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	<title>Jugoskandik - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-16T21:23:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jugoskandik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine der ersten Privatbanken [[Serbien]]s nach dem Zerfall des [[SFRJ|sozialistischen Jugoslawiens]]. Das Unternehmen stellte Geldmittel für die serbische [[Bosnienkrieg|Kriegführung]] in [[Bosnien und Herzegowina|Bosnien-Herzegowina]] bereit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Pyramidenspiel“ und Schmuggel ==&lt;br /&gt;
[[Jezdimir Vasiljević]], ein Serbe, der Jugoslawien im Alter von 18 Jahren verlassen und längere Zeit in Australien gelebt hatte, gründete Jugoskandik nach seiner Rückkehr im Jahr 1987 zunächst als Import-Export-Unternehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=„Chessmaniac“ (Internet-Schachzeitschrift), Artikel über Bobby Fischer |url=http://www.chessmaniac.com/Bobby_Fischer/Bobby_Fischer_Articles6.shtm |wayback=20070404080843 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zuge des Zusammenbruchs der jugoslawischen Wirtschaft seit Beginn der [[Internationale Konflikte der Nachfolgestaaten Jugoslawiens|Jugoslawienkriege]] baute Vasiljević das Unternehmen entgegen den in Serbien bestehenden Gesetzen zu einer Bank aus. Zu Beginn ließ er großformatige Zeitungsanzeigen schalten, in denen er zum Boykott der [[D-Mark]] aufrief, weil sie „in kolonialer Weise“ die Welt versklave. Die Deutsche Mark war in der zweiten Hälfte der 80er Jahre aufgrund der galoppierenden [[Inflation]] und der Entwertung des [[Dinar]]s zur inoffiziellen Zweitwährung geworden. Der größte Teil der Devisensparguthaben, deren Summe in ganz Jugoslawien auf 11 Milliarden DM geschätzt wurde, war in Deutscher Mark angelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Brey, Die Logik des Wahnsinns, Freiburg 1993, ISBN 3451-0423-04, S. 29&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die [[Devisen]]guthaben der serbischen Sparer für die Kriegführung zu nutzen, ließ [[Slobodan Milošević]] Ende 1991 zunächst eine staatliche „Anleihe für Serbien“ auflegen. Diese brachte jedoch nur 225 Mio. DM ein, was weit hinter den Erwartungen zurückblieb. Daraufhin begannen Jugoskandik und eine weitere Privatbank, &amp;#039;&amp;#039;Dafiment&amp;#039;&amp;#039;, für Devisenguthaben bis zu 15 % Zinsen pro Monat auszuzahlen. Grundlage dafür war, ähnlich wie später in [[Albanien]], die [[Charles Ponzi|Ponzi]]-Finanzierung („Pyramidenspiel“): die Zinsen wurden aus neu hinzugekommenen Guthaben bezahlt. Es gelang Jugoskandik, 500.000 Sparer anzuwerben, die meist kleinere Beträge zwischen 1.000 und 5.000 DM anlegten. Bei einer Anlage von 1.000 $ erhielten die Anleger 150 $ im Monat (entsprechend in DM), das war der vierfache Monatslohn eines Arbeiters. Bei einer [[Hyperinflation]] von bis zu 20.000 % im Jahr 1993 hielten sich viele Sparer nur mit den Jugoskandik-Zinsen über Wasser, was der Bank zu großer Popularität verhalf. Ihr Chef wurde im Volksmund liebevoll „Boss Jezda“ genannt&amp;lt;ref&amp;gt;Brey, S. 106; [https://content.time.com/time/magazine/article/0,9171,978395-1,00.html TIME-Magazine]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[UNO]]-[[Embargo]] gegen [[Bundesrepublik Jugoslawien|Restjugoslawien]] am 30. Mai 1992 stieg Vasiljević in den Schmuggel ein. Den Beginn der Sanktionen feierte er mit einem großen Fest im Hotel „Miločer“ in [[Bar (Montenegro)|Bar]]. Anwesend war die gesamte [[Montenegro|montenegrinische]] Prominenz einschließlich des Regierungschefs [[Momir Bulatović]]. Den Bürgern wurde zugesagt, dass sie dank „Jezda“ vom Embargo nicht zu spüren bekämen. Vasiljević kaufte gegen den Willen der Belegschaft die montenegrinischen Tankstellen der früheren Staatsfirma &amp;#039;&amp;#039;[[Jugopetrol]]&amp;#039;&amp;#039;. Anfang 1993 besaß er gelagertes Öl im Wert von 6 Mio. $, ferner investierte er 300.000 $ in eine Fabrik für Lederkleidung in [[Berane]] und kaufte ein [[Tabak]]kombinat in [[Podgorica]]. In Serbien handelte er mit Öl, Mehl und Zucker.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2025-08 |url=http://www.scc.rutgers.edu/serbian_digest/69/t69-5.htm |text=Vreme (serbisches Nachrichtenmagazin), 18. Januar 1993 |archivebot=2025-08-29 18:28:18 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die montenegrinische Regierung verkaufte Vasiljević die Ferieninsel [[Sveti Stefan]], auf der am 2. September 1992 das spektakuläre Schachturnier [[Bobby Fischer]]s gegen [[Boris Spasskij]] stattfand. Auf der Pressekonferenz spuckte Fischer demonstrativ auf ein Schreiben des U.S. Treasury Department, in dem ihm wegen des Verstoßes gegen die UNO-[[Sanktion]]en mit einer hohen Geldstrafe und bis zu zehn Jahren Haft gedroht wurden. Vasiljević sicherte das Grundstück mit einer Privatarmee, die den Journalisten [[Dagobert Kohlmeyer]] während des Turniers verhaftete, einen Tag lang verhörte und mit dem Tod bedrohte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Cathy Forbes]]: {{Webarchiv|text=Bobby Fischer, the Holy Grail - A Balkan Odyssey |url=http://www.chessmaniac.com/Bobby_Fischer/Bobby_Fischer_Articles28.shtm |wayback=20070403215533 }}, in &amp;#039;&amp;#039;Chess Life Magazine&amp;#039;&amp;#039;, März 1993, Seiten 26–27 (217-218), wiedergegeben auf &amp;#039;&amp;#039;Chessmaniacs.com&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Beschäftigten erhielten von Vasiljević jedoch keinen Lohn, vom Kaufpreis bezahlte er nur die ersten beiden Monatsraten&amp;lt;ref&amp;gt;Vreme, 18. Januar 1993&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Beziehungen ==&lt;br /&gt;
Jugoskandik und das „Schwesterunternehmen“ &amp;#039;&amp;#039;[[Dafiment]]&amp;#039;&amp;#039; unterhielten enge Beziehungen zur [[Socijalistička Partija Srbije|Sozialistischen Partei Serbiens]]. &amp;#039;&amp;#039;Dafiment&amp;#039;&amp;#039; finanzierte die Partei im Süden Serbiens über eine in [[Vranje]] ansässige Möbelfabrik. Jugoskandik gab 200.000 DM für den Belgrader Wahlkampf des damals sozialistischen Kandidaten [[Nebojša Čović]] aus, der nach dem Sturz Miloševićs stellvertretender serbischer Premierminister wurde. Dafür erhielt Jugoskandik den Auftrag, die öffentlichen Unternehmen der Stadt zu modernisieren&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vreme&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.scc.rutgers.edu/serbian_digest/77/t77-2.htm |wayback=20060922191102 |text=Vreme, 15. März 1993 |archiv-bot=2025-08-29 18:28:18 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Vasiljević behauptete, seit 1991 107 Millionen D-Mark für die Bestechung von Politikern ausgegeben zu haben&amp;lt;ref&amp;gt;Brey, S. 109&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bank leitete gesammeltes Geld für Waffen und Ausrüstung an serbische Paramilitärs in Bosnien weiter und spendete direkt an die „Serbischen Tiger“ [[Željko Ražnatović]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nesl.edu/center/balkan2.htm Rechtsgutachten der New England School of Law, Boston, MA, zur Frage einer möglichen Anklage gegen Milošević 1997]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Darstellung eines Zeugen vor dem [[ICTY]] erteilte Milošević Vasiljević den Auftrag, ein Konto für die Unterstützung von Paramilitärs bei der serbischen Firma [[Zastava|Crvena Zastava]] zu eröffnen, Vasiljević zahlte 750.000 bis 1 Mio. DM auf dieses Konto ein, das Geld wurde von einem serbischen Geheimdienstoffizier in einem Koffer über die Landesgrenze geschmuggelt, um Uniformen und Verpflegung für [[Paramilitär]]s zu kaufen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.un.org/icty/transe54/031021ED.htm ICTY-Transkript vom 21. Oktober 2003, S.&amp;amp;nbsp;27844–27848]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Nach Angaben einer Angehörigen des serbischen Kriegsministeriums, Dobrila Gajic-Glisic, sowie Zeugenaussagen vor dem ICTY soll Vasiljević im Oktober 1991 einen Vertrag über eine für die bosnischen Serben bestimmte Waffenlieferung mit [[Israel]] vermittelt haben, das Geschäft wurde über den [[Kroate]]n [[Boris Krasnic]] und die Firma &amp;#039;&amp;#039;[[Jugoeksport]]&amp;#039;&amp;#039; abgewickelt&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Dr. C. Wiebes, Intelligence and the war in Bosnia 1992-1995, Chapter 4; Netherlands Institute for War Documentation 2002 |url=http://213.222.3.5/srebrenica/toc/p6_c04_s004_b02.html |wayback=20060825121135}} sowie [http://www.un.org/icty/transe54/031021ED.htm ICTY-Transkript vom 21. Oktober 2003, S.&amp;amp;nbsp;27844–27848]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der [[Waffenhandel]] spielte jedoch bei den Geschäften von Jugoskandik nach Einschätzung westlicher Diplomaten nur eine geringe Rolle, weil die meisten Waffen für die [[Jugoslawienkriege]] im Land selbst produziert wurden&amp;lt;ref name=&amp;quot;Time&amp;quot;&amp;gt;[https://content.time.com/time/magazine/article/0,9171,978395-1,00.html TIME-Magazine]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Nach Einschätzung unabhängiger Journalisten aus dem früheren Jugoslawien waren die Bank und ihr Chef Teil eines kriminellen Netzwerks, das unter dem Dach des serbischen Geheimdienstes und seines Chefs [[Jovica Stanišić]] aufgebaut wurde&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aimpress.ch/dyn/dos/archive/data/2003/30725-dose-01-04.htm AIM-Dossier über Organisierte Kriminalität auf dem Balkan]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. März 1993 verließ Vasiljević Serbien plötzlich in Richtung [[Budapest]]. Vom serbischen Fernsehen, bei dem dies am 8. und 9. März die Hauptnachricht war, wurde er zunächst um Rückkehr gebeten. Die Nachricht von seiner Flucht aus dem Land führte zu Demonstrationen geprellter Anleger. Unmittelbar nach seiner Flucht beging [[Radovan Nikolić]], ein Direktor des Unternehmens &amp;#039;&amp;#039;[[Jugodrvo]]&amp;#039;&amp;#039;, das Öl aus [[Rumänien]] schmuggelte, angeblich in seinem Haus Selbstmord. Ein anderer Direktor dieses Unternehmens, [[Branimir Vuković]], wurde in der Nähe von [[Novi Sad]] ermordet&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vreme&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Time&amp;quot; /&amp;gt; Vasiljević floh anschließend über Israel nach [[Ecuador]], von wo aus er mehrere Fernsehinterviews gab, in denen er Miloševićs korruptes und verbrecherisches Regime kritisierte&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2025-08 |url=http://www.scc.rutgers.edu/serbian_digest/180/t180-2.htm |text=Vreme, 13. März 1995 |archivebot=2025-08-29 18:28:18 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Grund für seine Meinungsänderung war nach Meinung des Journalisten [[Thomas Brey]] eine von Milošević losgetretene Kampagne gegen „[[Kriegsgewinnler]]“ und „Mafiabosse“&amp;lt;ref&amp;gt;Brey, S. 110&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Miloševićs Sturz kehrte Vasiljević im Februar 2001 nach Serbien zurück und wurde zunächst verhaftet. Im Oktober 2001 wurde er gegen eine Kaution von 1 Mio. DM auf freien Fuß gesetzt. Die [[Belgrad]]er Staatsanwaltschaft legte gegen diese Entscheidung des Bezirksgerichts Widerspruch ein. Sie bezifferte seinen Gewinn aus Jugoskandik auf 45 Mio. DM und die den Sparern entstandenen Schäden auf 217 Mio. DM.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://listserv.buffalo.edu/cgi-bin/wa?A2=ind0110&amp;amp;L=twatch-l&amp;amp;D=1&amp;amp;O=D&amp;amp;P=65186 Belgrader Agenturmeldung vom 24. Oktober 2001]&amp;lt;/ref&amp;gt; Vasiljević gab sein gesamtes Vermögen mit 68 Mio. DM an&amp;lt;ref name=&amp;quot;Time&amp;quot; /&amp;gt;. Bezirksrichter Života Đoinević, der ihn freiließ, wurde nach der Ermordung [[Zoran Đinđić]]s am 27. März 2003 seinerseits verhaftet, in seinem Haus wurden 70.000 Euro sowie ein beträchtliches Waffenarsenal gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.mfa.gov.rs/Bilteni/Engleski/b280303_e.html |wayback=20160304200605 |text=Bulletin der serbischen Regierung vom 28. März 2003}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vasiljević trat im Jahr 2004 als Kandidat bei den serbischen Präsidentschaftswahlen an.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iwpr.net/?p=bcr&amp;amp;s=f&amp;amp;0=157085&amp;amp;apc_state=henibcr2004 Institute of War and Peace Reporting über die serbischen Präsidentschaftswahlen 2004]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thomas Brey: &amp;#039;&amp;#039;Die Logik des Wahnsinns. Jugoslawien, von Tätern und Opfern&amp;#039;&amp;#039; (Herder-Spektrum; Bd. 4230). Herder, Freiburg/B. 1993, ISBN 3-451-04230-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jugoslawienkriege]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreditinstitut (Serbien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Serbien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1987]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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