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	<title>Junius Frey - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sigmund Gottlob Junius Brutus Frey&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lucien-Junius Frey&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geboren als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Moses Dobruška&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; [[Konversion (Religion)|konvertiert]] und [[Nobilitierung|nobilitiert]] als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Thomas Edler von Schönfeld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Juli]] [[1753]] in [[Brünn]]; † [[5. April]] [[1794]] in [[Paris]]) war ein Schriftsteller und Neffe und Anhänger von [[Jakob Joseph Frank]], dem Begründer des [[Frankismus (religiöse Bewegung)|Frankismus]]. Aus einer jüdischen Familie stammend wandelte er sich vom Talmud- und [[Kabbala]]-Gelehrten zum deutsch- und hebräischsprachigen [[Dichter]], [[Freimaurerei|Freimaurer]] und [[Kaiserlich und königlich|K.u.K.]] Heereslieferant in Wien, und dann als [[Jakobiner]] zum Agitator in der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]], infolge der er im Alter von vierzig Jahren im Prozess gegen [[Georges Danton]] 1794 verurteilt und hingerichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moses Dobruška ===&lt;br /&gt;
Moses Dobruška war das zweite der zwölf Kinder von &amp;#039;&amp;#039;Salomon Dobruška&amp;#039;&amp;#039; (1715–1774) und &amp;#039;&amp;#039;Schöndl (Katharina) Dobruška&amp;#039;&amp;#039;, geb. Hirschel (1731–1791). Sein Vater war ein reicher [[Judentum|jüdischer]] Kaufmann und Heereslieferant. Er hatte die Pacht des K.u.K. Tabakgefälls von seinem Vater, dem aus [[Dobruška]] gebürtigen, 1764 verstorbenen Jacob Moyses Wertheimer&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Samuel Krauss]]|Titel=Joachim Edler von Popper: ein Zeit- und Lebensbild aus der Geschichte der Juden in Böhmen|Ort=Wien|Jahr=1926|Seiten=75|Online=https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/urn/urn:nbn:de:hebis:30:1-117971|Abruf=2023-03-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Wimer übernommen und war damit Inhaber des Monopols auf den [[Tabak]]handel in sämtlichen Städten in [[Mähren]]. Jacob Moyses hatte sich 1730 in Brünn, wo sich seit der Vertreibung der Juden im Jahre 1454 Juden nicht mehr ansiedeln durften, als Kaufmann niedergelassen und 1750 das Tabakgefäll gepachtet. Zusätzlich besaß er die Erlaubnis zu Tabakproduktion in der Tabakfabrik zu [[Uničov|Mährisch-Neustadt]], deren Erzeugnisse er frei verkaufen durfte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tabak194&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Louise Hecht|Titel=Von jüdischen Tabakbaronen und Trafikanten: Aspekte einer Kulturgeschichte des Tabaks in Böhmen und Mähren|Sammelwerk=Jahrbuch brücken. Germanistisches Jahrbuch Tschechien – Slowakei|Band= N. F. 18|Jahr=2010|Seiten=203–223; S. 214}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Tochter heiratete in die Familie [[Oppenheimer (Familie)|Oppenheimer]] in Wien ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://yivoencyclopedia.org/article.aspx/Dobruschka-Schonfeld_Family|titel=Dobruschka-Schönfeld Family|werk=The Yivo encyclopedia of Jews in Eastern Europe|abruf=2023-03-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Salomon Dobruška betrieb in seinem Haus eine kleine [[Synagoge]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;SG20&amp;quot;&amp;gt;Silvana Greco, &amp;#039;&amp;#039;Moses Dobruska and the Invention of Social Philosophy. Utopia, Judaism, and Heresy under the French Revolution,&amp;#039;&amp;#039; Berlin, De Gruyter Oldenburg, 2022, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Moses` Mutter war eine Cousine von Jakob Joseph Frank. Sie war mit [[Wolf Benjamin Eibeschütz]] befreundet und eine Anhängerin und führende Förderin des [[Sabbatianismus]], einer auf [[Schabbtai Zvi]] zurückgehenden [[Messianische Bewegungen|messianische Bewegung]] im [[Judentum]].&amp;lt;ref&amp;gt;Samuel Krauss: &amp;#039;&amp;#039;Schöndl Dobruschka. &amp;#039;&amp;#039;Festschrift für Armand Kaminka, Wien 1937, S. 143–148.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Tod ihres Ehemannes betrieb sie dessen Geschäft eigenständig weiter. Sie verheiratete mehrere Kinder an angesehene Geschäftsleute, so heiratete eine Tochter 1788 einen Sohn von [[Israel Hönig von Hönigsberg|Israel Hönig]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tabak194&amp;quot;/&amp;gt; Zudem gründete sie einen [[Literarischer Salon|Salon]], an dem auch Christen teilnahmen. Gegner aus Kreisen des traditionellen rabbinischen Judentums wie [[Jacob Emden]] diffamierten sie deshalb als Hure.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Paweł Maciejko|Titel=The Mixed Multitude: Jacob Frank and the Frankist Movement, 1755–1816|Verlag=University of Pennsylvania Press|Jahr=2011|Seiten=192f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moses’ Vater wollte, dass sein Sohn Moses ein gelehrter [[Rabbiner|Rabbi]] werden sollte, und ließ ihn demgemäß im [[Talmud]] unterrichten. Moses lernte dafür neben [[Jiddisch]], der Alltagssprach der [[Aschkenasim|aschkenasischen]] Juden, auch die [[Hebräische Sprache]]. Durch seinen Hauslehrer erhielt er zudem Unterricht in der hebräischen [[Dichtung|Dicht-]] und [[Rhetorik|Redekunst]] und in den [[Orientalische Sprachen|orientalischen Sprachen]]. Dadurch wurde sein Interesse am [[Humanismus]] geweckt. Sein Vater gab schließlich sein Einverständnis, den Talmudunterricht durch das Studium der europäischen Sprachen zu ersetzen, neben Deutsch Englisch, Französisch und Italienisch. Es gelang Moses, seinen Vater zu bewegen, dass er ihm eine Summe von 1.500 Gulden zur Anschaffung von Büchern gewährte. Er studierte die alten Klassiker und deutschen Poeten. Unter letzteren fesselte ihn zunächst besonders [[Salomon Gessner]]. Moses versuchte sich bald selbst in der deutschen Dichtung und gab 1773 &amp;#039;&amp;#039;Etliche Gedichte zur Probe&amp;#039;&amp;#039; heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Online=https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10733701?page=137&amp;amp;q=Sch%C3%B6nfeld|Autor=Ignaz de Luca|Titel=Das gelehrte Oesterreich. Ein Versuch|Band=1 2. Stück|Ort=Wien|Jahr=1778|Seiten=105–107}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses erste Werk des Zwanzigjährigen erhielt zwar eine recht negative Rezension durch [[Johann Erich Biester]], verschaffte Dobruška jedoch Bekanntschaft unter den deutschen Literaten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SG20&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Mai 1773 heiratete er Elke Joß (~1757–1801), die Adoptivtochter des reichen Kaufmanns und Bankers [[Joachim Popper]], und zog mit ihr nach [[Prag]] und später nach [[Wien]], wo er als Heereslieferant für die österreichische Armee im Balkan tätig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Silvana Greco, &amp;#039;&amp;#039;Moses Dobruska and the Invention of Social Philosophy. Utopia, Judaism, and Heresy under the French Revolution,&amp;#039;&amp;#039; Berlin, De Gruyter Oldenburg, 2022, S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den folgenden Jahren erschienen eine Reihe von Publikationen unterschiedlicher [[Gattung (Literatur)|Literaturgattungen]] aus Moses Dobruškas Feder, teilweise in deutscher und teilweise in hebräischer Sprache. Neben [[Schäferdichtung]] veröffentlichte er mit &amp;#039;&amp;#039;Sefer ha-sha‘ashu‘a&amp;#039;&amp;#039; (= Buch des Vergnügens) auch einen gelehrten [[Kommentar (Literaturwissenschaft)|Kommentar]] zu dem Lehrgedicht &amp;#039;&amp;#039;Bechinat olam&amp;#039;&amp;#039; (= Prüfung der Welt) des mittelalterlichen jüdischen Dichters [[Jedaja Bedersi]], in dem er neben rabbinischer Literatur auch ausgiebig [[Haskala|jüdische Aufklärer]] und besonders [[Moses Mendelsohn]] zitierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SG20&amp;quot;/&amp;gt; Das &amp;#039;&amp;#039;Sefer ha-sha‘ashu‘a&amp;#039;&amp;#039; widmete er seinem Schwiegervater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stark geprägt war Dobruškas Weltanschauung durch seinen Onkel Jakob Frank. Dieser sah sich selbst als den [[Messias]], der die Juden von der Gesetzlichkeit des Talmuds und der Unterdrückung in der christlichen Gesellschaft befreite. Seine kabbalistische Lehre wird als Frankismus bezeichnet. Frank hatte sich zusammen mit etwa dreitausend seiner Anhänger 1759 taufen lassen, allerdings unter der Bedingung, dass seine Gemeinschaft ihre Sonderbräuche und -lehren beibehalten dürfte. Die Konversion zur [[Römisch-Katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] ermöglichte es ihm, Land in [[Polen-Litauen]] zu erwerben, und garantierte den Frankisten Schutz vor ihren Gegners unter der jüdischen Orthodoxie. Frank propagierte die Taufe als notwendigen Teil des Heilswegs, der es vom Messias und seinen Anhängern erfordere, vor der endgültigen Erlösung in die Tiefe der Sünde hinabzusteigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EGO&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Predrag Bukovec |url=http://ieg-ego.eu/de/threads/europa-unterwegs/juedische-migration/aschkenasische-juden-im-europa-der-fruehen-neuzeit/predrag-bukovec-jakob-frank-und-der-frankismus |titel=Jakob Frank und der Frankismus |werk=Europäische Geschichte Online |datum=2012-03-07 |abruf=2023-02-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; König [[August III.]], der persönlich Franks Pate geworden war und ihn in die [[Szlachta]] aufgenommen hatte, und die führenden katholischen Geistlichen, die zunächst die angebliche Bekehrung einer großen Anzahl von Juden begrüßt hatten, sahen sich getäuscht. Frank wurde mit seiner Familie ab 1760 als [[Häretiker]] im Kloster [[Jasna Góra]] in [[Częstochowa|Tschenstochau]] gefangengesetzt, um ihn von seinen Anhängern fernzuhalten. Allerdings wurde ihm bald Briefverkehr und dann auch Besuch gestattet, so dass sich das Kloster zu einem Pilgerort der Frankisten entwickelte. Nach der [[Erste Teilung Polens|Ersten Teilung Polens]] wurde Frank durch die Russen am 21. Januar 1773 freigelassen und entschied, sich in Brünn niederzulassen, wo kaum innerjüdische Opposition zu erwarten war, und dort einen eigenen [[Hofstaat]] und eine militärisch organisierte Kompanie seiner Anhänger aufzubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Franz Thomas (Edler von) Schönfeld ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Franks Einfluss bekannte sich Dobruška am 17. Dezember 1775 zu Prag öffentlich zum [[Katholizismus]] und ließ sich zusammen mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter im [[Veitsdom]] taufen. Dabei nahm er den Namen &amp;#039;&amp;#039;Franz Thomas Schönfeld&amp;#039;&amp;#039; an. Seine Frau nannte sich Wilhelmine. Den Namen &amp;#039;&amp;#039;Schönfeld&amp;#039;&amp;#039; nach dem gelehrten [[Jesuiten]]pater Franz Expeditus Schönfeld aus dem [[Schönfeld (böhmisches Adelsgeschlecht)|gleichnamigen böhmischen Adelsgeschlecht]] hatte schon sein älterer Bruder Carl (* 1751) bei seiner Taufe 1764 angenommen. Auch fast alle anderen Geschwister traten zwischen 1775 und 1791 zum Katholizismus über. Als Offizier ebnete Karl Schönfeld seinen Geschwistern den Weg in kaiserliche Dienste und damit den sozialen Aufstieg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SG2&amp;quot;&amp;gt;Silvana Greco, &amp;#039;&amp;#039;Moses Dobruska and the Invention of Social Philosophy. Utopia, Judaism, and Heresy under the French Revolution,&amp;#039;&amp;#039; Berlin, De Gruyter Oldenburg, 2022, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Moses’ Schwiegervater Joachim Popper, der den Übertritt zum Christentum ablehnte, entzog seiner Adoptivtochter und deren Mann die Mitgift, wogegen Franz Thomas Schönfeld lange und schließlich erfolgreich klagte, denn 1778 erklärte das Ehepaar, auf weitere Ansprüche auf Poppers Vermögen zu verzichten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Samuel Krauss|Titel=Joachim Edler von Popper: ein Zeit- und Lebensbild aus der Geschichte der Juden in Böhmen|Ort=Wien|Jahr=1926|Seiten=77}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1778 wurde Franz Thomas Schönfeld in Wien zusammen mit seinen beim Militär beschäftigten Geschwistern &amp;#039;&amp;#039;Karl Schönfeld&amp;#039;&amp;#039;, k. k. Unterlieutenant, und &amp;#039;&amp;#039;Joseph Schönfeld&amp;#039;&amp;#039;, Fähnrich, sowie zusammen mit seinen weiteren Geschwistern &amp;#039;&amp;#039;Maximilian, Leopold und Emanuel Schönfeld&amp;#039;&amp;#039; [[Nobilitierung|in den erbländischen Adelstand erhoben]]. Aus dem [[Adelsbrief|Adelsdiplom]] ist zu erfahren, dass Moses Dobruški alias &amp;#039;&amp;#039;Franz Thomas Edler von Schönfeld&amp;#039;&amp;#039; Mitvorsteher der berühmten [[Österreichische Nationalbibliothek#Karl VI. und Maria Theresia|Garellischen Bibliothek]] war, die seinerzeit von [[Michael Denis]] geleitet wurde. Zu seinen Aufgaben gehörte auch die Zensur von Büchern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SG2&amp;quot;/&amp;gt; Er stand damit hoch in der Gunst von [[Maria Theresia]] und [[Joseph II.]], denen er mehrere seiner in diesen Jahren erschienenen Schriften widmete. Schon 1778 erschien seine Biographie in [[Ignaz de Luca]]s &amp;#039;&amp;#039;Das gelehrte Oesterreich&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Online=https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10733701?page=137&amp;amp;q=Sch%C3%B6nfeld|Autor=Ignaz de Luca|Titel=Das gelehrte Oesterreich. Ein Versuch|Band=1 2. Stück|Ort=Wien|Jahr=1778|Seiten=105–107}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Ephraim Joseph Hirschfeld]], der nicht konvertierte, trat Franz Thomas Edler von Schönfeld dem [[Orden der Ritter und Brüder St. Johannis des Evangelisten aus Asien in Europa]] (auch &amp;#039;&amp;#039;[[Asiatische Brüder]]&amp;#039;&amp;#039; genannt) bei, einer Gesellschaft der [[Freimaurerei|Freimaurer]], über die zwischen 1783 und 1790 in Mitteleuropa viel gesprochen wurde. Sie war eine der ersten [[Freimaurerloge]]n auf deutschem Boden, die Juden aufnahm. Inhaltlich verband sie jüdisch-kabbalistisches mit christlich-mystischem Gedankengut. Für diese Loge übertrug Schönfeld kabbalistische Texte aus dem Umkreis der Sabbatianer ins Deutsche. Er zog sich jedoch bereits vor dem Verbot der Freimaurerei durch Joseph II. 1785 aus dem Orden zurück, blieb jedoch bis zu seiner Übersiedlung nach Paris 1792 im Kontakt mit Hirschfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;Silvana Greco, &amp;#039;&amp;#039;Moses Dobruska and the Invention of Social Philosophy. Utopia, Judaism, and Heresy under the French Revolution,&amp;#039;&amp;#039; Berlin, De Gruyter Oldenburg, 2022, S. 23f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem [[Illuminatenorden]] trat Schönfeld ebenfalls bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß einer anonymen Anklage, die 1799 gegen die Frankisten erhoben wurde, sei Schönfeld nach dem Tod des religiösen Oberhauptes 1791 die Führung der Sekte angetragen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Paweł Maciejko|Titel=The Mixed Multitude: Jacob Frank and the Frankist Movement, 1755–1816|Verlag=University of Pennsylvania Press|Jahr=2011|Seiten=196f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Zeitgenosse [[Georg Forster]] berichtete sogar, die Frankisten hätten geglaubt, dass sich Franks Seele 49 Tage nach seinem Tod nach Art der „tibetanischen Seelenwanderung“ in seinem Neffen [[Reinkarnation|reinkarnieren]] würde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Gershom Scholem|Titel=Ein Frankist: Moses Dobruschka und seine Metamorphosen|Hrsg=Hugo Gold|Sammelwerk=Max Brod: Ein Gedenkbuch (1884-1968)|Ort=Tel Aviv|Jahr=1969|Seiten=77–92; S. 85}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Schönfeld trat dieses Amt jedoch nicht an, wobei unklar ist, ob er es selbst ablehnte oder ob er sich nicht gegen Franks Tochter [[Eva Frank]] und deren Anhänger durchsetzen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Paul Arnsberg: &amp;#039;&amp;#039;Von Podolien nach Offenbach&amp;#039;&amp;#039;. Offenbach a. Main, 1965, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesem Zeitpunkt stand Frank allerdings bereits seit mehreren Jahren nicht mehr in der kaiserlichen Gunst. 1786 hatte er Brünn verlassen und verlebte seine letzten Lebensjahre mit seinen engsten Anhängern relativ isoliert und mit wachsender Verschuldung im [[Isenburger Schloss]]. Am Ende seines Lebens deutete er die [[Französische Revolution]] als Anbruch der [[Endzeit]], die die Juden ins Gelobte Land bringen und zu Siegern über ihre Feinde machen würde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EGO&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Junius Frey ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht lange nach Franks Tod begleitete Franz Thomas Edler von Schönfeld Kaiser [[Leopold II. (HRR)|Leopold II.]] zur [[Pillnitz]]er Fürstenversammlung, wo der Kaiser und der preußische König [[Friedrich Wilhelm II. (Preußen)|Friedrich Wilhelm II.]] auf Drängen französischer Emigranten die [[Pillnitzer Deklaration]] erließen, die die Wiederherstellung der Monarchie in Frankreich zu ihrem Ziel erklärte. Von dieser Reise kehrte Schönfeld nicht nach Wien zurück, sondern begab sich nach Berlin und von dort nach Hamburg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Arthur Mandel|Titel=The Militant Messiah|Ort=New Jersey|Jahr= 1979|Seiten= 90}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Leopold II. starb unerwartet am 1. März 1792 kurz nach der Rückkehr nach Wien. Sein Nachfolger [[Franz II. (HRR)|Franz II.]] wandte sich von der liberalen Politik seiner Vorgänger ab und bezahlte auch nicht deren Schulden, die das Kaiserhaus bei den Brüdern Schönfeld hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schönfeld reiste im März 1792 zusammen mit seinem Bruder Emanuel (* 1765) und seinem Sohn Joseph Franz nach [[Strasbourg]]. Dort trat er unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Sigmund Gottlob Junius Brutus Frey&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;Lucien-Junius Frey&amp;#039;&amp;#039; auf. Diesen Namen, mit dem er sowohl seine jüdische Herkunft als auch seine Verbindung zur österreichischen Aristokratie verschleierte, wählte er nach [[Lucius Iunius Brutus]], der Rom von der Tyrannei der [[Römische Königszeit|Könige]] befreit und damit die [[Römische Republik]] ins Leben gerufen hatte. Seinen dreizehnjährigen Sohn gab er als seinen sechzehnjährigen Neffen aus und ließ ihn in die französische Armee eintreten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Arthur Mandel|Titel=The Militant Messiah|Ort=New Jersey|Jahr= 1979|Seiten= 127}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Strasbourg unterstützte er den [[Jakobiner]] [[Jean-Charles Laveaux]] und begleitete diesen im Juni desselben Jahres nach [[Paris]].&amp;lt;ref&amp;gt;Silvana Greco, &amp;#039;&amp;#039;Moses Dobruska and the Invention of Social Philosophy. Utopia, Judaism, and Heresy under the French Revolution,&amp;#039;&amp;#039; Berlin, De Gruyter Oldenburg, 2022, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 10. August 1792 nahmen die Brüder Frey am [[Tuileriensturm]] teil. Junius Frey war auch Mitglied des jakobinischen [[Entchristianisierung]]komitees. Beide Brüder betätigten sich auch finanziell als Unterstützer der Revolution und beantragten die [[französische Staatsbürgerschaft]]. Parallel zu seinem literarischen und politischen Engagement investierte Junius Frey ein erhebliches Vermögen in den Aufbau des Familiengeschäfts. Woher dieses Geld kam, ist nicht nachvollziehbar. Seine spätere Behauptung, dass seine Frau es ihm geschickt hätte, scheint nicht ganz glaubhaft, da Wilhelmine Schönfeld von ihrem Adoptivvater enterbt worden war und das Haus, das sie mit den beiden Töchtern in Wien bewohnte, während seines Aufenthalts in Paris wegen der hohen unbeglichenen Schulden, die Schönfeld hinterlassen hatte, versteigert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Silvana Greco, &amp;#039;&amp;#039;Moses Dobruska and the Invention of Social Philosophy. Utopia, Judaism, and Heresy under the French Revolution,&amp;#039;&amp;#039; Berlin, De Gruyter Oldenburg, 2022, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotzdem mietete er sich in Paris eine Wohnung in bester Lage, die zum Treffpunkt von Jakobinern und revolutionsbegeisterten Deutschen wurde, und kaufte die aufgelöste [[Abtei Chelles]] und zwei Anwesen geflohener Adliger, die zugunsten der Revolution versteigert wurden. Seine jüngste Schwester Leopoldine (* 1771),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.parismuseescollections.paris.fr/fr/musee-carnavalet/oeuvres/portrait-de-madame-chabot-leopoldine-freg-nee-schonfeld|autor=[[Gilles-Louis Chrétien]]|titel=Portrait de |datum=1793|abruf=2023-03-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die er nach dem Tod der Mutter nach Paris nachkommen ließ, verheiratete er im Oktober 1793 mit [[François Chabot]], dem er eine monatliche Unterstützung und eine hohe [[Mitgift]] versprach, die allerdings erst in fünf Jahren auszuzahlen sei.&lt;br /&gt;
[[File:LeopoldineFrey.jpg|mini|Leopoldine Frey (Porträt von Jean-Baptiste Fouquet)]]&lt;br /&gt;
Im Jahre 1793 veröffentlichte Junius Frey ein bahnbrechendes Werk, die &amp;#039;&amp;#039;Philosophie sociale&amp;#039;&amp;#039;. Es ist kein Zufall, dass sich sein auf Deutsch geschriebenes Werk als ein Grundstein des früheren soziologischen Denkens entpuppt. Wie von [[Helmut Plessner]] unterstrichen, war „[[Soziologie]] ursprünglich eine Heilslehre, ein Mittel, die durch die Französische Revolution desorganisierte Gesellschaft zu reorganisieren, und zwar in einem progressiven und nicht in einem restaurativen Sinne“. Die &amp;#039;&amp;#039;Philosophie sociale&amp;#039;&amp;#039; von Junius Frey zeigt, wie eine komplexe jüdische Biografie in die Theorisierung einer neuen sozialen Ordnung mündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit dem Prozess gegen [[Georges Danton|Danton]] wurde Junius Frey von seinem mitangeklagten Schwager Chabot denunziert. Junius Frey, sein Bruder Emanuel Frey und seine seit wenigen Wochen verheiratete Schwester wurden am 23. November 1793 festgenommen. Leopoldine Chabot wurde nach kurzer Zeit auf Bitte ihres Ehemanns freigelassen. Im Prozess wurde den Brüdern Frey vorgeworfen, „ausländische Exaristokraten, Exbarone, … Agenten Englands und des Wiener Kabinetts“ zu sein. Frey verteidigte sich, dass das Geld, das er aus Wien bekommen hatte, von seiner Frau und nicht von der österreichischen Regierung stamme. Er gab an, dass er aufgrund seiner revolutionären Einstellung unter Zurücklassung seines gesamten Vermögens, das schließlich beschlagnahmt worden sei, habe fliehen müssen und dass der Kaiser ihm zudem noch 500.000 [[Florentiner (Goldmünze)|Florins]] schulde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Arthur Mandel|Titel=The Militant Messiah|Ort=New Jersey|Jahr= 1979|Seiten= 91f und 126}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraufhin wurden sie angeklagt, „die Volksvertretung durch Korrumpierung einiger ihrer Mitglieder herabzuwürdigen und eine Zersetzung des [[Nationalkonvent|Konvents]] zu erzielen“. Anhänger der Revolution seien sie nur zur Tarnung geworden, während sie sich in Wirklichkeit durch Korruption, etwa im Zusammenhang mit der [[Liquidation]] der gescheiterten „[[Französische Ostindienkompanie|Indischen Kompanie]]“, bereichern wollten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EEK&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Online=https://www.projekt-gutenberg.org/kisch/7ghettos/chap007.html|Autor=Egon Erwin Kisch|Titel=Dantons Tod und Poppers Neffe|Sammelwerk=Gesammelte Werke |Band =VI – Geschichten aus sieben Ghettos|Seiten= 59–76}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Schließlich wurden sie zusammen mit Danton und Chabot verurteilt, an einer Verschwörung zur Wiederherstellung der Monarchie teilgenommen zu haben,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Titel=Tagebuch des Revolutions-Tribunals in Paris Germinal, des zweiten Jahres der einen und unzertrennlichen Franken Republick (21. Merz – 19. Aprill 1794) II. (3. Germinal 23. Merz)|Jahr=1794|Seiten=203f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und unter der [[Guillotine]] hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Freys Tod versuchte seine Witwe erneut, an das Erbe ihres Adoptivvaters heranzukommen. Sie starb 1801. Beide Töchter heirateten österreichische Adlige. Leopoldine Chabot stand nach dem Tod ihrer Brüder und ihres Ehemannes vollkommen mittellos da. Was aus ihr wurde, ist unbekannt. Laut einer Quelle kehrte sie nach Wien zurück, nach einer anderen starb sie 1795 in Paris.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Arthur Mandel|Titel=The Militant Messiah|Ort=New Jersey|Jahr= 1979|Seiten= 148}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moses Dobruška alias Franz Thomas von Schönfeld alias Junius Frey wurde und wird sehr unterschiedlich beurteilt. Besonders seine Rolle im revolutionären Frankreich ist umstritten, gerade weil auch die Quellenlage unübersichtlich und widersprüchlich ist. Für [[Egon Erwin Kisch]] waren die „verhängnisvollen Brüder“ „die größten Heuchler des Weltalls“, denen es nur um das Geschäft ging,&amp;lt;ref name=&amp;quot;EEK&amp;quot;/&amp;gt; für [[G. Lenôtre]] gar geldgierige Juden und österreichische Spione. Andere Historiker sehen in Junius Frey einen von der Revolution überzeugten und begeisterten Mann, der der Denunziation durch seinen Schwager zum Opfer fiel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Arthur Mandel|Titel=The Militant Messiah|Ort=New Jersey|Jahr= 1979|Seiten= 149}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Gershom Scholem]] deutete Freys gesamten Lebensweg als durch die frankistische Weltanschauung bestimmt. Als Beleg dafür, dass Frey sich bis zu seinem Lebensende als Jude und Frankist gesehen habe, führte er die Ode &amp;#039;&amp;#039;Die Weihe&amp;#039;&amp;#039; an, die sich in Freys hinterlassenen Papieren in Paris befand und in der die „[[Muse (Mythologie)|Muse]] [[Zion|Siona]]“ und „[[David]] [[Klopstock]]“ besungen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Online=https://www.academia.edu/44488965/Gershom_Scholem_Ein_Frankist_Moses_Dobruschka_und_seine_Metamorphosen_in_Hugo_Gold_ed_Max_Brod_Ein_Gedenkbuch_1884_1968_Tel_Aviv_Alamenu_1969_77_92|Autor=Gershom Scholem|Titel=Ein Frankist: Moses Dobruschka und seine Metamorphosen|Hrsg=Hugo Gold|Sammelwerk=Max Brod: Ein Gedenkbuch (1884-1968)|Ort=Tel Aviv|Jahr=1969|Seiten=77–92; S. 86|Abruf=2023-03-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Silvana Greco, Historikerin der Soziologie und Privatdozentin an der TU Dresden, sagt: „Wenn es einen Avatar der Soziologie des Judentums gibt, dann ist er Junius Frey“.&amp;lt;ref&amp;gt;Silvana Greco: „Soziologie des Judentums in Deutschland: Markante Felder, Perspektiven und Methoden“. In: &amp;#039;&amp;#039;Ein halbes Jahrhundert deutscher Forschung und Lehre über das Judentum in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von Andreas Lehnardt, De Gruyter, Berlin, 2017, S. 131–148, hier S. 148.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kennzeichnend für Junius Frey war die hohe soziale Mobilität. In verschiedenen religiös-kulturellen Kreisen beheimatet, wechselte er mühelos vom jüdischen Kulturkreis in die Herrschafts- und Sozialordnung des [[Aufgeklärter Absolutismus|aufgeklärten Absolutismus]] und schließlich unter dem Namen Junius Frey in das radikaldemokratisch egalitäre System des [[Jakobiner|jakobinischen]] Frankreichs, wo er im Prozess gegen Danton verurteilt und hingerichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als Moses Dobruška:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Etliche Gedichte zur Probe&amp;#039;&amp;#039;, Wien 1773;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schäferspiele&amp;#039;&amp;#039;, Prag 1774;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Theorie der schönen Wissenschaften&amp;#039;&amp;#039;, Prag 1774;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ueber die Poesie der alten Hebräer&amp;#039;&amp;#039; unter dem Titel: &amp;#039;&amp;#039;Sefer hascha-hua&amp;#039;&amp;#039;, Prag 1774;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Schäfergedicht in eben dieser Sprache&amp;#039;&amp;#039;;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eine hebräische poetische Uebersetzung des [[Pythagoras]] goldener Sprüche&amp;#039;&amp;#039;, Prag 1775;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gebet oder christliche Ode in Psalmen&amp;#039;&amp;#039;, Wien 1775.&lt;br /&gt;
als Franz Thomas von Schönfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;David&amp;#039;&amp;#039; (im &amp;#039;&amp;#039;Almanach und Taschenbuch zum geselligen Vergnügen&amp;#039;&amp;#039; 1799)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Online=https://digital.slub-dresden.de/werkansicht?id=5363&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=79923&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=239|Autor=F. T. von Schönfeld|Titel=David|Hrsg=W. G. Becker|Sammelwerk=Almanach und Taschenbuch zum geselligen Vergnügen|Ort=Leipzig|Jahr=1799|Seiten=187–188}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Junius Frey (anonym erschienen):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Philosophie sociale&amp;#039;&amp;#039;, Paris 1793 (in Deutsch geschrieben);&lt;br /&gt;
*  &amp;#039;&amp;#039;Les aventures politiques du père Nicaise, ou l’Anti-fédéraliste&amp;#039;&amp;#039;, Paris 1793;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Weihe&amp;#039;&amp;#039; (unveröffentlichtes Manuskript)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Online=https://www.academia.edu/44488965/Gershom_Scholem_Ein_Frankist_Moses_Dobruschka_und_seine_Metamorphosen_in_Hugo_Gold_ed_Max_Brod_Ein_Gedenkbuch_1884_1968_Tel_Aviv_Alamenu_1969_77_92|Autor=Gershom Scholem|Titel=Ein Frankist: Moses Dobruschka und seine Metamorphosen|Hrsg=Hugo Gold|Sammelwerk=Max Brod: Ein Gedenkbuch (1884-1968)|Ort=Tel Aviv|Jahr=1969|Seiten=77–92; S. 88–89|Abruf=2023-03-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung in der Belletristik ==&lt;br /&gt;
Junius Frey erscheint als literarische Figur in [[Olga Tokarczuk]]s historischem Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Die Jakobsbücher]]&amp;#039;&amp;#039; (polnischer Originaltitel: Księgi Jakubowe, 2019)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Schönfeld, Franz Thomas|31|150|151}}&lt;br /&gt;
* Lucien-Junius Frey: &amp;#039;&amp;#039;Philosophie sociale&amp;#039;&amp;#039;. Dédiée au peuple françois, Paris, Froullé 1793.&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Silvana Greco|Titel=Moses Dobruska and the Invention of Social Philosophy. Utopia, Judaism, and Heresy under the French Revolution|Ort= Berlin|Verlag= De Gruyter Oldenburg|Jahr=2022|Online=https://refubium.fu-berlin.de/bitstream/handle/fub188/36429/10.1515_9783110758825.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y}}&lt;br /&gt;
* Silvana Greco, &amp;#039;&amp;#039;Il&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;sociologo eretico. Moses Dobruska e la sua Philosophie sociale (1793),&amp;#039;&amp;#039; Florenz, Giuntina, 2021.&lt;br /&gt;
* Egon Erwin Kisch: &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Werke Band VI – Geschichten aus sieben Ghettos – Eintritt verboten – Nachlese&amp;#039;&amp;#039;, Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, 3. Auflage 1985, S. 59–76.&lt;br /&gt;
* Andreas Lehnardt: &amp;#039;&amp;#039;Judaistik im Wandel&amp;#039;&amp;#039;. Ein halbes Jahrhundert Forschung und Lehre..., Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston, 2017, S. 148&lt;br /&gt;
* [[Helmut Plessner]]: &amp;#039;&amp;#039;Diesseits der Utopie&amp;#039;&amp;#039;. Ausgewählte Beiträge zur Kultursoziologie, Frankfurt/M., Diederichs 1966, S. 14&lt;br /&gt;
* [[Gershom Scholem]], &amp;#039;&amp;#039;Le tre vite di Moses Dobrushka&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von Saverio Campanini, Adelphi, Mailand, 2014.&lt;br /&gt;
* Susanne Wölfle-Fischer, &amp;#039;&amp;#039;Junius Frey (1753–1794)&amp;#039;&amp;#039;. Jude, Aristokrat und Revolutionär, Frankfurt am Main et al., 1997, ISBN 3-631-31166-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Christoph Schulte |url=https://www.zeit.de/2004/29/A-Juden_2fRev_ |titel= Freiheit für die Juden |werk=Die Zeit |datum=2004-07-08|abruf=2023-02-26}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=https://yivoencyclopedia.org/article.aspx/Dobruschka-Schonfeld_Family|autor=Pawel Maciejko|titel=Dobruschka-Schönfeld Family|werk=The Yivo encyclopedia of Jews in Eastern Europe|abruf=2023-03-01}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=https://katholisches.info/2023/02/01/erloesung-durch-suende-oder-der-pfad-zur-linken-hand/|autor= Paolo M. Siano|titel=„Erlösung durch Sünde“ oder der „Pfad zur linken Hand“. Die Gnosis der Sabbatianer, Frankisten und Freimaurer|werk=Katholisches Magazin für Kirche und Kultur|datum=2023-02-01|abruf=2023-03-01}}&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119412055|LCCN=n/81/89361|VIAF=47571010}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Frey, Junius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Illuminat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Französische Revolution)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobilitierter (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Edler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Habsburgermonarchie vor 1804)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1753]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1794]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Judentum)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Frey, Junius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Dobruška, Moses (Geburtsname); Schönfeld, Franz Thomas Edler von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Heereslieferant, Alchemist, Freimaurer, Jakobiner und Frankist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Juli 1753&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Brünn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. April 1794&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jordi</name></author>
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