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	<title>Julius Sylvester - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T02:53:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Julius_Sylvester&amp;diff=2393633&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-09-26T13:30:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sylvester-julius-foto-carl-seebald-gest-1941-in-1911-08-04-schwaebisches-bilderblatt-jg04-nr32-s02.jpg|mini|Julius Sylvester]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Julius Sylvester&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. Juni]] [[1854]] in [[Wien]]; † [[13. Juli]] [[1944]] in [[Seekirchen am Wallersee]]) war ein [[österreich]]ischer [[Jurist]] und [[Deutschnationalismus|deutschnationaler]], [[Antisemitismus|antisemitischer]] [[Politiker]]. Er war von 1897 bis 1918 Mitglied und von 1911 bis 1914 Präsident des Abgeordnetenhauses im österreichischen Reichsrat. 1917 gründete er die [[Deutschnationale Partei]]. Von 1919 bis 1930 gehörte er dem [[Verfassungsgerichtshof (Österreich)|Verfassungsgerichtshof]] der Ersten Republik an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach Besuch des (1871 verstaatlichten) [[Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Krems#Geschichte|Piaristengymnasiums in Krems]] studierte Sylvester von 1873 bis 1877 an der [[Universität Wien]] Jus. 1874 wurde er als Student Mitglied der [[Wiener akademische Burschenschaft Teutonia|Wiener akademischen Burschenschaft Teutonia]] und 1881 auch Ehrenmitglied der &amp;#039;&amp;#039;Wiener akademischen Burschenschaft Libertas&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 494.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Rosenkranz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutschen Burschenschaften Österreichs in der Ersten Republik und im Ständestaat 1918–1938.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Martin Graf]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;150 Jahre Burschenschaften in Österreich. Gestern, heute, morgen.&amp;#039;&amp;#039; Ares-Verlag, Graz 2009, ISBN 978-3-902475-82-4, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später etablierte Sylvester als [[Alter Herr (Studentenverbindung)|Alter Herr]] in den 1880ern und 1890ern die Teutonia als [[Antisemitismus|antisemitische]] Verbindung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Gerichtspraxis wurde er 1879 [[Auskultant]] am [[Landesgericht Salzburg]]. 1880 promovierte er zum Dr. iur., anschließend war er Advokaturskonzipient und ab 1886 selbst Advokat (Rechtsanwalt) in [[Salzburg]]. Er praktizierte diesen Beruf bis 1928. Daneben war er von 1899 bis 1908 Vizepräsident der Advokatenkammer Salzburg sowie 1917–18 Mitglied des österreichischen [[Reichsgericht (Österreich)|Reichsgerichts]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit seinem Zuzug nach Salzburg machte Sylvester die Stadt nach und nach zum Zentrum der antisemitischen Ideologie von [[Georg von Schönerer]]. 1886 gründete er die Ortsgruppe Salzburg des Schulvereins für Deutsche, einer judenfeindlichen Abspaltung vom [[Deutscher Schulverein|Deutschen Schulverein]], die 1889 behördlich aufgelöst wurde. 1887 gründete er den [[Germanenbund]] in Salzburg, dessen Obmann er bis zur behördlichen Auflösung 1893 war. Ebenso leitete er den [[Kyffhäuser-Bund]].&amp;lt;ref&amp;gt;G. Lehner, S. Rolinek, C. Strasser: Im Schatten der Mozartkugel, Czernin Verlag&amp;lt;/ref&amp;gt; 1892 erwarb er das [[Zeller Schlösschen]] in Seekirchen am Wallersee unweit von Salzburg. 1896/97 war er Vizebürgermeister der Stadt Salzburg. Zu dieser Zeit, von 1894 bis 1898, war [[Gustav Zeller (Politiker)|Gustav Zeller]] Bürgermeister der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1897 war Sylvester Abgeordneter der Stadt Salzburg sowie der Handels- und Gewerbekammer Salzburg im (damals noch nach [[Klassenwahlrecht|Kurien]] gewählten) [[Reichsrat (Österreich)#Abgeordnetenhaus|Abgeordnetenhaus des Reichsrats]]. Zunächst als Hospitant und ab 1899 als ordentliches Mitglied saß er im parlamentarischen Verband der [[Deutsche Volkspartei (Österreich)|Deutschen Volkspartei]]. Nach der Wahlrechtsreform 1907 vertrat er den [[Wahlbezirk Salzburg 1]], der einen Teil der Stadt Salzburg umfasste. Er war Klubobmann-Stellvertreter des aus Abgeordneten der Deutschen Volkspartei, Deutschen Agrarpartei und Deutschradikalen Partei bestehenden &amp;#039;&amp;#039;Deutschnationalen Verbands&amp;#039;&amp;#039; und nach dessen Fusion mit der [[Deutsche Fortschrittspartei (Österreich)|Deutschen Fortschrittspartei]] 1908 Obmann des &amp;#039;&amp;#039;Nationalverbands der deutschfreiheitlichen Abgeordneten&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der XXI. Session von der [[Reichsratswahl 1911]] bis zur Vertagung im März 1914 war Sylvester Präsident des Abgeordnetenhauses. 1917 konstituierte sich unter der Führung und anschließenden Obmannschaft Sylvesters die &amp;#039;&amp;#039;Deutschnationale Partei&amp;#039;&amp;#039; aus alpenländischen Abgeordneten des [[Deutscher Nationalverband|Nationalverbands der deutschfreiheitlichen Abgeordneten]]. Gegenüber den böhmischen Deutschradikalen war sie stärker [[Antiklerikalismus|antiklerikal]] ausgerichtet und sah durch die geografische Situation nicht die [[Tschechen]], sondern die [[Südslawen]] als vorrangiges Feindbild.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Robert Kriechbaumer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die großen Erzählungen der Politik. Politische Kultur und Parteien in Österreich von der Jahrhundertwende bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien/Köln/Weimar 2001, ISBN 3-205-99400-0, S. 438f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abgeordneten seiner Partei gehörten ab Januar 1918 zum [[Verband der deutschnationalen Parteien]], dessen Obmann-Stellvertreter Sylvester war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als deutschnationaler Abgeordneter war Sylvester 1918 / 1919 Mitglied der [[Provisorische Nationalversammlung|Provisorischen Nationalversammlung]] für [[Deutschösterreich]] und wurde von dieser zum (am 14. März 1919 wieder abgeschafften) [[Staatsnotar]] des neuen Staates berufen, der Gesetzesbeschlüsse zu beurkunden hatte. Nach Gründung der Ersten Republik wurde Sylvester 1919 zum Mitglied des neu geschaffenen [[Verfassungsgerichtshof (Österreich)|Verfassungsgerichtshofes]] berufen, dem er bis 1930 angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1915 bis 1922 war Sylvester Präsident der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Internationalen Stiftung Mozarteum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julius Sylvester starb ein paar Tage nach seinem 90. Geburtstag im Jahre 1944 in seinem Schlösschen in Seekirchen am Wallersee und wurde in diesem Ort begraben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sn.at/wiki/Julius_Sylvester Julius Sylvester] auf Salzburg WIKI&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1901: Ehrenbürger der Stadt Salzburg&lt;br /&gt;
* 1927: Ehrendoktorwürde der Universität Wien&lt;br /&gt;
* 1945: Dr.-Sylvester-Straße in der Stadt Salzburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|14|93||Sylvester Julius|}}&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 5: &amp;#039;&amp;#039;R–S.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 2002, ISBN 3-8253-1256-9, S. 573–575.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{parlament-at|01928}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|120148595}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120148595|LCCN=n/2005/45456|VIAF=42662026}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sylvester, Julius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordnetenhauspräsident (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Verfassungsgerichtshofs (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mozarteum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DnP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Klubs (Verein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1854]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sylvester, Julius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Jurist und Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Juni 1854&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Juli 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Seekirchen am Wallersee|Seekirchen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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