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	<title>Jungnau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jungnau&amp;diff=1051136&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-23T06:19:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Jungnau&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Kreisstadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Sigmaringen&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Jungnau.svg&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = Ehemaliges Gemeindewappen von Jungnau&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 48/08/22/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 09/12/22/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-BW&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 610 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-von               = 610&lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = 790&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 22.35&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 740&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2008&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.landkreis-sigmaringen.de/de/Landratsamt/Kreisverwaltung/Fachbereiche/Kommunales-Nahverkehr/Nahverkehr/oeffentlicher-Personennahverkehr/Aufstellen-des-Nahverkehrsplans |titel=Nahverkehrsplan Landkreis Sigmaringen |hrsg=Landkreis Sigmaringen |seiten=53 |format=PDF; 24,2 MB |abruf=2025-01-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1974-02-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 72488&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 07577&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Bild                   = Jungnau, Luftbild - LABW - Staatsarchiv Sigmaringen N 1-96 T 2 Nr. 9.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Jungnau (1985)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jungnau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Ortsteil]] der [[Baden-Württemberg|baden-württembergischen]] Stadt [[Sigmaringen]] im [[Landkreis Sigmaringen]] ([[Deutschland]]). Bis zur [[Kreisreform Baden-Württemberg 1973|Kreisreform des Jahres 1973 in Baden-Württemberg]] war Jungnau eine selbständige Gemeinde; zum 1.&amp;amp;nbsp;Februar 1974 wurde der Ort in die [[Kreisstadt]] Sigmaringen eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie und Verkehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jungnau-Mitte.JPG|mini|Alter Ortskern]]&lt;br /&gt;
Jungnau liegt rund sieben Kilometer nördlich von Sigmaringen im unteren [[Lauchert]]tal und dem [[Naturpark Obere Donau]] gelegen und umfasst eine [[Gemarkung]] von circa 2235&amp;amp;nbsp;ha. Etwa 1/3 ist im Besitz der Gemeinde (zumeist Wald).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf liegt auf 610&amp;amp;nbsp;m über [[Normalnull]], wobei die höchsten Erhebungen der Gemarkung knapp an 800&amp;amp;nbsp;m Höhe reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jungnau besitzt eine Haltestation der [[Hohenzollerische Landesbahn|Hohenzollerischen Landesbahn]] an der [[Bahnstrecke Engstingen–Sigmaringen]]. Die [[Bundesstraße 32]] (in diesem Abschnitt identisch mit der [[Bundesstraße 313]]) bildet die Durchgangsstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Region war schon früh besiedelt, wie Funde im nahe gelegenen [[Veringenstadt]] belegen. Als älteste [[Siedlung]] auf der Gemarkung Jungnau gilt [[Hoppental]] (um 800 v. Chr.). Auf einem Friedhof aus der [[Bronzezeit]] wurde ein Skelett mit zwei Armringen aus [[Bronze]] gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa um 400 v. Chr. wurden [[Kelten]] in der Gegend sesshaft. Von ihnen soll der Name „[[Lauchert]]“ stammen (Lochert-Luchat, später Luachert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Kelten folgten die [[Römisches Reich|Römer]], die die keltischen [[Volksstamm|Stämme]] besiegten und über die [[Donau]] nach Norden vordrangen. Etwa um 80 n. Chr. war das Land in ihrer Gewalt. Die Römer erschlossen die Gegend und legten u.&amp;amp;nbsp;a. einige [[Römerstraße]]n an. Auf deren Trassen liegen z.&amp;amp;nbsp;B. die alte Straße von Sigmaringen nach Jungnau und das &amp;#039;&amp;#039;Hochsträß&amp;#039;&amp;#039;. Im Jahre 1841 wurden Gegenstände aus dieser Zeit gefunden (Geräte aus Eisen, eine Pflugschar und Hacke, Meißel und Pfeile); 1881 wurde eine römische Bronzemünze beim Nollhof gefunden.&lt;br /&gt;
[[Datei:Jungnau-um-1834.jpg|mini|Jungnau um 1834]]&lt;br /&gt;
Um 260 n. Chr. drangen [[Alamannen|Alemannen]] in das damals römische Gebiet ein und zogen bis zur [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]] und dem [[Neckar]]. Sie gründeten Ortschaften, deren Namen auf „-ingen“ enden. Ämpfingen und Indefingen, [[Abgegangene Siedlung|abgegangene]] [[Weiler]] auf der Gemarkung Jungnau, sind darauf zurückzuführen – beide sind heute noch als [[Flurname]]n erhalten geblieben. Der Name der erstgenannten Siedlung wurde von deren Gründer (Ampho) abgeleitet und bedeutet sinngemäß „bei den Angehörigen der [[Sippe]] des Ampho“. Die Gründungen werden in das 4.–5. Jahrhundert datiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1100 wurde auf der Gemarkung circa 2,5 Kilometer südlich von Jungnau die [[Burg Isikofen]] errichtet. 1385 wurde sie nur noch als [[Burgstall]] erwähnt. Reste der Umfassungsmauer als Mauerschutt und Reste eines Gebäudes sind heute noch erkennbar. Im 13. Jahrhundert gab es eine [[Burg Schiltau]] (Schiltowe, Schiltow), welche die Herren von Schiltau als [[Lehen]] der [[Gammertingen (Adelsgeschlecht)|Herrschaft Gammertingen]] im Besitz hatten. Der Herr von Schiltau wurde 1200 als Zeuge genannt (mit ihm seine Burg mit einer Siedlung). Jungnau (als Name einer Burg: Jungenowe (bedeutet so viel wie „Platz im Wiesental der [[Herren von Jungingen]]“), Jungnow) an sich wird erstmals 1333 bei der Güterschenkung der Guta von Affelstetten an das St. Nikolausalmosen in [[Überlingen]] erwähnt. Kurz zuvor entstand der Ort, als 1316 &amp;#039;&amp;#039;Burkhard von [[Jungingen]]&amp;#039;&amp;#039; die Burg Schiltau mit Siedlung erwarb und in unmittelbarer Nähe eine neue Burg ([[Burg Jungnau]]) errichtete. Von der Burg Schiltau sind heute nur noch durch Wohnhäuser und Gartenanlagen überbaute Mauerreste erhalten. Der Bergfried der Burg Jungnau steht heute noch als Wahrzeichen im alten Dorfkern. Im 14. und 15. Jahrhundert gingen die unten genannten Weiler und Dörfer in Jungnau auf.&amp;lt;!--In dieser Zeit wurde der Ort gelegentlich auch als Städtchen bezeichnet. -----Beleg ? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chronik ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Jungnau-Gesamtansicht.jpg|mini|Jungnau (2007)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jungnau von Osten.jpg|mini|Blick auf Jungnau von Osten (2025)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 1200 wurde die [[Burg Schiltau]] gebaut, gleichzeitig entstand eine Siedlung. Die Edlen von Schiltau waren ein Ministerialgeschlecht, das im Dienst der [[Veringen (Adelsgeschlecht)|Grafen von Veringen]] stand.&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Locher: Regesten zur Geschichte der [[Grafen zu Veringen]]. Sigmaringen 1872.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Herren von Jungingen]] (Ritter Burkhard von Jungingen) kauften 1316 die Burg Schiltau von Berthold der Schiltower. In der Folge wurde die Burg Jungnau errichtet. 1333 wurde Jungnau erstmals als „Jungenowe“ erwähnt. Beide Burgen wurden 1355 an die Adelsfamilie Hohenfels-Jungingen übergeben. 1367 erwarben die [[Reischach (Adelsgeschlecht)|Herren von Reischach]] die Herrschaft Jungnau (Jungnau mit Burg und Vorhof, Burg Schiltau mit Vorhof und weiter Orte). 1385 wurde Jungnau [[Hohenberg (schwäbisches Adelsgeschlecht)|hohenbergisches]] Lehen, blieb aber weiterhin im Besitz der Herren von Reischach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1418 erwarben die [[Werdenberg (Adelsgeschlecht)|Grafen von Werdenberg]] die Herrschaft (darunter Jungnau und die Feste). 1423 wurde die Burg Schiltau erstmals nur noch als Burgstall erwähnt, wurde aber 1444 nochmal als „Veste“ bezeichnet. Dies gilt als die letzte Erwähnung als Burgsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1534 ging die [[Herrschaft Jungnau]] nach dem Aussterben des damaligen Herrschergeschlechts als [[Allod]] an die [[Fürstenberg (schwäbisches Adelsgeschlecht)|Grafen von Fürstenberg]] weiter. Unter den Fürstenbergern entstand das [[Obervogteiamt Jungnau]]. 1742 wurde die Kirche St. Anna fertiggestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1806 ging im Zuge der Neuordnung Mitteleuropas durch [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]] ([[Rheinbundakte]]) das Obervogteiamt Jungnau an das [[Fürstentum]] [[Hohenzollern-Sigmaringen]], wobei jedoch die Fürstenberger die [[Niedere Gerichtsbarkeit|Niedrige Gerichtsbarkeit]] und die Polizeigewalt behielten. Deshalb wurde ein [[Patrimonialgericht|Patrimonialamt]] eingerichtet. Dieses umfasste neben Jungnau auch noch die unter 1603 aufgeführten Orte. Die Niedrige Gerichtsbarkeit wurde 1840 von den Fürstenbergern an Hohenzollern-Sigmaringen abgegeben; zum 31. Oktober 1840 wurde das Patrimonalamt aufgelöst. Die Orte wurden auf die [[Oberamt (Hohenzollern)|hohenzollerischen Oberämter]] [[Oberamt Gammertingen|Gammertingen]], [[Oberamt Sigmaringen|Sigmaringen]] und [[Oberamt Straßberg|Straßberg]] verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 wurde die Burg Jungnau abgerissen. 1885 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet. 1925 wurde Jungnau durch das Zusammenlegen der preußischen Oberämter Sigmaringen und Gammertingen ein Teil des daraus entstehenden [[Landkreis Sigmaringen#Geschichte|Kreises Sigmaringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27. Februar 1945 starben 32 Menschen bei einem [[Tiefflieger]]angriff auf einen Personenzug der [[Hohenzollerische Landesbahn|Hohenzollerischen Landesbahn]].&amp;lt;ref&amp;gt;laut {{Webarchiv|url=http://www.hohenzollerischer-geschichtsverein.de/userfiles/files/HZ-Heimat/HH_055_2005_ocr.pdf#page=11 |wayback=20181126014322 |text=diesem Bericht }} starben 29 Menschen.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1949 wurde das heutige Gemeindewappen verliehen&amp;lt;!-- ? von wem ? ---&amp;gt;. Am 1. Februar 1974 wurde die Gemeinde Jungnau im Zuge der [[Gebietsreform|Gemeindereform]] in die Stadt Sigmaringen eingegliedert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3170032631|Seite=549}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Hochwasser in Mitteleuropa 2013#Baden-Württemberg|Hochwasser Ende Mai/Anfang Juni 2013]] trat nach tagelangen Starkregenfällen auch die Lauchert über die Ufer. Teile des Dorfes standen unter Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehemalige Weiler und Dörfer auf der Gemarkung ===&lt;br /&gt;
==== Affelstetten ====&lt;br /&gt;
Der Weiler Apfelstetten lag 1500 Meter nördlich am rechten Talhang. Die gleichnamige [[Burg Affelstetten]] lag 500 Meter weiter auf einem Felsen (Gemarkung [[Veringendorf]]). Der ansässige Ortsadel wird im 13. und 14. Jahrhundert genannt, der Weiler im 14. und 15. Jahrhundert. Der Weiler und die Burg scheinen Ende des 15. Jahrhunderts abgegangen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frauenberg ====&lt;br /&gt;
Der Weiler (auch Frawelsberg) wird im 14. und 15. Jahrhundert in Urkunden erwähnt. Er lag rund drei Kilometer westlich von Jungnau (Nahe dem heutigen Aussiedlerhof Rauschberg).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Empfingen ====&lt;br /&gt;
Der Weiler (auch Ampfingen) tritt im 14. und 15. Jahrhundert in Verbindung mit Jungnau urkundlich in Erscheinung. Er lag am linken Lauchertufer Nahe dem heutigen Bahnhof und dem Friedhof. Empfingen scheint in Jungnau aufgegangen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Isikofen ====&lt;br /&gt;
Der Weiler (auch Ysenkofen), ebenfalls mit Burg ([[Burg Isikofen]] um 1100 gegründet), lag rund 2,5&amp;amp;nbsp;Kilometer südlich von Jungnau auf der linken Talseite wurde urkundlich im 14. und 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert genannt. Die Burg wird 1385 als [[Burgstall]] und Isikofen in der zweiten Hälfte des 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts als Grenzort der [[Grafschaft Sigmaringen]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Indelfingen und Indelkofen ====&lt;br /&gt;
Urkundliche Nennungen sind zu diesen Orten nicht bekannt. Es handelt sich heute um Flurnamen südlich von Jungnau auf der rechten Talseite, die auf zwei abgegangene Weiler hindeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aussiedlerhöfe auf der Gemarkung Jungnau ===&lt;br /&gt;
* Großwieshof: nach 1855 erbaut&lt;br /&gt;
* Hoppental: 1536 erwähnt, 1887 gab es noch Höfe, jedoch wurden die letzten Häuser 1927 abgebrochen. Auch hier ist noch eine Verbindung im Flurnamen erhalten.&lt;br /&gt;
* Nollhof: nach 1860 erbaut&lt;br /&gt;
* Rauschberg: Bereits 1253 als Lehengut „Huscberch“ des Grafen Wolfrad d. jüngeren von Veringen erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hohenzollerische Heimat 1974, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Aussiedlerhof nach 1840 erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
Jungnau ist historisch [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholisch]] geprägt. Es war eine Filiale der [[Kirchengemeinde|Pfarrei]] Veringendorf, 1879 [[Quasipfarrei|Pfarrkuratie]] und 1889 eigene Pfarrei. Im Laufe der Zeit wurde dann Jungnau von Veringenstadt, heute von Sigmaringen versorgt. Der Ort verfügt über eine Pfarrkirche (St. Anna).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Ortsvorsteher ===&lt;br /&gt;
Ortsvorsteher ist Anton Fetscher (2011).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
* [[Blasonierung]]: Geteilt von Blau und Silber; darin oben eine silberne Schere, unten eine dreilatzige schwarze Fahne.&lt;br /&gt;
* Beim Wappen wird auf die Wappen der Adelsgeschlechter von Jungingen (silberne Schere auf blauem Grund) und von Werdenberg (dreilatzige Fahne), beide zeitweilige Besitzer von Jungnau, Bezug genommen.&lt;br /&gt;
* 1947: Vorschlag des Stadtarchivs Sigmaringen&lt;br /&gt;
* Verleihung am 28. Januar 1949 durch das Innenministerium Württemberg-Hohenzollern (Nr. IV 3012 B/13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Wappen mit dem Emblem der Pfalzgrafen von Tübingen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Jungnau ist einziger Stadtteil von Sigmaringen, der Teil der Ferienregion „Im Tal der Lauchert“ ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Jungnau-Kirche-und-Bergfried.JPG|mini|hochkant|St.-Anna-Kirche, Bergfried und „Alte Post“]]&lt;br /&gt;
* St.-Anna-Kirche: Die Pfarrkirche im alten Ortskern stammt aus den Jahren 1738/39 und besitzt einen achteckigen Kirchturm ([[Dachreiter]]) mit Uhr und [[Zwiebelhaube]]. Sie ist der [[Anna (Heilige)|Heiligen Anna]] geweiht und wurde 1742 fertiggestellt. Die [[barock]]en Pläne lieferte der fürstlich fürstenbergische Hofbaumeister [[Johann Georg Brix]] aus Meßkirch. Das Innere ist [[Flachdecke|flachgedeckt]]. Der [[Hochaltar]] stammt aus dem Jahr 1940 und ist von zwei spätbarocken Seitenaltären umgeben.&lt;br /&gt;
* Bergfried (Kaiser-Wilhelm-Turm): 1844 wurde die rund 3100&amp;amp;nbsp;m² umfassenden Burganlage Jungnau abgebrochen (in der Folge wurde das Schulhaus (heutige [[Grundschule]]) auf dem Platz der ehemaligen Burg errichtet). Der mit [[Buckelquader]] verkleidete und 18 Meter hohe [[Bergfried]] blieb erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wanderbar Jakobsweg&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Auf dem Jakobsweg von Gammertingen nach Pfullendorf.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wanderbar …die schönsten Routen. Erlebnis Kreis Sigmaringen&amp;#039;&amp;#039;. [[Landratsamt Sigmaringen]], Druckerei Schönebeck, Meßkirch 2004, S. 52–59.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der früher darauf thronende Fachwerkbau mit Satteldach wurde abgetragen. An der Stelle des heutigen Pfarrheimes &amp;#039;&amp;#039;St. Anna&amp;#039;&amp;#039; sind noch zwei Meter hohe Grundmauern des [[Bodenspeicher|Fruchtkastens]] erhalten.&lt;br /&gt;
* Schächerkapelle: 1826 am Friedhof erbaut. Sie beherbergt eine circa 400 Jahre alte große [[Kreuzigungsgruppe]] mit Einzelfiguren von [[Jesus Christus]] und den beiden [[Schächer]]n am Kreuz, daher die Namensgebung.&lt;br /&gt;
* Hl. Nepomuk: Bei der Lauchertbrücke findet man einen kleinen [[Bildstock]]. Dieser enthält eine circa 80&amp;amp;nbsp;cm große Figur (um 1750) des Hl. [[Johannes von Nepomuk]].&lt;br /&gt;
* Alte [[Post]]: Am Fuße des Bergfriedes befindet sich ein kleines [[Fachwerkhaus]] (ehemalige Poststelle). Dieses bildet mit dem Bergfried, der Kirche und dem neugestalteten Aufgang das typische „Postkartenmotiv“ von Jungnau.&lt;br /&gt;
* Ehemalige [[Mühle]]: Angrenzend zur Burganlage steht ein prächtiges Fachwerkhaus. Die ehemalige Mühle wurde zum Wohnhaus umgebaut.&lt;br /&gt;
* [[Rathaus]]: 1952 eingeweiht ersetzte es ein vorher an diesem Platz vorhandenes großes Fachwerkgebäude in dem u.&amp;amp;nbsp;a. die Schule untergebracht war. Dieses ist leider 1950 abgebrannt. Im Rathaus ist heute die Ortschaftsverwaltung untergebracht.&lt;br /&gt;
* Burgruine Isikofen: Mauerschutt bildet den Rest der Umfassungsmauer. Ebenfalls sind noch Reste eines Gebäudes zu erkennen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Jungnau-Burg-Schiltau.JPG|mini|Standort der ehemaligen Burg Schiltau]]&lt;br /&gt;
* Schiltachmauer: Reste der Burg Schiltau findet man heute noch in der Schiltachstraße.&lt;br /&gt;
* Die [[Ruine Hertenstein]] ist eine Burgruine unbekannter ständischer Zuordnung zwischen Jungnau und [[Bingen (Landkreis Sigmaringen)|Bingen]].&lt;br /&gt;
* In Jungnau wird auf einem Stein an den Fliegerangriff mit Toten im Jahr 1945 erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturdenkmale ===&lt;br /&gt;
Zwischen Jungnau und Hochberg liegt der künstliche &amp;#039;&amp;#039;Erzschacht Eulengrube&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Wilde Höhlen, Grotten, Felsennester: 100 geheimnisvolle Hohlräume zwischen Alb und Donau.&amp;#039;&amp;#039; Oertel &amp;amp; Spörer, 2011, ISBN 978-3-88627-479-6, S. 58–59.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Jongner Scheer&amp;#039;&amp;#039; (Jungnauer Schere) ist ein dem ehemaligen Gemeindewappen abgeschautes süßes Gebäck.&amp;lt;ref&amp;gt;Eileen Kircheis: &amp;#039;&amp;#039;Das süße Gebäck heißt „Jongner Scheer“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schwäbische Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 2. Oktober 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
In Jungnau befindet sich mit der &amp;#039;&amp;#039;Cedros GmbH&amp;#039;&amp;#039; Deutschlands älteste Perlmuttschleiferei.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Landfrauen. Ausflug führt in Schleiferei.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schwäbische Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 22. Juni 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Otto Carl Würth]] (1803–1884), Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung&lt;br /&gt;
* [[Karl Volk (Bildhauer)|Karl Volk]] (1885–1965), Bildhauer&lt;br /&gt;
* Die als [[Anita &amp;amp; Alexandra Hofmann]] bekannten Schlagersängerinnen Alexandra Geiger (* 11. Februar 1974) und Anita Hofmann (* 13. April 1977) wuchsen in Jungnau auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 |Hrsg=[[Walther Genzmer]]&lt;br /&gt;
 |Titel=Die Kunstdenkmäler Hohenzollerns&lt;br /&gt;
 |Band=Band 2: Kreis Sigmaringen&lt;br /&gt;
 |Verlag=W. Speemann&lt;br /&gt;
 |Ort=Stuttgart&lt;br /&gt;
 |Datum=1948}}&lt;br /&gt;
* [[Max Miller (Historiker)|Max Miller]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].&amp;#039;&amp;#039; Band 6: &amp;#039;&amp;#039;Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 276). Kröner, Stuttgart 1965, {{DNB|456882928}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.jungnau.de/ Website von Jungnau]&lt;br /&gt;
* [https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=82 Staatsarchiv Sigmaringen: Findbuch (Fürstenbergisches Obervogteiamt Jungnau)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Sigmaringen}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7824131-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Sigmaringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortschaft von Sigmaringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Sigmaringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Lauchert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort auf der Schwäbischen Alb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1974]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung im 13. Jahrhundert]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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