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	<title>Julius von Payer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Otberg: Änderung 262670804 von Wischmat rückgängig gemacht; keine Verbesserung</title>
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		<updated>2025-12-23T12:19:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/262670804&quot; title=&quot;Spezial:Diff/262670804&quot;&gt;262670804&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Wischmat&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Wischmat&quot;&gt;Wischmat&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; keine Verbesserung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Luckhardt - Julius von Payer (ÖNB 8080757).jpg|mini|Julius Payer (Bildnis als Oberleutnant, aufgenommen von [[Fritz Luckhardt]], ohne Datum, vor 1875)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Julius Johannes Ludovicus Payer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, seit 1876 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ritter von Payer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. September]] [[1841]] in [[Teplice|Teplitz-Schönau]], [[Königreich Böhmen|Böhmen]]; † [[30. August]] [[1915]] in [[Bled|Veldes]] (heute Bled, [[Slowenien]]&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=knz&amp;amp;datum=19150902&amp;amp;query=%22julius%22+%22payer%22+%22gestorben%22&amp;amp;ref=anno-search&amp;amp;seite=3 [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=knz&amp;amp;datum=19150902&amp;amp;query=%22julius%22+%22payer%22+%22gestorben%22&amp;amp;ref=anno-search&amp;amp;seite=3 Kärntner Zeitung, 2. September 1915, S.&amp;amp;nbsp;3]&amp;lt;/ref&amp;gt;)), war ein [[Streitkräfte von Österreich-Ungarn|österreich-ungarischer Offizier]], [[Polarforscher|Polar-]] und Alpenforscher, [[Kartograf]] und [[Professur|Professor]] der Militärakademie, der sich auch als Maler einen Namen machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Carl Weyprecht]] leitete er von 1872 bis 1874 die [[Österreichisch-Ungarische Nordpolexpedition]], bei der u.&amp;amp;nbsp;a. die arktische Inselgruppe [[Franz-Josef-Land]] entdeckt wurde. In Anerkennung dieser Verdienste wurde Julius Payer 1876 in den erblichen Adels- bzw. Ritterstand erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Julius war der Sohn des k.k. [[Ulanen]]hauptmanns Franz Anton (Rudolf) Payer (1791–1855) aus [[Kryry|Kriegern]] und der Blandine Franziska Payer, geborene John (1802–1882).&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Müller: &amp;#039;&amp;#039;Julius von Payer. Ein Bahnbrecher der Alpen- und Polarforschung und Maler der Polarwelt.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1956, S.&amp;amp;nbsp;1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein älterer Bruder [[Richard Payer]] war ein Forschungsreisender im [[Amazonas]]gebiet.&lt;br /&gt;
Julius von Payers Ausbildung erfolgte zunächst am Kadetteninstitut zu [[Krakau]] und anschließend von 1856 bis 1859 an der [[Theresianische Militärakademie|Theresianischen Militärakademie]] in [[Wiener Neustadt]]. Unter seinen Lehrern war der bekannte Geograph und Alpinforscher [[Carl Sonklar]]. Nach erfolgreichem Abschluss wurde Payer am 15. Juni 1859 als [[Unterleutnant]] 2. Klasse zum 36. Infanterieregiment überstellt (österreichisch: [[Ausmusterung (Österreich)|ausgemustert]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Svoboda: „Die Theresianische Militär-Akademie zu Wiener Neustadt und ihre Zöglinge von der Gründung der Anstalt bis auf unsere Tage.“ Zweiter Band, Selbstverlag, k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1894, S.&amp;amp;nbsp;370 und S.&amp;amp;nbsp;383–384.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militär und Alpinforschung ===&lt;br /&gt;
Am 24. Juni 1859 kam es zur [[Schlacht bei Solferino|österreichischen Niederlage bei Solferino]], wodurch der Großteil Oberitaliens an das [[Königreich Sardinien|italienische Königreich Sardinien-Piemont]] fiel. Julius Payer war davon zunächst nicht betroffen, weil sein Regiment zum Schutz vor einem befürchteten französischen Angriff in der [[Bundesfestung]] [[Mainz]] des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]] und in [[Frankfurt am Main]] stationiert war.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Jung u. a.: „Geschichte des k.k. 36. Linien-Infanterie-Regiments“, Selbstverlag, Prag 1875, S.&amp;amp;nbsp;834–837.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Monatsgage des Unterleutnants Payer betrug zu dieser Zeit 36 [[Gulden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1860 bis 1866 war Payers Regiment an verschiedenen Orten in [[Venetien]] stationiert. Payer nutzte dies dazu, um jedes Jahr während seines Urlaubs verschiedene [[Alpen]]gipfel zu erkunden und auch schriftlich darüber zu berichten. Dreißig Erstbesteigungen in der [[Ortler-Alpen|Ortler-]], [[Adamellogruppe|Adamello-]] und [[Glocknergruppe]] werden ihm zugeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1860 bis 1862 war Julius Payer bei der Truppe in [[Verona]] und machte von dort aus erste Bergtouren in den [[Monti Lessini]] und am [[Monte Baldo]]. 1863 unternahm er eine Besteigung des [[Großglockner]]s von der Tiroler Ortschaft [[Kals am Großglockner|Kals]] aus und erstellte darüber einen professionellen Bericht,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://zs.thulb.uni-jena.de/receive/jportal_jparticle_00512854 zs.thulb.uni-jena.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; der 1864 mit Zeichnungen und Landkarte in der Fachzeitschrift [[Petermanns Geographische Mitteilungen|Geographische Mitteilungen]] von [[August Petermann]] veröffentlicht wurde. 1864 wurde Payer [[Kommandant]] des [[Fort|Lagunenforts]] Lombardo bei [[Chioggia]] und unternahm im September umfangreiche Erkundungstouren durch das Gebiet der Adamello- und [[Presanella]]-Gruppe.&amp;lt;ref&amp;gt;Julius Payer: Die Adamello-Presanella-Alpen nach den Forschungen und Aufnahmen von Julius Payer. Ergänzungsheft Nr. 17 zu Petermanns &amp;quot;Geographischen Mitteilungen&amp;quot;, Justus Perthes, Gotha 1865([https://books.google.de/books/about/Die_Adamello_Presanella_Alpen.html?id=zm9OAAAAcAAJ&amp;amp;redir_esc=y books.google.de])&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Payer auf seiner Rückreise in [[Trient]] Station machte, wurde der dort kommandierende Generalmajor [[Franz Kuhn von Kuhnenfeld|Kuhn]] auf den jungen Leutnant aufmerksam, weil dieser beim Bergsteigen im Urlaub zuverlässige Landkarten des Gebirgsmassivs gezeichnet hatte. Payer bezeichnete die Begegnung mit dem General später als alles entscheidend für sein Leben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Berger&amp;quot;&amp;gt;Frank Berger: Julius Payer. Die unerforschte Welt der Berge und des Eises. Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien 2015, ISBN 978-3-7022-3441-6, S.&amp;amp;nbsp;17–19.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Spätsommer 1865 begann Payer mit der bergsteigerischen Erschließung der Ortlergruppe.&amp;lt;ref&amp;gt;Julius Payer: Die Ortler-Alpen (Sulden-Gebiet und Monte Cividale) nach den Forschungen und Aufnahmen von Julius Payer. Ergänzungsheft Nr. 18 zu Petermanns &amp;quot;Geographischen Mitteilungen&amp;quot;, Justus Perthes, Gotha 1867([https://books.google.de/books?id=z29OAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false books.google.de])&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1865 wirkte er auch als Lehrer für Geschichte und Geographie an der Militärakademie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[Dritter Italienischer Unabhängigkeitskrieg|Italienkrieg]] von 1866 nahm Payer im 3. Bataillon des 36. Infanterieregiments teil. Am 17. Juni 1866 wurde er zum Oberleutnant befördert. In der [[Schlacht bei Custozza (1866)|Schlacht bei Custozza]] am 24. Juni 1866 konnte er eine feindliche Kanone wegnehmen&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Müller: &amp;#039;&amp;#039;Julius von Payer. Ein Bahnbrecher der Alpen- und Polarforschung und Maler der Polarwelt.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche VG, Stuttgart 1956, S.&amp;amp;nbsp;23.&amp;lt;/ref&amp;gt; und erhielt dann am 18. Juli das [[Militärverdienstkreuz (Österreich)|Militärverdienstkreuz]]. Trotz der gewonnenen Schlacht hatte Österreich den [[Deutscher Krieg|Krieg gegen Preußen]] verloren und musste [[Königreich Lombardo-Venetien|Venetien]] an das mit Preußen verbündete [[Königreich Italien (1861–1946)|Königreich Italien]] abtreten. Daher wurde auch das 36. Infanterieregiment von Venetien in das Gebiet um [[Krnov|Jägerndorf]] in [[Österreichisch-Schlesien]] verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Weg dorthin nahm Payer im September 1866 seinen Urlaub, den er zur Erforschung der westlichen Ortler-Alpen ([[Trafoi]]er Gebiet) nutzte.&amp;lt;ref&amp;gt;Julius Payer: Die westlichen Ortler-Alpen (Trafoier Gebiet) nach den Forschungen und Aufnahmen von Julius Payer. Ergänzungsheft Nr. 23 zu Petermanns &amp;quot;Geographischen Mitteilungen&amp;quot;, Justus Perthes, Gotha 1868([https://books.google.de/books?id=OExUAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false books.google.de])&amp;lt;/ref&amp;gt; Im August des folgenden Jahres reiste Payer von Jägerndorf über Wien und Venedig nach Trient, um die südlichen Ortler-Alpen zu erforschen. Dabei wäre Julius Payer beinahe ums Leben gekommen, als sich ein Schnee-Überhang auf der [[Punta San Matteo]] unerwartet ablöste. Payer und sein Führer [[Johann Pinggera]] stürzten dabei 200 Meter in die Tiefe. Zu ihrem unglaublichen Glück befand sich dort eine Schneegrube, so dass beide mit dem Leben und ohne schwere Verletzungen davonkamen.&amp;lt;ref&amp;gt;Julius Payer: &amp;#039;&amp;#039;Die südlichen Ortler-Alpen nach den Forschungen und Aufnahmen von Julius Payer.&amp;#039;&amp;#039; Ergänzungsheft Nr. 27 zu Petermanns &amp;#039;&amp;#039;Geographischen Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Justus Perthes, Gotha 1869 ([https://books.google.de/books?id=72k8DQEACAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als General Kuhn Anfang 1868 Kriegsminister geworden war, erinnerte er sich an Payer und berief ihn an das [[Militärgeographisches Institut|Militärgeographische Institut]], dessen Direktor [[August von Fligely]] Payer weiter förderte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Berger&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Erstellung neuer Karten vom [[Adamello]]- und [[Ortler]]gebiet erhielt Payer drei bergerfahrene Tiroler [[K.u.k. Kaiserjäger|Kaiserjäger]], 1000 Gulden und einen [[Theodolit]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|tsa|10|02|1916|3|Payer über sich selbst}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Payer war jetzt in offizieller Mission tätig, verfügte über professionelles Gerät und war nicht mehr auf wenige Urlaubswochen eingeschränkt, er blieb jedoch weiterhin Offizier beim 36. Infanterieregiment.&amp;lt;ref&amp;gt;Kais. Königl. Militär-Schematismus für 1869/1870 und für 1871. Wien, aus der k.k. Hof- und Staatsdruckerei&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Payer die Vermessungsarbeiten im Herbst 1868 abgeschlossen hatte, entband ihn der Kriegsminister im Januar 1869 von seinen Dienstpflichten, um ihm die Teilnahme an der [[Zweite Deutsche Nordpolar-Expedition|Zweiten Deutschen Nordpolar-Expedition]] (1869/70) von [[August Petermann|Petermann]] und [[Karl Koldewey|Koldewey]] zu ermöglichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Berger&amp;quot; /&amp;gt; Kuhn gehörte später auch zu den Unterstützern der Österreichisch-Ungarischen Nordpol-Expedition von Payer und [[Carl Weyprecht|Weyprecht]] (1872–1874).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Welt begreifen und erfahren. Aufsätze zur Wissenschafts- und Entdeckungsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Günther Hamann zur Emeritierung, hrsg. von Johannes Dörflinger (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Perspektiven der Wissenschaftsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 1). Böhlau, Wien 1993, ISBN 3-205-98041-7, S. 251.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Alter von 27 Jahren galt Julius Payer als versierter Erforscher des [[Hochgebirge]]s, der sowohl wissenschaftliche Beobachtungen in der Natur als auch [[Topografie (Kartografie)|topographische]] Zusammenhänge sicher beherrschte und ebenso in der Lage war, seine Erkenntnisse schriftlich niederzulegen. 1868 ernannte ihn daher die [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Universität Halle]] aufgrund seiner bergsteigerischen Forschungen und Publikationen zum Dr. phil. ehrenhalber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polarexpeditionen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiener-Extrablatt-1874.jpg|mini|Julius Payer (links) mit [[Karl Weyprecht]] auf der Titelseite des &amp;#039;&amp;#039;Illustrierten Wiener Extrablattes&amp;#039;&amp;#039; am 25. September 1874]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1869/70 nahm Payer auf Einladung [[August Petermann]]s an der Zweiten Deutschen Nordpolar-Expedition unter Kapitän [[Carl Koldewey]] nach [[Ostgrönland]] teil. Die Expedition verließ Bremerhaven am 15. Juni 1869 in Gegenwart [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|König Wilhelms von Preußen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Müller: &amp;#039;&amp;#039;Julius von Payer. Ein Bahnbrecher der Alpen- und Polarforschung und Maler der Polarwelt.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1956, S.&amp;amp;nbsp;74.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der &amp;#039;&amp;#039;[[Germania (Schiff, 1869)|Germania]]&amp;#039;&amp;#039; erreichte man als nördlichsten Punkt die [[Shannon (Insel)|Shannon-Insel]]. Vom Winterquartier bei der [[Sabine Ø]] aus wurde die Küste zwischen 73° und 77° nördlicher Breite vermessen. Payer unternahm mehrere Schlittenreisen zur Erforschung des Landes, insbesondere rund um den [[Kejser Franz Joseph Fjord]]. Als erfahrener Alpinist bestieg er küstennahe Berge, wie einen fast 2100&amp;amp;nbsp;m hohen Gipfel nahe der nach ihm benannten 2320&amp;amp;nbsp;m hohen [[Payer Tinde]]. Am 11. September 1870 kehrte die &amp;#039;&amp;#039;Germania&amp;#039;&amp;#039; wohlbehalten nach Bremerhaven zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. Oktober 1870 wurde Payer in Wien von [[Kaiser Franz Josef I.]] zu einer halbstündigen Privataudienz empfangen, bei der er dem Monarchen über die Ergebnisse der Expedition berichtete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|wrz|23|10|1870|3|Deutsche Nordpol-Expedition}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Allerhöchster Entschließung vom 24. November 1870 erhielt Payer in Anerkennung seiner bei der Zweiten Deutschen Nordpolar-Expedition erworbenen Verdienste um die Wissenschaft den [[Orden der Eisernen Krone (Österreich)|Orden der Eisernen Krone]] III. Klasse, verbunden mit dem Anrecht auf erblichen Ritterstand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|wrz|11|12|1870|1|Amtlicher Teil}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zweite Expedition führte ihn 1871 mit [[Carl Weyprecht]] auf der von [[Hans Graf Wilczek]] gecharterten &amp;#039;&amp;#039;Isbjörn&amp;#039;&amp;#039; in die Gewässer zwischen [[Spitzbergen (Inselgruppe)|Spitzbergen]] und [[Nowaja Semlja]]. Die Fahrt bereitete die große [[Österreichisch-Ungarische Nordpolexpedition]] vor, die von 1872 bis 1874 auf dem Forschungsschiff [[Admiral Tegetthoff (Schiff)|Tegetthoff]] mit Carl Weyprecht als Kommandant zur See und Julius Payer als Kommandant an Land stattfand. Sie führte zur Entdeckung [[Franz-Joseph-Land]]s. Bald nach seiner Rückkehr hatten sich viele Kritiker zu Wort gemeldet, die die Existenz des Franz-Joseph-Landes und auch die Erlebnisse der Teilnehmer während der Expedition bezweifelten. Aufgrund von Zeugenaussagen, Tagebüchern und wissenschaftlichen Skizzen konnte Payer die Zweifel zwar weitgehend widerlegen; die von ihm bei dieser Expedition vermeintlich entdeckten Gebiete [[König-Oskar-Land]] und [[Petermann-Land]] erwiesen sich später aber tatsächlich als nicht existent. Aufgrund des Misstrauens in der [[Offizierskorps|Offizierskaste]] wurde allerdings seine außertourliche Beförderung zum [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] hintertrieben. Der in der Ehre gekränkte Payer nahm seinen Abschied – mit 44 Gulden Honorar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heirat ===&lt;br /&gt;
1876 weilte Julius von Payer zur Erholung in [[Františkovy Lázně|Franzensbad]]. Dort machte er die Bekanntschaft der reichen Frankfurter Bankiersgattin [[Fanny Kann]], geb. Gumpertz (*&amp;amp;nbsp;19. Juli 1845). Ihr Vater [[Leopold Gumpertz]] hatte ein Wechselgeschäft auf der [[Zeil]] 61 (Adressbuch 1872). Gumpertz hatte 1839 den israelitischen Bürgereid in Frankfurt abgelegt. Fanny Kann war verheiratet mit dem Frankfurter Bankier (Geschäft: Bleichstr.&amp;amp;nbsp;6) [[Beer Moses Kann]], einem Neffen von Louis [[Rothschild (Familie)|Rothschild]]. Sie war offenbar sehr angetan von dem berühmten Bergsteiger und Polarforscher. Sie ließ sich noch im gleichen Jahr scheiden und heiratete Julius von Payer. Am 15. November 1877 meldete Payer sich in Frankfurt wohnhaft. 1877 bis 1879 lebte das Paar in Frankfurt in der [[Hanauer Landstraße]]&amp;amp;nbsp;15 im [[Frankfurt-Ostend|Ostend]]. Zwei Kinder wurden geboren, zuerst am 6. Mai 1877 in [[Bayonne]] die Tochter Oliva Julia Fanny und am 15. Mai 1881 in Frankfurt der Sohn Julius.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Malerei ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Julius Payer Nie zurück.jpg|mini|Julius von Payer: &amp;#039;&amp;#039;Nie zurück!&amp;#039;&amp;#039; (1892)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Payer studierte Malerei am [[Staatliche Hochschule für Bildende Künste – Städelschule|Städel-Institut]] unter den Professoren [[Heinrich Hasselhorst|Hasselhorst]], Lutze und Sommer. Weiterhin beschäftigte er sich in Frankfurt mit [[Anatomie]] an Leichen und der zeichnerischen Perspektive. Auf Anregung von [[Ferdinand Wagner (Maler, 1819)|Ferdinand Wagner]] griff er erstmals zum breiten Pinsel und malte Ölbilder. Persönlich war er gänzlich in der Liebe zu seiner mondänen Frau gefangen. So schrieb Payer 1878 aus Frankfurt an seinen Freund, den bekannten [[Afrika]]reisenden [[Gerhard Rohlfs (Afrikaforscher)|Gerhard Rohlfs]], dass er, wenn er nicht so glücklich verheiratet wäre, die geplante Expedition in die „Länder zu den schwarzen Kerlen“ gerne mitgemacht hätte. Payer setzte seine Ausbildung 1880 bis 1882 an der [[Akademie der Bildenden Künste München|Münchener Akademie]] unter [[Sándor Wagner|Alexander Wagner]], dessen Komposition und Maltechnik ihn inspirierte, fort. In München schuf Payer einen größeren Zyklus von Bildern über die [[John Franklin|Franklin-Polarexpedition]], für die er die große [[Medaille]] der Münchener Akademie erhielt. Am 31. Dezember 1882 meldeten sich die Payers behördlich von Frankfurt nach [[Paris]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Paris hatte Payer sein Atelier in der Rue de Martin, wo er Einflüsse von Constant, [[Léon Bonnat|Bonnat]], Cabanel, [[Louis Gallait|Gallait]] und Tattegrain aufnahm. Im Atelier von [[Mihály Munkácsy|Munkacsy]] erlernte er den wirkungsvollen Kontrast von leuchtendem Weiß und samtenem Schwarzbraun. 1884 verlor er ein Auge durch eine [[Infektion]]. Die Schuld daran gab er zeit seines Lebens seiner Frau Fanny, die ihm nach der [[Operation (Medizin)|Operation]] eine Blutspur mit Wattebäuschchen unsachgemäß abgetupft habe. Obendrein war er schon von Jugend an kurzsichtig. Für seine Gemälde erhielt er in Paris 1887 und 1889, in München 1885, in [[Berlin]] 1888 und in [[Chicago]] 1894 jeweils goldene Medaillen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Monumentalgemälde von ihm mit arktischen Themen befinden sich im [[Naturhistorisches Museum Wien|Naturhistorischen Museum]] und im Marinesaal des [[Heeresgeschichtliches Museum|Heeresgeschichtlichen Museums]] in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Scheidung ===&lt;br /&gt;
1890 trennte sich Julius von Payer von Frau und Kindern, die in Paris wohnen blieben. Angeblich hatte Fanny von Payer einen ausgeprägten Hang zum gesellschaftlichen Leben. Ihr soll sehr daran gelegen gewesen sein, den berühmten Nordpolarforscher überall herumzuzeigen, was Payer offenbar zunehmend missfiel. Nach der Trennung kehrte Payer nach Wien zurück und sah Frau und Kinder nie wieder, selbst der Briefwechsel schlief bald ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wien bezog Payer wieder seine alte Wohnung in der Bechardgasse 14. Dort, im einstigen [[Atelier]] von [[Hans Makart]], eröffnete er eine Malschule für junge Damen. Unter seinen Schülerinnen befand sich auch [[Helene Lillmann]] aus Frankfurt. Seit 1892 fühlte er sich krank und an nervöser Erschöpfung ([[Neurasthenie]]) leidend. 1892 entstand aber auch sein berühmtestes Bild „Nie zurück“. Seit 1895 zeigte er Interesse an den Planungen zu einer deutschen [[Südpol]]expedition. 1898 besuchte ihn [[Fridtjof Nansen]] in Wien. Einen Teil seines Einkommens verdiente er durch Vorträge, in 18 Jahren hielt er 1228. Für [[Tirol]] war Payer Mitarbeiter des [[Karl Baedeker|Baedeker]]-Reiseführers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krankheit und Tod ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabmal von Julius von Payer.JPG|mini|Payers Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof &amp;lt;small&amp;gt;(Die Lebensdaten weichen, wie in älterer Literatur auch hier geringfügig von den tatsächlichen ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Müller: &amp;#039;&amp;#039;Julius von Payer. Ein Bahnbrecher der Alpen- und Polarforschung und Maler der Polarwelt.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1956, S. 1 und 183.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1890er Jahren nahm er seine Tochter Adele, die einem früheren Verhältnis entstammte, zu sich. Um 1903 geriet er weithin in Vergessenheit. Freilich erhielt er in diesem Jahr ein [[Gnadengehalt]] von 6000 [[Österreichische Krone|Kronen]] jährlich bis zum Lebensende. Seine Sommerurlaube verbrachte er regelmäßig in [[Bled|Bad Veldes]] im Herzogtum [[Krain]], am [[Bleder See|Veldeser See]] zwischen [[Julische Alpen|Julischen Alpen]] und [[Karawanken]]. Er war Anhänger der Kurmethoden der [[Arnold Rikli#Riklis Heilkuren|Riklischen Anstalt]] mit ausgedehnten Sommerbädern. Am 26. Mai 1912 traf ihn, der bis dahin von eiserner Gesundheit war, ein [[Schlaganfall]], der ihn der Sprache beraubte. Ihm war nur noch schriftliche Verständigung möglich. Seine Einsamkeit vergrößerte sich nach der Heirat der Tochter Adele mit dem Oberleutnant v.&amp;amp;nbsp;Manker-Lerchenstein (ein Vorfahre des Regisseurs [[Gustav Manker]]). Er lebte seit 1900 mit seiner Wirtschafterin Fanny „Mizl“ Katschke (1879–1918)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Achrainer |Titel=Julius Payer (1842–1915): Abenteurer, Alpinist und Polarforscher |Hrsg=OeAV |Datum=2015 |Seiten=4 |Online=https://www.alpenverein.at/portal_wAssets/docs/museum-kultur/Archiv-Dokumente/Archiv-Dokumente-Texte/Achrainer-Julius-Payer.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, die einst eine Schülerin von ihm gewesen war und die er in die Kunst der Malerei eingeführt hatte, in eheähnlicher Gemeinschaft zusammen. Payer starb am 30. August 1915 in Veldes an einem Herzanfall. Er wurde am 4. September [[1915]] in einem [[Liste gewidmeter Gräber der Stadt Wien|Ehrengrab]] auf dem [[Wiener Zentralfriedhof]] (Gruppe 32 A, Nummer 37) beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hotel Payer Teplice D - deska.JPG|mini|Gedenktafel in Payers Geburtsort [[Teplice]]]]&lt;br /&gt;
Im Marinesaal des Wiener [[Heeresgeschichtliches Museum|Heeresgeschichtlichen Museums]] ist die Österreichisch-Ungarische Nordpolexpedition im Detail dokumentiert. Zu sehen sind u. a. zahlreiche Gemälde von Julius Payer, darunter das Monumentalgemälde &amp;#039;&amp;#039;„Nie zurück&amp;#039;&amp;#039;“, das die Dramatik der Situation widerspiegelt, als die Besatzung auf das im Eis eingeschlossene Schiff zurück wollte, was den sicheren Tod bedeutet hätte. Weiters sind [[Schiffsmodell]]e ausgestellt, die im Zusammenhang mit der Expedition stehen, und die berühmte „Schlange“ des Julius von Payer. Es handelt sich dabei um Reflexionen, die Payer kurz vor seinem Tod zu Papier brachte und die über sein Leben berichten. Die Zettel wurden später aneinandergeklebt und ergaben insgesamt 24 Rollen, die mit der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;„Die Schlange“&amp;#039;&amp;#039; versehen wurden. Mehrere Fotografien veranschaulichen zusätzlich das Geschehen und runden die Ausstellung ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Heeresgeschichtliches Museum / Militärhistorisches Institut (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Heeresgeschichtliche Museum im Wiener Arsenal&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Militaria, Wien 2016, ISBN 978-3-902551-69-6, S. 159.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Payer sind die &amp;#039;&amp;#039;[[Payerhütte]]&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Payerspitze&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Punta Payer&amp;#039;&amp;#039;, 3446&amp;amp;nbsp;m) am [[Ortler]] in [[Südtirol]], die [[Payer Tinde]] auf der [[Halbinsel]] [[Suess Land]] in Ostgrönland, der &amp;#039;&amp;#039;Payer-Gletscher&amp;#039;&amp;#039; auf der Insel [[Alexandraland]], die &amp;#039;&amp;#039;Payer-Insel&amp;#039;&amp;#039; in Franz-Joseph-Land, das &amp;#039;&amp;#039;Payer-Land&amp;#039;&amp;#039; im Süden des König-Wilhelm-Landes und die [[Payergruppe]] in [[Neuschwabenland]] benannt. Eine Bucht von [[Pim Island]] im [[Smithsund]], in der Robert Peary 1901/02 überwinterte, heißt Payer Harbour.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Berger: &amp;#039;&amp;#039;Julius Payer. Die unerforschte Welt der Berge und des Eises&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;197&amp;amp;nbsp;f. ({{Google Buch | BuchID = mEl4DwAAQBAJ | Seite = 197 }})&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Namensgebung der &amp;#039;&amp;#039;Payergasse&amp;#039;&amp;#039; im 16. Bezirk [[Liste der Straßennamen von Wien/Ottakring#P|Ottakring]], der &amp;#039;&amp;#039;Julius-Payer-Gasse&amp;#039;&amp;#039; im 22. Bezirk [[Liste der Straßennamen von Wien/Donaustadt#J|Donaustadt]] und der [[Breitenseer Kaserne|Vega-Payer-Weyprecht-Kaserne]] im 14. Bezirk [[Penzing (Wien)|Penzing]] wurde ebenfalls seiner gedacht. In Mödling gibt es eine Payergasse, in Graz eine Payer-Weyprecht-Straße und in Klagenfurt eine Payergasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beeindruckt von der Österreichisch-Ungarische Nordpolexpedition komponierte [[Eduard Strauß]] 1875 den Weyprecht-Payer-Marsch (Opus 120).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&amp;amp;bandnummer=bsb00067070&amp;amp;pimage=7&amp;amp;v=100&amp;amp;nav=&amp;amp;l=it Noten des Weyprecht-Payer-Marschs] bei der [[Bayerische Staatsbibliothek|Bayerischen Staatsbibliothek]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. August 1973 gab die [[Österreichische Post]] die Briefmarke &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Entdeckung des Franz-Joseph-Landes&amp;#039;&amp;#039;, gestaltet von [[Adalbert Pilch]] nach einem Bild von „J.&amp;amp;nbsp;Payer“ heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Briefmarken/1973/Franz-Joseph-Land Sonderpostmarke „100. Jahrestag der Entdeckung des Franz-Joseph-Landes“], Austria-Forum, abgerufen am 7. Oktober 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014 gab die Republik Österreich eine 5 Euro Kupfermünze des Themas &amp;#039;&amp;#039;Abenteuer Arktis&amp;#039;&amp;#039; heraus, auf der Payers Expeditionsschiff &amp;#039;&amp;#039;Admiral Tegetthoff&amp;#039;&amp;#039; im Eis dargestellt ist. 2015 folgte eine Silbermünze der Republik Österreich zu 20 Euro mit Darstellung von Julius von Payer und Karl Weyprecht und ebenfalls des Expeditionsschiffs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unterhalb des [[Rifugio Mandrone]] in der [[Adamellogruppe]] liegende ehemalige Leipzigerhütte der [[Sektion Leipzig des Deutschen Alpenvereins|Sektion Leipzig]] des [[Deutscher und Österreichischer Alpenverein|Deutschen und Österreichischen Alpenvereins]] (DuOeAV), die heute als Forschungseinrichtung des [[MUSE – Museo delle Scienze|Museums für Wissenschaften – MUSE]] in [[Trient]] dient, ist ebenfalls nach Julius Payer benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.muse.it/it/visita/Muse-sul-Territorio/Pagine/Centro-Studi-Adamello-Julius-Payer.aspx |wayback=20201126184555 |text=Centro studi Adamello „Julius Payer“}} (italienisch), abgerufen am 14. November 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die österreichisch-ungarische Nordpol-Expedition in den Jahren 1872–1874, nebst einer Skizze der zweiten deutschen Nordpol-Expedition 1869–1870 und der Polar-Expedition von 1871&amp;#039;&amp;#039;. Time-Life-Edition, Amsterdam 1983, ISBN 90-6182-761-2 (Repr. d. Ausg. Wien 1876).&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Die Entdeckung von Kaiser Franz Joseph-Land. 1872–1874.&amp;#039;&amp;#039; Ediert und mit einem Vorwort versehen von [[Detlef Brennecke]]. Edition Erdmann, Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-7374-0039-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl der Gemälde) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nie zurück!&amp;#039;&amp;#039; 1892, Öl auf Leinwand, ca. 330 × 460&amp;amp;nbsp;cm, [[Heeresgeschichtliches Museum]], Wien&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eisbär auf einer Scholle&amp;#039;&amp;#039;, um 1890, Öl auf Leinwand, ca. 50 × 60&amp;amp;nbsp;cm, Heeresgeschichtliches Museum, Wien&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Grab des Maschinisten Krisch&amp;#039;&amp;#039;, um 1890, Öl auf Leinwand, ca. 50 × 60&amp;amp;nbsp;cm, Heeresgeschichtliches Museum, Wien&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eislandschaft mit drei Männern&amp;#039;&amp;#039;, um 1890, Öl auf Leinwand, ca. 35 × 50&amp;amp;nbsp;cm, Heeresgeschichtliches Museum, Wien&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die SMS Admiral Tegetthoff im Eis eingeschlossen&amp;#039;&amp;#039;, um 1890, Öl auf Leinwand, ca. 30 × 40&amp;amp;nbsp;cm, Heeresgeschichtliches Museum, Wien&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Studie zum Gemälde „Nie zurück“&amp;#039;&amp;#039;, um 1890, Öl auf Leinwand, ca. 45 × 90&amp;amp;nbsp;cm, Heeresgeschichtliches Museum, Wien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
; Fachliteratur und Sachbücher&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Peyer, meistens Payer, Julius|22|155|157|}}&lt;br /&gt;
* Martin Müller: &amp;#039;&amp;#039;Julius von Payer. Ein Bahnbrecher der Alpen- und Polarforschung und Maler der Polarwelt&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche VG, Stuttgart 1956.&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|7|374|375|Payer Julius von|G. Hamann}}&lt;br /&gt;
* Günter Tiggesbäumker: &amp;#039;&amp;#039;[http://epic.awi.de/28138/1/Polarforsch1981_2_10.pdf Carl Weyprecht 1838–1881].&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 607 kB). In: &amp;#039;&amp;#039;[[Polarforschung (Zeitschrift)|Polarforschung]].&amp;#039;&amp;#039; 51 (2), 1981, S. 213–218.&lt;br /&gt;
* Claudia Ham (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Schrecken des Eises und der Finsternis. Österreich und die Arktis (Ausstellungskatalog)&amp;#039;&amp;#039;. Heeresgeschichtliches Museum, Wien 1996.&lt;br /&gt;
* Andreas Pöschek: &amp;#039;&amp;#039;Geheimnis Nordpol. Die Österreichisch-Ungarische Nordpolexpedition 1872–1874.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1999.&lt;br /&gt;
* {{NDB|20|147|148|Payer, Julius Johann Ludwig Ritter von|Günther Schefbeck|119296055}}&lt;br /&gt;
* [[Manfried Rauchensteiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Payerschlange. Die geheimnisvollen Aufzeichnungen eines alternden Genies.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Viribus Unitis. Jahresbericht 2000 des Heeresgeschichtlichen Museums.&amp;#039;&amp;#039; Wien 2001, S. 9–40.&lt;br /&gt;
* [[Historisches Museum Frankfurt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Frankfurt und der Nordpol.&amp;#039;&amp;#039; Ausstellungskatalog. Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-86568-285-7.&lt;br /&gt;
* Christoph Höbenreich: &amp;#039;&amp;#039;Expedition Franz-Josef-Land. In der Spur der Entdecker nach Norden.&amp;#039;&amp;#039; Frederking-Thaler, München 2007, ISBN 978-3-89405-499-1.&lt;br /&gt;
* Helmut Neuhold: &amp;#039;&amp;#039;Österreichs Helden zur See.&amp;#039;&amp;#039; Styria, Wien/Graz/Klagenfurt 2010, ISBN 978-3-222-13306-0, S. 142–159.&lt;br /&gt;
* Frank Berger: &amp;#039;&amp;#039;Julius Payer. Die unerforschte Welt der Berge und des Eises.&amp;#039;&amp;#039; Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien 2015, ISBN 978-3-7022-3441-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Belletristik&lt;br /&gt;
* [[Luis Trenker]]: &amp;#039;&amp;#039;Helden der Berge.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. Knaur-Verlag, Berlin 1935, {{DNB|576716111}}.&lt;br /&gt;
* [[Christoph Ransmayr]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Schrecken des Eises und der Finsternis&amp;#039;&amp;#039;. Roman. Fischer, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-596-25419-1.&lt;br /&gt;
* [[Fritz Lehner]]: &amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;. Roman. Seifert Verlag, Wien 2003, ISBN 3-902406-03-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Julius von Payer}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{NKCR|jk01092188}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119296055}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/013335}}&lt;br /&gt;
* {{PGDA|1657}}&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/search.php?query=creator%3A%22Payer%2C+Julius%2C+Ritter+von%2C+1842-1915%22 Julius von Payer] im Internet Archive&lt;br /&gt;
* {{Alpenarchiv|20/00127464|NAME=Julius von Payer (I)}}&lt;br /&gt;
* {{Alpenarchiv|31/00131186|NAME=Julius von Payer (II)}}&lt;br /&gt;
* Jan Županič, Michal Fiala: [http://www.novanobilitas.eu/rod/payer &amp;#039;&amp;#039;Julius Payer&amp;#039;&amp;#039;]. Biografie mit Wappen (tschechisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119296055|LCCN=n/87/901608|VIAF=64037240}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Payer, Julius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kartograf (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polarforscher (Arktis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entdecker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalstabsoffizier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeograph]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Theresianischen Militärakademie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1841]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1915]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Payer, Julius von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Payer, Julius&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichisch-ungarischer Polar- und Alpenforscher, Kartograf und Professor der Militärakademie&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. September 1841&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Schönau bei [[Teplice|Teplitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. August 1915&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Veldes]] (Bled, Slowenien)&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Otberg</name></author>
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