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	<title>Julius Hatry - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T08:46:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Julius_Hatry&amp;diff=884449&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;X-angel: /* Leben */  Link. präzisiert</title>
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		<updated>2026-04-28T04:19:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt;  Link. präzisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Julius Hatry and Opel RAK.1.png|miniatur|Julius Hatry]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Julius „Uss“ Hatry&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. Dezember]] [[1906]] in [[Mannheim]]; † [[7. November]] [[2000]] ebenda) war ein deutscher Flugzeugingenieur, [[Raketenpionier]] und Filmemacher. Er konstruierte die [[Opel-Sander RAK.1|RAK.1]], mit der [[Fritz von Opel]] am 30. September 1929 den ersten öffentlichen Flug mit [[Feststoffraketentriebwerk|Feststoffraketen]] durchführte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://opel-tv-footage.com/v/The%20RAK%20Protocoll?p=4&amp;amp;c=86&amp;amp;l=1 |titel=Das RAK Protokoll — Opel Video Portal |abruf=2021-12-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Bereits 1922 wurde Julius Hatry, [[Spitzname]]: „Uss“, Mitglied des Mannheimer Fliegerclubs und kam dadurch auch in Kontakt zu den ersten [[Rhön-Segelflugwettbewerb]]en. 1927 machte er das Abitur nach und bestand die [[Segelflug|Segelflieger]]-C-Prüfung. Sein Schein mit der Nr.&amp;amp;nbsp;409 war der erste in [[Baden (Land)|Baden]]. Er begann ein Ingenieursstudium an der [[TH München]] und war in [[Rybatschi|Rossitten]] ([[Ostpreußen]]) als Fluglehrer tätig, wo er auch erstmals große Flugzeugmodelle konstruierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927/28 war Hatry unter [[August Kupper]] maßgeblich beteiligt an der Konstruktion der &amp;#039;&amp;#039;[[Akaflieg München Mü 3|Mü 3 „Kakadu“]]&amp;#039;&amp;#039;, dem damals größten Segelflugzeug. 1928 nahm Hatry dann mit dem Doppelsitzer &amp;#039;&amp;#039;Mannheim&amp;#039;&amp;#039; erstmals selbst an einem Rhön-Wettbewerb teil. In der Luftfahrtszene hatte er [[Alexander Lippisch]] und [[Carl Oskar Ursinus|Oskar Ursinus]] kennengelernt und erhielt daher den Auftrag eine Zelle für einen Motorsegler zu konstruieren. Allerdings bestand der Motor nicht die Typenprüfung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Opel-Sander RAK1.jpg|mini|Opel-Sander RAK.1]]&lt;br /&gt;
Danach entwickelte er die &amp;#039;&amp;#039;Wasserratte&amp;#039;&amp;#039;, ein Wassersegelflugzeug mit bootsähnlichem Rumpf und hochgezogenem Leitwerk, mit der er beim „Preisfliegen Rossitten 1928/1929“ im Rahmen des technischen Wettbewerbs mit 1200 Reichsmark ausgezeichnet wurde. Zwischenzeitlich hatte Lippisch 1928 die ersten Raketenflugmodellversuche durchgeführt. Hatry wertete die Flugkurven monatelang mathematisch aus und konnte physikalische Zusammenhänge zwischen Schubachse, Schwerpunkt und den Flugkurven nachweisen. Nach diesen Vorarbeiten regte Lippisch die Konstruktion des bemannten Raketenflugzeugs RAK.1 an. Im Juni 1929 begann Hatry mit dem Bau. Die finanziellen Mittel stellte der Industrielle Fritz von Opel zur Verfügung. Am 17. September 1929 war der Prototyp fertig und Hatry konnte mit dem Flugzeug, angetrieben von drei Feststoffraketen, die 350 Kilopond Schub und vier Sekunden Brenndauer hatten, mit einer Geschwindigkeit von 100&amp;amp;nbsp;km/h etwa 350 Meter in 10 Metern Höhe zurücklegen. Von Opel lud daraufhin zum 30. September die Presse zu einer öffentlichen Präsentation in [[Frankfurt-Rebstock]] ein, bei der er die RAK.1 selbst flog. Heimlich hatte er zuvor den Namen auf dem Leitwerk &amp;#039;&amp;#039;Hatry Flugzeug&amp;#039;&amp;#039; mit &amp;#039;&amp;#039;Opel-Sander RAK.1&amp;#039;&amp;#039; übermalen lassen. Hatry protestierte zwar, konnte aber gegen seinen Geldgeber nichts ausrichten. Von Opel konnte bei diesem Flug etwa zwei Kilometer in 80 Sekunden zurücklegen. Auch danach arbeitete Hatry weiterhin an der Konstruktion neuer Typen. Die &amp;#039;&amp;#039;RAK.2&amp;#039;&amp;#039; kam allerdings nicht über einen Entwurf hinaus, weil sein Auftraggeber [[Max Valier]] bei einem Test von Raketenmotoren 1930 tödlich verunglückte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1935 heiratete er die Schauspielerin [[Annemarie Schradiek]]. Im gleichen Jahr musste Hatry auf Veranlassung der Nationalsozialisten seine Forschungen einstellen, weil er einen jüdischen Großvater hatte. Er wandte sich daher nun ganz dem Film zu. Bereits 1925 hatte ihn [[Arnold Fanck]] engagiert. Zuerst als Darsteller, weil er ein sehr guter Skiläufer war, dann als Kameramann. Hatry drehte in den 20ern Filme mit [[Hannes Schneider]], [[Luis Trenker]], [[Leni Riefenstahl]] und [[Ernst Udet]]. Udet setzte sich auch in der Zeit des Nationalsozialismus für ihn ein. Als Drehbuchautor und Regieassistent machte er für die [[Tobis-Tonbild-Syndikat|Tobis]] in Berlin Unterhaltungsfilme, an denen unter anderen [[Theo Lingen]], [[Leni Marenbach]] und [[Rudolf Prack]] mitwirkten. Von 1943 bis 45 war er Produktionsleiter und Regisseur für die [[Mars-Film]] und drehte Lehrfilme für die Luftwaffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach dem Weltkrieg blieb Julius Hatry vielseitig. Er produzierte Dokumentarfilme. Im Auftrag von [[Alfred Döblin]] dramatisierte er &amp;#039;&amp;#039;Der Oberst und der Dichter&amp;#039;&amp;#039; und führte Regie am [[Theater Baden-Baden]]. Er übersetzte die Schriftsteller [[Jean Anouilh|Anouilh]], [[James Bridie|Bridie]] und [[Vercors (Schriftsteller)|Vercors]]. Er synchronisierte französische Filme und war mit seinem eigenen Film &amp;#039;&amp;#039;Reitvorschrift für eine Geliebte&amp;#039;&amp;#039; 1950 auf der [[Biennale di Venezia|Biennale in Venedig]]. Nach dem Konkurs seines Ton-Bild-Studios 1953 übernahm er von seinem verstorbenen Vater dessen Immobilienfirma und war zugleich als Innenarchitekt tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1982 wurde Hatry mit seinem Eintritt in die [[Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt]] (DGLR) in hohem Alter wieder im Luftfahrtwesen aktiv. 1985 übernahm er das Amt des Koordinators für die &amp;#039;&amp;#039;Kurzbiographien von Pionieren&amp;#039;&amp;#039;-Reihe und ein Jahr später engagierte er sich bei der Neugründung der Bezirksgruppe Nordbaden-Pfalz, die er bis zu seinem Tod leitete. Hatry starb in einem Mannheimer Krankenhaus an Herzversagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Die DGLR verlieh Hatry auf dem Deutschen Luft- und Raumfahrtkongress 1992 den Status eines „Korrespondierenden Mitglieds“ (Honorary Fellow) „in Würdigung seiner richtunggebenden Konstruktionen und Versuche für einen Raketenantrieb von Flugzeugen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im russischen [[Kaluga]] wurde Hatry die [[Konstantin Eduardowitsch Ziolkowski|Ziolkowsky]]-Ehrenmedaille verliehen. Die Stadt Mannheim benannte 2007 eine Straße im [[Glückstein-Quartier]], Stadtteil [[Lindenhof (Mannheim)|Lindenhof]], nach ihm und beschloss am 22. November 2016 den Ehrenstatus für seine Grabstätte auf dem Hauptfriedhof.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.friedhof-mannheim.de/aktuelles/&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Technoseum]] in Mannheim kann der Nachbau der RAK.1 besichtigt werden, dessen Ausführung Hatry noch selbst überwachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Lothar Suhling: &amp;#039;&amp;#039;Julius Hatry (* 1906) – Das erste Raketenflugzeug der Welt&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Badische Tüftler und Erfinder&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1992, ISBN 3-87181-262-5&lt;br /&gt;
*Lothar Suhling: &amp;#039;&amp;#039;Julius Hatry (1906–2000): Erinnerungen an einen Mannheimer Pionier der Luft- und Raumfahrttechnik&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Mannheimer Geschichtsblätter, Neue Folge, Bd. 9&amp;#039;&amp;#039;. Ubstadt-Weiher 2003, ISBN 3-89735-219-2&lt;br /&gt;
*Hans-Erhard Lessing: &amp;#039;&amp;#039;Julius Hatry – Raketenstart und Raketenflug&amp;#039;&amp;#039;, S. 175–186. In: &amp;#039;&amp;#039;Mannheimer Pioniere&amp;#039;&amp;#039;. Wellhöfer-Verlag Mannheim 2007, ISBN 978-3-939540-13-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.dglr.de/news/mitteilungen/dglr_2001-1.pdf#page=11 DGLR: Nachruf (S. 6/7)] (PDF-Datei; 754&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [https://www.mannheim.de/wirtschaft-entwickeln/mannheimer-julius-uss-hatry-konstruiert-erstes-raketenflugzeug-welt Stadt Mannheim: Porträt]&lt;br /&gt;
* [http://www.bpmv-mannheim.de/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=72&amp;amp;Itemid=90 Projekt Hatry RAK.1 Modellnachbau]&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm2392320}}&lt;br /&gt;
* {{Filmportal|ac311eeba47c4ea3a53f084dcdc90eaa}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=oEyf1KFgE-o Fritz von Opel flies first jet in 1929] Interview (und eingespieltes Originalmaterial) mit Julius Hatry zu RAK.1 (auf [[YouTube]]). Abgerufen am 27. Dezember 2020 (de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=132800071|VIAF=57784134}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hatry, Julius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Luftfahrtpionier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raumfahrtpionier (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Technoseum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2000]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mannheim)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hatry, Julius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hatry, Uss (Spitzname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Luftfahrtpionier und Filmemacher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Dezember 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mannheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. November 2000&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mannheim]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;X-angel</name></author>
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