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	<title>Jules de Polignac - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Katz7566 am 6. Januar 2025 um 22:59 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Jules de Polignac (1780-1847).jpg|mini|Jules de Polignac [[Datei:Signatur Jules de Polignac.PNG|rahmenlos|klasse=skin-invert-image]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jules Auguste Armand Marie de Chalençon, Duc de Polignac&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Mai]] [[1780]] in [[Versailles]]; † [[29. März]] [[1847]] in [[Paris]]) war ein französischer Diplomat und [[Liste der Regierungschefs von Frankreich|Premierminister von Frankreich]]. 1838 ließ er sich in Bayern nieder und wurde in den bayerischen Fürstenstand erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Jules de [[Chalençon (Adelsgeschlecht)|Polignac]] war der zweite Sohn des Herzogs Jules de Polignac (1746–1817) und der [[Yolande Martine Gabrielle de Polastron, duchesse de Polignac|Yolande de Polastron]], einer engen Vertrauten der Königin [[Marie-Antoinette]]. Nach Ausbruch der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] emigrierte er 1790. Sein Vater ließ ihn, als er gerade erst 10 Jahre alt war, und seine Brüder in Rastadt schwören, stets die Prinzipien und Konsequenzen der Revolution zu bekämpfen. Mit seinem Bruder [[Armand de Polignac]] nahm er 1804 an der Verschwörung [[Georges Cadoudal]]s gegen [[Napoleon Bonaparte]] teil. Armand wurde zum Tode verurteilt, aber Jules bot sein Leben für das seines Bruders. Dafür wurden sowohl er als auch sein Bruder von Kaiserin [[Joséphine de Beauharnais|Joséphine]] begnadigt. Sie saßen bis 1814 gefangen und flohen dann &amp;lt;!--nach [[Vesoul]] ? nach Pierer, aber Lage zu Artois?--&amp;gt;zum damaligen Grafen von [[Artois]], dem späteren König [[Karl X. (Frankreich)|Karl&amp;amp;nbsp;X.]], der sie mit Vollmachten nach Paris voraussandte. Unter König [[Ludwig&amp;amp;nbsp;XVIII.]] wurde Polignac sogleich zum [[Maréchal de camp]] ernannt und noch 1814 nach [[Rom]] gesandt, wo er sich als Anhänger des äußersten [[Absolutismus]] zeigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ludwig&amp;amp;nbsp;XVIII. zog Polignac Anfang 1815 nach Napoleons Rückkehr während dessen [[Herrschaft der Hundert Tage]] nach [[Gent]]. Im gleichen Jahr kehrte er mit dem König nach Napoleons endgültigem Sturz nach Frankreich zurück. Er wurde von Ludwig&amp;amp;nbsp;XVIII. im August 1815 zum [[Pair von Frankreich|Pair]] ernannt, verweigerte dabei aber zuerst wegen vorgeblicher Gewissensskrupel den Eid auf die [[Charte constitutionnelle]], sodass erst der Papst seine religiösen Bedenken zerstreuen musste. Auch war Polignac Mitglied des Kriegsgerichts, das [[François Antoine Lallemand]] verurteilte. 1820 erhob ihn der Papst wegen seines Bemühens um die Stärkung des Katholizismus in Frankreich in den römischen Fürstenstand. Gern wollte ihm der Graf von Artois, der in sehr vertrauter Freundschaft mit Polignacs Mutter gestanden hatte und seine Liebe auf deren zweiten Sohn übertrug, ein Ministeramt verschaffen; aber König Ludwig&amp;amp;nbsp;XVIII. stimmte nur zu, dass Polignac 1823 als französischer Gesandter nach [[London]] ging. Nach [[George Canning|Cannings]] Tod (1827) schloss er sich hier [[Arthur Wellesley, 1. Duke of Wellington|Wellington]] und dessen System an. Der Graf von Artois hatte 1824 als Karl&amp;amp;nbsp;X. den französischen Thron bestiegen, wagte aber seinen in Frankreich unpopulären und als streng Klerikalen verschrienen Favoriten zunächst nicht zum Minister zu ernennen. Erst als der Außenminister [[Auguste Ferron de La Ferronnays]] im April 1829 wegen Krankheit seine Funktionen nicht mehr versehen konnte, versuchte der König, Polignac die vakant gewordene Ministerstelle zu übertragen, stieß aber bei den übrigen Mitgliedern des Kabinetts wie bei der öffentlichen Stimmung auf solche Ablehnung, dass er von seinem Vorhaben abstand. Kurz vor dem Sturz der vom [[Jean-Baptiste Gay, vicomte de Martignac|Vicomte de Martignac]] geführten Regierung kehrte Polignac im Juli 1829 von London nach Paris zurück. Ihm wurde am 8. August 1829 die Bildung eines Ministeriums ganz im Sinne der [[Ultraroyalisten]] übertragen, dessen Präsident er seit dem November 1829 war. Auf seinem neuen Posten betrieb er die Eroberung [[Algerien]]s und war der eigentliche Urheber der am 25. Juli 1830 beschlossenen [[Juliordonnanzen]], die eine Einschränkung des [[Wahlrecht]]s und Suspendierung der [[Pressefreiheit]] dekretierten. Aber deren Verkündigung am folgenden Tag löste die [[Julirevolution von 1830|Julirevolution]] aus und brachte Karl&amp;amp;nbsp;X. und mit diesem das Haus der [[Haus Bourbon|Bourbonen]] um den Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Polignac war während der Julirevolution in Paris und hatte sich, als man am 27. Juli 1830 sein Ministerium stürmte und zerstörte, in die [[Palais des Tuileries|Tuilerien]] gerettet, jedoch alle Unterhandlungsvorschläge zurückgewiesen. Erst als das Volk sich bereit machte, auch die Tuilerien anzugreifen, zog er sich nach [[Schloss Saint-Cloud|Saint-Cloud]] zum König zurück. Da er sich jedoch auch in dessen Gefolge nicht sicher fühlte, floh er in Richtung der Nordküste Frankreichs, um sich hier nach England einzuschiffen. Doch in der [[Normandie]] wurde er am 15. August bei [[Saint-Lô]] in der Verkleidung eines Bediensteten erkannt, verhaftet und in das [[Staatsgefängnis im Donjon von Vincennes|Gefängnis von Vincennes]] gebracht. Dort befanden sich bereits [[Pierre-Denis de Peyronnet|Peyronnet]], [[Jean de Chantelauze|Chantelauze]] und [[Martial de Guernon-Ranville|Guernon-Ranville]], die ebenfalls erst kurz zuvor ein Ministeramt angetreten hatten. Diese vier Politiker wurden vor das Pairsgericht gestellt. Während des Prozesses gegen ihn und seine Mitangeklagten musste Polignac seine Haft im Gefängnis des Luxembourg zubringen. Sein Verteidiger war sein früherer Gegner Martignac, der sich bemühte, seine Freilassung oder eine gelinde Strafe zu erwirken. Das Pairsgerichte verurteilte Polignac jedoch am 21. Dezember 1830 zum Verlust seiner Stellen und Titel, einer lebenslangen Gefängnisstrafe und dem Verlust seiner Bürgerrechte. Er wurde nach [[Ham (Somme)|Ham]] gebracht, wo er bis zum 29. November 1836 inhaftiert blieb. Hier studierte er eifrig. Während seiner Haft schrieb er das 1832 in Paris veröffentlichte Buch &amp;#039;&amp;#039;Considérations politiques sur l’époque actuelle&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom König [[Louis-Philippe I.|Louis-Philippe]] amnestiert, lebte er seitdem in England, dem Heimatland seiner beiden Ehefrauen Barbara Campbell (seit 1819) und Marie Charlotte Parkyns, Tochter des [[George Parkyns, 2. Baron Rancliffe|Lords Rancliffe]], und in [[Königreich Bayern|Bayern]]. Hier erwarb Polignac 1838 [[Schloss Wildthurn]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Historischer Atlas von Bayern: Teil Altbayern&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 30, Kommission für Bayerische Landesgeschichte, 1972, S. 126; [https://books.google.de/books?ei=CODzU_SrLseG4gT07YGYBg&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=D3QrAQAAIAAJ&amp;amp;dq=Polignac+Wildthurn&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=Polignac books.google.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://schloss-wildthurn.com/index.html Webseite zu Schloss Wildthurn]&amp;lt;/ref&amp;gt; und das Gut Reichersdorf bei [[Landau an der Isar]]. König [[Ludwig I. (Bayern)|Ludwig&amp;amp;nbsp;I.]] erhob ihn mit Datum vom 17. August des Jahres in den bayerischen [[Fürst]]enstand.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Regierungsblatt für das Königreich Bayern&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 35, München 15. September 1838, Spalte 570 des Jahrgangs&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf Schloss Wildthurn schrieb Jules de Polignac 1844 auch seine deutschsprachigen politischen Memoiren &amp;#039;&amp;#039;Historische, politische und moralische Studien über den Zustand der europäischen Gesellschaft um die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben über den Ort der Niederschrift auf Seiten XIII und XIV. {{archive.org |bub_gb_9glCAAAAcAAJ |Blatt=n13}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1843 ging er in Familienangelegenheiten nach Paris, musste aber binnen 24 Stunden die Stadt verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn [[Alphonse de Polignac]] ist für eine mathematische Vermutung bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
1830 entstand ein [[Polignac (Kartenspiel)|Kartenspiel]], in dem der Pikbube eine schlechte Karte darstellt. Da Polignac im Volk unbeliebt war, wurde dieser „schlechte“ Bube nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Considérations politiques sur l’époque actuelle&amp;#039;&amp;#039;. 1832 (französisch); {{archive.org |bub_gb_Oqg7AAAAMAAJ |Blatt=}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Études historiques, politiques et morales&amp;#039;&amp;#039;. 1845 (französisch); {{archive.org |bub_gb_ti4JAAAAQAAJ |Blatt=}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Yvert Benoît (dir.): &amp;#039;&amp;#039;Premiers ministres et présidents du Conseil. Histoire et dictionnaire raisonné des chefs du gouvernement en France (1815–2007)&amp;#039;&amp;#039;. Perrin, Paris 2007.&amp;lt;!-- nicht eingesehen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Jean-Héracle de Polignac: &amp;#039;&amp;#039;La Maison de Polignac: Etude d’une évolution sociale de la noblesse&amp;#039;&amp;#039;. Editions Jeanne d’Arc, Le Puy 1975.&amp;lt;!-- nicht eingesehen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Alexandre Boltz (dir.): &amp;#039;&amp;#039;Procès des derniers ministres de Charles X&amp;#039;&amp;#039;. 2 Bände (400 und 608 S.). Paris (au bureau des éditeurs) 1830.&lt;br /&gt;
* {{Pierer-1857 |Lemma=Polignac |BK-Nummer=2 |Band=13 |Seite=272 |SeiteBis=273 |zenoID=20010659684}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|AMT=[[Liste der Außenminister von Frankreich|Außenminister von Frankreich]]|ZEIT=8. August 1829 – 29. Juli 1830|VORGÄNGER=&amp;lt;br /&amp;gt; [[Joseph-Marie Portalis]]|NACHFOLGER=&amp;lt;br /&amp;gt; [[Victor-Louis-Victurnien de Rochechouart, duc de Mortemart]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hinweis Pierer 1857–1865}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=104152095|LCCN=n90723414|VIAF=53321044}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Polignac, Jules De}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Premierminister (Frankreich)]]&amp;lt;!--wohl vor und bis zur Julimonarchie, 1829-1830--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenminister (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französischer Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Pairskammer (Restauration)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titularfürst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Ordens vom Heiligen Geist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Jüngeren Hauses Polignac|Jules]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (bayerische Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1780]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1847]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Polignac, Jules de&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Polignac, Jules Auguste Armand Marie de&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Adliger und Diplomat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Mai 1780&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Versailles]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. März 1847&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Katz7566</name></author>
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