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	<title>Jules Oppert - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jules_Oppert&amp;diff=468127&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;John Red: Einzelnachweis</title>
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		<updated>2025-12-09T08:59:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einzelnachweis&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Jules Oppert.jpg|mini|Jules Oppert]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jules Oppert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch Julius Oppert, (geboren [[9. Juli]] [[1825]] in [[Hamburg]]; gestorben [[19. August]] [[1905]] in [[Paris]]) war ein [[Deutschland|deutsch]]-[[Frankreich|französischer]] [[Altorientalistik|Altorientalist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Jules Oppert, der aus einer [[Geschichte der Juden in Hamburg|jüdischen Familie in Hamburg]] stammte, war ein Bruder von [[Gustav Salomon Oppert]] und [[Ernst Oppert]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HambBio|Oppert, Ernst|3|285||Renate Hauschild-Thiessen}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde am [[Gelehrtenschule des Johanneums|Johanneum]] in Hamburg ausgebildet. 1844 begann er ein Studium an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Universität Heidelberg]] und wechselte dann an die [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Universität Bonn]] zum Studium der [[Orientalistik]], das er an den Universitäten [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] und [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Kiel]] fortsetzte. In Kiel promovierte er 1847 über „De Jure Indorum Criminali“. Noch 1847 verließ er Deutschland und ging nach Frankreich. Von Gelehrten wie [[Jean Antoine Letronne]], [[Eugène Burnouf]], [[Félicien de Saulcy]], und [[Adrien Prévost de Longpérier]] wurde er mit offenen Armen aufgenommen, da sein Werk „Lautsystem des Altpersischen“ (1847) als eines der wichtigsten Werke zum Verständnis der [[Altpersische Sprache|altpersischen Sprache]] galt. 1848 wurde er Gymnasialprofessor in [[Laval (Mayenne)|Laval]], wo er [[Deutsche Sprache|Deutsch]] lehrte. 1850 wurde er nach [[Reims]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1851 nahm er als [[Altorientalistik|Assyriologe]] an einer Expedition nach [[Mesopotamien]] und [[Medien (Land)|Medien]] teil, die von [[Fulgence Fresnel]] geleitet wurde und von [[Félix Thomas]] als [[Architekt]] begleitet wurde. Er identifizierte hier endgültig die Ruinen [[Babylon]]s als Babylon. 1854 kehrten sie ohne Fresnel zurück, der an Ort und Stelle blieb und 1855 in Bagdad starb. In der Folgezeit publizierte er seine Erkenntnisse in zwei Bänden „Expédition Scientifique en Mésopotamie“. 1854 erhielt er wegen seiner Verdienste um die französischen Wissenschaften die [[französische Staatsbürgerschaft]]. 1855 wurde er nach England geschickt um die Sammlung des [[British Museum]] zu begutachten. 1856 kehrte er nach Frankreich zurück, wo ihm das Kreuz der [[Ehrenlegion]] verliehen wurde (1885 wurde er Offizier der Ehrenlegion). 1857 wurde er Professor für [[Sanskrit]] und vergleichende [[Sprachwissenschaft]]. 1859/1864 erschien sein letztes großes und gleichzeitig bedeutendstes Werk zum Thema einer indo-iranischen Sprache: „Grammaire Sanscrite“ (2 Bände). Mittlerweile hatte sich Oppert einen international so guten Ruf erworben, dass er 1857 mit [[William Henry Fox Talbot]] und [[Edward Hincks]] als Gutachter der [[Royal Asiatic Society]] für die Entzifferung der altpersischen Keilschrift durch [[Henry Creswicke Rawlinson|Henry Rawlinson]] berufen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit begann sich Oppert vor allem mit der Assyriologie zu beschäftigen. 1869 wurde er Dozent für Assyriologie am &amp;#039;&amp;#039;Collège de France&amp;#039;&amp;#039;, 1874 schließlich Professor für Assyrische Philologie und Archäologie. Während seiner Reise nach Mesopotamien entdeckte er Schriftzeugnisse, die sich keiner der anderen Sprachen zuordnen ließen. Zunächst nannte er sie „Casdo-Skythisch“, später gab er der Sprache den noch heute benutzten Namen [[Sumerische Sprache|Sumerisch]] aufgrund des Titels den die akkadischen Könige verwendeten: &amp;#039;&amp;#039;König von [[Sumer]] und [[Akkad]]&amp;#039;&amp;#039;. Zunächst konnte sich Opperts Theorie jedoch nicht durchsetzen. Erst nach weiteren Funden in [[Ninive]] (bilinguale Texte) und in [[Girsu]] konnte knapp 20 Jahre später die Existenz dieser Sprache und damit die Existenz des Volkes der [[Sumerer]] bewiesen werden. In den folgenden Jahren beschäftigte er sich mit [[Inschrift]]en, assyrischer [[Astronomie]] und [[Astrologie]], babylonischen Vertragstexten. Als Autor wissenschaftlicher Werke war er sehr produktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der zweiten Hälfte der 70er Jahre und in den 80er Jahren beschäftigte Oppert sich vor allem mit biblischen Studien. Er forschte etwa zum [[Buch Ester]], zum [[Buch Judit]] und zu [[Salomo]]n. Weiterhin beschäftigte er sich mit der Sprache der [[Meder (Volk)|Meder]]. Am 18. März 1881 wurde er Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[Académie des inscriptions et belles-lettres]]&amp;#039;&amp;#039; (er ersetzte den [[Ägyptologie|Ägyptologen]] [[Auguste Mariette]]), 1890 Vizepräsident der Akademie und 1891 Präsident. 1862 wurde er als korrespondierendes Mitglied in die [[Preußische Akademie der Wissenschaften|Preußische]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.bbaw.de/die-akademie/akademie-historische-aspekte/mitglieder-historisch/historisches-mitglied-julius-oppert-2025| titel=Mitglieder – historisch: Julius Oppert| hrsg=[[Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften]]| zugriff=2025-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1876 in die [[Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Göttinger Akademie der Wissenschaften]]  aufgenommen (auswärtiges Mitglied ab 1887).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://adw-goe.de/mitglieder/personendetails/person/jules-oppert/| titel=Mitglieder: Jules Oppert| hrsg=Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen| zugriff=2025-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]] war er ab 1900 als korrespondierendes Mitglied verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BAdW|2258 |Name=Jules Oppert |Datum=9. Dezember 2025}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1874 war er assoziiertes Mitglied der [[Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://academieroyale.be/fr/who-who-detail/relations/jules-oppert/| titel=Académicien décédé: Jules Oppert| hrsg=Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique| zugriff=2023-10-31| sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und seit 1883 korrespondierendes Mitglied der [[Russische Akademie der Wissenschaften|Russischen Akademie der Wissenschaften]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im fortgeschrittenen Alter blieb Oppert weiterhin produktiv. Bis 1902 veröffentlichte er nicht weniger als 427 Titel. Ein Großteil davon waren Artikel in französischen, teilweise auch deutschen und englischen Zeitschriften (mit Ledrain begründete er die Zeitschrift „Revue d’Assyriologie“, die er auch herausgab, bei der von [[Carl Bezold]] 1886 begründeten „[[Zeitschrift für Assyriologie und Vorderasiatische Archäologie|Zeitschrift für Assyriologie]]“ war er langjähriger Mitherausgeber).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seines ganzen Lebens war Oppert als Jude auch an jüdischer Geschichte interessiert. So war er ein fleißiger Mitarbeiter der „Revue des Etudes Juives“, seit 1876 Mitglied des Zentralkomitees der [[Alliance Israélite Universelle]] (zeitweilig war er deren Vizepräsident) und Mitglied des „[[Consistoire central israélite|Consistoire central des israélites français]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Grabinschrift Darius I. in Nakisch-i-Rustam&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Morgenländische Gesellschaft|Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 11. 1857. S. 133–137 ([https://menadoc.bibliothek.uni-halle.de/dmg/periodical/pageview/9403 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grammaire Sanscrite&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Berlin 1859 ([https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10572573?page=4,5 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Les incriptions commerciales en caractères cuneiformes&amp;#039;&amp;#039;. Ainé, Paris 1866 ([https://archive.org/details/lesincriptionsc00oppegoog/page/n8/mode/2up Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Elements de la grammaire Assyrienne&amp;#039;&amp;#039;. Franck, Paris 1868 ([https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10571684?page=4,5 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Études sumériennes&amp;#039;&amp;#039;. Imprimerie nationale, Paris 1876 ([https://archive.org/details/tudessumriennes00oppegoog/page/n8/mode/2up Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fragments mythologiques&amp;#039;&amp;#039;. Quantink, Paris 1882 ([https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11614938?page=2,3 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* William Muss-Arnolt: &amp;#039;&amp;#039;The Works of Jules Oppert&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Assyriologie und vergleichenden semitischen Sprachwissenschaft 2&amp;#039;&amp;#039; (1894), S. 523–556. [https://archive.org/details/beitrgezurassyr00haupgoog]&lt;br /&gt;
* [[Carl Bezold]]: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf&amp;#039;&amp;#039;, In: [[Zeitschrift für Assyriologie und Vorderasiatische Archäologie|Zeitschrift für Assyriologie und verwandte Gebiete]], Band 19 (1905–1906) [https://menadoc.bibliothek.uni-halle.de/dmg/periodical/pageview/107619 ULB Halle]&lt;br /&gt;
* [[Salomon Wininger]]: &amp;#039;&amp;#039;Große jüdische National-Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Band 4. Czernowitz, 1927, S. 583–585&lt;br /&gt;
* [[Encyclopaedia Judaica]], 1971, Band 12, Sp. 1434f.&lt;br /&gt;
* Jean Baumgarten: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.persee.fr/doc/hel_0750-8069_2001_num_23_2_2834 Jules Oppert et la naissance de l’assyriologie.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Histoire Épistémologie Langage&amp;#039;&amp;#039; 23.2 (2001), S. 77–99.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Oppert, Jules.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon deutsch-jüdischer Autoren]].&amp;#039;&amp;#039; Band 17: &amp;#039;&amp;#039;Meid–Phil.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Archiv Bibliographia Judaica. De Gruyter, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 2009, ISBN 978-3-598-22697-7, S. 392–393.&lt;br /&gt;
* Brigitte Lion und Cécile Michel: Oppert, Jules. In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Altertumswissenschaften&amp;#039;&amp;#039;. Biographisches Lexikon (= &amp;#039;&amp;#039;[[Der Neue Pauly]]. Supplemente, Band&amp;amp;nbsp;6)&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von [[Peter Kuhlmann (Altphilologe)|Peter Kuhlmann]] und [[Helmuth Schneider (Althistoriker)|Helmuth Schneider]]. Stuttgart u.&amp;amp;nbsp;a. 2012. Sp. 904–906. [[doi:10.1163/2452-3054 dnpo6 COM 00525]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Julius Oppert}}&lt;br /&gt;
* [https://metalib.kobv.de/V/PHR226N1Q4KL7HJAN7UBRKPR7G7X35EUD2T7ET9QSU9RTSINY8-03225?func=quick-1 Weitere Werke]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117139092|LCCN=nb2009028733|VIAF=165060}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Oppert, Jules}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altorientalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Bad Kissingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Académie des Inscriptions et Belles-Lettres]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korrespondierendes Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Offizier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1825]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Oppert, Jules&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Oppert, Julius&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-französischer Philologe und Altorientalist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Juli 1825&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. August 1905&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;John Red</name></author>
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