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	<title>Junk Bond - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T14:16:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Junk_Bond&amp;diff=1093778&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ferutsch: Wikilink nach Verschiebung angepasst</title>
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		<updated>2025-09-17T13:48:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikilink nach Verschiebung angepasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Junk Bond&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hochzinsanleihe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ramschanleihe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schrottanleihe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; {{enS|&amp;#039;&amp;#039;junk bond&amp;#039;&amp;#039;}} oder {{enS|&amp;#039;&amp;#039;high yield bond&amp;#039;&amp;#039;}}) ist der [[Anglizismus]] für eine [[Anleihe]] eines [[Emittent (Finanzmarkt)|Emittenten]] von schlechter [[Bonität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Als Ausgleich für das vom [[Anleger (Finanzmarkt)|Anleger]] zu tragende hohe [[Emittentenrisiko]] wegen des [[Ausfallrisiko]]s des [[Schuldendienst]]es erhält dieser einen höheren Anleihezins als vergleichbare risikolose [[Staatsanleihe]]n – dieser Zusammenhang erklärt die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Hochzinsanleihe&amp;#039;&amp;#039;. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Hochzinsanleihe&amp;#039;&amp;#039; unscharf ist, weil während eines [[Hochzinsniveau]]s alle Neuemissionen zu Hochzinsanleihen werden und sie sich dann begrifflich nicht mehr von Junk Bonds unterscheiden. Nicht das Zinsniveau bestimmt den [[Begriffsinhalt]], sondern die Bonität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anleger als Käufer und [[Gläubiger]] von Anleihen hat ein Interesse daran, jederzeit sein Forderungsrisiko einschätzen zu können. Dazu kann er eine Bonitätsbewertung ([[Rating (Finanzwesen)|Rating]]) des Emittenten selbst vornehmen oder sich auf die Bewertung durch gewerbliche [[Ratingagentur]]en stützen. Je nach Höhe des Ausfallrisikos der Zins- und Rückzahlungen werden Emittenten hierbei in gute bis schlechte Ratingklassen eingestuft. Die schlechtesten Ratingklassen (hohes Ausfallrisiko) werden mit dem Sammelbegriff „spekulativ“ ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;non-investment grade&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;junk&amp;#039;&amp;#039;}}) zusammengefasst; die hierunter fallenden Anleihen werden als Schrottanleihen ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;junk bonds&amp;#039;&amp;#039;}}) bezeichnet. Bei den [[Ratingcode]]s der großen Ratingagenturen werden üblicherweise die Klasse „BB“ bzw. „Ba“ und alle schlechteren als spekulativ eingruppiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Bonität des Emittenten als schlecht eingestuft ist, trägt der Gläubiger der Schrottanleihe ein hohes Risiko für Verzögerungen und Ausfall der vereinbarten Zins- und Rückzahlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann Schrottanleihen in zwei Gruppen, nämlich &amp;#039;&amp;#039;leicht spekulativ&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;quality junk&amp;#039;&amp;#039;}}) und &amp;#039;&amp;#039;hochspekulativ&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;real junk&amp;#039;&amp;#039;}}) aufteilen. Bei [[Standard &amp;amp; Poor’s]] werden so die Bonitätsnoten BB und B als leicht spekulativ, CCC und schlechter als hochspekulativ zugeordnet. Schrottanleihen versprechen gegenüber Standardanleihen höhere [[Rendite]]n bei gleichzeitiger Inkaufnahme einer höheren [[Ausfallwahrscheinlichkeit (Finanzwesen)|Ausfallwahrscheinlichkeit]]. Die höheren Ausfallwahrscheinlichkeiten von Schrottanleihen werden durch die empirischen Untersuchungen von Altman&amp;lt;ref&amp;gt;Edward I. Altman: &amp;#039;&amp;#039;The Anatomy of the High-yield Bond Market&amp;#039;&amp;#039;, in: Financial Analysts Journal, 1987, S. 12–25.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Asquith/Mullins/Wolff&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Asquith/David W. Mullins Jr/Eric D. Wolff: &amp;#039;&amp;#039;Original Issue High-yield Bonds: Aging of Analysis of Defaults, Exchanges and Calls&amp;#039;&amp;#039;, in: Journal of Finance 44, 1989, S. 923–952&amp;lt;/ref&amp;gt; bestätigt. Eine empirische Studie zum US-amerikanischen [[Kapitalmarkt]] von Blume/Keim&amp;lt;ref&amp;gt;Marshall E. Blume/Donald B. Keim: &amp;#039;&amp;#039;The Myths and Reality of Low-grade Bonds&amp;#039;&amp;#039;, Working paper, Wharton School of the University of Pennsylvania, 1991&amp;lt;/ref&amp;gt; weist nach, dass im Zeitraum von Januar 1977 bis Juni 1991 die langfristige Durchschnittsrendite von Schrottanleihen 10,3 % betrug. Sie lag somit in diesem Zeitraum über den Durchschnittsrenditen der Anleihen von Unternehmen mit höherer Bonität (9,8 %) und von langfristigen [[Staatsanleihe]]n (8,9 %). Dieser Unterschied in der Rendite heißt auch [[Spread (Wirtschaft)|Spread]]; je höher er ausfällt, umso eher handelt es sich um einen Junk Bond.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sich Unternehmen mit guter Bonität im Allgemeinen sofort externe [[liquide Mittel]] für temporäre Engpässe besorgen können, fehlt den Emittenten von Schrottanleihen diese [[Flexibilität (Betriebswirtschaft)|Flexibilität]]; ihnen stehen weniger Optionen zur Beschaffung von [[Liquidität]] für den [[Schuldendienst]] zur Verfügung.&amp;lt;ref&amp;gt;Standard &amp;amp; Poor’s: &amp;#039;&amp;#039;Rating Methodology: Evaluating the Issuer&amp;#039;&amp;#039;, April 2009, S. 26: “While companies with investment-grade ratings generally have ready access to external cash to cover temporary shortfalls, junk-bond issuers lack this degree of flexibility and have fewer alternatives to internally generated cash for servicing debt.”&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Michael Milken]] gilt als „König der Junk-Bonds“, nachdem er seit Januar 1969 für die New Yorker [[Investmentbank]] &amp;#039;&amp;#039;Drexel Harriman Ripley&amp;#039;&amp;#039; (später: [[Drexel Burnham Lambert]]) gearbeitet hatte. Er untersuchte den überdurchschnittlich hohen [[Zinsertrag]] ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;high yield&amp;#039;&amp;#039;}}) der Schrottanleihen, die von überraschend in eine [[Unternehmenskrise]] geratenen Emittenten ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;falling angels&amp;#039;&amp;#039;}}) ausgegeben wurden, im Verhältnis zum vorhandenen Rückzahlungsrisiko. Diese ursprünglich einmal gut bewerteten [[Unternehmensanleihe]]n können durch Verschlechterung der Bonitätseinstufung des Emittenten ([[Ratingmigration]]) während der Anleihelaufzeit zu Schrottanleihen werden. Der Öl- und Gasförderer &amp;#039;&amp;#039;Texas International Incorporated&amp;#039;&amp;#039; (TEI) gilt als das erste Unternehmen, das im April 1977 Schrottanleihen zu einem [[Nominalzins]] von 11,5 % (damalige US-Prime rate: 6,5 %) emittierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Harlan D. Platt, [https://books.google.de/books?id=0zIxP6yDeHYC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=junk+bonds&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=RWevUPzrL4bEtAb9-YHoBw &amp;#039;&amp;#039;The First Junk Bond: A Story of Boom and Bust&amp;#039;&amp;#039;], 2002, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die 1982 einsetzende Liberalisierung des US-Bankenmarkts ermöglichte den Erwerb von Anleihen durch Banken und Sparkassen. Sie kauften wegen der attraktiven [[Rendite]] auch Ramschpapiere und ließen die vergleichsweise höheren Risiken weitgehend außer Acht.&amp;lt;ref&amp;gt;Charles R. Geisst, [https://books.google.de/books?id=ZOdvZF4Ujh8C&amp;amp;pg=PA383&amp;amp;lpg=PA383&amp;amp;dq=geschichte+junk+bonds&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=BiSdtkKjfM&amp;amp;sig=yE7bCoLKeobdHVpTwS0_ALjR00o&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=7lKvUJO7KcbWtAazhYC4BQ&amp;amp;sqi=2#v=onepage&amp;amp;q=geschichte%20junk%20bonds&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Wall Street&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 383]&amp;lt;/ref&amp;gt; Milken sorgte dafür, dass Schrottanleihen dem emittierenden Unternehmen höhere Erlöse einbrachten als geplant (durch [[Konsortialkredit#Konsortialvorbehalt oder Underwriting|Platzierung]] zum „best effort“) und veranlasste diese Unternehmen, vom Mehrerlös Schrottanleihen anderer Firmen zu erwerben.&amp;lt;ref&amp;gt;Mary Zey: [https://books.google.de/books?id=XsA4FLgvPmEC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=junk+bonds&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=2GqvUJr4Eo_bsgapx4C4CQ#v=onepage&amp;amp;q=junk%20bonds&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Banking on Fraud: Drexel, Junk Bonds &amp;amp; Buy Outs&amp;#039;&amp;#039;], 1993, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Drexel beherrschte schließlich den Junk-Bond-Markt.&amp;lt;ref&amp;gt;Charles R. Geisst: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Wall Street&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 382.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 1985 wurden 50 % aller [[Buy-out (Unternehmenskauf)|Buy-outs]] in den USA über Schrottanleihen finanziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schott&amp;quot;&amp;gt;Philipp Schott: [https://books.google.de/books?id=oTsEXEXnFgwC&amp;amp;pg=PA7&amp;amp;dq=geschichte+junk+bonds&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=pW6vUM_sB4rFswbz7oCIAw&amp;amp;sqi=2#v=onepage&amp;amp;q=geschichte%20junk%20bonds&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Auswirkungen von Leveraged Buyouts am Anleihemarkt&amp;#039;&amp;#039;], 2008, S. 7 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Markt für Schrottanleihen stieg in den USA von 7 Milliarden $ (1970) über 59 Milliarden $ (1985) bis auf 146 Milliarden $ (1988).&amp;lt;ref name=&amp;quot;schott&amp;quot; /&amp;gt; 1987 brach der Markt für Schrottanleihen während des Börsenkrachs vom 19. Oktober 1987 zusammen, gefolgt von einer [[Savings-and-Loan-Krise|Krise bei den US-Sparkassen]], die im großen Stil Schrottanleihen erworben hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Charles R. Geisst, &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Wall Street&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 407&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese wurden aufgrund eines Gesetzes ab 1989 saniert. Drexel meldete im Februar 1990 Konkurs an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitte 1989 das Kaufhaus-Imperium von Robert Campeau seine Zinsen auf Schrottanleihen nicht mehr zahlen konnte und kurz danach in Konkurs ging, verunsicherte dies den Markt zusätzlich. Das wurde verstärkt, als im Oktober 1989 das Buy-out der US-Fluggesellschaft [[United Airlines]] scheiterte; der Markt für Schrottanleihen brach zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Torsten Recke u.&amp;amp;nbsp;a., [https://books.google.de/books?id=7h-ekwhwxD0C&amp;amp;pg=PA9&amp;amp;dq=geschichte+junk+bonds&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=pW6vUM_sB4rFswbz7oCIAw&amp;amp;sqi=2#v=onepage&amp;amp;q=geschichte%20junk%20bonds&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Aufstieg und Fall der Titanen&amp;#039;&amp;#039;], 2008, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 1991 fielen 10,6 % aller Ramschanleihen aus und wurden von den [[Schuldner]]n nicht mehr bedient.&amp;lt;ref&amp;gt;Capital, Band 37, 1998, S. 233&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Mai 2001 emittierte [[WorldCom]] die größte Anleihe in der amerikanischen Unternehmensgeschichte im Wert von 11,9 Milliarden $ mit einer Rendite von 8,3 % (Prime rate: 7,0 %) und musste im Juli 2002 Konkurs anmelden. Diese vom Volumen größte Schrottanleihe aller Zeiten wurde nicht mehr bedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Je nachdem, ob eine Hochzinsanleihe bereits seit ihrer Emission oder erst später zur Schrottanleihe wird, unterscheidet man zwischen „Fallen Angels“ und „geborenen Junk Bonds“:&lt;br /&gt;
* „Fallen Angels“ sind Junk-Bonds von ehemals gut gerateten Emittenten, deren Bonität sich während der Anleihelaufzeit verschlechtert hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Roger Zantow/Josef Dinauer: &amp;#039;&amp;#039;Finanzwirtschaft des Unternehmens, Die Grundlagen des modernen Finanzmanagements&amp;#039;&amp;#039;, 4. aktualisierte Auflage, München, Pearson Studium Verlag, 2016, S. 263.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies drückt sich in fallenden [[Anleihekurs]]en aus, wodurch die [[Anleihenrendite]] steigt. Der Investor hat zunächst in ein gutes Anleiherisiko investiert, es verschlechtert sich jedoch durch weitere Bestandshaltung.&lt;br /&gt;
* „Geborene Junk Bonds“ indes sind Anleihen, die von schlecht gerateten Emittenten herausgegeben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Roger Zantow/Josef Dinauer: [https://books.google.de/books?id=n8lN4r_k_VkC&amp;amp;pg=PA260&amp;amp;dq=junk+bonds&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=2GqvUJr4Eo_bsgapx4C4CQ#v=onepage&amp;amp;q=junk%20bonds&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Finanzwirtschaft der Unternehmung&amp;#039;&amp;#039;], 2016, S. 263.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei ihnen hat sich der Gläubiger von vornherein bewusst für ein höheres Anlagerisiko entschieden. Er geht davon aus, dass der Anleiheschuldner wirtschaftlich gesundet oder [[Sanierung (Wirtschaft)|saniert]] wird und seine Anleihen vollständig [[Tilgung (Geldverkehr)|zurückzahlen]] kann.&lt;br /&gt;
Bei beiden Arten besteht ein hohes [[Insolvenzrisiko]] für Anleihegläubiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweck ==&lt;br /&gt;
Schrottanleihen spielten bei der Finanzierung der US-amerikanischen Fusionswelle seit 1980 eine herausragende Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Charles R. Geisst: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Wall Street&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 388.&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast 20 % der [[Unternehmensübernahme]]n, die im Jahr 1985 mit Unternehmensanleihen finanziert wurden, wurden mit Schrottanleihen finanziert. Die [[Gesellschaft (Rechtswesen)|Gesellschaft]], die ein anderes Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;feindlich&amp;#039;&amp;#039; übernehmen wollte, gründete eine [[Holding]], die kaum über eigenes [[Vermögen (Wirtschaft)|Vermögen]] verfügte. Sodann wurden hochverzinsliche Anleihen herausgegeben, um mit dem Gegenwert der Emission der Schrottanleihen die Firmenübernahme zu finanzieren. Verlief die [[feindliche Übernahme]] erfolgreich, wurden die Schuldverschreibungen aus dem Vermögen des übernommenen Unternehmens getilgt. Schlug die versuchte Übernahme fehl, ging die Dachgesellschaft in [[Insolvenz|Konkurs]] und die [[Spekulant]]en bekamen nur einen Teil des ursprünglich eingesetzten Kapitals zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ramschanleihen dienten auch zur [[Finanzierung]] von [[Management-Buy-out]]s und [[Fremdfinanzierte Übernahme|Leveraged Buy-outs]]. In beiden Fällen besaßen die Firmenerwerber nicht das für die Kaufpreisfinanzierung erforderliche Kapital und mussten teilweise Schrottanleihen zur Finanzierung herausgeben. [[Staatsschulden]]krisen haben auch zur Einstufung von [[Staatsanleihe]]n aufgrund schlechter Bonität des Staats als Schrottanleihen geführt. Dazu gehörten die [[Finanzkrise]]n vor allem während der [[Argentinien-Krise]] und der [[Griechenlandkrise]]. Viele Gläubiger von Staatsanleihen (Staaten, Banken, Versicherungen, Privatpersonen) hatten diese Anleihen zu einem Zeitpunkt erworben, als die schuldenden Staaten noch vertretbare Ratings aufwiesen. Die Investoren mussten mit ansehen, wie sich ihr Risiko durch Verschärfung der Staatskrisen bis hin zum [[Schuldenerlass]] verschlechterte. Es trifft also nicht zu, dass die frühen Investoren bewusst höhere Risiken eingegangen sind. „Geborene Junk Bonds“ sind für Unternehmen oder Staaten mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten meist die einzige Form der Geldbeschaffung, da Banken das höhere Kreditrisiko nicht (mehr) eingehen wollen und keinen Kredit mehr gewähren und Aktienemissionen möglicherweise nicht mehr platziert werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geldanlage in Schrottanleihen ist Teil eines spekulativ ausgerichteten [[Wertpapierdepot|Depots]]. Der Kauf solcher [[Finanzprodukt]]e sollte nur als Beimischung zu risikoärmeren Anlageformen erfolgen. Die intensive Beobachtung der Wertentwicklung ist aufgrund hoher [[Volatilität]] für den Privatinvestor ratsam. Mit dem Erwerb von Anteilen an darauf spezialisierten [[Investmentfonds]], die den Kauf von Schrottanleihen im Rahmen ihrer [[Strategie (Wirtschaft)|Anlagestrategie]] verfolgen, kann man das [[Granularität (Kredit)|Risiko streuen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handelsrechtliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Werden auf spekulativ („Junk-Status“) heruntergestufte Anleihen von bilanzierenden Unternehmen im Bestand gehalten, so kann für Bilanzierungszwecke nicht mehr von einer hundertprozentigen Rückzahlungswahrscheinlichkeit ausgegangen werden. Hierbei ist in Deutschland zwischen [[Nichtbank]]en und [[Kreditinstitut]]en zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichtbanken ===&lt;br /&gt;
Das Prinzip vorsichtiger Bewertung ist in {{§|252|hgb|juris}} Abs. 1 Nr. 4 [[Handelsgesetzbuch|HGB]] normiert, insbesondere sind danach alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum [[Bilanzstichtag]] entstanden sind, zu berücksichtigen. Konkret wird dann in {{§|253|hgb|juris}} Abs. 4 HGB gefordert, dass [[Wertpapier]]e des [[Umlaufvermögen]]s mit dem sich am Bilanzstichtag ergebenden niedrigeren [[Börsenkurs|Börsen-]] oder [[Marktpreis]] anzusetzen sind (strenges [[Niederstwertprinzip]]). Befinden sich die Schrottpapiere im [[Finanzanlage]]&amp;amp;shy;vermögen, sind sie nach § 253 Abs. 3 HGB nur bei voraussichtlich dauernder [[Wertminderung]] um außerplanmäßige [[Abschreibung]]en zu korrigieren (&amp;#039;&amp;#039;mildes Niederstwertprinzip&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forderungen gelten nach [[International Accounting Standards|IAS]] 39.58 als wertgemindert, wenn ein objektiver Hinweis für einen Wertminderungsverlust vorliegt. Eine Forderung oder eine Gruppe von Forderungen gilt als wertgemindert und ein Wertminderungsverlust als entstanden, wenn:&lt;br /&gt;
* objektive Hinweise auf eine Wertminderung infolge eines Verlustereignisses vorliegen, das nach der erstmaligen Erfassung des [[Finanzinstrument]]s und bis zum Bilanzstichtag eingetreten ist (Verlustereignis),&lt;br /&gt;
* das Verlustereignis einen Einfluss auf die geschätzten zukünftigen [[Cashflow]]s des finanziellen Vermögenswerts oder der Gruppe finanzieller Vermögenswerte hatte und&lt;br /&gt;
* eine verlässliche Schätzung des Verlustbetrags vorgenommen werden kann.&lt;br /&gt;
IAS 39.59 nennt beispielhaft einige Verlustereignisse wie erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder Vertragsbruch. Liegt ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung vor, so ist das Wertpapier ergebniswirksam abzuschreiben (IAS 39.63).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kreditinstitute ===&lt;br /&gt;
Bei Banken ist zu prüfen, ob die Schrottanleihen im Finanzanlagevermögen ([[Anlagebuch]]) verbucht sind, zur [[Liquiditätsreserve]] gehören oder einen Teil des Handelsbestandes ([[Handelsbuch]]) bilden. Für Wertpapiere, die im Anlagebuch aktiviert sind, gilt das gemilderte Niederstwertprinzip des § 253 Abs. 3 HGB, während Wertpapiere der Liquiditätsreserve und des Handelsbuchs nach § 253 Abs. 4 HGB zu bewerten sind. Für Wertpapiere des Handelsbuchs gilt zusätzlich {{§|340e|hgb|juris}} Abs. 3 HGB ([[Zeitwert]]prinzip). Umgliederungen von Wertpapieren des Handelsbestands in den Anlagebestand sind nicht statthaft, es sei denn, außergewöhnliche Umstände, insbesondere schwerwiegende Beeinträchtigungen der Handelbarkeit der Finanzinstrumente, führen zu einer Aufgabe der Handelsabsicht durch das Kreditinstitut (§ 340e Abs. 3 Satz 3 HGB). Nach IAS ist zu Bewertungszwecken davon auszugehen, dass die Schrottanleihen auf einem &amp;#039;&amp;#039;inaktiven Markt&amp;#039;&amp;#039; gehandelt werden, weil sich Käufer und/oder Verkäufer vollständig und längerfristig zurückgezogen haben und eine [[Marktliquidität]] nicht mehr feststellbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Bei „Junk Convertibles“ hat sich die [[Kreditwürdigkeit]] des Emittenten seit Emission der [[Wandelanleihe]] derart verschlechtert, dass neben dem Aktienpreis auch der [[Barwert]] ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;Straight Value&amp;#039;&amp;#039;}}) der versprochenen Zins- und Tilgungszahlungen aufgrund sich ausweitender [[Credit Spread]]s stark gesunken ist. Ihr Wert beruht fast nur noch auf der (geringen) Rückzahlungswahrscheinlichkeit der Anleihekomponente. Je schlechter die Bonität des Emittenten ist, umso höher ist der &amp;#039;&amp;#039;Credit Spread&amp;#039;&amp;#039; und desto niedriger ist der Wert der Anleihekomponente bzw. der &amp;#039;&amp;#039;Straight Value&amp;#039;&amp;#039;. Damit unterliegt auch der Gläubiger einer Wandelanleihe dem Risiko des Totalverlustes, wenn die Kreditwürdigkeit des Emittenten sinkt und dessen Aktienkurse fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Rating (Finanzwesen)|Rating]] (enthält eine Übersicht über Bonitätsnoten großer Ratingagenturen)&lt;br /&gt;
* [[Mergers &amp;amp; Acquisitions]]&lt;br /&gt;
* [[Fusion (Wirtschaft)]]&lt;br /&gt;
* [[Collateralized Bond Obligation]]&lt;br /&gt;
* [[Subprime]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4209156-1}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anleihe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ferutsch</name></author>
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