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	<title>Julius Edgar Lilienfeld - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T00:48:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Julius_Edgar_Lilienfeld&amp;diff=341822&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Goesseln: /* Leben und Werk */</title>
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		<updated>2026-04-12T17:28:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Werk&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Julius Edgar Lilienfeld (1881-1963).jpg|mini|Julius Edgar Lilienfeld (Passbild seines US-amerikanischen Ausweises, also aus der Zeit ab 1934)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Julius Edgar Lilienfeld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. April]] [[1882]] in [[Lwiw|Lemberg]]; † [[28. August]] [[1963]] in [[Charlotte Amalie (Stadt)|Charlotte Amalie]], [[Amerikanische Jungferninseln|Virgin Islands]]) war ein [[Vereinigte Staaten|US-amerikanischer]] [[Physiker]] [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarischer]] Herkunft. Er entdeckte 1925 das Prinzip des [[Feldeffekttransistor]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Lilienfelds Vater war der Rechtsanwalt Sigmund Lilienfeld, seine Mutter Sarah Jampoler Lilienfeld, seine Schwester [[Flora Lilienfeld]] wurde Botanikerin. Lilienfeld absolvierte in Lemberg die Oberrealschule und schrieb sich 1899 als Student der [[Technische Universität Berlin|Technischen Hochschule zu Charlottenburg]] für das Studium des [[Maschinenbau]]s ein. Nach einem Jahr wechselte er für den Zeitraum 1900–1904 an die [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]] in [[Berlin]], wo er experimentelle Physik studierte (u.&amp;amp;nbsp;a. bei [[Ferdinand Georg Frobenius]], [[Jacobus Henricus van ’t Hoff]], [[Johannes Knoblauch]], [[Max Planck]] und [[Emil Warburg]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902 veröffentlichte er einen Aufsatz &amp;#039;&amp;#039;Versuch einer strengen Fassung des Begriffes der mathematischen Wahrscheinlichkeit&amp;#039;&amp;#039; in der &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Philosophie und philosophische Kritik&amp;#039;&amp;#039;. Er wurde am 18. Februar 1905 mit der [[Dissertation]] &amp;#039;&amp;#039;Über eine allgemeine und hervorragend empfindliche Methode zur spektralen qualitativen Elementaruntersuchung von Gasgemischen&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Ab 1905 arbeitete er am Institut für Physik der [[Universität Leipzig]] und beschäftigte sich dort unter anderem mit der Herstellung von verflüssigten [[Gas]]en. Im Jahr 1910 [[Habilitation|habilitierte]] er sich mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Die Elektrizitätsleitung im extremen Vakuum&amp;#039;&amp;#039;. Zu dieser Zeit beschäftigte er sich intensiv mit der Erzeugung von [[Röntgenstrahlung]] und besaß Patente auf einen Typ von [[Röntgenröhre]], die eine [[Glühkathode]] verwendet und als [[Coolidge-Röhre]] bekannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mpiwg-berlin.mpg.de/Preprints/P315.PDF Julius Edgar Lilienfeld und William David Coolidge – ihre Röntgenröhren und ihre Konflikte] (MPI für Wissenschaftsgeschichte; PDF; 4,7&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 beschrieb er erstmals eine für das menschliche Auge sichtbare grau-weiße Strahlung bei [[Röntgenröhre]]n, die nach ihm benannte „[[Lilienfeldstrahlung]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. E. Lilienfeld |Titel=Die sichtbare Strahlung des Brennecks von Röntgenröhren |Sammelwerk=Physikalische Zeitschrift |Band=20 |Nummer=12 |Datum=1919 |Seiten=280ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie konnte erst später als eine Form der [[Übergangsstrahlung]] erklärt werden, die 1946 von [[Witali Lasarewitsch Ginsburg]] und [[Ilja Michailowitsch Frank]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=V. L. Ginzburg, I. M. Frank |Titel=Uniformly moving electron radiation due to its transition from one medium to another |Sammelwerk=Zh. Eksp. Teor. Fiz |Band=16 |Datum=1946 |Seiten=15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; beschrieben wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SCHNAPKA&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jochen Schnapka |Titel=Doppelspurerkennung unter Verwendung der Kathodenauslese am ZEUS-Übergangsstrahlungsdetektor |Datum=1998 |Kommentar=Diplomarbeit, Universität Bonn |Online=[http://www-zeus.physik.uni-bonn.de/doc/schnapka/diplom.ps.gz GZip-Archiv] }} {{Webarchiv|url=http://www-zeus.physik.uni-bonn.de/doc/schnapka/diplom.ps.gz |wayback=20070626172058 |text=GZip-Archiv }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=H. Boersch, C. Radeloff, [[Günter Sauerbrey|G. Sauerbrey]] |Titel=Über die an Metallen durch Elektronen ausgelöste sichtbare und ultraviolette Strahlung |Sammelwerk=Zeitschrift für Physik A Hadrons and Nuclei |Band=165 |Nummer=4 |Datum=1961 |Seiten=464–484 |DOI=10.1007/BF01381902}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Boersch, C. Radeloff, G. Sauerbrey |Titel=Experimental Detection of Transition Radiation |Sammelwerk=Physical Review Letters |Band=7 |Nummer=2 |Datum=1961 |Seiten=52–54 |Sprache=en |DOI=10.1103/PhysRevLett.7.52}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er entwickelte 1925 den [[Feldeffekttransistor]]. Obwohl das zum Bau eines funktionsfähigen Transistors notwendige reine Halbleitermaterial damals fehlte, beschrieb er Konstruktion und Funktion von [[Transistor]]en bereits genau. R. G. Arns zitiert die Arbeit von Bret Crawford (1991), der Anzeichen dafür gefunden haben will, dass Lilienfeld die von ihm patentierten Elemente auch hätte bauen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ARNS1998&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=R. G. Arns |Titel=The other transistor: early history of the metal–oxide–semiconductor field-effect transistor |Sammelwerk=Engineering Science and Education Journal |Band=Vol. 7 |Nummer=5 |Datum=1998 |Seiten=233–240 |Online=[http://ieeexplore.ieee.org/xpl/freeabs_all.jsp?tp=&amp;amp;arnumber=730824&amp;amp;isnumber=15787 Abstract]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=B. E. Crawford |Titel=The invention of the transistor |Datum=1991 |Kommentar=Masterarbeit, The University of Vermont |Online=http://public.gettysburg.edu/~bcrawfor/BECrawford-MS-UVM.pdf |Format=PDF |KBytes=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist außerdem erwiesen, dass die US-amerikanischen Entwickler des Transistors die entsprechenden Lilienfeld-Patente kannten. Unterlagen beweisen, dass [[William Bradford Shockley|William B. Shockley]] und Pearson funktionierende Transistoren gebaut haben, die auf den Patenten von Lilienfeld und [[Oskar Heil]] basieren. Sie unterließen es, diese grundlegenden Lilienfeld-Patente in ihren Veröffentlichungen, späteren Forschungsberichten oder historischen Berichten zu erwähnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ARNS1998&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 wanderte Lilienfeld auch wegen des zunehmenden [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|Antisemitismus]] endgültig in die [[Vereinigte Staaten|USA]] aus, die er von früheren Arbeitsaufenthalten her bereits kannte. Am 2. Mai 1926 hatte er Beatrice Ginsburg geheiratet. Sie lebten in [[Winchester (Massachusetts)]]. Lilienfeld war Leiter der Ergon Research Laboratories in [[Malden (Massachusetts)|Malden]]. 1934 wurde er US-Staatsbürger. Davor besaß er erst die österreichisch-ungarische Staatsbürgerschaft (mindestens bis 1910),&amp;lt;ref&amp;gt;wie einem Lebenslauf des Jahres 1910 zu entnehmen ist: [https://www.mpiwg-berlin.mpg.de/sites/default/files/Preprints/P315.pdf Julius Edgar Lilienfeld und William David Coolidge – ihre Röntgenröhren und ihre Konflikte], Seite 44&amp;lt;/ref&amp;gt; später die polnische Staatsbürgerschaft (sein Geburtsort Lemberg gehörte seit Ende 1918 zu Polen).&amp;lt;ref&amp;gt;Dies ist einem kanadischen Patentantrag des Jahres 1925 zu entnehmen: {{Cite web|url = http://worldwide.espacenet.com/publicationDetails/originalDocument?FT=D&amp;amp;date=19270719&amp;amp;DB=&amp;amp;&amp;amp;CC=CA&amp;amp;NR=272437A&amp;amp;KC=A&amp;amp;locale=en_EP|title = Im am 22. Oktober 1925 eingereichten kanadischen Patentantrag bezeichnet sich Lilienfeld in der ersten Person, im ersten Satz, als polnischer Staatsbürger|accessdate = 2019-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1935 lebte er mit seiner Frau in einem Haus auf der Karibikinsel [[Saint Thomas]], um einer Allergie, die mit Weizenfeldern einherging, zu entgehen. Zahlreiche Reisen führten ihn auf das Festland, um neue Ideen zu testen. Er meldete insgesamt 15 deutsche und 60 US-Patente an und kämpfte bis zu seinem Tod für die Durchsetzung seiner Patentrechte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://incredible-people.com/biographies/julius-edgar-lilienfeld/ |wayback=20160118105108 |text=Biography of Julius Edgar Lilienfeld }}, Website &amp;#039;&amp;#039;incredible-people.com&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1989 wird der [[Julius-Edgar-Lilienfeld-Preis]] vergeben, der 1988 von der Witwe, Beatrice Lilienfeld, gestiftet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aps.org/programs/honors/prizes/lilienfeld.cfm Webseite des Lilienfeld-Preises]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Patente (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
Lilienfeld besaß 15 deutsche und 60 US-Patente.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Biographie |url=http://chem.ch.huji.ac.il/history/lilienfeld.htm |wayback=20090209011827 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Patent|Land=CA|V-Nr=272437|Titel=Electric Current Control Mechanism|Erfinder=Julius Edgar Lilienfeld|A-Datum=1925-10-22&amp;lt;!--Quelle: Application and Priority date on the espacenet server are Application numbers CAD272437 19251022, Priority number(s) CAT272437 19251022 i.e. 22.10.1925; page 1 (text page) of US patent US1745175 &amp;quot;filed in Canada on October 22, 1925&amp;quot;; further support on last page of the original document, showing (14.) Oktober 1925--&amp;gt;|V-Datum=1927-07-19|Kommentar= Eintrag beim [http://brevets-patents.ic.gc.ca/opic-cipo/cpd/eng/patent/272437/summary.html kanadischen Patentamt]}}&lt;br /&gt;
* {{Patent|Land=US|V-Nr=1745175|Erfinder=Julius Edgar Lilienfeld|Titel=Method and Apparatus For Controlling Electric Currents|V-Datum=1930-01-28}}&lt;br /&gt;
* {{Patent|Land=US|V-Nr=1900018|Erfinder=Julius Edgar Lilienfeld|Titel=Device for controlling electric current |A-Datum=1928-03-28|Kommentar=Dünnfilm-[[MOSFET]]}}&lt;br /&gt;
* {{Patent|Land=US|V-Nr=1877140|Erfinder=Julius Edgar Lilienfeld|Titel=Amplifier for electric currents |A-Datum=1928-12-08|Kommentar=Halbleiterversion der [[Vakuumröhre]]}}&lt;br /&gt;
* {{Patent|Land=US|V-Nr=2013564|Erfinder=Julius Edgar Lilienfeld|Titel=Electrolytic condenser|A-Datum=1931-08-29|Kommentar=[[Elektrolytkondensator]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|12877455X}}&lt;br /&gt;
* {{HistVV|lilienfeld_je|W|1910|S|1914}}&lt;br /&gt;
* {{CPL|Lilienfeld_266}}&lt;br /&gt;
* [http://profiles.incredible-people.com/julius-edgar-lilienfeld Biografie (englisch)]&lt;br /&gt;
* Günter Dörfel: [http://www.mpiwg-berlin.mpg.de/Preprints/P315.PDF &amp;#039;&amp;#039;Julius Edgar Lilienfeld und William David Coolidge – ihre Röntgenröhren und ihre Konflikte&amp;#039;&amp;#039;]. [[Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte]], 2006. (pdf - 4,6 MB)&lt;br /&gt;
* [http://www.weltderphysik.de/gebiet/technik/news/2010/transistor-im-gartenschlauch-design-fuer-noch-kleinere-chips/ &amp;#039;&amp;#039;Transistor im „Gartenschlauch“-Design für noch kleinere Chips&amp;#039;&amp;#039;], Welt der Physik&lt;br /&gt;
* [http://www.ieeeghn.org/wiki/index.php/A_Very_Early_Conception_of_a_Solid_State_Device A Very Early Conception of a Solid State Device], [[Institute of Electrical and Electronics Engineers|IEEE]] Global History Network&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12877455X|VIAF=35517275}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lilienfeld, Julius Edgar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polnischer Emigrant in den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pole]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lilienfeld, Julius Edgar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichisch-ungarischer Physiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. April 1882&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lwiw|Lemberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. August 1963&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Charlotte Amalie (Stadt)|Charlotte Amalie]], Virgin Islands, USA&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Goesseln</name></author>
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