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	<title>Julius Charig - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T03:15:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Julius_Charig&amp;diff=1871476&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan: /* Leben und Wirken */</title>
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		<updated>2026-01-25T14:23:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Wirken&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Julius Charig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Juni]] [[1897]] in Obslaufen (Stadtteil von [[Laufen (Salzach)]]); † für tot erklärt zum 25. März 1943,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Standesamtsbuch&amp;quot;&amp;gt;Standesamtsbuch der Stadt Laufen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/stendal/407498_Spur-der-Charigs-verliert-sich-im-Warschauer-Ghetto.html Artikel über das Leben von Julius Charig auf www.volksstimme.de], abgerufen am 16. Juli 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; nach anderer Quelle 29. März 1943&amp;lt;ref name=&amp;quot;HOO&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Charig.pdf Artikel über Julius Charig auf www.ostfriesischelandschaft.de], abgerufen am 28. Februar 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Stendal) war ein deutscher Jurist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Standesamt Geburt Charig Ausschnitt.jpg|mini|239x239px|Im Standesamtsbuch von Laufen sind die Geburt und die Erklärung zum Tod von Julius Charig vermerkt. Original: Stadt Laufen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Landgericht Stendal.JPG|rechts|mini|Landgericht Stendal]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Grabenstr 4 (Stendal) Julius Charig.jpg|mini|[[Stolperstein]] am Haus, Grabenstraße 4, in [[Stendal]]]]&lt;br /&gt;
Charig wurde als Sohn des jüdischen Kaufmannes Hermann Charig und seiner Frau Milka geboren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Standesamtsbuch&amp;quot; /&amp;gt; Seine Familie verließ noch vor seinem Schulbesuch seine Geburtsstadt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HOO&amp;quot; /&amp;gt; Nach dem Schulbesuch meldete er sich als Kriegsfreiwilliger zur Teilnahme am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]: Am 23. Juni 1915 trat er in das [[Königlich Bayerisches Feldartillerie-Regiment „Horn“ Nr. 2|2. Bayerische Feldartillerie-Regiment]] ein. Er nahm an der [[Sommeschlacht]] teil und erhielt gemäß Korpsbefehl vom 18. Januar 1917 für hervorragende Tapferkeit und Unerschrockenheit in der Schlacht an der Somme das [[Eisernes Kreuz|Eiserne Kreuz]] 2. Klasse verliehen. Ebenfalls 1917 nahm er an der [[Dritte Flandernschlacht|Flandernschlacht]] teil. Am 14. Oktober 1917 wurde er durch ein Artilleriegeschütz am linken Oberarm leicht verwundet. In der Nacht vom 12. zum 13. September 1917 nahm er als Angehöriger der Bayerischen Divisionsfunkerabteilung 105 an einem Stoßtruppunternehmen teil. Im Krieg wurde er mit dem Bayerischen Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit Kronen und Schwertern und dem Verwundetenabzeichen ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg studierte Charig Rechts- und Staatswissenschaften in [[München]] und [[Breslau]]. Er schloss sein Jurastudium am 11. Dezember 1922 mit der Promotion ab. Das Assessorexamen bestand er 1924. Er eröffnete eine Anwaltskanzlei in der Nesserlander Straße 1 in Emden. Etwa zur selben Zeit trat Charig als Syndikus in den Dienst der Geschäftsstelle des [[Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens|Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens]] in Hannover ein. In dieser Eigenschaft widmete er sich dem Rechtsschutz der Juden in Nordwestdeutschland und kam dabei mit den antisemitischen Aktivitäten des Pfarrers [[Ludwig Münchmeyer]] auf Borkum in Kontakt. Von seiner Emdener Kanzlei aus unterstützte er die Opposition gegen Münchmeyer auf Borkum. Aufgrund seines forschen Vorgehens in der Auseinandersetzung mit dem Pfarrer wurde er wegen [[Beleidigung (Deutschland)|Beleidigung]] des Evangelisch-lutherischen Landeskirchenamtes und des Pastors Münchmeyer von der Staatsanwaltschaft angeklagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1925 verhalf Charig der von [[Albrecht Völklein]] verfassten, gegen Münchmeyer gerichteten, Kampfschrift &amp;#039;&amp;#039;Der falsche Priester oder der Kannibalenhäuptling der Nordsee-Insulaner&amp;#039;&amp;#039; zum Druck, was zu einem reichsweit beachteten Prozess führe. Charig wurde wegen Beleidigung und [[Üble Nachrede (Deutschland)|übler Nachrede]] der Landeskirche und Münchmeyers angeklagt. Im Verlauf des im Mai 1926 abgehaltenen Prozesses wurde Charig durch das erweiterte [[Schöffengericht]] in Emden zu einer Geldstrafe von 1.000 [[Reichsmark]] verurteilt. Während der Anhörung gelang es ihm jedoch Münchmeyer so stark zu belasten, dass dieser seine Tätigkeit als Pastor aufgab und Borkum verließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Charig in der Folgezeit viele seiner Mandanten verlor, gab er seine Rechtsanwaltspraxis in Emden auf und siedelte 1927 nach Berlin über. Am 13. August 1929 wurde er als Rechtsanwalt beim [[Landgericht Stendal]] zugelassen. Nach 1933 konnte er seine Tätigkeit als Rechtsanwalt trotz seiner jüdischen Abstammung aufgrund des sogenannten „[[Frontkämpferprivileg]]s“ vorerst fortführen, bis sie ihm am 30. November 1938 offiziell entzogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charigs Leben nach 1933 liegt weitgehend im Dunkeln. Das letzte feststellbare Dokument aus seiner Hand ist ein Brief vom 27. April 1933 an den Oberlandesgerichtspräsidenten in [[Naumburg (Saale)|Naumburg]]. Das letzte Dokument über ihn ist ein Brief des Oberlandesgerichtsdirektors von Stendal vom 1. Dezember 1938 an das [[Reichsjustizministerium]], in dem er bestätigt, dass Charig gemäß Artikel 1 Ziffer 1 der fünften Verordnung des [[Reichsbürgergesetz]]es vom 27. September 1938 am 1. Dezember 1938 aus der Liste der beim Landgericht zugelassenen Rechtsanwälte gelöscht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 1939 wurde gemäß der „[[Namensänderungsverordnung]]“ als zweiter Vorname „Israel“ im Standesamtsbuch der Stadt Laufen eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem [[Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933–1945|Gedenkbuch der Opfer des Holocausts]] beim [[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]] zufolge wurde Charig am 17. April 1942 von Magdeburg über Berlin und [[Potsdam]] ins [[Warschauer Ghetto]] deportiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/directory.html?id=893686&amp;amp;submit=1&amp;amp;page=1&amp;amp;maxview=50&amp;amp;offset=0 bundesarchiv.de].&amp;lt;/ref&amp;gt; Genauere Daten zu seinem Tod fehlen. Laut Beschluss des Amtsgerichts Stendal vom 7. Juni 1950&amp;lt;ref&amp;gt;Standesamtsbuch der Stadt Laufen, kann evtl. auch als 1958 gelesen werden; laut https://www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/stendal/407498_Spur-der-Charigs-verliert-sich-im-Warschauer-Ghetto.html stand das Todeserklärungsverfahren schon 1950 an.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde Charig mit Wirkung vom 25. oder 29. März 1943 für tot erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor seinem ehemaligen Wohnort, [[Stendal]], Grabenstraße 4, wurden [[Liste der Stolpersteine in Stendal|Stolpersteine]] für ihn und seine Frau verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archivalien ==&lt;br /&gt;
* Personenakte des Justizministeriums (Bundesarchiv Lichterfelde R 3001/53472).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Abtretung und Pfändung künftiger Forderungen&amp;#039;&amp;#039;, Breslau 1922. (Dissertation)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Frage der Kollektivbeleidigung&amp;#039;&amp;#039; in: C.V.-Zeitung Nr. 52 vom 24. Dezember 1926, S. 680&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Udo Beer, &amp;#039;&amp;#039;Der falsche Priester&amp;#039;&amp;#039; in: Jahrbuch der Ges. für bildende Kunst und vaterländische Altertümer zu Emden, 66. Band, 1986, S. 152 ff.&lt;br /&gt;
* Biographisches Lexikon für Ostfriesland, Band 1, Aurich 1993, S. 74 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|126054509}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=126054509|VIAF=72373667}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Charig, Julius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 20. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Sachsen-Anhalt ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Amtlich für tot erklärte Person (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Charig, Julius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Juni 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Obslaufen]], Oberbayern&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=nach April 1942&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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