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	<title>Julian ben Sabar - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T18:37:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Julian_ben_Sabar&amp;diff=1409872&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SJuergen: /* Leben */ wikilink</title>
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		<updated>2025-04-29T19:43:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Julian ben Sabar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Julian ben Sahir&amp;#039;&amp;#039;; {{grcS|Ἰουλιανός τὸν Σαβάρωνα}} &amp;#039;&amp;#039;Ioulianos ton Sabarona&amp;#039;&amp;#039;; [[lateinische Sprache|latinisiert]] &amp;#039;&amp;#039;Iulianus Sabari filius&amp;#039;&amp;#039;; * im [[5. Jahrhundert]]; † [[530]] oder [[531]]) war ein Anführer von [[Samaritaner|samaritanischen]] Aufständischen gegen den [[Byzantinisches Reich|oströmischen]] Kaiser [[Justinian I.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nachdem Kaiser Justinian im Rahmen seiner strengen christlichen Religionspolitik Gesetze gegen Heterodoxe (d.&amp;amp;nbsp;h. Personen, die nicht die Lehren der [[Römische Reichskirche|Reichskirche]] anerkannten) erlassen hatte und es zudem wohl zu Übergriffen auf die Samaritaner gekommen war, erhoben sich diese im Jahr 529, nachdem es bereits 484 zu Aufständen gekommen war (siehe [[Justasas]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Zusammenfassend und mit weiterer Literatur siehe auch Crown u.&amp;amp;nbsp;a. (1993), S. 199–201.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der samaritanische Aufstand breitete sich von [[Skythopolis]] aus, Schwerpunkte der Bewegung waren bald auch die Gebiete der Städte [[Caesarea Maritima]] und [[Flavia Neapolis|Neapolis]] in [[Syria Palaestina|Palästina]]. Julian ben Sabar, der in manchen [[spätantike]]n Quellen als Anführer einer Räuberbande bezeichnet wird, wurde bald zum Anführer der Rebellen, die ihn sogar zum König (nicht Kaiser!) erhoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julian, dessen Königtum auch vielleicht durch [[Messianische Bewegungen|messianische]] Motive bedingt war,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [[Johannes von Nikiu]] 93,4f.&amp;lt;/ref&amp;gt; betrieb eine harte anti-christliche Politik. Der Bischof von Neapolis und mehrere Priester wurden getötet, Kirchen wurden zerstört und allgemein Christen verfolgt. In Neapolis ließ Julian in kaiserlicher Manier [[Wagenrennen]] veranstalten. Militärisch suchte er nicht die offene Konfrontation mit den römischen Regierungstruppen, sondern führte eher eine Art Guerillakrieg. Gegen die bald mobilisierten Truppenverbände (zu denen auch  arabische Verbündete Ostroms gehörten, die [[Ghassaniden]]) konnte sich Julian allerdings nicht halten. Der &amp;#039;&amp;#039;[[Dux (Titel)|dux]] Palaestinae&amp;#039;&amp;#039; Theodoros stieß 530 auf Neapolis vor, so dass Julian die Flucht ergriff. Julians Truppen wurden gestellt, er selbst wurde gefangen genommen und als [[Usurpator]] hingerichtet; sein mit einem [[Diadem]] geschmückter Kopf soll Kaiser Justinian geschickt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufstand wurde erst im Jahr 531 vollständig niedergeschlagen. [[Johannes Malalas]] berichtet von 20.000, [[Prokopios von Caesarea]] sogar von 100.000 Toten. Mehrere tausend Samaritaner flohen, während 20.000 den Ghassaniden übergeben worden sein sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;Diese und weitere Belege bei Meier (2003), S. 210f. Vgl. auch Martindale (1992), S. 729.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weil Theodoros nicht schon von Beginn an rigoros gegen die Aufständischen vorgegangen war, wurde der General auf Befehl Justinians inhaftiert und durch einen gewissen Eirenaios ersetzt, der mit äußerster Härte vorging und die letzten Unruhen beendete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das harte und energische Vorgehen des Kaisers mag durch die gleichzeitige Bedrohung durch die persischen [[Sassanidenreich|Sassaniden]] im Osten begründet gewesen sein (siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Römisch-Persische Kriege]]&amp;#039;&amp;#039;); ebenso ist es möglich, dass die [[Eschatologie|eschatologischen]] Erwartungen der Samaritaner eine Rolle spielten.&amp;lt;ref&amp;gt;So etwa die These von Mischa Meier, der allerdings generell von einem recht stark eschatologisch geprägten Zeitalter Justinians ausgeht, was nicht ganz unumstritten ist. Zu seinen Überlegungen bzgl. des Aufstandes siehe Meier (2003), S. 209ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da sich Julian explizit nicht zum Gegenkaiser, sondern zum König von Israel ausrief, sich in die Tradition [[Josef (Sohn Jakobs)|Josephs]] stellte und sein Königtum mit messianischen Erwartungen verband, hatte der Aufstand auch eine erhebliche ideengeschichtliche Komponente.&amp;lt;ref&amp;gt;Seit Mitte des 5. Jahrhunderts wurde das römische Kaisertum in kirchlichen Schreiben explizit mit der israelitischen Königstradition verknüpft; vgl. hierzu Gereon Siebigs: &amp;#039;&amp;#039;Kaiser Leo I. Das oströmische Reich in den ersten drei Jahren seiner Regierung (457–460 n. Chr.).&amp;#039;&amp;#039; Berlin/New York 2010, ISBN 978-3-11-022584-6, S. 780.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Niederschlagung ließ Justinian samaritanische Synagogen zerstören, um den Samaritanern die Hoffnung auf die Heilszeit zu nehmen und so wohl die endzeitlich angeheizte Atmosphäre zu beruhigen.&amp;lt;ref&amp;gt;So Meier (2003), S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Ende des Aufstands wurde von Justinian zudem als Geschenk Gottes gefeiert.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings kam es noch 556 zu einem erneuten Aufstand der Samaritaner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alan David Crown, Reinhard Pummer, Abraham Tal (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;A Companion to Samaritan Studies&amp;#039;&amp;#039;. Tübingen 1993, S. 140.&lt;br /&gt;
* {{PLRE|3A|729||Iulianus 3|}}&lt;br /&gt;
* [[Mischa Meier]]: &amp;#039;&amp;#039;Das andere Zeitalter Justinians&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 2003.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=|NDL=|VIAF=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2023-10-01}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Revolutionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Spätantike]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Samaritaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (jüdisches Altertum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (6. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Byzantinisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 5. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 6. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Julian ben Sabar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Julian ben Sahir; Ιουλιανός τὸν Σαβάρωνα (griechisch); Iulianus Sabari filius (lateinisch) &lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Anführer von samaritanischen Aufständischen gegen den oströmischen Kaiser Justinian I.&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=530 oder 531&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SJuergen</name></author>
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