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	<title>Julius Kuperjanov - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T08:13:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Julius_Kuperjanov&amp;diff=1540256&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Longino: Foto vom Grabdenkmal ergänzt</title>
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		<updated>2024-08-04T14:00:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Foto vom Grabdenkmal ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Julius Kuperjanov 1917.jpg|mini|hochkant|Julius Kuperjanov (1917)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kuperjanov Grab in Tartu.jpg|mini|281x281px|Grab auf dem Friedhof [[Tartu]] (Raadi kalmistu)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Julius Kuperjanov&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* {{JULGREGDATUM|11|10|1894|Link=1}} im Dorf Ljochowa bei [[Noworschew]], [[Gouvernement Pskow]], [[Russisches Kaiserreich]]; †&amp;amp;nbsp;[[2. Februar]] [[1919]] in [[Tartu]], [[Estland]]) war ein [[Esten|estnischer]] Militärangehöriger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Julius Kuperjanov besuchte die Schule im [[Livland|livländischen]] Sipe (heute [[Kambja]] im [[Kreis Tartu]]). 1914 schloss er das Lehrerseminar von Tartu ab. Im Februar 1915 wurde er während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] in die [[Kaiserlich Russische Armee|zaristische Armee]] eingezogen. Seine militärische Ausbildung erhielt er in [[Nowgorod]] und [[Sankt Petersburg]]. Anschließend kämpfte er an der Front in den [[Karpaten]]. Er war u.&amp;amp;nbsp;a. Kommandeur einer Aufklärungseinheit.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Eesti elulood&amp;#039;&amp;#039; (= Eesti entsüklopeedia 14). Eesti Entsüklopeediakirjastus, Tallinn 2000, ISBN 9985-70-064-3, S. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für seine militärischen Leistungen erhielt er sieben Orden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampf gegen die Besatzungsmächte ===&lt;br /&gt;
Im Juli 1917 wurde Kuperjanov an beiden Beinen schwer verwundet und zur Pflege nach [[Moskau]] versetzt. Im Dezember 1917, kurz nach der [[Oktoberrevolution]] in Russland, kehrte er nach [[Estland]] zurück und wurde dem Estnischen [[Entsatz]]bataillon in Tartu (&amp;#039;&amp;#039;Tartu Eesti tagavarapataljon&amp;#039;&amp;#039;) zugeteilt. Am 20. Februar 1918 befehligte er die Soldaten beim Sturz der [[Bolschewiki]] in Tartu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der deutschen Besetzung Estlands im Februar 1918 wurde Kuperjanovs Einheit entwaffnet und aufgelöst. Die [[Offizier]]e, darunter Kuperjanov, wurden von der [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|kaiserlichen deutschen Armee]] interniert. Auf einem Fußmarsch nach Tartu gelang Kuperjanov allerdings die Flucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julius Kuperjanov versteckte sich in den kommenden Wochen im Haus seines Vaters auf dem Gut Lalli bei Tartu und organisierte [[Partisan]]enaktionen unter dem Schirm der illegalen estnischen Heimwehrorganisation [[Omakaitse]]. Im Juli 1918 entwarf Kuperjanov sogar einen umfassenden Mobilisierungsplan für die estnischen Untergrundkämpfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Estnischer Freiheitskrieg ===&lt;br /&gt;
Seine Partisanentätigkeit setzte er Ende 1918 nach dem Zusammenbruch der deutschen Truppen in Estland und dem Beginn des [[Estnischer Freiheitskrieg|Estnischen Freiheitskrieges]] gegen [[Sowjetunion|Sowjetrussland]] weiter fort. Zu Beginn des Freiheitskrieges organisierte Kuperjanov eine bis zu 1.200 Mann starke estnische Partisanenbewegung. Sie unterhielten unter anderem am Ufer des [[Peipussee]]s Posten gegen die aus dem Osten heranrückenden russischen Verbände. Allerdings mussten die estnischen Einheiten wegen ihrer zahlenmäßigen Unterlegenheit ihre Stellungen und schließlich die Stadt Tartu beim Vorrücken der [[Bolschewiki|bolschewistischen]] Truppen schnell aufgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der scheinbar aussichtslosen militärischen Lage gegen das übermächtige [[Sowjetunion|Sowjetrussland]] forderte Kuperjanov seine Landsleute zu bedingungslosem militärischen Einsatz auf. Seine Partisanentaktik hinter den feindlichen Linien war gewagt und für die estnische Seite meist verlustreich, fügte aber den Bolschewiki auch schwere Nadelstiche zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von Kuperjanov geleitete „Tartuer Schutzbataillon“ (&amp;#039;&amp;#039;Tartu kaitsepataljon&amp;#039;&amp;#039;) kämpfte gemeinsam mit [[Finnland|finnischen]] Kriegsfreiwilligen Anfang 1919 immer erfolgreicher in Südestland gegen die [[Bolschewiki]] und die kommunistischen [[Lettische Schützen|Lettischen Schützen]]. Am 14. Januar 1919 konnten Kuperjanovs Soldaten im Zusammenspiel mit [[Panzerzug|Panzerzügen]] der [[Estnische Verteidigungsstreitkräfte#Geschichte|estnischen Armee (&amp;#039;&amp;#039;Eesti Rahvavägi&amp;#039;&amp;#039;)]] Tartu von den &amp;#039;&amp;#039;Roten&amp;#039;&amp;#039; zurückerobern. In der [[Schlacht von Paju]] wurde Kuperjanov am 31. Januar 1919 wie über die Hälfte der Soldaten seiner Einheit schwer verwundet. Der 24-Jährige starb drei Tage später in Tartu an seinen Verletzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heldenmythos ==&lt;br /&gt;
Durch seinen in den Augen der Esten kühnen und selbstlosen Einsatz für die nationale Sache der jungen Republik Estland und seinen frühen Tod im Kampf wurde Julius Kuperjanov zum Märtyrer des Estnischen Freiheitskriegs erklärt. An der Trauerfeier am 6. Februar 1919 im Konzerthaus [[Vanemuine (Theater)|Vanemuine]] in Tartu nahm fast die gesamte gesellschaftliche Elite Südestlands teil. Der Oberbefehlshaber der estnischen Truppen, General [[Johan Laidoner]], ordnete die Umbenennung von Kuperjanovs Partisaneneinheit in &amp;#039;&amp;#039;Kuperjanov Bataillon&amp;#039;&amp;#039; an, was 1928 offiziell erfolgte. 1992 wurde der Verband unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Infanteriebataillon Kuperjanov&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Kuperjanovi Üksik-Jalaväepataljon&amp;#039;&amp;#039;) im Rahmen der [[Estnische Verteidigungsstreitkräfte|estnischen Streitkräfte]] wiedergegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julius Kuperjanov war vor allem in der [[Zwischenkriegszeit]] wesentlicher Teil des offiziellen Heldenmythos der Republik Estland und wurde politisch entsprechend genutzt. In zahlreichen Büchern und Artikeln wurden Kuperjanovs militärischen Leistungen und sein jugendlicher Wagemut gerühmt. Die großen menschlichen Verluste in den eigenen Reihen, die Kuperjanovs Partisanentaktik mit sich brachte, blieben dabei im Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 schuf der estnische Bildhauer [[Jaan Koort]] das Grabmonument Kuperjanovs auf dem Tartuer Raadi Friedhof. Das Denkmal wurde aus ungeklärten Gründen während der sowjetischen Besetzung Estlands nicht entfernt. Es war bis in die 1980er Jahre Anziehungspunkt für zahlreiche estnische Gegner des sowjetischen Regimes.&amp;lt;ref&amp;gt;Tiit Kändler: &amp;#039;&amp;#039;A Hundred Great Estonians of the 20th Century&amp;#039;&amp;#039;. Estonian Encyclopaedia Publications, Tallinn 2002, ISBN 9985-70-103-8, S. 86f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kuperjanovs Partisanentaktik hat auch zahlreiche sogenannte [[Waldbrüder]] (&amp;#039;&amp;#039;metsavennad&amp;#039;&amp;#039;) inspiriert, die nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] von den estnischen Wäldern aus gegen die [[Rote Armee]] und die sowjetische Besatzungsmacht militärisch operierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Mati Kröönström: &amp;#039;&amp;#039;Kuperjanovi partisanide väeosa ja selle juhid Vabadussõjas.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Tuna&amp;#039;&amp;#039; 1/2008, S. 66–75 &lt;br /&gt;
* Olev Teder: &amp;#039;&amp;#039;Kutsar. Eesti Vabadussõja dokumentaalne käsitlus.&amp;#039;&amp;#039; Jõune 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://kultuur.elu.ee/ke475_kuperjanov.htm Julius Kuperjanov] (Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Kultur ja Elu&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [http://www.hot.ee/vabadussoda/kuper.htm Lebenslauf] (estnisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.estonica.org/en/Kuperjanov,_Julius/ Biografie], &amp;#039;&amp;#039;Estonica&amp;#039;&amp;#039; (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=138559988|LCCN=n/92/70464|VIAF=58275453}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kuperjanov, Julius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Estland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leutnant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Russisches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Estnischen Freiheitskrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Freiheitskreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Este]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1919]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kuperjanov, Julius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=estnischer Soldat und Partisanenführer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Oktober 1894&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Ljochowa bei [[Noworschew]], [[Gouvernement Pskow]], [[Russisches Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Februar 1919&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Tartu]], [[Estland]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Longino</name></author>
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