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	<title>Julius Ebbinghaus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Julius_Ebbinghaus&amp;diff=716426&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 22. Dezember 2025 um 17:13 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Julius Ebbinghaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. November]] [[1885]] in [[Berlin]]; † [[16. Juni]] [[1981]] in [[Marburg]]) war ein deutscher [[Philosoph]]. &lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Julius Ebbinghaus war der Sohn des Psychologen [[Hermann Ebbinghaus]]. Sein Vater wurde 1894 als Professor der [[Psychologie]] nach [[Breslau]] berufen. Julius Ebbinghaus besuchte hier ab 1897 das [[Maria-Magdalenen-Gymnasium]]. Nach dem Abitur im Jahre 1904 studierte er  Philosophie, [[Physik]], [[Mathematik]] und [[Kunstgeschichte]] an den Universitäten von [[Universität Lausanne|Lausanne]], [[Grenoble]], [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]], [[Universität Halle|Halle]] und [[Universität Heidelberg|Heidelberg]]. Hier erfolgte unter [[Wilhelm Windelband]] 1909 die [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum Dr. phil. Der Titel der Dissertation war &amp;#039;&amp;#039;Historisch-systematische Untersuchung über den Weg von [[Immanuel Kant|Kant]] zu [[Hegel]]&amp;#039;&amp;#039;. Nach einjährigem [[Militärdienst]] und einem Aufenthalt in [[England]] traf er bei der Vorbereitung auf die [[Habilitation]] in [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg]] auf  den Privatdozenten [[Richard Kroner]], den er vom Magdalenäum in Breslau her kannte. Es folgte der Einsatz als Soldat im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]. Erst 1919 trat Ebbinghaus wieder in den Dienst der Wissenschaft. Er heiratete 1922. Nach dem frühen Tod seiner Frau ging er im Jahre 1930 mit seinem siebenjährigen Sohn Carl-Hermann nach [[Universität Rostock|Rostock]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Julius Ebbinghaus im Februar 1921 unter [[Edmund Husserl]] mit der Schrift &amp;#039;&amp;#039;Die Grundlagen der Hegelschen Philosophie 1793-1803&amp;#039;&amp;#039; habilitiert worden war, wirkte er anschließend an der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Universität Freiburg]] als Privatdozent. In dieser Zeit begann seine Freundschaft mit [[Martin Heidegger]]. In dem „Philosophischen Kränzchen“, dem er sich in Freiburg anschloss, gründeten sich auch Freundschaften mit dem Philologen [[Ludwig Deubner]] und dem Archäologen [[Hans Dragendorff]]. 1926 wurde Ebbinghaus in Freiburg zum nb. außerordentlichen Professor der Philosophie ernannt. Auf einer studentischen Kundgebung gegen das „Versailler Diktat“ trat das bekennende [[DNVP]]-Mitglied in Freiburg 1929 als Redner auf. 1930 folgte er einem von [[Wilhelm Burkamp]] unterstützten Ruf als ordentlicher Professor für Historische und Systematische Philosophie an die Universität Rostock. Im Jahre 1940, zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Ebbinghaus – mit Unterstützung des Philosophen [[Hans-Georg Gadamer]] – Professor an der [[Philipps-Universität Marburg]], musste aber gleichzeitig als [[Heer (Wehrmacht)|Heer]]espsychologe zur Verfügung stehen. In dieser Zeit befreundete er sich mit dem Mathematiker [[Kurt Reidemeister]], dem Germanisten [[Max Kommerell]] und dem Theologen [[Rudolf Bultmann]] im sog. „Marburger Kreis“. 1942 setzte er sich gemeinsam mit Kommerell und anderen erfolgreich für den zum Tode verurteilten Romanisten [[Werner Krauss (Romanist)|Werner Krauß]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Weber: Max Kommerell: Eine Intellektuelle Biographie, de Gruyter, Berlin 2011, 253&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Kriegsende, im Oktober 1945, wurde er von den Amerikanern zum [[Liste der Rektoren und Präsidenten der Philipps-Universität Marburg|Rektor der Marburger Universität]] ernannt, die ihn zu ihren großen und bedeutendsten Philosophen zählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Schülern gehörten [[Klaus Reich]], [[Georg Geismann]], [[Manfred Baum (Philosoph)|Manfred Baum]], [[Friedrich Tenbruck]], [[Dieter Henrich (Philosoph)|Dieter Henrich]] und auch der Aphoristiker und frühere [[Capital (Deutschland)|Capital]]-Herausgeber [[Johannes Gross]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
Ebbinghaus, den nach seinen eigenen Worten der Neukantianismus tief in die Arme der hegelschen Philosophie getrieben hatte, wandte sich erst nach seiner Habilitation intensiv der kantischen Philosophie zu. Er versuchte in der Folge zu einem von allen Missverständnissen des Neukantianismus freien Verständnis der kantischen Lehre selbst zu kommen. Dabei ging es ihm nicht nur um eine möglichst genaue Nachzeichnung des kantischen Gedankens, vielmehr war er der Meinung, dass die kantische Philosophie nach wie vor ungebrochene Aktualität besitze. Er hat dies in einer Reihe von ebenso scharfsinnigen wie stilistisch brillanten Aufsätzen darzulegen versucht. Am wirkmächtigsten waren seine Thesen zur Rechtslehre Kants. Ihm ging es vor allem darum, die Unabhängigkeit der Rechtslehre von der Idealität von Raum und Zeit nachzuweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebbinghaus veröffentlichte bedeutsame Arbeiten zu Kant und zur [[Rechtsphilosophie|Rechts-]], [[Staatsphilosophie|Staats-]] und [[Sozialphilosophie]]. Zu den  Hauptwerken und wichtigen Veröffentlichungen von Julius Ebbinghaus zählen &amp;#039;&amp;#039;Kants Lehre vom ewigen Frieden und die Kriegsschuldfrage&amp;#039;&amp;#039; (1929, als Anklage gegen den [[Young-Plan]]), &amp;#039;&amp;#039;Zu Deutschlands Schicksalswende&amp;#039;&amp;#039; (1946/1947) und  &amp;#039;&amp;#039;Die Strafen für Tötung eines Menschen und Prinzipien einer Rechtsphilosophie der Freiheit&amp;#039;&amp;#039; (1968). Ebbinghaus wurde 1954 [[Emeritierung|emeritiert]], hielt aber noch bis 1966 Vorträge. Er war Herausgeber des „Archiv für Philosophie“ sowie der „Revue internationale de la philosophie“. An der [[Bergische Universität Wuppertal|Bergischen Universität Wuppertal]] befindet sich das Julius-Ebbinghaus-Archiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Aufsätze, Vorträge und Reden&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1968 (acht Aufsätze zu Kant, fünf zur Geschichte der Philosophie und einer zur Rechtsphilosophie)&lt;br /&gt;
Gesammelte Schriften (bei Bouvier hrsg. von Hariolf Oberer und [[Georg Geismann]] bzw. Karlfriedrich Herb (Band 4)): &lt;br /&gt;
* Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;Sittlichkeit und Recht, Praktische Philosophie 1929–1954&amp;#039;&amp;#039;, Bonn 1986; &lt;br /&gt;
* Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;Philosophie der Freiheit, Praktische Philosophie 1955–1972&amp;#039;&amp;#039;, Bonn 1988; &lt;br /&gt;
* Bd. 3: &amp;#039;&amp;#039;Interpretation und Kritik, Schriften zur Theoretischen Philosophie und zur Philosophiegeschichte 1924–1972&amp;#039;&amp;#039;, Bonn 1990; &lt;br /&gt;
* Bd. 4: &amp;#039;&amp;#039;Studien zum Deutschen Idealismus, Schriften 1909–1924&amp;#039;&amp;#039;, Bonn 1994&lt;br /&gt;
* Philosophische Studien aus dem Nachlaß, Würzburg 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Atombombe und die Zukunft des Menschen&amp;#039;&amp;#039; (zum gleichnamigen Werk von [[Karl Jaspers]]), in: Studium generale: Zeitschrift für interdisziplinäre Studien 10/3 (1957), S. 144–153.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Julius Ebbinghaus: &amp;#039;&amp;#039;Selbstdarstellung&amp;#039;&amp;#039;, in: Ludwig J. Pongratz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Philosophie in Selbstdarstellungen, Bd. 3&amp;#039;&amp;#039;, Felix Meiner Verlag, Hamburg 1977, ISBN 3-7873-0342-1, S. 1–59. &lt;br /&gt;
* Otmar Eitner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das St. Maria-Magdalenen-Gymnasium zu Breslau: Vom 13. bis zum 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Selbstverlag, Bad Honnef 2003. &lt;br /&gt;
* Karlfriedrich Herb: &amp;#039;&amp;#039;Das Julius-Ebbinghaus-Archiv: Forschungsbericht über ein Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft&amp;#039;&amp;#039;, in: Kant-Studien 80 (1989), S. 345–353.&lt;br /&gt;
* [[Walther Killy]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Biographische Enzyklopädie]], Bd. 2&amp;#039;&amp;#039;, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2001, ISBN  3-598-23162-8.&lt;br /&gt;
* [[Christian Tilitzki]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, Akademie-Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-05-003647-8.&lt;br /&gt;
*Manfred Baum, Dieter Hüning (Hrsg.): Kants Staat der Freiheit. Zur Interpretation der Rechtslehre Kants durch Julius Ebbinghaus. Mit einem Anhang: Julius Ebbinghaus: Vorlesung über &amp;quot;Rechts- und Staatsphilosophie nach Kant&amp;quot;, Marburg Wintersemester 1954/55 [Mit Beiträgen von Manfred Baum, Bernward Grünewald, Franz Hespe, Dieter Hüning, Lutz Koch, Dieter Scheffel, Michael Wolff], Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-515-12813-1.&lt;br /&gt;
* [[Michael Buddrus]], Sigrid Fritzlar: &amp;#039;&amp;#039;Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. Ein biographisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. München 2007. S. 117f [https://open.ifz-muenchen.de/entities/reihenband/5619ae23-6931-4c56-a564-3da8688d5919 online]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116319437}}&lt;br /&gt;
* {{CPR}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=116319437|titel=Ebbinghaus, Julius Karl Ludwig|datum=2020-05-13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116319437|LCCN=n/86/55623|VIAF=12329801}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ebbinghaus, Julius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kantianer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1885]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1981]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DNVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Rostock)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor der Philipps-Universität Marburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ebbinghaus, Julius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Philosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. November 1885&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Juni 1981&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Marburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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