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	<title>Jules Isaac - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jules_Isaac&amp;diff=760017&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zollernalb: HC: Entferne Kategorie:Gymnasiallehrer; Ergänze Kategorie:Gymnasiallehrer (Frankreich)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Gymnasiallehrer&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Gymnasiallehrer (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Gymnasiallehrer&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Gymnasiallehrer_(Frankreich)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Gymnasiallehrer (Frankreich) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Gymnasiallehrer (Frankreich)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jules Isaac&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1877]] in [[Rennes]]; † [[6. September]] [[1963]] in [[Aix-en-Provence]]) war ein [[Frankreich|französischer]] [[Historiker]]. Er setzte sich für die christlich-jüdische sowie für die deutsch-französische Verständigung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Jules Isaac stammte aus einer [[Judentum|jüdischen]] Familie und war Sohn des Berufsoffiziers Edouard Marx Isaac, der nach der Annexion durch das Deutsche Reich nach dem [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] aus dem [[Elsass]] nach Frankreich übersiedelt war. Nachdem Jules mit 13 Jahren beide Eltern verloren hatte, besuchte er eine [[Internat]]sschule, wo er [[Charles Péguy]] kennenlernte, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Sein Philosophielehrer im Gymnasium war [[Henri Bergson]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902 heiratete er die Malerin Laure Ettinghausen: Aus dieser Ehe wurden eine Tochter, Juliette (1903), und zwei Söhne, Daniel (1907) und Jean-Claude (1918) geboren. Nach seiner [[Habilitation]] lehrte er in zwei Gymnasien in Paris und wirkte an der Herausgabe und Überarbeitung einer Buchreihe des Verlags Hachette für den Geschichtsunterricht in den Oberschulen mit, die unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Malet-Isaac&amp;#039;&amp;#039; bekannt wurde: Die Bücher dieser Reihe wurden in Frankreich bis in die 1970er Jahre hinein verwendet. Sie wurden auch ins Spanische übersetzt und noch 1992 neu aufgelegt. Als Autor [[Albert Malet (Historiker)|Albert Malet]] 1915 an der Front von Artois fiel, folgte Isaac als Redaktor. So wurde Jules Isaac im kulturellen Gedächtnis Frankreichs zum «Geschichtsprofessor der Nation» ([[Pierre Nora]]). Er setzte sich auch für die Verständigung mit Deutschland auf Schulbuchebene ein und gründete dazu eine &amp;#039;&amp;#039;[[Schulbuchkommission|Internationale Konferenz für Geschichtsunterricht]]&amp;#039;&amp;#039;, die 1932 und 1934 aktiv war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Olivier Mentz, Marie-Luise Bühler |Titel=Deutsch-französische Beziehungen im europäischen Kontext: Ein vergleichendes Mosaik aus Schule und Hochschule |Verlag=LIT Verlag Münster |Datum=2017 |ISBN=978-3-643-13649-7 |Online=https://books.google.de/books?id=5VETDgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA84&amp;amp;lpg=PA84&amp;amp;dq=%22Internationale+Konferenz+f%C3%BCr+Geschichtsunterricht%22+1932&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=gIdcjM4Oom&amp;amp;sig=ACfU3U0AMvaHrxPvQZvm71Pvqpc5BQjvbQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiz-O-WmazrAhXFDewKHeFRA40Q6AEwBHoECAcQAQ#v=onepage&amp;amp;q=%22Internationale%20Konferenz%20f%C3%BCr%20Geschichtsunterricht%22%201932&amp;amp;f=false |Abruf=2020-08-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war Isaac vier Jahre lang in der französischen Armee und wurde in [[Verdun]] verletzt. Als engagierter [[Antifaschismus|Antifaschist]] setzte er sich nach dem Krieg für ein besseres Verständnis zwischen Frankreich und Deutschland und für eine Reform des Schulunterrichts ein. Isaac war Generalinspekteur des Bildungsministeriums von 1936 bis 1940, als er von diesem Amt durch die [[Vichy]]-Regierung enthoben wurde und Lehrverbot erhielt. In diesem Jahr floh er mit der Familie nach Aix-en-Provence und dann nach [[Clermont-Ferrand]]. Nach allen anderen Mitgliedern seiner Familie wurde 1943 auch Isaacs Frau von der [[Gestapo]] verhaftet. Allein der Sohn Jean-Claude überlebte das [[Konzentrationslager]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 wurde Isaac das Amt des Generalinspekteurs, diesmal als [[Ehrenamt]], wieder zuerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Jules Isaac hat außer den Handbüchern für den Schulunterricht nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] mehrere Bücher geschrieben, die sich mit der Frage des Ursprungs des Hasses gegen die Juden befassen. Bereits während des Kriegs hatte Isaac angefangen, die bis dahin gemeingültige Annahme, dass die [[Evangelium (Buch)|Evangelien]] [[Antisemitismus (bis 1945)|antisemitisch]] seien, zu hinterfragen, und eine [[Biblische Exegese|exegetische Arbeit]] an den evangelischen Texten begonnen. Das Buch &amp;#039;&amp;#039;Jésus et Israël&amp;#039;&amp;#039;, das er während des Kriegs „von Zufluchtsstätte zu Zufluchtsstätte“ schrieb, löste nach seinem Erscheinen im Jahr 1946 feindselige, aber auch enthusiastische Reaktionen aus. Er gehörte zu den Initiatoren der [[Seelisberg]]er Thesen, die auf der [[Konferenz von Seelisberg]] verabschiedet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kirchenzeitung.ch/article/jules-isaac-ein-grosser-humanist-12045 |titel=Jules Isaac - ein grosser Humanist : Schweizerische Kirchenzeitung |abruf=2020-08-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das als Fortsetzung von &amp;#039;&amp;#039;Jésus et Israël&amp;#039;&amp;#039; geschriebene Buch &amp;#039;&amp;#039;Genesis des Antisemitismus&amp;#039;&amp;#039; analysiert auf Grund rein historischer Erörterungen die Erscheinungsformen und Auswirkungen des Antisemitismus in der Antike und im Mittelalter, um festzustellen, dass von allen Spielarten des Antisemitismus der christlich motivierte alle anderen „hinsichtlich Dauer, Aufbaus des Systems, schädlicher Wirkung, Umfangs und Tiefe weit übertrifft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Jules Isaac: &amp;#039;&amp;#039;Genesis des Antisemitismus&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jules Isaac engagierte sich auch innerhalb der katholischen Gemeinschaft in Frankreich und rief mehrere Vereinigungen der „Jüdisch-Christlichen Freundschaft“ (&amp;#039;&amp;#039;Amitié Judéo-Chrétienne&amp;#039;&amp;#039;) ins Leben. Er bat um eine Überarbeitung der [[Karfreitagsfürbitte für die Juden|Karfreitagsfürbitte]] für die Juden, legte die Seelisberger Thesen und ein Dokument zur Revision der christlichen Lehre über das Judentum während einer Privataudienz 1960 Papst [[Johannes XXIII.]] vor, der es an eine von Kardinal [[Augustin Bea]] gegründete Arbeitsgruppe für die Beziehungen der Kirche zum Judentum (&amp;#039;&amp;#039;Commissione della Santa Sede per i Rapporti Religiosi con l&amp;#039;Ebraismo&amp;#039;&amp;#039;) weiterleitete. Diese Kommission erarbeitete die Grundlage für die vom [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweiten Vatikanischen Konzil]] 1965 beschlossene Erklärung über die Haltung der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen &amp;#039;&amp;#039;[[Nostra Aetate]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Dave Schläpfer, Universität Luzern |url=https://www.luzernerzeitung.ch/kultur/seelisberg-die-thesen-des-humanisten-isaac-ld.88117 |titel=SEELISBERG: Die Thesen des Humanisten Isaac |abruf=2020-08-21 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jésus et Israël&amp;#039;&amp;#039;, Albin Michel, Paris 1946; deutsche Übersetzung: &amp;#039;&amp;#039;Jesus und Israel&amp;#039;&amp;#039;, Wien 1968&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Genèse de l’antisémitisme&amp;#039;&amp;#039;, Paris 1948, ²1956; deutsche Übersetzung: &amp;#039;&amp;#039;Genesis des Antisemitismus&amp;#039;&amp;#039;, Wien 1969&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Expériences de ma vie&amp;#039;&amp;#039;, Calman-Lévy, Paris 1959&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L’Enseignement du mépris&amp;#039;&amp;#039; (1962), Reprint: Bernard Grasset, Paris 2004 ISBN 2-246-17182-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Julius H. Schoeps (Hg.), &amp;#039;&amp;#039;Neues Lexikon des Judentums&amp;#039;&amp;#039;, überarbeitete Neuausgabe, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2000, ISBN 3-579-02305-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Judenfeindlichkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Antike Judenfeindschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|124279449}}&lt;br /&gt;
* F. Pieper, &amp;#039;&amp;#039;Den Dialog auf die Tagesordnung der Welt gesetzt&amp;#039;&amp;#039;, [http://www.jcrelations.net/de/?item=2619#2 jcrelations.net]&lt;br /&gt;
* M. Morselli, &amp;#039;&amp;#039;Jules Isaac e le origini di Nostra Aetate&amp;#039;&amp;#039;, [http://www.nostreradici.it/Morselli-Aetate.htm nostreradici.it] (italienisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelbelege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124279449|LCCN=n/81/9780|VIAF=2472104}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Isaac, Jules}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antisemitismusforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichtsdidaktiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialbeamter (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gymnasiallehrer (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Frankreichs 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1877]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Isaac, Jules &lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1877&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rennes]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. September 1963&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Aix-en-Provence]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zollernalb</name></author>
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