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	<title>Julius Perathoner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Julius_Perathoner&amp;diff=1252577&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bartleby08: /* Leben */</title>
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		<updated>2026-04-25T14:21:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dr. Julius Perathoner.jpg|mini|Julius Perathoner – Gemälde von [[Alois Delug]] (1859–1930)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Julius Perathoner.jpg|mini|hochkant|Bronzetafel im Gedenken an Julius Perathoner von Emil Gurschner (1886–1938)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Marsch auf Bozen 1922 Rathaus Bozen 2012.jpg|mini|Die 2012 im Bozner Rathaus angebrachte Gedenktafel, die die erzwungene Absetzung Perathoners thematisiert]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Julius Perathoner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Februar]] [[1849]] in [[Dietenheim (Bruneck)|Dietenheim]] bei [[Bruneck]]; † [[17. April]] [[1926]] in [[Bozen]]) war von 1895 bis 1922 letzter deutscher [[Liste der Bürgermeister von Bozen|Bürgermeister Bozens]], von 1901 bis 1911 [[Reichsrat (Österreich)|Reichsratsabgeordneter]] in [[Wien]] und von 1902 bis 1907 Landtagsabgeordneter in [[Innsbruck]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julius Perathoner war einer der wichtigsten Exponenten der [[Deutschfreiheitliche Partei|Deutschfreiheitlichen Partei]] in Tirol. Das Ende seiner Amtszeit als Bürgermeister fiel in die Gewaltphase der sich anbahnenden faschistischen Machtergreifung in Italien: Am 3. Oktober 1922 wurde Perathoner infolge des [[Marsch auf Bozen|Marsches auf Bozen]] der [[Italienischer Faschismus|Faschisten]] von der italienischen Regierung unter [[Luigi Facta]] zusammen mit dem Stadtrat abgesetzt und durch einen kommissarischen Verwalter ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hannes Obermair]], Sabrina Michielli (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungskulturen des 20. Jahrhunderts im Vergleich – Culture della memoria del Novecento a confronto&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Hefte zur Bozner Stadtgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 7). Stadtgemeinde Bozen, Bozen 2014, ISBN 978-88-907060-9-7, S. 52–53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Perathoners Urgroßvater kam aus [[Wolkenstein in Gröden]] und bekleidete in [[Brixen]] die Stelle eines Gerichtsbeamten. Sein Vater Ulrich war Steuerbeamter in Bruneck. Er war zweimal verheiratet und hatte mehrere Kinder; aus der zweiten Ehe mit Julie von Klebelsberg stammte der Sohn Julius.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon als Knabe kam er mit Bozen in Kontakt, da er hier die Volksschule besuchte. Die Mittelschule begann er in Brixen, maturierte aber am Bozner [[Franziskanergymnasium Bozen|Franziskanergymnasium]]. Im Oktober 1867 begann er sein Studium der [[Rechtswissenschaften]] an der [[Universität Innsbruck]] und trat nach der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] 1872 als [[Konzipient]] in eine Bozner Rechtsanwaltskanzlei ein. 1878 nahm er als Oberstleutnant der Reserve beim III. Tiroler [[K.u.k. Kaiserjäger|Kaiserjäger-Regiment]] am [[Okkupationsfeldzug in Bosnien|Feldzug in Bosnien-Herzegowina]] teil.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Heiss: &amp;#039;&amp;#039;Das Rathaus von Bozen. Symbolbau städtischen Wandels in der Ära von Bürgermeister Julius Perathoner.&amp;#039;&amp;#039; In: Stadtarchiv Bozen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Rathaus in Bozen 1907&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Hefte zur Bozer Stadtgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Band 6). Stadtgemeinde Bozen, Bozen 2014. ISBN 978-88-907060-4-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später betrieb er am [[Obstmarkt (Bozen)|Obstmarkt]] Nr. 10 gemeinsam mit Anton Kinsele eine eigene Anwaltskanzlei.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachgewiesen im &amp;#039;&amp;#039;Adress-Buch der Stadt Bozen und der Marktgemeinde Gries&amp;#039;&amp;#039; 8, 1910, S. 23, sowie im &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Telephonämter und Abonnenten-Stationen für Tirol, Jänner 1913.&amp;#039;&amp;#039; S. 18 (Bozen).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1883 verheiratete sich der junge Rechtsanwalt mit Bertha von Mörl aus [[Eppan]]. Der Ehe entsprossen die drei Söhne Hugo, Karl und Ivo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perathoner engagierte sich stark im neu aufblühenden Vereinsleben seiner Zeit. So wurde er Obmann des 1881 gegründeten &amp;#039;&amp;#039;[[Deutscher Schulverein|Deutschen Schulvereins]]&amp;#039;&amp;#039; und beteiligte sich als Mitglied des Männergesangvereins Bozen maßgeblich an der Ausrichtung des Tiroler Sängerfestes vom 14.–15. September 1889, das in der Einweihung des [[Walther-Denkmal (Bozen)|Walther-Denkmals]] am Bozner [[Waltherplatz]] gipfelte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Heiss: &amp;#039;&amp;#039;Das Rathaus von Bozen. Symbolbau städtischen Wandels in der Ära von Bürgermeister Julius Perathoner.&amp;#039;&amp;#039; In: Stadtarchiv Bozen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Rathaus in Bozen 1907&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Hefte zur Bozer Stadtgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Band 6). Stadtgemeinde Bozen, Bozen 2014. ISBN 978-88-907060-4-2, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1892 wurde Julius Perathoner für die [[Deutschfreiheitliche Partei]] – sie hatte die absolute Mehrheit – in den Bozner Gemeinderat gewählt. 1895 wurde er Nachfolger des seit fünfzehn Jahren amtierenden Bürgermeisters [[Josef von Braitenberg]], der Ende Dezember 1894 wiedergewählt worden war, aber die Wahl nicht annahm. Er amtierte von 1895 bis 1922 als [[Liste der Bürgermeister von Bozen|Bürgermeister Bozens]], war zudem von 1901 bis 1911 [[Reichsrat (Österreich)|Reichsratsabgeordneter]] in [[Wien]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. hierzu Perathoners Zwischenbericht in den &amp;#039;&amp;#039;[[Bozner Nachrichten]]&amp;#039;&amp;#039; vom 28. April 1903, S. 1–2: &amp;#039;&amp;#039;[https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/digitisedJournalsArchive/page/journal/37/1/28.04.1903/125206/1 Abgeordneter Dr. Perathoner in Meran]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; und von 1902 bis 1907 Landtagsabgeordneter in [[Innsbruck]]. 1905 gehörte Perathoner zu den Gründungsmitgliedern des antiitalienisch agitierenden [[Tiroler Volksbund]]es.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Petri: &amp;#039;&amp;#039;Storia di Bolzano&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Le città nelle Venezie.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). Il Poligrafo, Padova 1989, ISBN 88-7115-007-4, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergeblich versuchte Perathoner, die Annexion [[Südtirol]]s durch Italien als Folge des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]]  mit einer Denkschrift vom 6. Dezember 1918 an [[Woodrow Wilson]], die er im Auftrag aller Südtiroler Gemeinden einreichte, abzuwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Wortlaut s. [[Otto Stolz (Historiker)|Otto Stolz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Ausbreitung des Deutschtums in Südtirol im Lichte der Urkunden.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, T. 1. Oldenbourg, München 1932, S. 289ff. ([https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Medium/Seite/12367/309/ Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Hernach engagierte er sich im [[Deutscher Verband|Deutschen Verband]]. Seine politische Karriere endete 1922, als er infolge des [[Marsch auf Bozen 1922|Marsches auf Bozen]] der [[Italienischer Faschismus|Faschisten]] von der italienischen Regierung unter [[Luigi Facta]] zusammen mit dem Stadtrat abgesetzt und durch einen kommissarischen Verwalter ersetzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Hannes Obermair, Sabrina Michielli (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungskulturen des 20. Jahrhunderts im Vergleich – Culture della memoria del Novecento a confronto&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Hefte zur Bozner Stadtgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Band 7). Stadtgemeinde Bozen, Bozen 2014, ISBN 978-88-907060-9-7, S. 52–53.&amp;lt;/ref&amp;gt; In seinem Abschiedsschreiben an den Gemeinderat äußerte er folgende Worte: „Wenn nicht alle Zeichen trügen, geht die deutsche Bevölkerung der Stadt Bozen sehr trüben Zeiten entgegen. Ich bitte aber meine deutschen Mitbürger, den Mut nicht sinken zu lassen und das Vertrauen auf eine bessere Zukunft sich zu bewahren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eduard Reut-Nicolussi]]: &amp;#039;&amp;#039;Tirol unterm Beil&amp;#039;&amp;#039;. München, Beck 1928, S. 116 ([https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Medium/Seite/13347/130 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Trauerzug]] für den drei Tage zuvor verstorbenen früheren Bürgermeister am 20. April 1926 gestaltete sich zu einem eindrucksvollen Schauspiel.&amp;lt;ref&amp;gt;Evi Pechlaner: [https://kulturgueter.provinz.bz.it/de/news/eine-ara-geht-zu-ende &amp;#039;&amp;#039;Eine Ära geht zu Ende. Die Beerdigung von Julius Perathoner am 20. April 1926&amp;#039;&amp;#039;], [[Südtiroler Landesarchiv]], 1. April 2026 (mit Fotografie des Kondukts am [[Waltherplatz]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung und Kritik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadtgemeinden Bozen und Meran 1897.jpg|mini|Anleihe der Stadtgemeinden Bozen und Meran vom 10. Mai 1897 mit Unterschrift von Julius Perathoner als Bürgermeister von Bozen]]&lt;br /&gt;
Julius Perathoner gilt als eine der wichtigsten politischen Persönlichkeiten der [[Fin de siècle|Jahrhundertwende]] in [[Tirol]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Wirken als Bürgermeister führte Bozen in die [[Moderne]], machte aus der Kleinstadt ein Zentrum des frühen [[Tourismus]] und gab der Stadt neue wirtschaftliche und kulturelle Impulse, so dass von einer „Ära Perathoner“ gesprochen werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Heiss]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Rathaus von Bozen. Symbolbau städtischen Wandels in der Ära von Bürgermeister Julius Perathoner.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Stadtarchiv Bozen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Rathaus in Bozen 1907&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Hefte zur Bozer Stadtgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Band 6). Stadtgemeinde Bozen, Bozen 2014. ISBN 978-88-907060-4-2, S. 16–35, Bezug: S. 28–31.&amp;lt;/ref&amp;gt; Viele seiner stadtplanerischen und kommunalpolitischen Entscheidungen prägen Bozen bis heute. Perathoners Amtszeit ist von zahlreichen Baumaßnahmen bestimmt. Dazu zählen das [[Stadtmuseum Bozen|Stadtmuseum]] (1905), das [[Stadttheater Bozen|Theater]] (1913–1918), die [[Rittner Bahn]] (1907), die [[Straßenbahn Bozen|Straßenbahn]] nach [[Gries-Quirein|Gries]] (1909) und [[Leifers]], die Kaiserjägerkaserne (1898), die [[Talferbrücke]] (1900), die Promenaden zu beiden Seiten der [[Talfer]] (1901–1905), darunter die [[Bozner Wassermauer]], die [[Kaiserin-Elisabeth-Schule]] (Knabenschule 1911, heute italienischsprachige Danteschule) und die Kaiser-Franz-Josef-Schule (Mädchenschule 1908, heute [[Goetheschule (Bozen)|Goetheschule]]), die Etschwerke (1898) und das [[Rathaus (Bozen)|neue Rathaus]] (1907). 1911 gelang die Eingemeindung der großflächigen Umlandgemeinde von [[Zwölfmalgreien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im schwelenden [[Österreich-Ungarn|Nationalitätenstreit der Habsburgermonarchie]] galt Perathoner hingegen als intransingenter Vertreter des völkischen [[Volkstumspolitik|Deutschtumsgedankens]].&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Petri: &amp;#039;&amp;#039;Storia di Bolzano&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Le città nelle Venezie&amp;#039;&amp;#039;. Band 3). Il Poligrafo, Padova 1989. ISBN 88-7115-007-4, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon in seiner Antrittsrede als Bürgermeister am 15. März 1895 betonte er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=In nationaler Beziehung werde ich nicht vergessen, dass Bozen eine deutsche Stadt ist und eine solche bleiben soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Die italienische Volksgruppe bildete damals in Bozen eine Minderheit von über 10%; vgl. Rolf Petri: &amp;#039;&amp;#039;Storia di Bolzano&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Le città nelle Venezie&amp;#039;&amp;#039;. Band 3). Il Poligrafo, Padova 1989. ISBN 88-7115-007-4, S. 249.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ich werde aber ebenso im Auge behalten, dass eine Anzahl von Mitbürgern italienischer Zunge sich in unserer Stadt befindet, mit welchen die Deutschen im Frieden und im Einvernehmen leben wollen. Die Anerkennung des deutschen Charakters unserer Stadt, seitens unserer italienischen Mitbürger auf der einen Seite, die Achtung vor der durch herrliche Sprache und hervorragende Kultur sich auszeichnenden italienischen Nation andererseits sowie die beiden Volksstämmen gemeinsamen patriotischen Empfindungen haben ein glückliches Verhältnis zwischen Deutschen und Italienern in unserer Stadt geschaffen, dessen Trübung im Interesse beider Teile uns hoffentlich erspart bleibt.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Veneri: &amp;#039;&amp;#039;Aus der Ära Perathoner.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Stadt im Umbruch. Beiträge über Bozen seit 1900&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Südtiroler Kulturinstitutes&amp;#039;&amp;#039;. Band 8). Bozen 1973, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz rhetorischer und typisch bildungsbürgerlicher Konzessionen an die italienische Kulturnation unterstrich er damit den Gedanken einer deutschen [[Leitkultur]], der sich italienischsprachige Mitbürger unterzuordnen hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günther Pallaver]]: &amp;#039;&amp;#039;„Bozen ist eine deutsche Stadt“&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[ff – Südtiroler Wochenmagazin]]&amp;#039;&amp;#039;, 16. April 2026, Nr. 16. S. 40–43.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies bedeutete eine subalterne „Präsenz ohne Parität“, verbunden mit hohem Assimilierungsdruck.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Heiss: &amp;#039;&amp;#039;Das Rathaus von Bozen. Symbolbau städtischen Wandels in der Ära von Bürgermeister Julius Perathoner.&amp;#039;&amp;#039; In: Stadtarchiv Bozen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Rathaus in Bozen 1907&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Hefte zur Bozer Stadtgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Band 6). Stadtgemeinde Bozen, Bozen 2014. ISBN 978-88-907060-4-2, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perathoner war 1878 Mitbegründer und später langjähriger Obmann des [[Männergesangverein Bozen|Männergesangvereins Bozen]] sowie des [[Deutscher Schulverein|Deutschen Schulvereins]] Bozen (1881). Seit 1872 war er Mitglied des ab 1901 (Einführung eines [[Arierparagraph]]en) offen [[antisemitisch]]en [[Turnverein Bozen 1862|Bozner Turnvereins]];&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Generalversammlung des Bozner Turnvereins&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Bozner Nachrichten&amp;#039;&amp;#039;, 29. September 1901, S. 5 ([https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/digitisedJournalsArchive/page/journal/37/1/29.09.1901/124736/5 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; zunächst war er als Schriftwart tätig, später wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Perathoner Stein Muenchen-01.jpg|mini|Der Perathoner-Stein in München-Harlaching]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1911 wurde Perathoner vom akademischen Maler [[Alois Delug]] [[porträt]]iert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/digitisedJournalsArchive/page/journal/37/1/27.08.1911/127694/7 &amp;#039;&amp;#039;Ein Porträt unseres Bürgermeisters.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Bozner Nachrichten.&amp;#039;&amp;#039; 27. August 1911, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1919 richtete der &amp;#039;&amp;#039;Bozner Musikverein&amp;#039;&amp;#039; einen Festakt anlässlich des 70. Geburtstags des Bürgermeisters aus. Hierbei wurden ihm zu Ehren das Krippenspiel „Bübchens Weihnachstraum“ aufgeführt und von Franz Sylvester Weber ein panegyrisches „Huldigungsnachspiel“ publiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.provinz.bz.it/kunst-kultur/landesarchiv/archivale-des-monats.asp?news_action=4&amp;amp;news_article_id=623697 &amp;#039;&amp;#039;Der 70. Geburtstag von Bozens Bürgermeister Julius Perathoner am 28. Februar 1919.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Julius Perathoner erinnert der [[Liste der Baudenkmäler in Harlaching|Perathoner-Stein]] im [[München|Münchner]] Stadtteil [[Harlaching]], der bald nach Perathoners Tod im Jahr 1927 eingeweiht wurde und die Verbundenheit zwischen [[Bayern]] und [[Tirol]] dokumentiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Schindler: &amp;#039;&amp;#039;Der Perathoner-Stein von Harlaching: Stiftung Münchener Bürger zur Erinnerung an das Schicksal Südtirols.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Südtirol in Wort und Bild.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 38–39/1994, S. 5–7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;[[Schülerverbindung|Pennale Burschenschaft]] Gothia Bozen&amp;#039;&amp;#039; (gegr. 1901) ernannte Perathoner zum Ehrenburschen.&amp;lt;ref&amp;gt;Oskar Waas: &amp;#039;&amp;#039;Die Pennalie – Ein Beitrag zu ihrer Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Graz 2011 (Neuauflage von 1967), S. 442.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bozen wurde bereits 1913 eine Straße nach Julius Perathoner benannt. Es handelt sich um die Verbindungsstraße zwischen der [[Bozen|Bozner Altstadt]] und dem 1911 auf maßgebliche Initiative Perathoners hin eingemeindeten Stadtteil [[Zwölfmalgreien]]. Nach der Machtergreifung des [[Italienischer Faschismus|Faschismus]] wurde die Perathonerstraße in „via [[Piave]]“ umbenannt und trägt bis heute unverändert diesen Namen, wiewohl 2012 der dortige Durchgang am Bozner Amonnhaus als &amp;#039;&amp;#039;Dr.-Julius-Perathoner-Passage&amp;#039;&amp;#039; dem Andenken Perathoners gewidmet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.gemeinde.bozen.it/stampa_context.jsp?area=295&amp;amp;ID_LINK=426&amp;amp;page=11115 |wayback=20220108183318 |text=&amp;#039;&amp;#039;Feierstunde für Julius Perathoner: Passage und Gedenktafel&amp;#039;&amp;#039; }} (mit Fotos), abgerufen am 15. Nov. 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die vollständige Rückbenennung der Piavestraße war nach 1945 am Widerstand der italienischen Mehrheitsparteien im Bozner Gemeinderat gescheitert.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Mahlknecht: &amp;#039;&amp;#039;Gedenkblatt für Julius Perathoner.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dolomiten.&amp;#039;&amp;#039; 23. August 2001, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; An Perathoner erinnert heute auch eine etwa 200 Meter lange Straße südlich des [[Waltherplatz|Walther-von-der-Vogelweide-Platzes]] (in der Nähe des Ortes an dem Perathoner, das ehemalige Stadttheater errichten ließ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmografie ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;{{YouTube|id=7Coqxonhk0I&amp;amp;t=32s|title=Dr. Julius Perathoner 2012}}&amp;#039;&amp;#039;, Tagung vom 2. Oktober 2012.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pionier und Visionär: Julius Perathoner, Bürgermeister von Bozen.&amp;#039;&amp;#039; Regie Verena Gruber, 45 min, [[RAI Südtirol]], 2017.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|7|412||Perathoner Julius|J. Nössing}}&lt;br /&gt;
* Bettina Mitterhofer: &amp;#039;&amp;#039;Der Tiroler Reichsratsabgeordnete Julius Perathoner. Portrait eines deutschnationalen Politikers.&amp;#039;&amp;#039; Diplom-Arbeit. Universität Wien, 1984.&lt;br /&gt;
* [[Bruno Mahlknecht]]: &amp;#039;&amp;#039;Gedenkblatt für Julius Perathoner.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Dolomiten (Zeitung)|Dolomiten]]&amp;#039;&amp;#039;, 23. August 2001.&lt;br /&gt;
* Siegfried Tappeiner: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Julius Perathoner, der Sänger.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Schlern]]&amp;#039;&amp;#039; 50, 1976, S. 228.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/video/2026/04/visionar-oder-volkisches-denken-oder-beides-481d820e-227e-402c-ae21-0c103f0aa3d6.html|titel=Visionär oder völkisches Denken oder beides?|hrsg=[[Rai Südtirol]]|datum=2026-04-19 |zugriff= 2026-04-20}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|AMT=Bürgermeister von Bozen|VORGÄNGER=Josef von Braitenberg|ZEIT=1895–1922|NACHFOLGER=faschistischer Regierungsbeamter}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=102578670X|VIAF=316739438}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Perathoner, Julius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Bozen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter zum Abgeordnetenhaus (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Tirol)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Bozens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Innsbruck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Person (Südliches Tirol)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Schwaz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1849]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1926]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Perathoner, Julius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Südtiroler Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Februar 1849&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Dietenheim bei [[Bruneck]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. April 1926&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bozen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bartleby08</name></author>
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