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	<title>Jugendkonzentrationslager - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T06:54:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jugendkonzentrationslager&amp;diff=150396&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Oddaa: /* Literatur */ verbessert</title>
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		<updated>2025-09-13T14:46:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; verbessert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jugendkonzentrationslager&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (in der [[Sprache des Nationalsozialismus]] als &amp;#039;&amp;#039;Jugendschutzlager&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Jugendverwahrlager&amp;#039;&amp;#039; beschönigt) waren in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] [[Konzentrationslager]] zur [[Internierung]] widerständiger, „schwer erziehbarer“, „arbeitsscheuer“ und [[Nonkonformismus|nonkonformistischer]] Kinder und [[Jugendliche]]r. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation der Jugendkonzentrationslager ==&lt;br /&gt;
Die Lager unterstanden dem [[Reichssicherheitshauptamt]] und dienten offiziell der „Jugendfürsorge“ wie auch kriminalpolizeilichen Maßnahmen. Im [[Reichsinnenministerium]] war [[Hans Muthesius]] für die zentrale Verwaltung der Jugendkonzentrationslager zuständig.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Ayaß: [http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2007013016937/3/DeutscherVerein.pdf &amp;#039;&amp;#039;„Zu den Akten“. Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge drückt sich immer noch um die Auseinandersetzung mit seiner NS-Vergangenheit.&amp;#039;&amp;#039;] (pdf; 64&amp;amp;nbsp;kB) In: Sozialmagazin 17 (1992), Heft 9, S. 54–57.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Dezember 1939 ging die Initiative von [[Hermann Göring|Göring]] aus, der [[Heinrich Himmler|Himmler]] beauftragte, etwas gegen Jugendverwahrlosung und [[Jugendkriminalität]] zu tun. Unter den Kriegsbedingungen fehlten die eingezogenen HJ-Funktionäre, abends wurde verdunkelt, befürchtet wurden mehr Kontakt mit Ausländern, Prostitution und Homosexualität. Göring ließ [[Reinhard Heydrich|Heydrich]] am 22. Dezember 1939 im [[Reichssicherheitshauptamt|RSHA]] eine Sitzung mit mehreren Reichsbehörden und NSDAP-Organisationen abhalten. Es sollte noch eine weitere Rechtsgrundlage für Maßnahmen geschaffen werden, wozu Göring am 1. Februar 1940 21 hochkarätige Funktionäre und Minister zusammenrief: [[Wilhelm Frick|Frick]], Goebbels, Lammers, [[Bernhard Rust|Rust]] u.&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;m. Zu den Ergebnissen gehörte die Möglichkeit einer Lagerunterbringung. Im Juni 1940 teilte das RSHA den Polizeidienststellen mit, dass bald mit der Lagerunterbringung begonnen werde.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Buddrus: &amp;#039;&amp;#039;Totale Erziehung für den totalen Krieg: Hitlerjugend und nationalsozialistische Jugendpolitik&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. Saur, München 2003, ISBN 3-598-11615-2, S. 424ff u. 488ff ([https://books.google.de/books?id=ahT0CQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA424&amp;amp;lpg=PA424&amp;amp;dq=Holfelder#v=onepage&amp;amp;q=Holfelder&amp;amp;f=false online])&amp;lt;/ref&amp;gt; Die rechtliche Grundlage für die Unterbringung bot ein Erlass zur „[[Vorbeugende Verbrechensbekämpfung|vorbeugenden Verbrechensbekämpfung]]“, der den Zugriff auf „[[Asoziale (Nationalsozialismus)|Asoziale]]“ regelte.&amp;lt;ref&amp;gt;Abgedruckt bei [[Wolfgang Ayaß]] (Bearb.): [https://web.archive.org/web/20161122223521/http://www.bundesarchiv.de/imperia/md/content/abteilungen/abtg/dzd/dokumentenverzeichnisse/materialien_5_gemeinschaftsfremde.pdf &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Gemeinschaftsfremde&amp;quot;. Quellen zur Verfolgung von &amp;quot;Asozialen&amp;quot; 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;], Koblenz 1998, Nr. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als „asozial“ konnte jede Person gelten, die einer Minderheit angehörte, sich der Unterwerfung unter den Nationalsozialismus entzog oder anderweitig auffiel. Die Jugendlichen wurden durch [[Eva Justin]], Mitarbeiterin bei der [[Rassenhygienische Forschungsstelle|Rassenhygienischen und Bevölkerungsbiologischen Forschungsstelle]] unter [[Robert Ritter]], nach [[Rassismus|rassistischen]] beziehungsweise „kriminalbiologischen“ Merkmalen und ihrer „Entwicklungs- oder Erziehungsfähigkeit“ begutachtet. Danach wurde entschieden, welche Zwangsmaßnahmen gegen sie angewendet werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hauptlager ==&lt;br /&gt;
=== Lager Moringen (bei Göttingen) für Jungen ===&lt;br /&gt;
Das [[KZ Moringen|Jungenlager in Moringen]] im „Landeswerkhaus“ (offiziell „Polizeiliches Jugendschutzlager“) wurde auf Anregung von [[Reinhard Heydrich]] als erstes Lager dieser Art im Juni 1940 eingerichtet. Es war dem [[Reichssicherheitshauptamt]], Amt V ([[Reichskriminalpolizeiamt]]) unterstellt. Im Lager wurden mindestens 1.400 Jungen und junge Männer im Alter von 13 bis 22 Jahren eingesperrt; sie wurden nach [[Selektion (Konzentrationslager)|Selektion]] in verschiedenen Blöcken untergebracht. Mindestens 89 Häftlinge wurden ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenlager wurden im September 1943 in [[Berlin-Weißensee]] und im Juli 1944 in [[Volpriehausen]] eingerichtet. Moringen wurde im April 1945 befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lager „Uckermark“ für Mädchen und junge Frauen ===&lt;br /&gt;
Das [[KZ Uckermark|Mädchenlager „Uckermark“]] wurde im Juni 1942 in unmittelbarer Nähe des [[KZ Ravensbrück|Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück]] eingerichtet. Die Leitung hatte [[Kriminalrat|Kriminalrätin]] [[Lotte Toberentz]] inne. Hier wurden über 1.000 Mädchen und junge Frauen untergebracht. Die Hintergründe waren ähnlich wie in Moringen, hinzu kamen Einweisungen durch die [[Kriminalpolizei (Deutschland)|Kriminalpolizei]] wegen „sexueller Abweichungen“. Es wurden auch einige [[Partisan]]innen eingesperrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1944 wurde ein Nebenlager am [[Truppenübungsplatz Döberitz]] eingerichtet, in dem Mädchen, die sich in Uckermark bewährt hatten, untergebracht wurden. Im Januar 1945 diente das Nebenlager dem [[Massenmord]] an Frauen aus Ravensbrück und nahm damit den Charakter eines Todeslagers an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugendverwahrlager Litzmannstadt für polnische Kinder und Jugendliche ===&lt;br /&gt;
Im polnischen [[Łódź]] (von den Nationalsozialisten „Litzmannstadt“ genannt), Reichsgau [[Wartheland]], wurde Anfang Dezember 1942 das „[[Polen-Jugendverwahrlager Litzmannstadt]]“ für polnische Minderjährige beiderlei Geschlechts eröffnet. Die genaue Zahl der insgesamt hier Inhaftierten ist nicht bekannt, sie wird auf bis zu 20.000 geschätzt. Auf dem Höchststand 1943 betrug ihre Zahl knapp 8000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es galt eine Arbeitspflicht und drakonische Strafen waren üblich. Ferner wurden rassekundliche Untersuchungen durchgeführt und als ausreichend „arisch“ angesehene Kinder zur Adoption durch deutsche Familien freigegeben. Unbekannt ist auch die Zahl der hier ums Leben gekommenen polnischen Kinder und Jugendlichen. An Misshandlungen sowie durch Unterernährung und mangelnde Hygiene bedingten Krankheiten starben vermutlich mehrere Tausend Insassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Anstalten ==&lt;br /&gt;
Zur Unterdrückung von abweichenden Jugendlichen hatten die Nationalsozialisten noch weitere Anstalten, Arbeitslager und Jugendgefängnisse eingerichtet. Volljährige Insassen wurden häufig in andere KZ verbracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder und Jugendliche, die die Nationalsozialisten aus [[Rassismus|rassistischen]] Gründen verfolgten, wurden wie Erwachsene in Konzentrations- und [[Vernichtungslager]] deportiert und im [[Holocaust]] getötet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gab es auf Befehl des [[Reichsführer SS|Reichsführers SS]] [[Heinrich Himmler]] sogenannte „[[Ausländerkinder-Pflegestätte]]n“ für die Kinder von Zwangsarbeitern. Hier herrschten dieselben unmenschlichen Bedingungen wie in den anderen genannten Einrichtungen. Die „Ausländerkinder-Pflegestätten“ hatten kein anderes Ziel, als die Kinder von Zwangsarbeitern möglichst unbemerkt von der Öffentlichkeit verkümmern zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anerkennung als Konzentrationslager und Gedenken ==&lt;br /&gt;
Die Insassen der Jugendschutzlager galten lange Zeit als „vergessene Verfolgte“ des NS-Regimes. Erst in den 1970er Jahren erfolgte in der Bundesrepublik die Anerkennung der Lager als Konzentrationslager durch die Entschädigungsämter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An das Lager Uckermark wird in der [[Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück]] erinnert. In Moringen gibt es die [[KZ-Gedenkstätte Moringen]], die über die drei hier bestehenden KZs aufklärt. Auch in Łódź gibt es einen Gedenkort mit einer von [[Jadwiga Janus]] geschaffenen Skulptur (&amp;#039;&amp;#039;{{lang|pl|Pomnik Martyrologii Dzieci}}&amp;#039;&amp;#039;, deutsch: „Denkmal des Martyriums der Kinder“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Erziehung im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Ayaß]]: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Asoziale&amp;quot; im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart: Klett-Cotta, 1995, ISBN 3-608-91704-7.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Ayaß:  &amp;#039;&amp;#039;„Asozial“. Aufstieg und Niedergang eines Kernbegriffs sozialer Ausgrenzung,&amp;#039;&amp;#039; Freiburg i.Br. 2023. ISBN 978-3-7841-3682-0.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Benz]], [[Barbara Distel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Der Ort des Terrors]]. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 9: &amp;#039;&amp;#039;Arbeitserziehungslager, Ghettos, Jugendschutzlager, Polizeihaftlager, Sonderlager, Zigeunerlager, Zwangsarbeiterlager.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck Verlag, München 2009, ISBN 978-3-406-57238-8.&lt;br /&gt;
* [[Inge Deutschkron]]: &amp;#039;&amp;#039;... denn ihrer war die Hölle. Kinder in Gettos und Lagern&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaft und Politik, Köln 1985, ISBN 3-8046-8565-X.&lt;br /&gt;
* Barbara Bromberger, [[Hans Mausbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Feinde des Lebens. NS-Verbrechen an Kindern&amp;#039;&amp;#039;, Pahl-Rugenstein, Köln 1987, ISBN 3-7609-1062-9.&lt;br /&gt;
* Katja Limbächer, Maike Merten, Bettina Pfefferle (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Mädchenkonzentrationslager Uckermark&amp;#039;&amp;#039;. Unrast Verlag, Göttingen 2000, ISBN 3-89771-202-4.&lt;br /&gt;
* Heinrich Muth: &amp;#039;&amp;#039;Jugendopposition im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Aus Politik und Zeitgeschichte]], Heft 3, 1982.&lt;br /&gt;
* Arnulf Zitelmann: &amp;#039;&amp;#039;Paule Pizolka oder eine Flucht durch Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Weinheim 1991, ISBN 978-3-407-78768-2. (Behandelt Jugendstrafe im „Dritten Reich“, spielt teilweise in Moringen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.gedenkstaette-moringen.de/ Gedenkstätte in Moringen]&lt;br /&gt;
* [http://www.gedenkort-kz-uckermark.de/ Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark]&lt;br /&gt;
* [http://www.krieggegenkinder.org/ Informationen über die Kinder von ZwangsarbeiterInnen]&lt;br /&gt;
* [http://www.nizkor.org/hweb/people/e/eichmann-adolf/transcripts/Sessions/Session-079-05.html Aus dem Protokoll des Eichmann-Prozesses (englisch)]&lt;br /&gt;
* [http://www.lwg.uni-hannover.de/wiki/M%C3%A4dchen_im_Jugendschutzlager_Uckermark Studentische Seminararbeit zum „Jugendschutzlager“ Uckermark]&lt;br /&gt;
* Martin Guse: [http://www.martinguse.de/jugend-kz/entstehung.htm &amp;#039;&amp;#039;Zur Entstehung der Jugend-KZ&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konzentrationslagersystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jugend im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichssicherheitshauptamt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Oddaa</name></author>
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