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	<title>Julius Maria Becker - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T03:39:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Julius_Maria_Becker&amp;diff=2370760&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 16. Juni 2024 um 09:46 Uhr</title>
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		<updated>2024-06-16T09:46:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:SSAA-BeckerJM.jpg|miniatur|hochkant=0.7|Julius Maria Becker (1887–1949)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Julius Maria Becker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. März]] [[1887]] in [[Aschaffenburg]]; † [[26. Juli]] [[1949]] ebenda) war ein deutscher Autor, [[Dramatiker]] und [[Lyrik]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch der Lehrerbildungsanstalten in [[Lohr am Main]] und [[Würzburg]], wo er im Frühjahr 1909 auch [[Max Dauthendey]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ralph Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Neue Welt und Java. Max Dauthendey.&amp;#039;&amp;#039; In: Kurt Illing (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Auf den Spuren der Dichter in Würzburg.&amp;#039;&amp;#039; Eigenverlag (Druck: Max Schimmel Verlag), Würzburg 1992, S. 65–80; hier: S. 69 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; besuchte, war Julius Maria Becker als Lehrer in seiner Geburtsstadt tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1913 wurde sein zeitkritisches, unter dem Eindruck von [[Friedrich Nietzsche]] und [[August Strindberg]] verfasstes Stück &amp;#039;&amp;#039;Eine Sylvesternacht&amp;#039;&amp;#039; aufgeführt. Von [[Richard Dehmel]] und [[Carl Hauptmann]]&amp;lt;ref&amp;gt;Der Eintrag zu Julius Maria Becker in &amp;#039;&amp;#039;Neue Deutsche Biographie&amp;#039;&amp;#039; nennt hier Karl Hauptmann, vgl. den Maler [[Karl Hauptmann]]&amp;lt;/ref&amp;gt; gefördert, gelang ihm mit dem Drama &amp;#039;&amp;#039;Das letzte Gericht&amp;#039;&amp;#039;, das 1919 im [[S. Fischer Verlag]] erschien und im darauffolgenden Jahr in [[Darmstadt]] uraufgeführt wurde, der literarische Durchbruch. Bei der Vergabe des [[Kleist-Preis]]es 1919 wurde er neben  [[Oskar Maurus Fontana]] und [[Otto Zarek]] mit einer &amp;#039;&amp;#039;Ehrenvollen Erwähnung&amp;#039;&amp;#039; bedacht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kleist.org/index.php/die-kleist-preise/55-kleistpreis-1912-1932/98-kleistpreistraeger-1912-1932 &amp;#039;&amp;#039;Die Kleistpreisträger 1912-1932&amp;#039;&amp;#039;] auf &amp;#039;&amp;#039;http://www.kleist.org&amp;#039;&amp;#039;; abgerufen am 14. März 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. Oktober 1919 heiratete Becker die zwölf Jahre jüngere Luise Becker, geb. Brenner. Die Ehe blieb kinderlos.&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen aus den Geburts-, Heirats- und Sterberegister der Stadt Aschaffenburg im Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1920er Jahren gehörte Becker zu den bekanntesten deutschen Bühnenschriftstellern. Als Vertreter des [[Expressionismus (Literatur)|Expressionismus]] spiegeln seine frühen symbolischen Dramen die Erfahrungswelten von [[Erster Weltkrieg|Weltkrieg]] und Revolution wider.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NDB&amp;quot;&amp;gt;{{NDB|1|718||Becker, Julius Maria|Jörg Mager|118945114}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf Widerhall stießen auch &amp;#039;&amp;#039;Der Freier&amp;#039;&amp;#039;, das 1922 in Düsseldorf erstmals aufgeführt wurde, und &amp;#039;&amp;#039;Der Schächer zur Linken&amp;#039;&amp;#039;, das 1923 in Frankfurt Premiere hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. November 1931 trat Becker endgültig aus dem Schuldienst aus, um sich gänzlich der Literatur zu widmen. In jenem Jahr feierte er seinen größten Erfolg mit dem Theaterstück &amp;#039;&amp;#039;Der Brückengeist&amp;#039;&amp;#039;, das auf über fünfzig deutschen Bühnen gespielt wurde. Becker wurde dafür mit dem Preis des [[Volksbühne|Verbandes der deutschen Volksbühnenvereine e. V.]] ausgezeichnet. Seine späteren Werke, die eine Wendung zum Christlichen erkennen lassen, fanden nicht mehr jene Resonanz wie die Dramen der ersten Nachkriegszeit.&lt;br /&gt;
[[Datei:Waldfriedhof AB Julius Maria Becker.jpg|miniatur|hochkant=0.7|Grabstätte im Aschaffenburger Waldfriedhof]]&lt;br /&gt;
Bis 1933 kamen zwanzig Dramen von Julius Maria Becker zur Aufführung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Becker im Mai 1933 die Intendanz des Stadttheaters Halle in Aussicht gestellt wurde, trat er zum 1. Mai 1933 in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 2.546.173),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/2031499&amp;lt;/ref&amp;gt; von der er sich einen Kampf gegen den in seinen Augen herrschenden „Kulturbolschewismus“ und für die Etablierung eines „positiven Christentums“ erhoffte. In dieser Zeit war er an der Gründung der Ortsgruppe Aschaffenburg des [[Kampfbund für Deutsche Kultur|Kampfbundes für Deutsche Kultur]] beteiligt und darin Fachschaftsleiter für Kunst, Film und Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] wurde der „missionarische [[Pazifist]]“ von deutschen Bühnen verbannt und in eine katholisch gefärbte [[Innere Emigration]] gedrängt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Gerrit Walther: &amp;#039;&amp;#039;Julius Maria Becker 1887–1949. Ein Dichter zwischen den Weltkriegen.&amp;#039;&amp;#039; Battert, Baden-Baden 1989&amp;lt;/ref&amp;gt; 1940 wurde er Schriftleiter der 1935 in &amp;#039;&amp;#039;Mainfranken&amp;#039;&amp;#039; umbenannten, [[Gleichschaltung|gleichgeschalteten]] Kulturzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Spessart (Zeitschrift)|Spessart]]&amp;#039;&amp;#039;, deren letzte Ausgabe im April 1942 erschien.&lt;br /&gt;
In jenem Jahr fiel der Mainfränkische Kunstpreis für Schrifttum und Dichtung an ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 fand in einer Inszenierung von [[Gustav Lindemann]] die Uraufführung von &amp;#039;&amp;#039;Das Mahl des Herrn&amp;#039;&amp;#039; an den [[Stadttheater Düsseldorf|Städtischen Bühnen Düsseldorf]] statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44419844.html &amp;#039;&amp;#039;Leonardo und die Atombombe&amp;#039;&amp;#039;], [[Der Spiegel]] Nr. 47/1948, 20. November 1948&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/1948/48/das-mahl-des-herrn &amp;#039;&amp;#039;Das Mahl des Herrn&amp;#039;&amp;#039;], [[Die Zeit]] Nr. 48/1948, 25. November 1948&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach 1945 konnte Julius Maria Becker jedoch nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen und ist heute weitgehend in Vergessenheit geraten. Seine letzte Ruhestätte fand er in einem [[Ehrengrab]] im Aschaffenburger Waldfriedhof. In Aschaffenburg erinnert ein Gedenkstein am Kapuzinerplatz an den Sohn der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950 erschien [[postum]] ein Band mit Gedichten. Einige von Beckers Werken wurden Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre zum Teil unter anderem Titel neu herausgegeben, wie der Erzählband &amp;#039;&amp;#039;Romeo et Juliette&amp;#039;&amp;#039; (Neuausgabe von &amp;#039;&amp;#039;Gestürzte Cherubim&amp;#039;&amp;#039;) und der [[Roman]] &amp;#039;&amp;#039;Der Liebeskuss im Pavillon&amp;#039;&amp;#039; (Neuausgabe von &amp;#039;&amp;#039;Syrinx&amp;#039;&amp;#039;). &amp;#039;&amp;#039;Die Entrückung des Ödipus – Von der Tragödie und ihrer Überwindung&amp;#039;&amp;#039; wurde 1985 erstmals verlegt, ebenso wie 1987 das Schauspiel &amp;#039;&amp;#039;Die Brüder – Ausruh für Allahs Herz&amp;#039;&amp;#039;. 1989 veröffentlichte [[Gerrit Walther]] die Biographie &amp;#039;&amp;#039;Julius Maria Becker 1887–1949. Ein Dichter zwischen den Weltkriegen&amp;#039;&amp;#039;. Der [[Nachlass]] Beckers befindet sich im [[Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg]]; er wurde 2018/2019 komplett erfasst und archivgerecht erschlossen. Zusammen mit der [[Privatbibliothek]] Beckers, die sich ebenfalls im Stadt- und Stiftsarchiv befindet, kann der Nachlass seit März 2019 erforscht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1910: Im Ring des Jahres&lt;br /&gt;
* 1913: Die Blendung&lt;br /&gt;
* 1913: Eine Sylvesternacht (Neuausgabe als &amp;#039;&amp;#039;Ende einer Sylvesternacht&amp;#039;&amp;#039;, 1989)&lt;br /&gt;
* 1913: Von dir zu mir – Gedichte&lt;br /&gt;
* 1914: Syrinx – Roman (Neuausgabe als &amp;#039;&amp;#039;Der Liebeskuss im Pavillon&amp;#039;&amp;#039;, 1982)&lt;br /&gt;
* 1919: Das letzte Gericht&lt;br /&gt;
* 1922: Der Freier&lt;br /&gt;
* 1923: Ewige Zeit&lt;br /&gt;
* 1923: Nachtwächter Kronos&lt;br /&gt;
* 1923: Der Wundermann – Komödie&lt;br /&gt;
* 1923: Der Schächer zur Linken – Schauspiel&lt;br /&gt;
* 1925: Gestürzte Cherubim – Erzählungen (Neuausgabe als &amp;#039;&amp;#039;Romeo et Juliette&amp;#039;&amp;#039;, 1978)&lt;br /&gt;
* 1926: Das Friedensschiff – Schauspiel&lt;br /&gt;
* 1928: Dies Gesetz stammt nicht von Gott&lt;br /&gt;
* 1928: Gilgamesch – Komödie&lt;br /&gt;
* 1931: Der Brückengeist – Ein Spiel vom Tode (Neuauflage 1981)&lt;br /&gt;
* 1931: Die Nacht der Könige – Schauspiel&lt;br /&gt;
* 1931: Mata Hari – Schauspiel&lt;br /&gt;
* 1931: Asyl – Dramatische Szene&lt;br /&gt;
* 1932: Mann Nummer Soundsoviel – Schauspiel&lt;br /&gt;
* 1934&amp;lt;!-- laut DNB--&amp;gt;: Nacht ohne Morgen – Schauspiel&lt;br /&gt;
* 1935: Ludwig II – Schauspiel (Neuauflage 1982)&lt;br /&gt;
* 1935: Auge um Auge – Tragödie&lt;br /&gt;
* 1935: Nacht ohne Morgen – Schauspiel&lt;br /&gt;
* 1936&amp;lt;!-- laut DNB--&amp;gt;: Bastionen auf Malta – Schauspiel&lt;br /&gt;
* 1940: Aschaffenburg, Stadtbeschreibung in: Einwohner=Buch der Stadt Aschaffenburg 1939/40&lt;br /&gt;
* 1941: Am Strom der Bojana – Schauspiel&lt;br /&gt;
* 1944: Die Kathedrale von Bayeux – Schauspiel (Neuausgabe als &amp;#039;&amp;#039;Dombaumeister Dumesnil – Die Kathedrale von Bayeux&amp;#039;&amp;#039;, 1984)&lt;br /&gt;
* 1947: Das Mahl des Herrn – Schauspiel&lt;br /&gt;
* 1947: Die Welt ohne Christus?&lt;br /&gt;
* 1950: Gedichte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Julius Maria Becker: &amp;#039;&amp;#039;Aschaffenburg die Stadt Mathias Grünewalds&amp;#039;&amp;#039;, Gauverlag Mainfranken, Aschaffenburg 1940&lt;br /&gt;
* {{NDB|1|718||Becker, Julius Maria|Jörg Mager|118945114}}&amp;lt;!--1953--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Gerrit Walther]]: &amp;#039;&amp;#039;Julius Maria Becker 1887–1949. Ein Dichter zwischen den Weltkriegen&amp;#039;&amp;#039;, Battert, Baden-Baden 1989, ISBN 3-87989-160-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Julius Maria Becker (1887–1949)&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Alfred Wendehorst]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fränkische Lebensbilder&amp;#039;&amp;#039;, Veröffentlichungen der Gesellschaft für Fränkische Geschichte, Reihe VII A, Bd. 14, Neustadt a. d. Aisch 1991, S. 252–270.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118945114}}&lt;br /&gt;
* [https://www.aschaffenburg.de/Kultur-und-Tourismus/Stadtportrait/Aschaffenburger-Persoenlichkeiten/DE_index_3904_57498.html Kurzportrait mit Foto]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118945114|LCCN=nr/99/956|VIAF=811425}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Becker, Julius Maria}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drama]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur des Expressionismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler (Aschaffenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1949]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Becker, Julius Maria&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Dramatiker und Lyriker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. März 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Aschaffenburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Juli 1949&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Aschaffenburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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