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	<title>Julius Pohl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T13:16:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Antarktis 09011999: Weitere Personen mit diesem Namen sind auf „Julius Pohl (Begriffsklärung)“ aufgelistet</title>
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		<updated>2025-09-27T19:50:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Weitere Personen mit diesem Namen sind auf „&lt;a href=&quot;/index.php?title=Julius_Pohl_(Begriffskl%C3%A4rung)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Julius Pohl (Begriffsklärung) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Julius Pohl (Begriffsklärung)&lt;/a&gt;“ aufgelistet&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Julius Heinrich Pohl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (*&amp;amp;nbsp;[[1. November]] [[1861]] in [[Prag]], [[Kaisertum Österreich]]; †&amp;amp;nbsp;[[27. September]] [[1942]] in [[Hamburg]]) war ein deutsch-österreichischer [[Pharmakologie|Pharmakologe]] und [[Biochemie|Biochemiker]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Astrid Louven |url=https://www.stolpersteine-hamburg.de/index.php?&amp;amp;LANGUAGE=DE&amp;amp;MAIN_ID=7&amp;amp;BIO_ID=1274&amp;amp;VIEW=PRINT |titel=Julius Pohl |werk=stolpersteine-hamburg.de |abruf=2025-06-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er lehrte von 1897 bis 1911 als Professor für Arzneimittellehre an der [[Karl-Ferdinands-Universität|Deutschen Universität Prag]] und anschließend bis 1928 als Professor für Pharmakologie an der [[Universität Breslau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Julius Pohl wurde 1861 in [[Prag]] geboren und absolvierte in seiner Heimatstadt auch das Gymnasium sowie von 1879 bis 1883 ein Studium der [[Medizin]] an der [[Karl-Ferdinands-Universität|Deutschen Universität Prag]]. Er [[Promotion (Doktor)|promovierte]] im November 1884 und wurde anschließend am Pharmakologischen Institut der Universität Assistent bei [[Franz Hofmeister]]. Im März 1892 erlangte er die [[Habilitation]] für das Fach Experimentelle Pharmakologie, drei Jahre später folgte die Ernennung zum außerordentlichen Professor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Wechsel von Hofmeister an die [[Universität Straßburg]] wurde Julius Pohl im Januar 1897 zu dessen Nachfolger als ordentlicher Professor für Arzneimittellehre berufen. Zum Wintersemester 1911 wechselte er an die [[Universität Breslau]], an der er in Nachfolge von [[Wilhelm Filehne]] die Professur für Pharmakologie übernahm und bis zu seiner [[Emeritierung]] im Jahr 1928 tätig war. Im gleichen Jahr zog Pohl nach [[Hamburg-Wandsbek|Wandsbek bei Hamburg]] und leitete in der dortigen Zigarettenfabrik [[Haus Neuerburg (Unternehmen)|Haus Neuerburg]] noch bis ins hohe Alter ein eigenes Labor für Takakforschung. Nach den [[Nürnberger Gesetze|Nürnberger Gesetzen]] wurde er trotz seines katholischen Bekenntnisses als Jude eingestuft und 1939 zwangsweise in den [[Jüdische Gemeinde Hamburg|Jüdischen Religionsverband]] eingegliedert. Im Juli 1942 kam er in ein jüdisches Pflegeheim in [[Hamburg-Eimsbüttel]], wo er wenige Monate später kurz vor der geplanten [[Deportation von Juden aus Deutschland|Deportation]] nach [[Ghetto Theresienstadt|Theresienstadt]] verstarb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliches Wirken ==&lt;br /&gt;
Julius Pohl veröffentlichte rund 50 [[wissenschaftliche Publikation]]en und beschäftigte sich unter anderem mit dem Abbau und der Ausscheidung von [[Methanol]], [[Ethanol]] und [[Arzneistoff]]en, wodurch er als Mitbegründer der [[Pharmakokinetik]] gilt. In weiteren Studien, deren Ergebnisse wichtig waren für die später von [[Hans Horst Meyer]] und [[Ernest Overton]] postulierte [[Meyer-Overton-Korrelation|Lipidtheorie der Narkose]], widmete er sich der Verteilung und dem Stoffwechsel des [[Chloroform]]s. Außerdem erforschte er den [[Purinstoffwechsel]] sowie den [[Protein]]haushalt des Organismus, dabei insbesondere [[Katabolismus|katabole Reaktionen]] bei Erkrankungen, sowie die Entgiftung von [[Mineralsäuren]] und [[Organische Säuren|organischen Säuren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolpersteine Claudiusstieg 6 in Hamburg-Marienthal.jpg|mini|Stolpersteine für Hedwig und Julius Pohl sowie Hermine Leib, Claudiusstieg 6 in [[Hamburg-Marienthal]]]]&lt;br /&gt;
Julius Pohl wurde 1918 zum [[Geheimer Medizinalrat|Geheimen Medizinalrat]] ernannt und gehörte ab 1926 der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]] an. Darüber hinaus war er Mitglied der Deutschen Gesellschaft der Wissenschaft und Künste in Prag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seinem früheren Wohnort im Hamburger Stadtteil [[Hamburg-Marienthal|Marienthal]] erinnern drei [[Stolpersteine]] an Julius Pohl, an seine in [[KZ Auschwitz|Auschwitz]] ermordete Tochter Hedwig Pohl sowie an seine Haushälterin Hermine Leib, die bereits 1941 nach [[Ghetto Litzmannstadt|Lodz]] deportiert wurde und deren genauen Todesumstände ungeklärt sind. Sie wurde rückwirkend auf den 8. Mai 1945 für tot erklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Astrid Louven |url=https://www.stolpersteine-hamburg.de/index.php?&amp;amp;MAIN_ID=7&amp;amp;r_name=&amp;amp;r_strasse=claudiusstieg&amp;amp;r_bezirk=&amp;amp;r_stteil=&amp;amp;r_sort=Nachname_AUF&amp;amp;recherche=recherche&amp;amp;submitter=suchen&amp;amp;BIO_ID=1273 |titel=Hermine Leib |werk=stolpersteine-hamburg.de |abruf=2025-06-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Toxikologie: Ein Lehrbuch für Ärzte, Medizinalbeamte und Medizinstudierende.&amp;#039;&amp;#039; Berlin und Wien 1929 (als Mitautor)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Arbeiten mit Körpereiweiß.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Emil Abderhalden]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der biologischen Arbeitsmethoden.&amp;#039;&amp;#039; Berlin und Wien 1922, S.&amp;amp;nbsp;585–595&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|20|583|583|Pohl, Julius Heinrich|August W. Holldorf|117688061}}&lt;br /&gt;
* Emil Starkenstein: &amp;#039;&amp;#039;Julius Pohl zum 70.&amp;amp;nbsp;Geburtstage.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Klinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; 10.&amp;amp;nbsp;Jahrgang, Nr.&amp;amp;nbsp;44 vom 31.&amp;amp;nbsp;Oktober 1931, S.&amp;amp;nbsp;2063&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*{{DNB-Portal|117688061}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117688061|VIAF=13090913}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pohl, Julius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pharmakologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biochemiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Karl-Ferdinands-Universität Prag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Breslau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied des Physikalischen Vereins]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimer Medizinalrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1861]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pohl, Julius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Pohl, Julius Heinrich&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Pharmakologe und Biochemiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. November 1861&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Prag]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. September 1942&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg-Eimsbüttel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Antarktis 09011999</name></author>
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