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	<title>Julius Springer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Julius_Springer&amp;diff=1002227&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Robert Flogaus-Faust: /* Familien- und Verlagsgeschichte */  Grammatik: &quot;Träger des Eisernes Kreuz&quot; -&gt; &quot;Träger des Eisernen Kreuzes&quot;; Link bleibt auf &quot;Eisernes Kreuz&quot;</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Familien- und Verlagsgeschichte: &lt;/span&gt;  Grammatik: &amp;quot;Träger des Eisernes Kreuz&amp;quot; -&amp;gt; &amp;quot;Träger des Eisernen Kreuzes&amp;quot;; Link bleibt auf &amp;quot;Eisernes Kreuz&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Porträtfoto von Julius Springer.jpg|mini|Julius Springer]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Julius Springer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. Mai]] [[1817]] in [[Berlin]], [[Königreich Preußen]]; † [[17. April]] [[1877]] in Berlin, [[Deutsches Kaiserreich]]) war ein [[deutsche]]r [[Buchhändler]] und [[Verleger]] in Berlin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jugend ==&lt;br /&gt;
Julius Springer war das einzige Kind des [[Kaufmann|Kaufmanns]] Isidor Springer und seiner Frau Marianne, die im Kindbett starb. Der [[Juden|jüdischstämmige]] Vater hatte in Berlin das [[Bürgerrecht]] erworben und sich [[Taufe|taufen]] lassen. Die ersten Lebensjahre verbrachte Julius in der [[Obhut]] seiner [[Großeltern|Großmutter]]. Die weitere Erziehung und Entwicklung wurde geprägt durch die [[Ludwig Cauer (Pädagoge)|Cauersche Anstalt]],&amp;lt;ref&amp;gt;Felix Eberty: &amp;#039;&amp;#039;Jugenderinnerungen eines alten Berliners.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1925, S. 157 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; einem nach [[Reformpädagogik|reformpädagogischen]] Grundsätzen ([[Pestalozzi]]) geführten Internat, und dem [[Gymnasium zum Grauen Kloster]], das er bis 1832 besuchte. Danach absolvierte er eine [[Berufsausbildung|Lehre]] in der Enslin’schen Buchhandlung. Es folgten Lehr- und [[Wanderjahre]], in denen er verschiedene Buchhandlungen im In- und Ausland ([[Zürich]], [[Stuttgart]], [[Paris]]) kennenlernte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Buchhandlung ==&lt;br /&gt;
Im Alter von 25 Jahren eröffnete Springer am 10. Mai 1842 – seinem Geburtstag – in Berlin die [[Sortimentsbuchhandlung|Sortiments]]- und [[Kommissionsgeschäft|Kommissions]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;buchhandlung Julius Springer in der [[Breite Straße (Berlin-Mitte)|Breiten Straße]] 20 (heute Hausnummer 11). Die Gründung war sorgfältig vorbereitet und finanziell gut abgesichert. Allein die [[Einlage (Bilanzrecht)|Einlage]] seines [[Stille Gesellschaft|stillen Teilhabers]] A. Faudel betrug 3000 Silber[[taler]], die nach Darstellung des Zeitgenossen [[Friedrich Harkort]], eines [[Industrieller|Industriellen]] und Bildungspolitikers, einem Gegenwert von 100.000 [[Schulbuch|Schulfibeln]] entsprachen. Bereits als Buchhändler veröffentlichte Springer die ersten Bücher. Daneben gab er zu aktuellen Fragen [[Broschüre|Broschüren]] und [[Flugschrift|Flugschriften]] heraus, die ihn mehrfach in Konflikt mit der preußischen [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;behörde brachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlag ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Unternehmenskauf|Verkauf]] der [[Buchhandlung]] 1858 und Umzug zum Monbijouplatz widmete sich Springer ausschließlich dem Verlagsgeschäft. Im „Verlag von Julius Springer“ erschienen vermehrt [[Schulbuch|Schulbücher]], [[Sachbuch|Sach]]- und [[Fachliteratur|Fachbücher]], aber auch [[Kinder- und Jugendliteratur|Jugendbücher]] und [[Belletristik|belletristische]] [[Werk (Urheberrecht)|Werke]]. Springer war der [[Verleger]] von [[Jeremias Gotthelf]]. Eine besondere Affinität bestand zum [[Schach|Schachspiel]]. Hierfür verlegte Springer etliche Lehrwerke, zum Teil in mehrfacher Auflage. Das spätere Verlags[[signet]] hat hier seinen Ursprung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weitere Entwicklung des Verlages auch unter den nachfolgenden Söhnen [[Ferdinand Springer senior]] und [[Fritz Springer (Verleger)|Fritz Springer]] sowie den Enkeln [[Ferdinand Springer junior]] und [[Julius Springer d. J.]] war geprägt vom Dienst an [[Wissenschaft]] und [[Technik]], was den &amp;#039;&amp;#039;Springer-Verlag&amp;#039;&amp;#039; ([[Springer Science+Business Media]]) zu einem der größten Wissenschaftsverlage der [[Erde|Welt]] machte. Einen bedeutenden Anteil hieran hatte der 1949 in den Verlag eingetretene [[Heinz Götze]], der als [[Geschäftsführung (Deutschland)|Geschäftsführer]], später auch als [[Gesellschafter|Teilhaber]], die globale Ausrichtung des Verlages forcierte. Zu den Autoren des Springer-Verlages gehören über 170 [[Liste der Nobelpreisträger|Nobelpreisträger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familien- und Verlagsgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julius Springer ist der [[Stammvater]] der weitverzweigten Springer-Familie, die neben Buchhändlern und Verlegern auch [[Ingenieur|Ingenieure]], [[Jurist|Juristen]], [[Künstler]], [[Galerist|Galeristen]] und [[Wissenschaftler]] hervorgebracht hat. Mit seiner Frau Marie (geb. Oppert) hatte Springer zehn Kinder, von denen drei das Erwachsenenalter erreichten: Ferdinand (1846–1906), Fritz (1850–1944) und Ernst (1860–1944). Ferdinand und Fritz folgten dem Vater im Verlag nach. Ernst schlug eine juristische Laufbahn ein. Die beiden Jüngeren wurden noch im hohen Alter von 94 bzw. 84 Jahren Opfer der [[NS-Staat|NS]]-Willkür. Fritz Springer wählte vor der drohenden [[Deportation]] den [[Suizid|Freitod]] durch [[Gift]] (Stolperstein Straße zum Löwen 12). Ernst Springer starb im [[Ghetto Theresienstadt]] (Stolperstein Boothstr. 33). Ebenfalls verfolgt und entrechtet waren die beiden im Verlag tätigen Enkel [[Ferdinand Springer junior]] und [[Julius Springer d. J.]], beides Frontkämpfer im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]. Julius Springer (Träger des [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuzes]]) war kurzzeitig im [[KZ Oranienburg]] interniert. Der Verlag wurde unter Tönjes Lange arisiert. Dank seiner loyalen Haltung blieb der Verlag der Springer-Familie erhalten, so dass die beiden Verleger ihre Arbeit nach [[Zweiter Weltkrieg#Kriegsende in Europa 1945|Kriegsende]] wieder aufnehmen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Gründerfamilie war zuletzt der [[Verwandtschaftsbeziehung|Urenkel]] Konrad Ferdinand Springer im Verlag tätig. Weitere Urenkel mit Rang waren der [[Amerika|amerikanische]] Verleger Bernhard Springer (1907–1970), [[New York City|New York]] (Springer Publishing Company), der [[Malerei|Maler]] [[Ferdinand Springer (Maler)|Ferdinand Springer]] in [[Grasse]], [[Frankreich]], der Berliner Galerist [[Rudolf Springer (Galerist)|Rudolf Springer]] und der [[Immunologie|Immunologe]] und [[Krebs (Medizin)|Krebsforscher]] [[Georg F. Springer]], [[Illinois]]/[[Vereinigte Staaten|USA]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliches Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Springer war zeit seines Lebens ein [[Politik|politischer]] Mensch. Zu den ersten Veröffentlichungen gehörten Schriften für mehr [[Bürgerrecht|Bürgerrechte]], [[Demokratie]] und [[Freiheit]]. Einer mehrwöchigen [[Festungshaft]] entging er nur durch die nach der [[Deutsche Revolution 1848/1849|Revolution]] (1848) verfügte allgemeine [[Amnestie]]. Er verstand sich aber nicht nur als ein Mann des Wortes, sondern auch als ein Mann der Tat und so nahm er [[Öffentliches Amt|öffentliche Ämter]] an, so oft er gerufen wurde. 26 Jahre lang – von 1848 bis 1874 – gehörte Springer dem Vorstand der noch heute bestehenden Korporation Berliner Buchhändler an, deren Gründungsmitglied er auch war. 1867 wählte der [[Börsenverein der deutschen Buchhändler]] Springer zu seinem Vorsteher. Dieses Amt hatte er bis 1873 inne. Springer gilt als ein Wegbereiter des [[Urheberrechtsgesetz (Deutschland)|nationalen]] und [[Internationales Urheberrecht|internationalen]] [[Urheberrecht|Urheberrechts]]. Von 1848 bis 1851 und noch einmal von 1869 bis zu seinem Tode (1877) war Springer Mitglied der Berliner [[Stadtvertretung|Stadtverordnetenversammlung]]. Jahrzehntelang gehörte er dem Kirchenvorstand der Sophiengemeinde Berlin an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod ==&lt;br /&gt;
Julius Springer starb nach schwerer Krankheit am 17. April 1877 und wurde auf dem [[Friedhof II der Sophiengemeinde Berlin]] beigesetzt. Sein Grab ist nicht mehr vorhanden. Es wurde im Zuge der Errichtung der [[Berliner Mauer]] und der Sperranlagen an der [[Bernauer Straße]] zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenktafel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Breite Str 11 Julius Springer.JPG|mini|Gedenktafel am Haus Breite Straße 11 in [[Berlin-Mitte]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Inschrift]] der [[Gedenktafel]] in der Breite Straße 11 in [[Berlin-Mitte]]:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left: 2em; font-style: italic;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Julius Springer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
1817–1877 &lt;br /&gt;
Verlagsbuchhändler, gründete an dieser Stelle&lt;br /&gt;
am 10. Mai 1842 den Springer-Verlag,&lt;br /&gt;
heute einer der größten Wissenschaftsverlage der Welt.&lt;br /&gt;
 &amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Nach Julius Springer ist die [[Julius-Springer-Schule Heidelberg]] benannt.&lt;br /&gt;
* [[Julius-Springer-Preis]] für angewandte Physik in Gedenken an Julius Springer.&lt;br /&gt;
* Gedenktafel, [[Breite Straße (Berlin-Mitte)|Breite Straße]] 11 ([[Berlin-Mitte]]), seit 5. November 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|35|318|319|Springer, Julius|[[Karl Steiff]]|ADB:Springer, Julius}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|24|755|756|Springer, Verleger|[[Ute Schneider]]|1020753536}}&lt;br /&gt;
* [[Heinz Sarkowski]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Springer-Verlag. Stationen seiner Geschichte. Teil I: 1842–1945&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1992, ISBN 3-540-55221-9.&lt;br /&gt;
* Heinz Götze: &amp;#039;&amp;#039;Der Springer-Verlag. Stationen seiner Geschichte. Teil II: 1945–1992&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1994, ISBN 3-540-56691-0.&lt;br /&gt;
* Verlagskatalog von Julius Springer in Berlin, 1842–1911.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Julius Springer (1817–1877)|Julius Springer}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118938347}}&lt;br /&gt;
* {{LuiseLexBez |Titel=Springer, Julius |Bezirk=Mitte |ID=springer_Julius |Band= |Seiten=}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ghwk.de/sonderausstellung/villenkolonie/springer.htm Verlags- und Familiengeschichte.] ghwk.de&lt;br /&gt;
* {{HLS|58883|Julius Springer|Autor=Jesko Reiling}}&lt;br /&gt;
* Christoph Vormweg: [https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/julius-springer-102.html &amp;#039;&amp;#039;10.05.1817 - Geburtstag von Julius Springer&amp;#039;&amp;#039;.] [[WDR]] [[ZeitZeichen (Hörfunksendung)|ZeitZeichen]], 10. Mai 2017. (Podcast)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118938347|LCCN=nr91038792|VIAF=47560929}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Springer, Julius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchhändler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1817]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1877]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Springer, Julius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Verleger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Mai 1817&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. April 1877&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Robert Flogaus-Faust</name></author>
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