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	<title>Julius Deussen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2025-30374-0: /* Vor 1945 */</title>
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		<updated>2025-07-31T21:12:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Vor 1945&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Julius Deussen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. Juni]] [[1906]] in [[Leipzig]]; † [[28. Dezember]] [[1974]]) war ein deutscher Mediziner, Rassenhygieniker, Psychiater und Philosoph. In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] war er verantwortlich für die [[Mord|Ermordung]] von [[Behinderung (Sozialrecht)|behinderten]] Kindern. In der [[Bundeswehr]] war er [[Oberfeldarzt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
=== Vor 1945 ===&lt;br /&gt;
Julius Ernst Adolf Friedrich Johannes Deussen wurde als Sohn des Privatdozenten Dr. Ernst Deussen und seiner Ehefrau Johanna, geb. Wolff in Leipzig geboren. Sein Abitur machte er 1926 an der [[Freie Schulgemeinde Wickersdorf|Freien Schulgemeinde Wickersdorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1926 studierte Deussen an der [[Universität Leipzig]] Medizin, Philosophie und Naturwissenschaften und war als Student mit [[Hans Prinzhorn]] bekannt, der ihn beeinflusste und sich wie er an der Philosophie von [[Ludwig Klages]] orientierte. 1933 wurde er mit seiner Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Logisches und nichtlogisches im Geistprinzip bei Ludwig Klages&amp;#039;&amp;#039; zum Dr. phil [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Zum 1. Mai 1933 trat er in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein (Mitgliedsnummer 2.381.637)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/6110872&amp;lt;/ref&amp;gt; und gründete in Leipzig den &amp;#039;&amp;#039;Arbeitskreis für biozentrische Forschung&amp;#039;&amp;#039;, der sich mit dem metaphysischen Teil der Philosophie von Klages befasste. Dieser Arbeitskreis beteiligte sich an der [[Deutsche Glaubensbewegung|Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Glaubensbewegung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Studium der Medizin]] setzte Deussen in [[Freiburg im Breisgau]] fort, wo er 1936 [[Approbationsordnung|approbierte]]. Zeitweilig war er als politischer Ausbilder und Pressereferent für die NSDAP tätig. Ab 1937 war er Ortsgruppenschulungsleiter der Partei. Nach Tätigkeiten in psychiatrischen Einrichtungen in Freiburg und [[Haina (Kloster)]] übernahm er 1939 die Leitung der Abteilung [[Erbpsychologie]] in der [[Max-Planck-Institut für Psychiatrie|Deutschen Forschungsanstalt für Psychiatrie]] in München. Parallel hierzu war er seit 1939 Mitarbeiter im [[Rassenpolitisches Amt der NSDAP|Rassenpolitischen Amt]] der Gauleitung München/Oberbayern. Er war bis 1945 enger Mitarbeiter von [[Ernst Rüdin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deussen nahm als Mitarbeiter des [[Kaiser-Wilhelm-Institut]]s für Psychiatrie im Zusammenhang mit der „[[Nationalsozialistische Rassenhygiene|Euthanasie]]“ Versuche an behinderten Kindern vor. Die Tötung der Kinder war integraler Teil der Versuchsanordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war Deussen als Militärpsychiater in Frankreich eingesetzt und 1943 für einige Monate bei der [[Heeresgruppe Nord]] in den deutsch besetzten Gebieten der heutigen Sowjetunion. Ab Herbst 1943 wurde er an die Heidelberger Psychiatrische Klinik von Carl Schneider abgeordnet und koordinierte mit diesem ein Forschungsprojekt über geistig behinderte Kinder, deren Tötung in der Anstalt Eichberg mit Luminal oder Morphiumscopolamin erfolgte. Deussen lieferte die Kinder in der Anstalt Eichberg ab und brachte ihre Gehirne zu Forschungszwecken nach Heidelberg zurück. Die Forschungsergebnisse wurden Gegenstand seiner Habilitation an der Medizinischen Fakultät Heidelberg, welche viel Lob erfuhr&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Roelcke, &amp;#039;&amp;#039;Erbpsychologische Forschungen im Kontext der Euthanasie: Neue Dokumente und Aspekte zu Carl Schneider, Julius Deussen und Ernst Rüdin.&amp;#039;&amp;#039; In: Fortschritt der Erbpathologie, Rassenhygiene und ihrer Grenzgebiete 66. S. 331-336, 1998&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
[[Datei:Julius Deussen Reiner Dick -grave.jpg|mini|Grabstätte Deussen und [[Reiner Dick]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1945 ===&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende war Deussen zunächst als praktischer Arzt in [[Plankstadt]] bei [[Heidelberg]] tätig. Von 1955 bis 1956 arbeitete er als Regierungsmedizinalrat beim [[Bayerisches Staatsministerium der Justiz und für Verbraucherschutz|Bayerischen Justizministerium]]. Von 1956 bis zu seiner Pensionierung 1966 war er als Psychiater bei der [[Bundeswehr]] tätig, zunächst als Oberstabs- und Standortarzt in [[Bremen]]. 1960 wurde er nach [[Köln]] versetzt und war dort für die Begutachtung von [[Kriegsdienstverweigerung|Wehrdienstverweigerern]] zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deussen starb 1974 im Alter von 68 Jahren und wurde auf dem Kölner [[Melaten-Friedhof|Friedhof Melaten]] (Flur 55) beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von NS-Ärzten und Beteiligten an NS-Medizinverbrechen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Günter Grau, Julius Deussen, In: Volkmar Sigusch, Günter Grau (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Personenlexikon der Sexualforschung&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt, New York Campus-Verlag 2009, S. 114–117.&lt;br /&gt;
* [[Volker Roelcke]], &amp;#039;&amp;#039;Lebensläufe schreiben - Die diversen curricula vitae des Psychiaters Julius Deussen vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;, In: Concertino. Ensemble aus Kultur- und Medizingeschichte / Hrsg. Grundmann K., Sahmland I. - Marburg: Universitätsbibliothek Marburg, 2008. - 305 S. - (Schriften der Universitätsbibliothek Marburg; Vol. 131). ISBN 978-3-8185-0452-6, S. 221–232.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783596160488}}&lt;br /&gt;
* Frank-Uwe Betz: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Dr. Julius Deussen: Für 21 Kinder bedeutete die ärztliche „Euthanasie-Forschung“ in Heidelberg den Tod&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfgang Proske]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Täter Helfer Trittbrettfahrer. Band 7: NS-Belastete aus Nordbaden + Nordschwarzwald&amp;#039;&amp;#039;. Gerstetten : Kugelberg, 2017, ISBN 978-3-945893-08-1, S. 54–72&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|101271019X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=101271019X|LCCN=no/2004/47744|VIAF=171434228}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Deussen, Julius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychiater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (NS-Krankenmorde)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der deutschen Besetzung Europas 1939–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanitätsoffizier (Bundeswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1974]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Deussen, Julius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mediziner, Psychiater und Philosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Juni 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Dezember 1974&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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