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	<title>Julius Reiber - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T11:27:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Leben */ Leerzeichen vor bzw. nach Anführungszeichen entfernt, Links normiert, Kleinkram</title>
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		<updated>2025-05-26T18:08:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Leerzeichen vor bzw. nach Anführungszeichen entfernt, Links normiert, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Julius Georg Berthold Reiber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Juli]] [[1883]] in [[Gießen]]; † [[21. September]] [[1960]] in [[Darmstadt]]) war ein [[Volksstaat Hessen|hessischer]] [[Politiker]] ([[Deutsche Demokratische Partei|DDP]], [[Radikaldemokratische Partei|RDP]], [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]) und ehemaliger Abgeordneter des [[Landtag des Volksstaates Hessen|Landtags des Volksstaates Hessen]] in der [[Weimarer Republik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Julius Reiber war der Sohn des Postschaffners Georg Reiber (1852–1902) und seiner Frau Anna geborene Kutt (1856–1935), die aus Oberhessen stammten. Er wuchs in [[Mainz]] auf. Dort besuchte er die Volks- und Realschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julius Reiber absolvierte in den Jahren 1900 bis 1903 das Lehrerseminar in [[Alzey]] und wurde sodann Lehrer in [[Mainz]]. Zunächst unterrichtete er an einer Volksschule und anschließend von Pfingsten 1904 bis Ostern 1912 an der Vorschule des Oster-Gymnasiums (heute: [[Rabanus-Maurus-Gymnasium]]). Anschließend war er angestellt an einer Mainzer Volksschule. Er leistete im Ersten Weltkrieg von Februar 1915 bis August 1916 an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] Kriegsdienst: sieben Monate [[Zweite Flandernschlacht|bei Ypern]] und vier Monate [[Schlacht um Verdun|bei Verdun]]. Nach fünf Monaten in Lazaretten war er gesundheitlich immer noch so beeinträchtigt, dass er aus [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|dem Heer]] entlassen wurde.&amp;lt;ref name=dfg&amp;gt;[https://dfg-vk-darmstadt.de/Lexikon_Auflage_2/ReiberJulius.htm &amp;#039;&amp;#039;Von Adelung bis Zwangsarbeit – Stichworte zu Militär und Nationalsozialismus in Darmstadt&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reiber war seit 1905 im liberalen politischen Lager aktiv. Er trat im Jahr 1918 der [[Deutsche Demokratische Partei|Deutschen Demokratischen Partei]] bei und kämpfte gegen die Bestrebungen, das [[Alliierte Rheinlandbesetzung|von französischen Truppen besetzte Gebiet um Mainz]] in [[Freistaat Flaschenhals|einen Pufferstaat]] zu verwandeln. Er wurde am 1. Juni 1919 von der französischen Besatzungsbehörde in Mainz verhaftet und nach mehrtägiger Haft nach Darmstadt ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er arbeitete ab dem 13. Oktober 1920 als Lehrer an der Volksschule und wurde am 1. April 1922 Rektor der Ballonschule (Gymnasium) in Darmstadt. Im Jahr 1925 wurde er zum ersten Vorsitzenden des hessischen Landeslehrervereins gewählt.&lt;br /&gt;
Er wurde am 1. August 1933 vom [[NS-Regime]] „wegen politischer Unzuverlässigkeit“ aus dem Schuldienst entlassen und verlor seinen Status als [[Beamter (Deutschland)|Beamter]].&amp;lt;ref name=dfg /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[NS-Zeit]] von 1933 bis 1945 übte er verschiedene Tätigkeiten aus. Dazu gehörten u.&amp;amp;nbsp;a. die Vertretung einer Weinhandlung, Versicherungswerber, Mitarbeit in einer kartographischen Kunstanstalt und zuletzt Gehilfe in einer Darmstädter Buchhandlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reiber war seit dem 26. Dezember 1911 mit Katharina geb. Jung verheiratet. Julius Reiber war evangelisch. Der gemeinsame Sohn Kurt (geb. 1914) wurde zum [[Wehrdienst#Drittes Reich|Kriegsdienst]] eingezogen und gilt seit Februar 1945 als [[Ostpreußische Operation (1945)|in Ostpreußen vermisst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julius Reiber war ein leidenschaftlicher [[Schach]]spieler. Er gehörte im Jahr 1909 zu den Gründern des Mainzer Schachvereins 1909 (heute: Schachabteilung 09 des [[TSV Schott Mainz]]) und war bis zu seiner Ausweisung 1919 dessen 1. Schriftführer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Julius Reiber war Mitglied der DDP und für diese vier Wahlperioden lang von Januar 1919 bis November 1931 Mitglied des Hessischen Landtags. Im Landtag war Reiber langjähriger Fraktionsvorsitzender der DDP. Auf Antrag von ihm und [[Wilhelm Henrich]] stiftete der Landtag am 8. August 1922 den [[Georg-Büchner-Preis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fusion der DDP zur Deutschen Staatspartei führte zu einer Zerreißprobe. Als Vertreter des linken Flügels seiner Partei schloss Julius Reiber sich gemeinsam mit [[Johann Eberle (Politiker)|Johann Eberle]] 1931 der [[Radikaldemokratische Partei|Radikaldemokratischen Partei]] an. Bei den Landtagswahlen 1931 erreichte die Radikaldemokratische Partei nur 0,6 % der Stimmen und verfehlte den Einzug in den Landtag. Damit konnte auch Julius Reiber sein Mandat nicht verteidigen.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Martin Liepach: Radikale Demokraten in der Mitte – Die RDP in der hessischen Landtagswahl 1931; in: Historical Social Research, Vol. 22 — 1997 — No. 3/4, 150 ff. |url=http://hsr-trans.zhsf.uni-koeln.de/hsrretro/docs/artikel/hsr/hsr1997_435.pdf |wayback=20130929031600 }} (PDF; 1,43&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] konnte er seine politische Arbeit nicht fortsetzen. Noch im Jahr 1933 wurde er Mitglied der SPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1945 wurde er zum kommissarischen Bürgermeister der Stadt Darmstadt ernannt. Seine Aufgabe war u.&amp;amp;nbsp;a. der Aufbau des Schulwesens in Darmstadt. Im Juli 1946 wurde er von der Gemeindevertretung in dieses Amt gewählt. Ab 1948 war er im Stadtrat tätig. In den Jahren 1952 bis 1956 war er Stadtverordnetenvorsteher und von 1951 bis 1958 erster Präsident des [[Heinerfest]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Für seine Verdienste erhielt er den Großen Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
Die Julius-Reiber-Straße (früher: Lagerhausstraße) in Darmstadt ist nach ihm benannt. Er liegt in einem [[Ehrengrab]] der Stadt Darmstadt auf dem [[Alter Friedhof (Darmstadt)|Alten Friedhof]] (Grabstelle: II N 177).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Manfred Efinger]]: Mainzer Schachverein. Schachabteilung Schott. 100 Jahre 1909-2009, Mainz 2009.&lt;br /&gt;
* [[Jochen Lengemann]]: &amp;#039;&amp;#039;MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 14 = &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 304.&lt;br /&gt;
* Klaus-Dieter Rack, Bernd Vielsmeier: &amp;#039;&amp;#039;Hessische Abgeordnete 1820–1933. Biografische Nachweise für die Erste und Zweite Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen 1820–1918 und den Landtag des Volksstaats Hessen 1919–1933&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 19 = &amp;#039;&amp;#039;Arbeiten der Hessischen Historischen Kommission.&amp;#039;&amp;#039; NF Bd. 29). Hessische Historische Kommission, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-88443-052-1, Nr. 698.&lt;br /&gt;
* Hans Georg Ruppel, Birgit Groß: &amp;#039;&amp;#039;Hessische Abgeordnete 1820–1933. Biographische Nachweise für die Landstände des Großherzogtums Hessen (2. Kammer) und den Landtag des Volksstaates Hessen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Darmstädter Archivschriften.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 5). Verlag des Historischen Vereins für Hessen, Darmstadt 1980, ISBN 3-922316-14-X, S. 215.&lt;br /&gt;
* Judith S. Ulmer: Die Geschichte des Georg-Büchner-Preises, 2006, ISBN 3-11-019069-9.&lt;br /&gt;
* Sabine Welsch: &amp;#039;&amp;#039;Julius Reiber&amp;#039;&amp;#039; In: Stadtlexikon Darmstadt, Stuttgart 2006, S. 744.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=1119117623|titel=Reiber, Julius Georg Berthold|datum=2019-09-21}}&lt;br /&gt;
* {{Parlamente in Hessen|Thema=Abgeordnete|Ident=1119117623|Titel=Reiber, Julius Georg Berthold|Datum=2021-09-28}}&lt;br /&gt;
* [https://www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/soziales-und-gesellschaft/kirchen/friedhoefe/ehrengraeber Ehrengrab in Darmstadt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1119117623|LCCN=|NDL=|VIAF=8245147967375284200007}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reiber, Julius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Volksstaat Hessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:RDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1883]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reiber, Julius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Reiber, Julius Georg Berthold&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Landtagsabgeordneter Volksstaat Hessen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Juli 1883&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gießen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. September 1960&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Darmstadt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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