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	<title>Jukagiren - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T07:51:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jukagiren&amp;diff=148676&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Modun: /* Gegenwart */</title>
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		<updated>2026-03-22T11:28:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gegenwart&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Yukagir woman.jpg|mini|Jukagirinnen&amp;lt;br /&amp;gt; Ende 19. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Yukaghir shaman.jpg|mini|hochkant|[[Schamane]], 1902]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jukagiren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind ein kleines [[Paläosibirische Völker|paläosibirisches Volk]], das in Nordost-[[Asien]] vor allem in der zu [[Russland]] gehörenden Republik [[Sacha]] (im Volksmund als &amp;#039;&amp;#039;Jakutien&amp;#039;&amp;#039; bekannt) lebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Die Siedlungsschwerpunkte der Jukagiren sind die Landschaften an den nordostrussischen Strömen [[Alaseja]], [[Kolyma]] und [[Indigirka]], die im Gebiet des weitläufigen [[Ostsibirisches Tiefland|Ostsibirischen Tieflands]] und des [[Jukagirenplateau]]s, die kältesten Regionen Sibiriens, verlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeine Informationen ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1979 gab es 835 Jukagiren, 2010 bekannten sich 1603 Menschen zur jukagirischen Identität. Nur ein kleinerer Teil der jukagirischen Bevölkerung spricht die [[Jukagirische Sprache]], die somit vom Aussterben bedroht ist. &amp;#039;&amp;#039;Jukagir&amp;#039;&amp;#039; (Yukagir) ist eine wahrscheinlich [[Mandschu-tungusische Sprachen|tungusische]] Fremdbezeichnung. Die Eigenbezeichnungen der verschiedenen Gruppen sind: Odul, Vadul, Dutke, Dutkil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Yukaghir map XVII-XX.png|mini|Verbreitungsgebiet der Jukagiren im 17. Jahrhundert (gestrichelt) und im späten 20. Jahrhundert. Hellrot Siedlungsgebiete von Jukagiren, die heute andere Sprachen angenommen haben, dunkelrot heutiges jukagirisches Sprachgebiet. Das südliche Gebiet in der Nachbarschaft des [[Kältepol]]s bewohnter Gebiete [[Oimjakon]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Christianisierung durch die [[Russisch-Orthodoxe Kirche]] (Beginn im 17. Jahrhundert, nennenswert jedoch erst ab Ende des 19. Jahrhunderts)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Nikolai Fjodorowitsch Katanow]]: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=http://bildungsmaterialien.com/Religion-und-Mythologie/74663-Hristianizaciya-korennyh-narodov-Sibiri.html |wayback=20160304072919 |text=Christianisierung der indigenen Völker Sibiriens. |archiv-bot=2025-08-29 19:52:29 InternetArchiveBot }}&amp;#039;&amp;#039; Übersetzung der Veröffentlichung des Ministeriums für Bildung der Khakassky State University auf bildungsmaterialien.com, abgerufen am 30. Juni 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; war der sogenannte [[Klassischer Schamanismus|„klassische Schamanismus“]] die [[ethnische Religion]] der Jukagiren. Der [[Ethnologe]] [[Klaus E. Müller]] spricht hier von „Elementarschamanismus“ und meint damit die archaischste Form dieser spirituellen Praxis, die typisch für sibirische [[Ethnie]]n war, bei denen die Jagd kulturell eine herausragende Rolle spielte. Bei den Jukagiren handelte es sich um eine besonders altertümliche Form, denn jeder konnte [[Schamane]] sein. Es gab zum einen den Heiler, der das Jagdglück erbittet und Opfer darbringt und zum anderen den sogenannten „Zitterer“ ([[Schamanismus#Die rituelle Ekstase|Rituelle Ekstase]]). Ein Mensch hat nach der traditionellen jukagirischen Vorstellung drei Seelen.&amp;lt;ref&amp;gt;u. a. [[Klaus E. Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Schamanismus. Heiler, Geister, Rituale.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, C. H. Beck, München 2010 (Originalausgabe 1997), ISBN 978-3-406-41872-3. S. 75, 88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Christianisierung hat bei vielen abgelegenen Völkern Sibiriens nur oberflächlich stattgefunden, so dass [[Synkretismus|synkretistische Mischreligionen]] heute häufig sind. Die Jukagiren gehören zu den Völkern, bei denen einige Leute nach wie vor der Tradition des Schamanismus folgen.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard B. Lee und Richard Daly (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Cambridge Encyclopedia of Hunters and Gatherers.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, Cambridge University Press, New York 2010 (Erstdruck 1999), ISBN 978-0-521-60919-7. S. 154.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gfbv.it/3dossier/siberia/sibiri-de.html &amp;#039;&amp;#039;Die kleinen Völker des hohen Nordens und fernen Ostens Rußlands.&amp;#039;&amp;#039;] Gesellschaft für bedrohte Völker - Südtirol, Bozen 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Als [[Mandschu-tungusische Völker|tungusischsprachige Gruppen]] im 13. Jahrhundert nach Nord- und Ost-Sibirien vordrangen, lebten dort mehrere sprachlich und kulturell mit den Vorfahren der heutigen Jukagiren verwandte [[Ethnie]]n auf einem sehr großen Gebiet. Zu diesem Zeitpunkt war die Metallverarbeitung noch nicht verbreitet, so dass von spätsteinzeitlichen [[Jäger und Sammler|Jäger-und-Sammler]]-Kulturen gesprochen werden muss. Sie lebten von Jagd, Fischfang und Sammeln. Die einzigen Haustiere waren Haushunde und [[Ren]]tiere, aber nur als Zugtiere, im Gegensatz zu anderen Völkern Sibiriens nicht als Nahrungsgrundlage. Ihre traditionelle Behausung war der [[Tschum]]. Nach der russischen Kolonisation, die schon im 17. Jahrhundert mit der Gründung des Winterlagers [[Werchojansk]] 1635 durch [[Ilja Perfiljew]] einsetzte, und der weiteren Verbreitung [[Jakuten|jakutischer]] und [[Ewenen|ewenischer]] Sprache und Kultur blieben im [[19. Jahrhundert|19.]] und 20. Jahrhundert nur kleinere Gruppen übrig, die sich als Jukagiren identifizierten. Einige jukagirische Gruppen nahmen als russische Hilfstruppen an der kolonialen Eroberung Nordost-Asiens teil. Kriegsverluste, sprachliche und kulturelle [[Assimilation (Soziologie)|Assimilation]] und Epidemien führten dazu, dass bereits 1861 die Zahl der Jukagiren unter 1000 gesunken war. Schon im 18. Jahrhundert galten die Jukagiren als [[Christianisierung|christianisiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenwart ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Расселение юкагиров в ДФО по городским и сельским поселениям, в %.png|mini|Verteilung der Jukagiren laut Volkszählung 2010]]&lt;br /&gt;
Die über viele Jahrhunderte währende russische Einflussnahme auf die Jukagiren und andere kleine Völker Sibiriens hat kulturell zu einer weitgehenden [[Russifizierung]] geführt. Demgegenüber hat jedoch bereits die [[Sowjetunion]] 1989 weitreichende Maßnahmen beschlossen, um diesen Prozess zu stoppen beziehungsweise umzukehren: So wurden muttersprachliche Schulklassen eingerichtet, um die Sprache zu erhalten. Lehrprogramme für Jagd und Pelztierzucht wurden eingeleitet. Diese Gesetze wurden nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion vom russischen Staat im Dezember 1991 übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.gfbv.de/de/news/indigene-voelker-im-norden-russlands-und-sibiriens-174/ | abruf=2024-02-21 | datum=2005-04-12 | titel=Indigene Völker im Norden Russlands und Sibiriens {{!}} Ein geographisch-ethnographischer Überblick }} In: Information der [[Gesellschaft für bedrohte Völker]] Südtirol, aus &amp;#039;&amp;#039;Die kleinen Völker des hohen Nordens und fernen Ostens Russlands. Ein aktueller Lagebericht mit geschichtlich-ethnographischer Einführung&amp;#039;&amp;#039;, Bozen 1998&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Volkszählung 2010 gaben 1603 Menschen an, Jukagiren zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.gks.ru/free_doc/new_site/population/demo/per-itog/tab5.xls |wayback=20211223052305 |text=Nationale Angaben der Volkszählung 2010 }} (XLS-Datei - Jukagiren-Zeile 202), auf gks.ru&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Jukagiren in Russland&lt;br /&gt;
!Verwaltungseinheit&lt;br /&gt;
!Jukagiren laut Volkszählung 2010&amp;lt;ref&amp;gt;[https://rosstat.gov.ru/free_doc/new_site/perepis2010/croc/Documents/Vol4/pub-04-04.pdf 4. НАСЕЛЕНИЕ ПО НАЦИОНАЛЬНОСТИ И ВЛАДЕНИЮ РУССКИМ ЯЗЫКОМ ПО СУБЪЕКТАМ РОССИЙСКОЙ ФЕДЕРАЦИИ]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|{{RU-SA}}&lt;br /&gt;
|1.281&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|{{RU-CHU}}&lt;br /&gt;
|198&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|{{RU-MAG}}&lt;br /&gt;
|71&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwandte Ethnien ==&lt;br /&gt;
Die [[Ethnie|ethnischen]] Gruppen der &amp;#039;&amp;#039;Anaul&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Hodyn&amp;#039;&amp;#039; haben sich in der russischen Kolonialzeit aufgelöst. Mit den [[Tschuwanen]] (Tschuwanzen) entstand eine Mischbevölkerung mit eigener Identität, die heute in vielen Teilen Nordost-Asiens lebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Jukagir]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Yukaghir|Jukagiren}}&lt;br /&gt;
* [https://photochronograph.ru/2013/11/01/snimki-yukagirov-nachala-xx-veka/ Fotos aus dem traditionellen Leben der Jukagiren Anfang 20. Jahrhundert]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indigenes Volk in Russland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sacha]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Modun</name></author>
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