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	<title>Julius Reincke - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Julius_Reincke&amp;diff=2258496&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;YMS: Sprache</title>
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		<updated>2026-01-07T08:21:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprache&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:JJReincke 1905.jpg|miniatur|Julius Reincke 1905]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Julius Reincke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Dezember]] [[1842]] in [[Hamburg-Altona-Altstadt|Altona]]; † [[10. November]] [[1906]] in [[Hamburg]]) war ein deutscher Mediziner und Politiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
Reincke entstammte einer alteingesessenen Altonaer Familie, sein Vater war der Kaufmann [[Theodor Reincke]] (1805–1882), der von der &amp;#039;&amp;#039;holsteinischen Ständeversammlung&amp;#039;&amp;#039; zeitweise in den dänischen Reichsrat gewählt worden war und der später Mitglied des [[Preußisches Abgeordnetenhaus|Preußischen Abgeordnetenhauses]] war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutsches Geschlechterbuch]], Band 63, S. 502.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Zu der öffentlichen Prüfung der Schüler des Königlichen Gymnasiums zu Altona [...]&amp;#039;&amp;#039;, Altona 1861, S. 35, {{Digitalisat|GB=wUAno6rkdFIC|SZ=PA35}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; studierte Reincke Medizin und Zoologie in [[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg|Erlangen]], [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] und [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Kiel]]. 1861 wurde er Mitglied der [[Burschenschaft der Bubenreuther]] Erlangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 5: &amp;#039;&amp;#039;R–S.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 2002, ISBN 3-8253-1256-9, S. 38–39.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er schloss sein Studium 1866 ab und war dann mit [[Morphologie (Biologie)|morphologischen]] Studien im Mittelmeer und auf [[Helgoland]] beschäftigt.&amp;lt;ref name=&amp;#039;dgb jjreincke&amp;#039;&amp;gt;[[Deutsches Geschlechterbuch]], Band 63, S. 510.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1869 arbeitete Reincke als Assistenzarzt am [[Asklepios Klinik St. Georg|Allgemeinen Krankenhaus St. Georg]] in der Inneren Abteilung. Später war er als Hausarzt tätig. Bekannt wurde er in Hamburg unter anderem durch die kostenfreie Behandlung armer Patienten. Er konnte sich dieses leisten, da er auch über sehr viele wohlhabende Patienten verfügte, deren Zahlungen seinen Lebensunterhalt sicherten. Ab 1875 war er neben seiner hausärztlichen Arbeit auch als [[Stadtphysicus|Physikus]],&amp;lt;ref&amp;gt;als Physikus Mitglied des Medicinal-Collegiums (S. 96, {{Digitalisat|GB=-rVB9O64RB4C|SZ=PA96}}) und Mitglied der Museums-Commission des Naturhistorischen Museums, (S. 65, {{Digitalisat|GB=-rVB9O64RB4C|SZ=PA65}}), in: &amp;#039;&amp;#039;Hamburgischer Staats-Kalender für das Jahr 1876&amp;#039;&amp;#039;, Meißner, Hamburg&amp;lt;/ref&amp;gt; vergleichbar etwa einem heutigen Amtsarzt, und Apothekenrevisor für die Stadt Hamburg tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Choleraepidemie von 1892]] unterstützte er die Kritik von [[Robert Koch]] an den hygienischen Zuständen in der Stadt und forderte Reformen im städtischen Gesundheitswesen. Nach Eindämmung der Epidemie forderte die Bürgerschaft, dass das Gesundheitssystem von einem Anhänger von Robert Koch übernommen werden solle. Reincke wurde daraufhin 1893 zunächst zum Medizinalinspektor und kurze Zeit später zum Medizinalrat ernannt. In diesem Amt, das er bis 1904 ausübte, setzte er beim [[Hamburger Senat]] Umbauten und Erneuerungen in großen Gebieten der Stadt durch – teilweise auch gegen den erbitterten Widerstand der betroffenen Grundeigentümer. In seiner Ägide wurden das [[Institut für Hygiene und Umwelt|Hygienische Institut]], das [[Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin|Tropenmedizinische Institut]] und die erste moderne [[Müllverbrennungsanlage]] der Hansestadt gegründet. Reincke war außerdem zeitweise außerordentliches Mitglied des [[Kaiserliches Gesundheitsamt|kaiserlichen Gesundheitsamtes]] sowie ordentliches Mitglied des [[Reichsgesundheitsrat]]s.&amp;lt;ref name=&amp;#039;dgb jjreincke&amp;#039;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Reincke war Befürworter der Reichsgründung und Anhänger [[Otto von Bismarck]]s. Er gehörte der [[Nationalliberale Partei|Nationalliberalen Partei]] an. 1879 wurde er in der Gruppe der [[Notabeln]] in die [[Hamburgische Bürgerschaft]] gewählt, der er bis 1891 angehörte. Er war dort Mitglied der großbürgerlichen &amp;#039;&amp;#039;Fraktion der Rechten&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Reincke war seit dem 23. Mai 1877 mit &amp;#039;&amp;#039;Emma Christine Gries&amp;#039;&amp;#039; (1855–1916) verheiratet, einer Tochter des Kaufmanns und Mitglieds der Hamburgischen Bürgerschaft [[Heinrich Gries]].&amp;lt;ref name=&amp;#039;dgb jjreincke&amp;#039;/&amp;gt; [[Heinrich Reincke]] war sein Sohn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner Verdienste wurde Reincke von [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Kaiser Wilhelm II.]] mit dem [[Verdienstorden der Preußischen Krone|Kronenorden]] zweiter Klasse ausgezeichnet. Er legte diesen jedoch nie an, da es sich – wie es der überzeugte Hanseat Reincke sah – um „einen Orden eines fremden, souveränen Fürsten“ handele. Seine Heimatstadt ehrte Reincke durch mehrere Straßenbenennungen: Ab 1911 trug der &amp;#039;&amp;#039;Reinckeplatz&amp;#039;&amp;#039; in [[Hamburg-Eppendorf|Eppendorf]] seinen Namen. Als dieser im Zuge des Ausbaus von &amp;#039;&amp;#039;Tarpenbekstraße&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Breitenfelder Straße&amp;#039;&amp;#039; zum &amp;#039;&amp;#039;Ring 2&amp;#039;&amp;#039; 1964 verschwand, wurde als Ersatz der neu angelegte &amp;#039;&amp;#039;Reinckeweg&amp;#039;&amp;#039; in [[Hamburg-Hummelsbüttel|Hummelsbüttel]] nach ihm und seinem Sohn Heinrich benannt. Anfang 2009 beschloss der Regionalausschuss Eppendorf/Winterhude der [[Bezirksversammlung]] [[Bezirk Hamburg-Nord|Hamburg-Nord]] auf Antrag von [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] und [[Freie Demokratische Partei|FDP]], eine von der [[Martinistraße (Hamburg)|Martinistraße]] in Eppendorf abgehende neue Stichstraße &amp;#039;&amp;#039;Julius-Reincke-Stieg&amp;#039;&amp;#039; zu nennen. Dieser befindet sich nur wenige Meter vom alten &amp;#039;&amp;#039;Reinckeplatz&amp;#039;&amp;#039; entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des Wirkens Heinrich Reinckes in der NS-Zeit gilt die Widmung des Reinckewegs in Hummelsbüttel seit Januar 2024 nur noch Julius Reincke.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.luewu.de/docs/anzeiger/docs/3079.pdf Amtlicher Anzeiger Nr. 6 vom 19. Januar 2024], abgerufen am 22. Januar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hamburg in naturwissenschaftlicher und medizinischer Beziehung&amp;#039;&amp;#039;: den Teilnehmern der 73. Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte als Festgabe gewidmet. L. Voss, Hamburg 1901.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Cholera in Hamburg und ihre Beziehungen zum Wasser&amp;#039;&amp;#039;. Unter: &amp;#039;&amp;#039;III. Wissenschaftliche Abhandlungen&amp;#039;&amp;#039; im &amp;#039;&amp;#039;[[s:Jahrbuch der Hamburgischen Wissenschaftlichen Anstalten|Jahrbuch der Hamburgischen Wissenschaftlichen Anstalten]] für das Jahr 1893&amp;#039;&amp;#039;, S. 1–102&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hamburg in naturhistorischer und medicinischer Beziehung&amp;#039;&amp;#039;. Den Mitgliedern und Theilnehmern der 49. Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzte als Festgabe gewidmet. Friederichsen &amp;amp; Co, Hamburg 1876&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Hakim Raffat, &amp;#039;&amp;#039;Wer war Julius Reincke?&amp;#039;&amp;#039; in: Der Eppendorfer, Heft 04/2011, S. 11.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Julius Reincke&amp;#039;&amp;#039; (Nekrolog), in: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Vierteljahrsschrift für öffentliche Gesundheitspflege&amp;#039;&amp;#039;, Band 39, [[Vieweg Verlag|F. Vieweg und Sohn]], Braunschweig 1907, S. XIII F.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116415967|LCCN=no2010071274|VIAF=54899533}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reincke, Julius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NLP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtphysicus (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichsgesundheitsamt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichsgesundheitsrat)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1842]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reincke, Julius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Reincke, Johann Julius (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mediziner und Politiker, MdHB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Dezember 1842&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg-Altona-Altstadt|Altona]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. November 1906&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;YMS</name></author>
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