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	<title>Julius Schickard - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-11-18T04:01:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Julius Schickard&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Schickhardt&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schickhard&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schickart&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schickardt&amp;#039;&amp;#039;; getauft am [[18. September]] [[1677]] in [[Stuttgart]];&amp;lt;ref name =&amp;quot;VCG&amp;quot;&amp;gt; [https://gedbas.genealogy.net/person/show/1233174971 Julius Schickhardt] in der Datenbank des Vereins für Computergenealogie.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.archion.de/p/1aa4292ba7/ Evangelisches Kirchenbuch Stuttgart, Stiftskirche, Bd. 370, Taufregister 1675–1682, Jg. 1677, Bild 159], auf Archion (Zugang nur für kostenpflichtig angemeldete Personen).&amp;lt;/ref&amp;gt; † [[10. Juli]] [[1735]] in [[Neulußheim|Lußhofen]]&amp;lt;ref name =&amp;quot;VCG&amp;quot;/&amp;gt;) war [[Herzogtum Württemberg|württembergischer]] Beamter und Gründer des Ortes [[Neulußheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Julius Schickard war das vierte Kind des Stuttgarter Arztes Johann Sebastian Schickhardt (1645–1690) und seiner Frau Maria Ursula, geb. Ettlinger (1646–1687). Sein Vater war ein Sohn von [[Lucas Schickhardt (III.)]] (1603–1651) und dessen zweiter Frau Agnes geb. Kettenacker (1621–1701).&amp;lt;ref name =&amp;quot;VCG&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach entsprechender Ausbildung war Schickard zunächst Stabs- und Amtspfleger in [[Unteröwisheim]]. Dort blieb er auch wohnen, als er 1698 zum Pfleger des württembergischen [[Kloster Maulbronn|Klosters Maulbronn]], mit Sitz im Pfleghof zu [[Speyer]], später in [[Altlußheim|Lußheim]], wurde. Julius Schickard heiratete am 14. September 1706 in [[Böblingen]]&amp;lt;ref name =&amp;quot;VCG&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.archion.de/p/b6ae883565/ Evangelisches Kirchenbuch Böblingen, Bd. 2, Mischbuch 1632–1747, Heiraten 1706, Bild 320 (Doppelhochzeit von zwei Schwestern Essich am gleichen Tag)], auf Archion (Zugang nur für kostenpflichtig angemeldete Personen).&amp;lt;/ref&amp;gt; die dort beheimatete Christiane Margaretha Essich (* 25. Dezember 1687 in [[Vaihingen an der Enz]]), eine Tochter des Universitäts-Secretarius Jacob Essich (1657–1705). Ihre ersten zwei Kinder sind in Unteröwisheim geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] fanden zahlreiche Bürger von Lußheim den Tod. Obwohl inzwischen mehr als ein halbes Jahrhundert verging, lagen große Feldflächen brach. In dem Schreiben vom 11. Februar 1707 an Herzog [[Eberhard Ludwig (Württemberg)|Eberhard Ludwig von Württemberg]] beklagte Julius Schickard diesen Zustand und bot an, dies innerhalb kürzester Zeit zu ändern, falls es ihm die „Hochfürstliche Durchlaucht gnädigst“ erlaube. Dieses Angebot fiel bei dem Herzog auf fruchtbaren Boden. Die brachliegenden Felder brachten nämlich dem Herzog keinen [[Zehnt]]en. Außerdem missfiel es ihm, dass die Lußheimer sich mehr an die näher gelegene [[Schirmherr#Geschichte|Schirmherrschaft]] der Bischöfe von Speyer als an die weiter entfernte Landesobrigkeit in Stuttgart gebunden fühlten. Es dauerte aber noch etwas, bis die Absichten und Bereitschaft konkreter wurden. Am 26. Oktober 1710 bat Schickard den Herzog um 100 [[Morgen (Einheit)|Morgen]] (36 [[Hektar|ha]]) Ödland auf „Lußheimer Mark“ (Gemarkung) und um Erlaubnis zum Bau eines eigenen Hofs und von Behausungen für Handwerker, [[Tagelöhner]] und „andere Leute“. 1711 bot ihm der Herzog ein Grundstück im Osten der Lußheimer Mark an. In einer Urkunde vom 19. März 1711 stimmte die Gemeinde dem Text zu, der als die Ortsgründung angesehen wird. Recht bald danach begann man mit den Bauarbeiten und legte auf diese Weise das [[Gehöft]] &amp;#039;&amp;#039;Lußhof&amp;#039;&amp;#039; an, das bald zur Gemeinde &amp;#039;&amp;#039;Lußhofen&amp;#039;&amp;#039; wurde, erst später umbenannt in Neulußheim.&amp;lt;ref&amp;gt; Horst Schmid-Schickhardt: &amp;#039;&amp;#039;Die Siegener Familie Schickhardt …&amp;#039;&amp;#039;, S. 77.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als der Hof fertig war, holte Schickard dorthin seine Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1711 angelegte Ort nahm eine rasante Entwicklung ein. 1714 ließ Schickard die große Nord-Süd-Straße, die von [[Frankfurt am Main]] über [[Heidelberg]] und [[Hockenheim]] nach [[Philippsburg]] und weiter in die [[Schweiz]] führte, so verlaufen, dass sie rechtwinklig die Route [[Speyer]] – [[St. Leon]] kreuzte. Um diese Kreuzung bildete sich die neue Ortsmitte. 1723 erstellte Julius Schickard mehrere Ortspläne von Lußhofen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fuchs&amp;quot;&amp;gt;Robert Fuchs (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;275 Jahre Neulußheim 1711–1986&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Krönung Schickards Arbeit in Neulußheim war der Bau der ersten (evangelischen) Kirche, die im Oktober 1732 eingeweiht wurde. Es war zwar ein provisorischer Bau mit Lehmwänden, hat aber bis 1809 gehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Zum 300-jährigen Jubiläum der Gemeinde Neulußheim. Ein fotografischer Spaziergang durch Vergangenheit und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, Neulußheimer Heimatverein, Neulußheim 2011, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Julius Schickard 1735 starb, hinterließ er ein Gut mit 140 Morgen Ackerfläche. Außer zahlreichen Häusern gab es im Ort eine [[Ziegelei|Ziegelhütte]] und zwei [[Schildwirtschaft]]en „Zum Bären“ und „Zum Löwen“. Zu Schickhards Besitz gehörte auch ein großes Rebgelände. Die Bewohner von Lußheim, das später zu Altlußheim wurde, beobachteten diese Entwicklung mit Neid und Argwohn. Zusammen mit dem verärgerten [[Hochstift Speyer]], das eigentlich für die Hoheitsrechte dort zuständig war und bei der Ortsgründung übergangen wurde, versuchten sie noch lange die Entwicklung der aufstrebenden Gemeinde zu bremsen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HSS78&amp;quot;&amp;gt; Horst Schmid-Schickhardt: &amp;#039;&amp;#039;Die Siegener Familie Schickhardt …&amp;#039;&amp;#039;, S. 78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zentrum von Neulußheim befindet sich die &amp;#039;&amp;#039;Julius-Schickard-Straße&amp;#039;&amp;#039;, die an den Gründer des Ortes erinnert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HSS78&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Julius Schickard hatte mit seiner Ehefrau 7 Kinder&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fuchs&amp;quot;/&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* Catharina Margaretha (* [[8. Februar]] [[1709]]; † [[3. Februar]] 1779 in [[Oberderdingen]]; ⚭ 17. Juni 1727 in Unteröwisheim Georg Ludwig Mieg, Beamte)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gedbas.genealogy.net/person/show/1233192581 Catharina Margaretha Schickhardt] in der Datenbank des Vereins für Computergenealogie.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Christiana Friederica (* [[10. Juni]] [[1710]])&lt;br /&gt;
* Julius Friedrich (* [[26. Dezember]] [[1712]]; † 7. Mai 1755 in [[Frickenhofen (Gschwend)|Frickenhofen]], Pfarrer)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gedbas.genealogy.net/person/show/1233180919 Julius Friedrich Schickhardt] in der Datenbank des Vereins für Computergenealogie.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Juliana Dorothea (* [[21. Mai]] [[1714]])&lt;br /&gt;
* Maria Ester (* [[2. Februar]] [[1716]])&lt;br /&gt;
* Charlotta Loisa (* [[18. September]] [[1717]]; ⚭ 17. Mai 1740 in Unteröwisheim Theodor Jacob Rösler, Beamte)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gedbas.genealogy.net/person/show/1349196578 Charlotta Loisa Schickhardt] in der Datenbank des Vereins für Computergenealogie.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Wilhelm Friedrich (* [[8. Oktober]] [[1722]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Horst Schmid-Schickhardt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Siegener Familie Schickhardt im 15. bis 17. Jahrhundert. Versuch einer Teil-Genealogie&amp;#039;&amp;#039;, Baden-Baden : Schmid-Schickhardt 2008.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zum 300-jährigen Jubiläum der Gemeinde Neulußheim. Ein fotografischer Spaziergang durch Vergangenheit und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, Neulußheimer Heimatverein, Neulußheim 2011.&lt;br /&gt;
* Robert Fuchs (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;275 Jahre Neulußheim 1711–1986&amp;#039;&amp;#039;, Gemeinde Neulußheim, Hockenheim 1986.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.kiganlh.de/07/inhalt.htm Artikel mit Informationen über Julius Schickard]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schickard, Julius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Schickhardt|Julius]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neulußheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Württemberg bis 1803)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1679]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1735]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schickard, Julius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schickhardt, Julius; Schickhard, Julius; Schickart, Julius; Schickardt, Julius&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=württembergischer Beamter (Stabspfleger und Klosterpfleger) und Gründer von Neulußheim&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=September 1679&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Juli 1735&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Neulußheim|Lußhofen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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