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	<title>Julia Child - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T02:08:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-08-29T23:46:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 2 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Julia Child restore.jpg|mini|hochkant|Julia Child, 1988]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Julia Child&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geb. &amp;#039;&amp;#039;Julia Carolyn McWilliams&amp;#039;&amp;#039;; * [[15. August]] [[1912]] in [[Pasadena (Kalifornien)|Pasadena]], [[Kalifornien]]; † [[13. August]] [[2004]] in [[Montecito]], Kalifornien) war eine [[Vereinigte Staaten|US-amerikanische]] [[Koch|Köchin]] und [[Autor]]in von [[Kochbuch|Kochbüchern]]. Sie gilt gemeinsam mit [[M. F. K. Fisher]], [[Craig Claiborne]] und [[James Beard (Koch)|James Beard]] als eine der Persönlichkeiten, die zwischen 1930 und 1970 die [[US-amerikanische Küche]] und Esskultur maßgeblich beeinflussten. Von großem Einfluss war dabei ihre [[Kochsendung]] &amp;#039;&amp;#039;The French Chef&amp;#039;&amp;#039;, die das erste Mal im Jahr 1963 ausgestrahlt wurde und ein Millionenpublikum mit der [[Französische Küche|französischen Küche]] und deren Kochtechniken vertraut machte.&amp;lt;ref&amp;gt;Fussel, S. V–VII&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr bekanntestes Buch ist &amp;#039;&amp;#039;[[Mastering the Art of French Cooking]]&amp;#039;&amp;#039;, das sie gemeinsam mit [[Simone Beck]] und Louisette Bertholle verfasste. Es wurde ganz wesentlich von [[La bonne Cuisine de Madame E. Saint-Ange]] geprägt, erstmals zu Beginn der 1960er Jahre aufgelegt und erscheint bis heute. Childs Kochbuchklassiker hat seinerseits eine Reihe anderer US-amerikanischer Köche wie etwa [[Ina Garten]] maßgeblich beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julia Child, die an der US-amerikanischen Westküste aufwuchs, fand erst verhältnismäßig spät zur Kochkunst. Wegen ihres Mannes, der für das [[Außenministerium der Vereinigten Staaten]] tätig war, lebte sie in den 1950er Jahren in [[Frankreich]] und wurde maßgeblich von der dortigen Kochkunst geprägt. Sie lernte das professionelle Kochen an der Kochschule [[Cordon bleu (Kochschule)|Cordon Bleu]] in [[Paris]]. 2000 wurde sie Mitglied der [[American Academy of Arts and Sciences]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.amacad.org/publications/BookofMembers/ChapterC.pdf |titel=Mitgliedsverzeichnis AAAS |zugriff=2016-07-23 |format=PDF |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2003 überreichte der damalige [[Präsident der Vereinigten Staaten]], [[George W. Bush]], Child die [[Presidential Medal of Freedom|Freiheitsmedaille]] („The Presidential Medal of Freedom“), die höchste zivile Auszeichnung in den Vereinigten Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erschien die Filmkomödie &amp;#039;&amp;#039;[[Julie &amp;amp; Julia]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Nora Ephron]], die die Lebensgeschichte von Julia Child erzählt. Julia Child wurde im Film von [[Meryl Streep]] gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindheit und Jugend ==&lt;br /&gt;
Julia Child wurde in Pasadena, Kalifornien als Tochter von John und Julia McWilliams geboren. Ihre zwei Geschwister John (1914–2002) und Dorothy (1917–2006) kamen nach ihr auf die Welt. Julia Childs Familie war wohlhabend, und eine Hausangestellte kochte für die Familie. Die Mahlzeiten, die für die Familie serviert wurden, waren neuenglisch geprägt, da Julia Childs Mutter aus [[Neuengland]] stammte. Julia Child erinnerte sich zwar später daran, dass ihre Großmutter auf väterlicher Seite ausgezeichnet Huhn und [[Donut]]s zubereiten konnte. Sie selber zeigte während ihrer Jugend jedoch kein Interesse am Kochen.&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot;&amp;gt;S. 113 und S. 114&amp;lt;/ref&amp;gt; Die einzige kulinarische Erfahrung ihrer Jugend, die ihr nachhaltig in Erinnerung blieb, war ein Besuch des Restaurants &amp;#039;&amp;#039;Caesar’s Place&amp;#039;&amp;#039; im [[Mexiko|mexikanischen]] [[Tijuana]], bei dem [[Cesare Cardini]] persönlich an ihrem Tisch [[Caesar Salad]] zubereitete. Julia Childs Biografin Joan Reardon schließt jedoch nicht aus, dass der Restaurantbesuch Julia Child vor allem deshalb so deutlich in Erinnerung blieb, da sich dieses Restaurant, in dem [[Mariachi]]bands spielten und Bier und Cocktails serviert wurden, so deutlich von den [[Prohibition in den Vereinigten Staaten|prohibitionistisch]] geprägten US-amerikanischen Restaurants unterschied.&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot;&amp;gt;S. 115&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schon als Jugendliche mit 1,88&amp;amp;nbsp;Metern ausgesprochen groß gewachsene Julia Child spielte Tennis, Golf und Basketball und war Mitglied verschiedener Sportmannschaften des [[Smith College]], das sie 1934 als Bachelor of Arts in Geschichte abschloss.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=http://www.smith.edu/newssmith/fall2004/child.php |title=Farewell, “French Chef” |publisher=[[Smith College]] |work=NewsSmith |date=2004 |accessdate=2011-01-06 |language=en |archiveurl=https://web.archive.org/web/20220618071426/https://www.smith.edu/newssmith/fall2004/child.php |archivedate=2022-06-18 |offline=0 |archivebot=2025-08-29 23:46:33 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Abschluss ihres Studiums arbeitete sie für die Werbeabteilung eines Möbelhauses in [[New York City|New York]]. 1937 kehrte sie nach Kalifornien zurück, wo sie während der nächsten vier Jahre für verschiedene Verlage schrieb und im Werbegeschäft arbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit des Zweiten Weltkriegs ==&lt;br /&gt;
Mit dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zog Julia Child nach [[Washington, D.C.|Washington]]. Da sie zu groß war, um im [[Women’s Army Corps]] zu dienen, arbeitete sie für das [[Office of Strategic Services]] (OSS) im Büro von General [[William Joseph Donovan|William J. Donovan]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;wacs&amp;quot;&amp;gt;{{cite book&lt;br /&gt;
| last = Child, Julia&lt;br /&gt;
| first =&lt;br /&gt;
| authorlink =&lt;br /&gt;
| coauthors = Prud&amp;#039;homme, Alex&lt;br /&gt;
| title = My Life in France&lt;br /&gt;
| publisher = Random House&lt;br /&gt;
| date = 2006&lt;br /&gt;
| location =&lt;br /&gt;
| pages = 85&lt;br /&gt;
| url = http://books.google.com/books?id=8cKLQO4bgDQC&amp;amp;pg=PA85&amp;amp;lpg=PA85&amp;amp;dq=julia+child+oss+too+tall&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=DaMV9YVB0s&amp;amp;sig=yJw97hJgt2ehNBN0_-WsBmTEIO4&amp;amp;hl=en&amp;amp;ei=EgSvSvPVLo6llAew4ZjqBg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=6#v=onepage&amp;amp;q=&amp;amp;f=false&lt;br /&gt;
| language = en&lt;br /&gt;
| isbn = 978-0-307-27769-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Arbeit in Washington erwies sich jedoch als weniger aufregend als sie erhofft hatte und sie bewarb sich für den Dienst in Übersee, sobald sich dafür die Möglichkeit ergab.&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot;&amp;gt;S. 118&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeinsam mit einer Gruppe, zu der unter anderem die Anthropologen [[Gregory Bateson]] und [[Cora DuBois]] gehörten, reiste sie per Schiff zunächst nach [[Australien]] und von da aus nach [[Indien]]. Sie selber wurde nach [[Kandy]], [[Sri Lanka]] versetzt, wo sie für das Archiv des OSS zuständig war. In Kandy lernte sie [[Paul Child]] kennen, der für die Einrichtung der [[Kommandozentrale]]n zuständig war. Paul Child, zehn Jahre älter als Julia Child, war weitgereist, sprach mehrere Sprachen, war begeisterter Fotograf und Maler und schätzte gutes Essen. Gemeinsam mit Gregory Bateson, Cora Du Bois, dem Ornithologen [[Sidney Dillon Ripley]] und dem Journalisten [[Theodore H. White]] gehörten sie einer Gruppe von freundschaftlich verbundenen Personen an, die das als langweilig empfundene Kantinenessen umgingen, um die verschiedenen regionalen Spezialitäten der asiatischen Küche auszuprobieren.&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot;&amp;gt;S. 118 und S. 119&amp;lt;/ref&amp;gt; Zufällig wurden beide nahezu gleichzeitig zunächst nach [[Chongqing]] und dann [[Kunming]] versetzt. Paul und Julia Child verstanden sich gut, waren sich aber beide nicht sicher, wieweit ihre gegenseitige Zuneigung durch die ungewöhnliche Situation des Krieges bedingt war. Nach dem Ende des Krieges kehrte Julia Child nach Kalifornien zurück. Mit Paul Child blieb sie zunächst in Briefkontakt, dann trafen sie sich in Washington, um herauszufinden, ob die gegenseitige Anziehung noch Bestand hatte. Am 1. September 1946 heirateten sie schließlich und zogen nach Washington. Julia Child hatte in Kalifornien noch Kochunterricht genommen, um dem anspruchsvollen Geschmack ihres Mannes gerecht zu werden. Paul Child erinnerte sich später jedoch an Abendessen, die erst um 21 oder 22&amp;amp;nbsp;Uhr von seiner erschöpften Frau serviert wurden.&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot;&amp;gt;S. 120&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Paris ==&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Jahres 1948 erfuhr Paul Child, dass er zum United States Information Office nach Paris versetzt würde. Paul Child hatte als junger Mann in Paris gelebt und dort unter anderem [[Ernest Hemingway]] und [[Gertrude Stein]] kennengelernt.&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot; name=&amp;quot;reardon121&amp;quot;&amp;gt;S. 121&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Julia Child war es der erste Aufenthalt in Europa. Am 3.&amp;amp;nbsp;November 1948 traf das Ehepaar im Hafen von [[Le Havre]] ein.&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot; name=&amp;quot;reardon121&amp;quot;&amp;gt;S. 121&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre erste Mahlzeit auf französischem Boden hatte sie in einem Restaurant in [[Rouen]] auf dem Weg nach Paris. Diese Mahlzeit, die aus [[Austern]], [[Seezunge]] [[Müllerinart|Meunière]] und ausgezeichnetem Wein bestand, hat sie später mehrfach als eine „Offenbarung“ bezeichnet. Für kurze Zeit lebte das Ehepaar in einem Hotel. Dann fanden sie eine Wohnung in der rue de l’Université. Während ihr Mann seiner Tätigkeit an der [[Botschaft der Vereinigten Staaten in Frankreich|US-Botschaft]] nachging, begann Julia Child im [[Berlitz Sprachschulen|Berlitz-Institut]] ihr College-Französisch aufzufrischen. Den Rest des Tages verbrachte sie damit, Paris zu erkunden.&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot; name=&amp;quot;reardon121&amp;quot;&amp;gt;S. 121&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot; name=&amp;quot;reardon122&amp;quot;&amp;gt;S. 122&amp;lt;/ref&amp;gt; Regelmäßig war das Ehepaar abends in Restaurants wie dem &amp;#039;&amp;#039;[[L’Escargot]]&amp;#039;&amp;#039; oder dem &amp;#039;&amp;#039;La Grille&amp;#039;&amp;#039; zu Gast, die zu den führenden Restaurants der französischen Hauptstadt gehörten. Julia Child versuchte zunehmend, Mahlzeiten für sich und ihren Ehemann zuzubereiten. Beide waren sich jedoch einig, dass Julia Childs Kochkünste noch zu wünschen übrig ließen. Schließlich schrieb sie sich im [[Cordon bleu (Kochschule)|Le Cordon Bleu]] ein. Ihr wurde zuerst eine Kochklasse zugewiesen, die sich an unerfahrene Hausfrauen richtete. Julia Child insistierte jedoch bei der Leitung der Kochschule, dass sie mehr als eine oberflächliche Einführung in die französische Küche wünsche und auf eine fundierte Ausbildung abziele. Schließlich gelang es ihr, in den sechsmonatigen Kochkurs aufgenommen zu werden, in dem zwölf ehemalige Angehörige der [[United States Army|US-Armee]] aufgrund der [[G.&amp;amp;nbsp;I. Bill of Rights]] Kenntnisse der französischen Küche erwerben sollten, um später in den Staaten im Restaurantgeschäft zu arbeiten.&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot; name=&amp;quot;reardon122&amp;quot;&amp;gt;S. 122&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Unterricht begann morgens um sieben und dauerte dann zwei oder drei Stunden. Julia Child kehrte danach in die Wohnung zurück, um für sich und ihren Mann zu kochen und dabei das Erlernte unmittelbar umzusetzen. Ihre Schwester Dorothy, die zu der Zeit zu Gast in Paris war, als ihre Schwester ihre Technik bei der Herstellung von [[Holländische Sauce|Sauce Hollandaise]] und [[Sauce béarnaise|Sauce Béarnaise]] perfektionierte, hat später davon berichtet, dass die butterreichen Experimente von Julia Child zu Gallenkoliken bei allen Beteiligten führten.&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot; name=&amp;quot;reardon122&amp;quot;&amp;gt;S. 122&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Paris pain 1.jpg|mini|[[Paris]]er Bäcker in den 1950er Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Nachmittag kehrte Julia Child ins Le Cordon Bleu zurück, um den Kochdemonstrationen beizuwohnen, zu denen die führenden Köche von Paris eingeladen wurden. Zu den Lehrern am Cordon Bleu zählte [[Max Bugnard]], ein Schüler von [[Auguste Escoffier|Escoffier]] und der [[Pâtissier]] [[Claude Thillmont]], der viele Jahre lang die Pâtisserie des Café de Paris geleitet hatte. Julia Child sagte später über diese Zeit, dass sie erst mit dem Kochen eine Tätigkeit gefunden habe, die sie richtig interessiere.&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot; name=&amp;quot;reardon122&amp;quot;&amp;gt;S. 122&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kochbuchklassiker [[La bonne Cuisine de Madame E. Saint-Ange]] gehörte zu ihren Inspirationen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Amanda Hesser |Titel=The Way We Eat: Sauced in Translation |Sammelwerk=The New York Times |Datum=2005-12-11 |ISSN=0362-4331 |Online=http://www.nytimes.com/2005/12/11/magazine/the-way-we-eat-sauced-in-translation.html |Abruf=2015-09-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 lernte Julia Child auf einer Cocktailparty [[Simone Beck]] kennen. Simone Beck teilte Julia Childs Leidenschaft für gute Küche, und Julia Child verstand sich mit der Französin so gut, dass sich die beiden Frauen für den nächsten Tag verabredeten, um ihre Diskussion über Esskultur fortzusetzen. Wenige Tage später stellte Simone Beck Julia Child ihrer Freundin Louisette Bertholle vor und beide Frauen drängten Julia Child, Mitglied im [[Le cercle des Gourmettes]] zu werden.&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot; name=&amp;quot;reardon123&amp;quot;&amp;gt;S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Vereinigung, die nur Frauen als Mitglieder zuließ, veranstaltete für ihre Mitglieder in regelmäßigen Abständen Mittagessen, die von Köchen zubereitet wurden, die speziell für diesen Anlass eingeladen wurden. Die Mitglieder der Vereinigung durften dabei während der Zubereitung des Mahles anwesend sein und den Köchen assistieren. Die drei Frauen waren einige der wenigen Mitglieder, die diese Möglichkeiten wahrnahmen, und zwischen den drei Frauen entwickelte sich eine zunehmend engere Freundschaft.&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot; name=&amp;quot;reardon123&amp;quot;&amp;gt;S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simone Beck und Louisette Bertholle hatten auf Anregung eines US-amerikanischen Freundes von Bertholle hin ein kleines Heftchen mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;What’s cooking in France&amp;#039;&amp;#039; geschrieben, das Nordamerikanern die französische Küche näher bringen sollte. Die beiden Frauen planten, dieses Heftchen zu einem umfangreichen Kochbuch weiterzuentwickeln, das ebenso wie ihr kleines Rezeptheftchen von Ives Washburn Publishing Company veröffentlicht werden sollte. Ihrer Ansicht nach war Julia Child die ideale Ergänzung, um die Rezepte ins Englische zu übertragen und den kulturellen Hintergrund eines nordamerikanischen Publikums zu berücksichtigen. Da in Paris eine größere Anzahl von Amerikanern lebte, die großes Interesse daran hatten, mehr über die französische Küche zu erfahren, gründeten die drei zunächst die [[L’Ecole de Trois Gourmandes]]. Als Kochstudio diente die Küche in der Wohnung der Childs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erste Arbeiten an &amp;#039;&amp;#039;Mastering the Art of French Cooking&amp;#039;&amp;#039; ==&lt;br /&gt;
Julia Child stand der Idee eines gemeinsamen Kochbuches zunächst skeptisch gegenüber, geriet jedoch zunehmend in die Rolle derjenigen, die das Projekt strukturierte und die Verhandlungen mit den nordamerikanischen Verlagshäusern führte. Bereits im Herbst 1952 hatte Julia Child Zweifel daran, dass Ives Washburns Publishing Company das geeignete Verlagshaus für ihr zunehmend ambitionierteres Projekt sei. Simone Beck und Louisette Bertholle hatten bei der Veröffentlichung ihres ersten Kochbuches nicht einmal Gelegenheit erhalten, die [[Druckfahne]]n korrekturzulesen, der Verlag hatte wenig Anstrengungen unternommen, um das Heftchen zu vermarkten, es gab keinen Vorvertrag über das geplante Kochbuch und keiner der Autoren hatte bislang einen marktüblichen Vorschuss erhalten.&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot; name=&amp;quot;reardon125&amp;quot;&amp;gt;S. 125&amp;lt;/ref&amp;gt; Julia Child fand einen US-amerikanischen Anwalt, der ihre Interessen vertreten sollte und forderte von Ives Washburns alle Manuskripte zurück, um sie erneut zu übersetzen und zu überprüfen. Sie war auch diejenige, die ihre Mitautorinnen zwang, sich über Umfang und Zielsetzung des geplanten Kochbuches klar zu werden.&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot; name=&amp;quot;reardon125&amp;quot;&amp;gt;S. 125&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesem Zeitpunkt planten die Autorinnen noch ein fünfbändiges Werk über die französische Küche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1953 begann Julia Child durch einen Zufall eine Brieffreundschaft mit Avis DeVoto. DeVotos Ehemann, der [[Historiker]] Bernard DeVoto, hatte in einem Zeitungsartikel den Mangel an vernünftigen Küchenmessern in den Vereinigten Staaten beklagt. Julia Child hatte ihm daraufhin ein französisches Messer geschickt und daraus hatte sich ein zunehmend intensiverer Briefverkehr mit Avis DeVoto entwickelt. Avis DeVoto arbeitete als freiberufliche Lektorin für ein Bostoner Verlagshaus und wurde für die drei Autorinnen zunehmend zur unbezahlten [[Literaturagent]]in.&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot;&amp;gt;S. 126&amp;lt;/ref&amp;gt; Dank DeVotos Vermittlung schloss das Autorenteam einen Vorvertrag mit Houghton Mifflin, einem Verlagshaus, das etwas mehr Erfahrung in der Veröffentlichung von Kochbüchern besaß als Ives Washburns Publishing.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit traten auch die ersten Spannungen mit Louisette Bertholle auf. „Du und ich sind die mehr gradlinigeren Kochtypen“, schrieb Julia Child an Simone Beck, nachdem Louisette Bertholle erneut vorgeschlagen hatte, mit einer Garnierungsidee dem nordamerikanischen Geschmack gerecht zu werden.&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot; name=&amp;quot;reardon127&amp;quot;&amp;gt;S. 127&amp;lt;/ref&amp;gt; Julia Childs Beitrag zum Kochbuch bestand zu einem großen Teil darin, die Grundzubereitungsweisen der von Simone Beck und Louisette Bertholle vorgeschlagenen Rezepte zu analysieren und zu verstehen. Typische Kochbücher dieser Zeit richteten sich überwiegend an ein Publikum, das Kocherfahrung besaß und in der Lage war, ein Rezept zu adaptieren, wenn andere Zutaten oder Mengen dies verlangten. Bei einem US-amerikanischen Publikum war eine Vertrautheit mit französischen Küchentechniken nicht vorauszusetzen und ein Kochbuch, das sich an diese Zielgruppe richtete, musste detailliert die Zubereitungsweise beschreiben, selbst wenn einige Leser Kocherfahrung besaßen. Julia Child ging jedoch weiter, als Küchentechniken in nachvollziehbaren Schritten zu beschreiben. Grundsätzlich eine ausgeprägt systematische und strukturierte Persönlichkeit, wollte Julia Child verstehen, was dazu führte, dass eine Sauce ausflockte oder ein [[Soufflé]] zusammenfiel.&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot; name=&amp;quot;reardon127&amp;quot;&amp;gt;S. 127&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn sie sich mit den Rezepten von Louisette Bertholle und Simone Beck beschäftigte, zielte sie darauf ab, die Zubereitungsmethode zu finden, die mit der größten Verlässlichkeit ein gutes Resultat erzielte. Ohne sich dessen bewusst zu sein, legte Julia Child damit den Grundstein für den Erfolg des späteren Kochbuches. Die Rezepte waren erprobter als üblich und selbst ein relativ unerfahrener Koch konnte sich darauf verlassen, ein präsentables Ergebnis zu erzielen, wenn er sich an die Zubereitungsschritte hielt. Julia Child berücksichtige außerdem die andere Küchenausstattung, die eine typische amerikanische Küche von einer französischen unterschied. In den US-amerikanischen Küchen hielten zunehmend elektrische Hilfsgeräte wie Mixer und Küchenmaschine Einzug und genauso systematisch wie Julia Child die sicherste Zubereitungsweise für eine [[Holländische Sauce|Sauce Hollandaise]] untersuchte, untersuchte sie die Einsatzmöglichkeiten solcher Küchengeräte. Selbst Gastgeberin zahlreicher Essenseinladungen, war es für sie selbstverständlich, die Rezepte in Schritte zu gliedern, die sich gut vorbereiten ließen, und nahezu jedes Rezept von &amp;#039;&amp;#039;Mastering the Art of Cooking&amp;#039;&amp;#039; gibt Hinweise, wie ein Gericht kurz vor dem Servieren aufgewärmt werden kann.&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot; name=&amp;quot;reardon128&amp;quot;&amp;gt;S. 128&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufenthalt in Marseille und Bonn ==&lt;br /&gt;
Bereits im Februar 1953 war Paul Child zum US-Konsulat in [[Marseille]] versetzt worden.&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot; name=&amp;quot;reardon125&amp;quot;&amp;gt;S. 125&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine direkte Zusammenarbeit mit Simone Beck und Louisette Bertholle wurde dadurch schwieriger. Die Freundinnen tauschten sich überwiegend über Briefe miteinander aus. Bei der Wahl des neuen Apartments war entscheidend, dass die Küche groß genug war, um Julia Childs zunehmend umfangreichere Sammlung an Küchengeräten unterzubringen und ihr ein komfortableres Arbeiten zu ermöglichen. Von ihrer Wohnung aus konnten sie den Hafen von Marseille überschauen und nur unweit von ihrer Wohnung befand sich der Markt. Der Umzug führte auch dazu, dass das gemeinsame Kochbuch ein größeres Spektrum als nur die charakteristische bürgerliche Küche aus der Umgebung von Paris abdeckte und auch charakteristische Rezepte der Provence wiedergab. Im Spätsommer 1954 wurde Paul Child an die US-Botschaft nach [[Bonn]] versetzt. Den zweimonatigen Aufenthalt in den Staaten, der zwischen den beiden Versetzungen lag, nutzte Julia Child, um sich mit den Einkaufsmöglichkeiten eines typischen US-amerikanischen Haushalts auseinanderzusetzen. Die Liste der Dinge, die sie zusammenstellte, um sie während ihres US-Aufenthalts zu klären, umfasste die Größe von [[Truthahn|Truthähnen]], die in US-amerikanischen Supermärkten angeboten wurden, die Frage, wie weit es mittlerweile für den typischen amerikanischen Haushalt normal war, [[Tiefkühlkost|gefrorene Lebensmittel]] zu kaufen, und die Unterschiede zwischen den Mehlsorten, die in den Vereinigten Staaten und in Frankreich erhältlich waren.&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot; name=&amp;quot;reardon128&amp;quot;&amp;gt;S. 128&amp;lt;/ref&amp;gt; Julia Child wurde sich in den Monaten zurück in den Staaten auch bewusst, wie wenig Amerikaner mit der Idee vertraut waren, beim Kochen Wein zu verwenden oder Fleisch zu marinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-P002067, Bonn-Plittersdorf, Neubauten.jpg|mini|[[HICOG-Siedlung Plittersdorf|HICOG-Siedlung]] in [[Plittersdorf (Bonn)|Plittersdorf]], 1952]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ihres Aufenthalts in Deutschland lebten die Childs in der [[HICOG-Siedlung Plittersdorf]], einer von vielen US-Amerikanern bewohnten Wohnanlage in Bonn mit einem großen, typisch US-amerikanischen Supermarkt. Anders als während ihrer Zeit in Frankreich hatte sie in [[Plittersdorf (Bonn)|Plittersdorf]] keinen Gasherd, sondern einen Elektroherd, eine Küchenausstattung, die eher dem durchschnittlichen US-amerikanischen Haushalt entsprach. Julia Child nutzte ihre Zeit in Plittersdorf, um die Rezepte, die ihr Simone Beck zusandte, US-amerikanischen Einkaufsbedingungen und Kochmöglichkeiten anzupassen.&amp;lt;ref group=&amp;quot;*&amp;quot; name=&amp;quot;reardon129&amp;quot;&amp;gt;S. 129&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Umzug nach Bonn hatte auch den Vorteil, dass Julia Child nicht direkt in die Streitigkeiten mit Louisette Bertholle involviert war. Während Julia Child und Simone Beck sich einig waren, dass das Kochbuch die grundlegende französische Küche erläutern und dafür jedes Rezept sorgfältig wieder und wieder getestet werden müsse, bis die perfekte Zubereitungsweise gefunden sei, hatte Louisette Bertholle auf ein wesentlich weniger aufwendiges Kochen abgezielt. Sie beteiligte sich zunehmend weniger an der Arbeit an dem Kochbuch. Mithilfe von Anwälten einigte man sich schließlich, dass Louisette Bertholle einen geringeren Anteil an den [[Tantiemen]] für das zukünftige Kochbuch erhalten solle, aber dass ihr Name gleich groß auf dem Cover erscheinen werde. Im Frühjahr 1956 teilte man Paul Child mit, dass man ihn im Herbst nach Washington zurückversetzen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichung von &amp;#039;&amp;#039;Mastering the Art of French Cooking&amp;#039;&amp;#039; ==&lt;br /&gt;
Auch nach ihrer Rückkehr an die amerikanische Ostküste recherchierte und testete Julia Child gemeinsam mit Beck und Bertholle Rezepte. Im Februar 1958 reichten die drei Autorinnen ein 800-seitiges Manuskript beim Verlagshaus Houghton Mifflin ein, mit dem sie einen Vorvertrag hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://juliachildfoundation.org/1958/02/ |titel=February 1958 – Julia Child Foundation |zugriff=2018-05-05 |sprache=en-US |archiv-datum=2018-05-05 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180505211126/https://juliachildfoundation.org/1958/02/ |offline=ja |archiv-bot=2025-08-29 23:46:33 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Calvin Tomkins |Titel=Good Cooking |Sammelwerk=The New Yorker |Datum=2014-07-21 |ISSN=0028-792X |Online=https://www.newyorker.com/magazine/1974/12/23/good-cooking |Abruf=2018-05-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mehrere Versuche der Autorinnen, das Buch zu kürzen und zu vereinfachen, scheiterten, weswegen der Verlag das Buchprojekt 1959 endgültig ablehnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Julia Child&amp;#039;s rejection letter from Houghton Mifflin |Sammelwerk=Radcliffe Institute for Advanced Study at Harvard University |Datum=2012-08-14 |Online=https://www.radcliffe.harvard.edu/video/julia-childs-rejection-letter-from-houghton-mifflin |Abruf=2018-05-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Child reichte das überarbeitete Manuskript daraufhin bei William Koshland vom Verlag Alfred A. Knopf ein, wo der erste Band von &amp;#039;&amp;#039;Mastering the Art of French Cooking&amp;#039;&amp;#039; schließlich 1961 erschien. Das 726-seitige Kochbuch war ein Bestseller und wurde fast ausschließlich positiv aufgenommen. Der amerikanische Restaurantkritiker [[Craig Claiborne]] nannte es das „vermutlich umfangreichste, lobenswerteste und monumentalste Werk zu diesem Thema […] kompromisslos und nicht herablassend“ geschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Calvin Tomkins |Titel=Good Cooking |Sammelwerk=The New Yorker |Datum=2014-07-21 |ISSN=0028-792X |Online=https://www.newyorker.com/magazine/1974/12/23/good-cooking |Abruf=2018-05-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesem Erfolg ihres ersten Buchs schrieb Child zahlreiche Beiträge in Zeitschriften und eine regelmäßige Kolumne für den &amp;#039;&amp;#039;[[The Boston Globe|Boston Globe]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fernsehkarriere und weitere Publikationen ==&lt;br /&gt;
Nachdem Child 1962 in einer Buchsendung des Bostoner Fernsehsenders WGBH-TV die Zubereitung eines Omelettes demonstriert und der Sender begeisterte Zuschriften erhalten hatte, entschied sich WGBH-TV, eine eigene Kochsendung mit ihr zu produzieren. &amp;#039;&amp;#039;The French Chef&amp;#039;&amp;#039; wurde zunächst nur in Boston und Umgebung gesendet. Ab 1963 wurde die Sendung landesweit ausgestrahlt und 1966 als erste Bildungssendung mit einem [[Emmy]] ausgezeichnet. Insgesamt wurden zwischen 1962 und 1973 200 Folgen von &amp;#039;&amp;#039;The French Chef&amp;#039;&amp;#039; produziert, ab 1972 als erste US-amerikanische Sendung auch mit Untertiteln für Hörgeschädigte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Child, Paul, 1902-1994, Walton, Albie, |Titel=From Julia Child&amp;#039;s kitchen |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort=Harmondsworth, Middlesex, England |Datum= |Seiten= |ISBN=0140463712}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 veröffentlichte Child eine Sammlung ihrer Rezepte aus der Sendung unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;The French Chef Cookbook&amp;#039;&amp;#039;, zwei Jahre später folgte&amp;amp;nbsp;– gemeinsam mit Ko-Autorin Simone Beck&amp;amp;nbsp;– der zweite Band von &amp;#039;&amp;#039;Mastering the Art of French Cooking.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1970er und 1980er Jahren folgten weitere Fernsehsendungen wie &amp;#039;&amp;#039;Julia Child &amp;amp; Company&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Julia Child &amp;amp; More Company&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Dinner at Julia&amp;#039;s&amp;#039;&amp;#039; sowie knapp zwanzig weitere Bücher&amp;amp;nbsp;– zum Teil gemeinsam mit Koautoren. 1989 veröffentlichte Julia Child das Buch &amp;#039;&amp;#039;The Way To Cook&amp;#039;&amp;#039;, vier Jahre zuvor waren bereits sechs, jeweils einstündige Video-Anleitungen unter dem gleichen Titel erschienen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Timeline |Sammelwerk=Julia Child Foundation |Online=https://juliachildfoundation.org/timeline/# |Abruf=2018-05-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küche von Julia Child, in der die ersten drei ihrer Fernsehsendungen aufgezeichnet wurden, ist heute im [[National Museum of American History]] in [[Washington, D.C.|Washington]] ausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Barr, Nancy Verde |Titel=In Julia&amp;#039;s kitchen with master chefs |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=1st ed |Verlag=Knopf |Ort=New York |Datum=1995 |Seiten= |ISBN=0679438963}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://amhistory.si.edu/juliachild/jck/html/textonly/default.asp |titel=Julia Child&amp;#039;s Kitchen (text only) |zugriff=2018-05-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Letzte Lebensjahre und Vermächtnis ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 2001 zog Child in eine betreute Wohngemeinschaft für Senioren in [[Kalifornien]] und vermachte ihr Haus und Büro in [[Cambridge (Massachusetts)]] dem [[Smith College]]. Ihre Ehe mit Paul, der inzwischen verstorben war, war kinderlos geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. August 2004 starb Child drei Tage vor ihrem 92.&amp;amp;nbsp;Geburtstag im kalifornischen [[Montecito]] an Nierenversagen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=JULIA CHILD: 1912-2004 / TV’s French chef taught us how to cook with panache |Sammelwerk=SFGate |Online=https://www.sfgate.com/news/article/JULIA-CHILD-1912-2004-TV-s-French-chef-taught-2734025.php |Abruf=2018-05-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre letzte Mahlzeit war französische Zwiebelsuppe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=By Elaine Woo |url=http://www.latimes.com/food/la-081304child_lat-story.html |titel=TV Chef Julia Child Dead at 91 |zugriff=2018-05-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod von Child nahm ihre Stiftung, &amp;#039;&amp;#039;The Julia Child Foundation for Gastronomy and Culinary Arts&amp;#039;&amp;#039;, ihre Arbeit auf. Child hatte diese private Wohltätigkeitsstiftung 1995 gegründet, um ihr Lebenswerk fortzuführen. Mit Zuwendungen und [[Stipendium|Stipendien]] finanziert die Stiftung unter anderem Forschung zur Geschichte der Kochkunst und gastronomische Ausbildungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Grants |Sammelwerk=Julia Child Foundation |Online=https://juliachildfoundation.org/grants/ |Abruf=2018-05-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 erschien [[postum]] das letzte Buch Julia Childs, das sie gemeinsam mit ihrem Großneffen Alex Prud’homme, verfasst hatte. Das autobiografische Werk &amp;#039;&amp;#039;My Life in France&amp;#039;&amp;#039; umfasst Childs Leben in Frankreich nach dem Zweiten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2021 entstand mit &amp;#039;&amp;#039;Julia&amp;#039;&amp;#039; eine von [[Julie Cohen]] und [[Betsy West]] inszenierte Dokumentation über ihr Leben und Wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2022 bis 2023 wurde auf dem Streaminganbieter [[HBO Max]] die Fernsehserie &amp;#039;&amp;#039;[[Julia (Fernsehserie)|Julia]]&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht, die auf ihrem Leben basierte. Child wurde dabei von der britischen Schauspielerin [[Sarah Lancashire]] dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Mastering the Art of French Cooking]]&amp;#039;&amp;#039; (1961), with [[Simone Beck]] and Louisette Bertholle ISBN 0-375-41340-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Mastering the Art of French Cooking, Volume Two]]&amp;#039;&amp;#039; (1970), with [[Simone Beck]] ISBN 0-394-40152-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The French Chef Cookbook&amp;#039;&amp;#039; (1968) ISBN 0-394-40135-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;From Julia Child&amp;#039;s Kitchen&amp;#039;&amp;#039; (1975) ISBN 0-517-20712-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Julia Child &amp;amp; Company&amp;#039;&amp;#039; (1978) ISBN 0-345-31449-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Julia Child &amp;amp; More Company&amp;#039;&amp;#039; (1979) ISBN 0-345-31450-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Way to Cook&amp;#039;&amp;#039; (1989) ISBN 0-394-53264-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Julia Child&amp;#039;s Menu Cookbook&amp;#039;&amp;#039; (1991), one-volume edition of &amp;#039;&amp;#039;Julia Child &amp;amp; Company&amp;#039;&amp;#039; and &amp;#039;&amp;#039;Julia Child &amp;amp; More Company&amp;#039;&amp;#039; ISBN 0-517-06485-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Cooking With Master Chefs&amp;#039;&amp;#039; (1993) ISBN 0-679-74829-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;In Julia’s Kitchen with Master Chefs&amp;#039;&amp;#039; (1995) ISBN 0-679-43896-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Baking with Julia&amp;#039;&amp;#039; (1996) ISBN 0-688-14657-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Julia’s Delicious Little Dinners&amp;#039;&amp;#039; (1998) ISBN 0-375-40336-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Julia’s Menus For Special Occasions&amp;#039;&amp;#039; (1998) ISBN 0-375-40338-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Julia’s Breakfasts, Lunches &amp;amp; Suppers&amp;#039;&amp;#039; (1999) ISBN 0-375-40339-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Julia’s Casual Dinners&amp;#039;&amp;#039; (1999) ISBN 0-375-40337-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Julia and Jacques Cooking at Home&amp;#039;&amp;#039; (1999), with Jacques Pépin ISBN 0-375-40431-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Julia’s Kitchen Wisdom&amp;#039;&amp;#039; (2000) ISBN 0-375-41151-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;My Life in France&amp;#039;&amp;#039; (2006, posthumous), with Alex Prud’homme ISBN 1-4000-4346-8.&lt;br /&gt;
* (collected in) &amp;#039;&amp;#039;American Food Writing: An Anthology with Classic Recipes&amp;#039;&amp;#039;, ed. Molly O’Neill ([[Library of America]], 2007) ISBN 978-1-59853-005-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Französisch kochen&amp;#039;&amp;#039; (Echtzeit Verlag, Basel 2017, Erstübersetzung), mit [[Simone Beck]] und [[Louisette Bertholle]] ISBN 978-3-906807-01-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Joan Reardon: &amp;#039;&amp;#039;M. F. K. Fisher, Julia Child and Alice Waters – Celebrating the pleasures of the table.&amp;#039;&amp;#039; Harmony Books, New York 1994, ISBN 0-517-57748-8.&lt;br /&gt;
* Betty Fussel: &amp;#039;&amp;#039;Masters of American Cookery: M. F. K. Fisher, James Beard, Craig Claiborne, Julia Child.&amp;#039;&amp;#039; University of Nebraska Press, 2005, ISBN 0-8032-6920-X.&lt;br /&gt;
* Bob Spitz: &amp;#039;&amp;#039;Dearie: The Remarkable Life of Julia Child.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Jean-Martin Büttner: [http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Sex-in-der-Pfanne/story/14862165 &amp;#039;&amp;#039;Sex in der Pfanne.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Tages-Anzeiger]].&amp;#039;&amp;#039; 4. Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Knopf, New York 2012, ISBN 978-0-307-27222-5 (Biografie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelbelege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seitenhinweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;*&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=14085794X|LCCN=n79096956|VIAF=65286075}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Child, Julia}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Essen und Trinken)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Presidential Medal of Freedom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des National Book Award]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2004]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Child, Julia&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=McWilliams, Julia Carolyn (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanische Köchin und Kochbuchautorin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. August 1912&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pasadena (Kalifornien)|Pasadena]], [[Kalifornien]], [[Vereinigte Staaten]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. August 2004&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Montecito]], [[Kalifornien]], [[Vereinigte Staaten]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;InternetArchiveBot</name></author>
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