keine Bombenmitnahme&lt;br /&gt;
* Reichweite mit ~1200&amp;amp;nbsp;km leicht unterhalb der Ju 87 D&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ju 87 H&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Schulungsflugzeug mit Doppelsteuerung, aus der Ju&amp;amp;nbsp;87&amp;amp;nbsp;D hervorgegangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ju 87 T&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Trägerversion für die &amp;#039;&amp;#039;[[Graf Zeppelin (Schiff, 1938)|Graf Zeppelin]]&amp;#039;&amp;#039; auf Basis Ju&amp;amp;nbsp;87&amp;amp;nbsp;D, nur Planungsstadium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erhaltene Maschinen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ju87 G2 2.jpg|mini|Junkers Ju 87 G-2 (Royal Air Force Museum Hendon)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Junkers Ju 87 wreck Auto- und Technikmuseum Sinsheim.jpg|mini|Wrack einer Ju 87 im [[Technik-Museum Sinsheim]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute existieren insgesamt nur noch zwei vollständige Ju&amp;amp;nbsp;87.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Exemplar befindet sich im [[Museum of Science and Industry (Chicago)|Museum of Science and Industry]] in Chicago.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Royal Air Force Museum]], London: {{Webarchiv | url=http://www.msichicago.org/whats-here/exhibits/transportation-gallery/the-exhibit/smaller-aircraft/stuka/ | wayback=20080324034211 | text=Transportation Gallery: &amp;#039;&amp;#039;1941 Junkers Ju-87R-2 Tropical Stuka.&amp;#039;&amp;#039;}} Museum of Science and Industry, Chicago.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die letzte vollständig erhaltene Ju&amp;amp;nbsp;87 in Europa befindet sich im [[Royal Air Force Museum]] [[Hendon (London)|Hendon]], [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.rafmuseum.org.uk/london/collections/aircraft/aircraft_info.cfm?aircraft_id=126 | wayback=20071127201840 | text=&amp;#039;&amp;#039;Battle of Britain Aircraft Collection.&amp;#039;&amp;#039;}} (Archivseite).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland ist eine beschädigte Ju&amp;amp;nbsp;87 B im [[Technik-Museum Sinsheim]] zu sehen, die 1989 bei [[St. Tropez]] aus 90 Metern Wassertiefe geborgen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://sinsheim.technik-museum.de/de/junkers-ju-87 |titel=Junkers Ju-87 {{!}} Technik Museum Sinsheim |abruf=2019-09-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem besaß das [[Deutsches Technikmuseum Berlin|Deutsche Technikmuseum Berlin]] zwei Ju-87-Wracks, die in der russischen [[Tundra]] gefunden worden waren. Eines wird ausgestellt, das zweite Wrack wurde an [[Paul Allen]]s &amp;#039;&amp;#039;Flying Heritage &amp;amp; Combat Armor Museum (FHCAM)&amp;#039;&amp;#039; verkauft. Im November 2018 gab das &amp;#039;&amp;#039;FHCAM&amp;#039;&amp;#039; an, dass die &amp;#039;&amp;#039;R-4&amp;#039;&amp;#039; mit der Werknummer&amp;amp;nbsp;6234 flugfähig restauriert werden soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fh_20181110&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2014 wurde vor der kroatischen Insel [[Žirje]] das Wrack einer italienischen Ju&amp;amp;nbsp;87&amp;amp;nbsp;R-2 der [[Geschichte der italienischen Luftstreitkräfte#Regia Aeronautica|Regia Aeronautica]] gefunden, die am 12.&amp;amp;nbsp;April 1941 nach einem Angriff auf die jugoslawische Marinebasis von Jadrtovac in der Adria notwassern musste. Das Flugzeug befand sich in relativ gutem Zustand und sollte möglicherweise geborgen werden;&amp;lt;ref&amp;gt;Heiko Müller: &amp;#039;&amp;#039;Stuka ruht in der Adria.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Klassiker der Luftfahrt.&amp;#039;&amp;#039; Nr.&amp;amp;nbsp;4/2015, S.&amp;amp;nbsp;38–40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle  |url=https://www.youtube.com/watch?v=8onsBBbl8IM |titel=Ju-87 Stuka Discovered |titelerg=Videomaterial eines Tauchganges zur Ju 87 vor Sibenik.  |abruf=2019-09-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; allerdings verschlechterte sich der Zustand seit dem Bekanntwerden des Funds.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url = https://www.oceanframes.com/junkers-ju-87-stuka-croatia/| titel = Junkers JU 87 STUKA| abruf=2022-08-05 | sprache = en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab Oktober 2024 wurde im Rahmen eines Pilotprojekts die Unterwasserkonservierung des Wracks mittels [[Opferanode]] geprüft und auf Basis der Ergebnisse entschieden, das Wrack nicht zu bergen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20241223082548/https://www.fr.de/panorama/taucher-finden-weltkriegs-flugzeug-am-grund-der-adria-und-wollen-stuka-auf-spektakulaere-art-erhalten-93481926.html |titel=Taucher finden Weltkriegs-Flugzeug am Grund der Adria – und wollen „Stuka“ auf spektakuläre Art erhalten |datum=2024-12-23 |sprache=de |abruf=2026-03-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsatzländer ==&lt;br /&gt;
* {{DEU-1935}}&lt;br /&gt;
* {{ITA-1861}}&lt;br /&gt;
* {{BGR-1908}}&lt;br /&gt;
* {{HRV-1941}}&lt;br /&gt;
* {{ROU-1881}}&lt;br /&gt;
* {{RUS-ROA}}&lt;br /&gt;
* {{SVK-1939}}&lt;br /&gt;
* {{HUN-1940}}&lt;br /&gt;
* {{YUG-1918}}&lt;br /&gt;
* {{Spanien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Schlacht von Tali-Ihantala]] (25. Juni bis 9. Juli 1944) wurde [[Finnland]] vom Deutschen Reich unter anderem mit rund zwei Dutzend Ju 87 im [[Gefechtsverband Kuhlmey]] unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Besonderheiten ==&lt;br /&gt;
=== Sturzflugautomatik ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stuka-robot.jpg|mini|Skizze des Sturzvorgangs mit der automatischen Sturzflugbremse]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ju 87 Stuka attack.ogg|mini|Ju 87 während des Sturzflugs mit Sirene]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ein sicheres Abfangen auch bei durch die hohen [[g-Kraft|g-Kräfte]] verursachter kurzzeitiger Bewusstlosigkeit des Piloten gewährleistet werden konnte, war in allen Ju&amp;amp;nbsp;87 eine Sturzflug- und Abfangautomatik eingebaut, die dem Flugzeugführer das Anvisieren, das Anfliegen des Zieles und das anschließende Abfangen erleichterte. Durch das Betätigen der Automatik wurden die [[Sturzflugbremse]]n ausgefahren, worauf eine [[Trimmung#Luftfahrzeuge|Trimmklappe]] am [[Höhenruder]] die Maschine in einen kopflastigen Flugzustand brachte. Außerdem wurde der [[Steuerknüppel]] auf einen Ausschlag von 5° begrenzt. Beim Erreichen einer vorberechneten Abwurfhöhe löste der Pilot die Bombe(n) aus, wodurch die Automatik die Trimmklappe wieder zurückfuhr, das Flugzeug schwanzlastig wurde und der Abfangvorgang eingeleitet wurde. Damit die [[Fliegerbombe|Bombe]] unter dem Rumpf nach dem Auslösen nicht in die Luftschraube geraten konnte, führte eine Abweisergabel sie aus dem Propellerbereich. In der Regel wurde der Sturz in einem Winkel von 70 bis 90° geflogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sirene bzw. Lärmgerät ===&lt;br /&gt;
An beiden Fahrgestellverkleidungen waren bei den frühen Versionen der Ju&amp;amp;nbsp;87 [[Lärmgerät]]e eingebaut, deren Luftschrauben der Fahrtwind antrieb. Sie verstärkten den Heulton beim Sturzangriff. Diese Lärmgeräte der Ju 87 wurden und werden bereits seit den 1950er Jahren fälschlicherweise oft als &amp;#039;&amp;#039;[[Jericho-Trompete|Jerichotrompete]]&amp;#039;&amp;#039; oder gleichbedeutend &amp;#039;&amp;#039;Jericho-Gerät&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Thamm |Titel=Fliegerbomben: die Spreng- und Brandbombenentwicklung in der Luftwaffe; von der einfachen Fliegerbombe zur modernen Abwurfmunition und ihre Einsätze – mit Gegenüberstellung der Entwicklungen in England, USA und Russland sowie anderer Staaten |Verlag=Bernard und Graefe |Datum=2003 |ISBN=978-3-7637-6228-6 |Seiten=148 |Online=https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=zwghAQAAIAAJ&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=%22ger%C3%A4t+jericho%22 |Abruf=2024-10-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst Udet |Titel=Ein Fliegerleben |Verlag=Ullstein |Datum=1954 |Seiten=156 |Online=https://books.google.de/books?id=XtoDC7l-3OoC&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=%22jericho%22 |Abruf=2024-10-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jericho-Geräte waren jedoch [[orgelpfeife]]nähnliche Papphülsen, die, fallweise an den Leitwerksflossen von deutschen Abwurfbomben des Typs [[Deutsche Abwurfmunition des Zweiten Weltkrieges#Jericho-Gerät|SC50 und SC250]] montiert, ebenfalls der [[Psychologische Kriegführung|psychologischen Kriegführung]] dienten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=D. (Luft) 4300 – Abwurfmunition, Bomben, Munitions-Handbuch – Teil 1 Minenbomben – Heft 2 SC 250 – V. Zusatzgeräte |Ort=Berlin |Datum=1942-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sirene an Bombenleitwerk&amp;quot;&amp;gt;vgl. [http://www.historyofwar.org/Pictures/SC_50.jpg Foto] In: &amp;#039;&amp;#039;historyofwar.org.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut dem Generalstabschef des [[XXXXVIII. Armeekorps (Wehrmacht)|XXXXVIII.&amp;amp;nbsp;Panzerkorps]] [[Friedrich Wilhelm von Mellenthin]] haben sowjetische Soldaten {{&amp;quot;|die Schock- und Splitterwirkung von Stuka-Angriffen bald ziemlich unbeeindruckt hingenommen}}.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Wilhelm von Mellenthin]]: &amp;#039;&amp;#039;Panzerschlachten. Eine Studie über den Einsatz von Panzerverbänden im Zweiten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Neckargemünd 1963, S. 170.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Daten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Junkers Ju 87B-2 Stuka.svg|mini|Junkers Ju 87 B-2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-1981-064-16A, Nordafrika, Demontage einer Junkers Ju 87.jpg|mini|Wartung in Nordafrika]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stuka dive bomber, captured by Allies in North Africa, 1941 - Museum of Science and Industry (Chicago) - DSC06304.JPG|mini|Ju 87 R-2/Trop, WerkNr.&amp;amp;nbsp;5954 im Museum of Science and Industry, Chicago]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Länge: 11,00 m&lt;br /&gt;
* Höhe: 3,77&amp;amp;nbsp;m (Mastspitze bis Boden)&lt;br /&gt;
* [[Flügelspannweite]]: 13,80&amp;amp;nbsp;m (B-1), 15,00&amp;amp;nbsp;m (ab D-5, G-2)&lt;br /&gt;
* Tragflügelfläche: 31,9&amp;amp;nbsp;m², 33,60&amp;amp;nbsp;m² (ab D-5, G-2)&lt;br /&gt;
* Gewicht: leer: ca. 2750&amp;amp;nbsp;kg (B-1, D-1), mit Zuladung 4250&amp;amp;nbsp;kg (B-1), 5720&amp;amp;nbsp;kg (D-1), 6585&amp;amp;nbsp;kg (D-5).&lt;br /&gt;
* Triebwerk: ein flüssigkeitsgekühlter [[Junkers Jumo 211|Junkers-Jumo-211]]-V12-Motor mit hängenden Zylindern&lt;br /&gt;
** Ju 87 B-1: Jumo 211A mit 1000 PS (736&amp;amp;nbsp;kW) Startleistung&lt;br /&gt;
** Ju 87 B-2: Jumo 211D mit 1200 PS (883&amp;amp;nbsp;kW) Startleistung&lt;br /&gt;
** Ju 87 D-/G-Serie: Jumo 211J mit 1420 PS (1044&amp;amp;nbsp;kW) Startleistung&lt;br /&gt;
* Höchstgeschwindigkeit: 390&amp;amp;nbsp;km/h (B-1), 408&amp;amp;nbsp;km/h (D-1), 402&amp;amp;nbsp;km/h (D-5)&lt;br /&gt;
* [[Dienstgipfelhöhe]]: 8000&amp;amp;nbsp;m (B-1), 7320&amp;amp;nbsp;m (D-1, D-5)&lt;br /&gt;
* Reichweite: mit typischer Bombenzuladung 550&amp;amp;nbsp;km (B-1), 820&amp;amp;nbsp;km (D-1,D-5)&lt;br /&gt;
* Bewaffnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ju 87 B&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
** zwei 7,92-mm-[[MG 17]] starr in den Tragflächenknicken&lt;br /&gt;
** ein 7,92-mm-[[MG 15]] beweglich im Heckstand&lt;br /&gt;
** Bombenlast:&lt;br /&gt;
*** eine einzelne Bombe von bis zu 500&amp;amp;nbsp;kg unter dem Rumpf (Überlast: bis 1000&amp;amp;nbsp;kg)&lt;br /&gt;
*** typisch eine 250-kg-Bombe unter dem Rumpf und vier 50-kg-Bomben unter den Tragflächen&lt;br /&gt;
* Bewaffnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ju 87 D&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
** zwei 7,92-mm-[[MG 17]] (D-5: zwei 20-mm-Kanonen MG 151/20) starr in den Tragflächenknicken&lt;br /&gt;
** ein 7,92-mm-Zwillings-MG [[MG 81|MG 81 Z]] beweglich im Heckstand&lt;br /&gt;
** Bombenlast:&lt;br /&gt;
*** eine einzelne Bombe von bis zu 1400&amp;amp;nbsp;kg unter dem Rumpf (D-5 Überlast: bis 1800&amp;amp;nbsp;kg)&lt;br /&gt;
*** typisch eine 500- oder 1000-kg-Bombe unter dem Rumpf, vier 50- oder 70-kg-Bomben unter den Tragflächen&lt;br /&gt;
*** Abwurfbehälter AB 250, AB 70 und AB 50 mit jeweils 224, 50 oder 40 Splitterbomben, dickwandig 1&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
*** diverse Sonderbewaffnungen wie 2-kg-Splitterbomben oder Behälter mit mehreren Maschinengewehren möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museale Rezeption ==&lt;br /&gt;
=== Originale Ausstellungsstücke ===&lt;br /&gt;
* Ju 87 G-2 im Royal Airforce Museum, Hendon (GB)&lt;br /&gt;
* Ju 87 R-2 / Trop (WerksNr. 5954) im Museum Science and Industry, Chicago (USA)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unvollständige Ausstellungsstücke und Nachbauten mit Originalteilen ===&lt;br /&gt;
* Ju 87 B im Technik Museum Sinsheim (DE) - Wrack aus dem Mittelmeer -&lt;br /&gt;
* Ju 87 G-2 im Uraler Bergbau- und Metallurgie-Gesellschaft (UMMC), Werchnjaja Pyschma (RU) - Nachbau mit Originalteilen -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restaurierungsprojekte ===&lt;br /&gt;
* Ju 87 Flying Heritage &amp;amp; Combat Armor Museum&lt;br /&gt;
* Ju 87 American Heritage Museum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Luftfahrzeugen der Wehrmacht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jonathan Falconer: &amp;#039;&amp;#039;Junkers Ju 87 Stuka.&amp;#039;&amp;#039; Motorbuch, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-613-04352-7.&lt;br /&gt;
* Manfred Griehl: &amp;#039;&amp;#039;Junkers Ju 87 „Stuka“: Sturzkampfbomber, Schlachtflugzeug, Panzerjäger.&amp;#039;&amp;#039; Motorbuch, Stuttgart 1998, ISBN 3-613-01897-7.&lt;br /&gt;
* Eric M. Brown &amp;#039;&amp;#039;Berühmte Flugzeuge der Luftwaffe 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039; Motorbuch, Stuttgart 1988, ISBN 3-87943-846-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Junkers Ju 87 D-1/Das Lärmgerät.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Luftfahrtlexikon.&amp;#039;&amp;#039; Verlag E.S Mittler &amp;amp; Sohn, 1978, S. 3895 ff.&lt;br /&gt;
* Helmut Erfurth: &amp;#039;&amp;#039;Vom Original zum Modell: Junkers. Ju 87.&amp;#039;&amp;#039; Bernard &amp;amp; Graefe Verlag, Bonn 1999, ISBN 3-7637-6017-2.&lt;br /&gt;
* Friedrich König: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Luftwaffe.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Landser-Bibliothek.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 3, {{ZDB|1175798-x}}), Pabel, Rastatt 1980, S.&amp;amp;nbsp;146.&lt;br /&gt;
* Kenneth Munson: &amp;#039;&amp;#039;Bomber. Patrouillen- und Transportflugzeuge 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Orell Füssli, Zürich 1977.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Junkers Pionier der Luftfahrt – seine Flugzeuge.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Luftfahrt.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 24). Bernard &amp;amp; Graefe, München u.&amp;amp;nbsp;a. 1996, ISBN 3-7637-6112-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.luftarchiv.de/flugzeuge/junkers/ju87.htm Die Ju 87 bei Luftarchiv.de]&lt;br /&gt;
* [http://hugojunkers.bplaced.net/junkers-ju87.html Umfangreiche Infos zu Junkers-Flugzeugen (englisch)]&lt;br /&gt;
* [http://www.warbirdsresourcegroup.org/LRG/ju87.html Die Ju 87 bei der Luftwaffe Resource Group] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://wp.scn.ru/en/ww2/b/29 Tarnschemen verschiedener Versionen der Ju 87 bei &amp;#039;&amp;#039;Wings Palette&amp;#039;&amp;#039;] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=8onsBBbl8IM/ Video eines Tauchganges zur Ju 87]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|autor=H. F. King|url=https://www.flightglobal.com/pdfarchive/view/1939/1939-1-%20-%200871.html|titel=Germany&amp;#039;s Dive Bombers|titelerg=The Junkers Ju 87|hrsg=[[Flight International]]|werk=FLIGHT, September 28, 1939|seiten=a–f|datum=1939-08-28|abruf=2018-11-12|sprache=en|format=PDF}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;fh_20181110&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|autor=|url=https://flyingheritage.org/Explore/The-Collection/Germany/Junkers-Ju-87-R-4-Stuka.aspx|titel=Junkers Ju 87 R-4 Stuka|werk=Collection|hrsg=Flying Heritage &amp;amp; Combat Armor Museum|datum=2018-11-10|abruf=2018-11-12|sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Junkers}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4285027-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Junkers Ju 087}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sturzkampfflugzeug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flugzeugtyp des Spanischen Bürgerkrieges]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flugzeugtyp des Zweiten Weltkrieges (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Junkers-Luftfahrzeug|Ju 087]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Luftfahrzeug der Wehrmacht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärluftfahrzeug (Bulgarien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärluftfahrzeug (Rumänien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einmotoriges Flugzeug mit Kolbenmotor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdkampfflugzeug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erstflug 1935]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Junkers Ju 87| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-14453-12</name></author>
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