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	<title>Judith Auer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Judith_Auer&amp;diff=226500&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Leben */ Dateigröße angepasst, Links optimiert</title>
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		<updated>2025-12-26T13:01:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Dateigröße angepasst, Links optimiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Judith Auer (1905-1944).jpg|mini|Judith Auer]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Judith Auer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geborene &amp;#039;&amp;#039;Vallentin&amp;#039;&amp;#039;; * [[19. September]] [[1905]] in [[Zürich]]; † [[27. Oktober]] [[1944]] in [[Berlin-Plötzensee]]) war eine [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Judith Vallentins Eltern waren der Schauspieler und [[Publizist]] [[Franz Vallentin]] (1882–1918) und seine Frau Margaret, geborene Hoffmeister (1878–1917). Ihr Onkel [[Richard Vallentin]] und ihr Cousin [[Maxim Vallentin]] waren beide ebenfalls am Theater tätig. Die Familie lebte ab 1907 in Berlin, wo die Eltern Freundschaft mit [[Karl Liebknecht]] und [[Rosa Luxemburg]] schlossen. Die Liebknecht-Kinder waren Spielkameraden von Judith und ihren Geschwistern. Judith und ihre Schwester [[Ruth Cidor-Citroën|Margarete Vallentin]], genannt Ruth, besuchten zunächst eine Privatschule, dann das Lyzeum und absolvierten das Abitur. Sie wurden nach dem frühen Tod der Eltern von einer vermögenden jüdischen Familie erzogen. Die Zwillingsgeschwister Andreas und Gabriele, am 30. Juli 1910 geboren, waren in ein Kinderheim und später zu Pflegeeltern gegeben worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ruth Cidor-Citroën]] |Titel=Vom Bauhaus nach Jerusalem |Verlag=Metropol Verlag |Ort=Berlin |Datum=2004 |ISBN=3-936411-39-5 |Seiten=10 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Judith Vallentin begann entsprechend ihrem Berufswunsch, Pianistin zu werden, ein Musikstudium, das sie jedoch bald darauf aus finanziellen Gründen abbrechen musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1924 trat sie als Studentin dem [[Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (1920)|Kommunistischen Jugendverband Deutschlands]] (KJVD) bei und zog 1925 nach Berlin. Hier heiratete sie 1926 den [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]-Funktionär [[Erich Auer (Widerstandskämpfer)|Erich Auer]] (Scheidung 1939). 1927 trat sie der KPD bei. 1928 ging sie mit ihrem Ehemann nach [[Moskau]] und arbeitete dort im Büro der [[Kommunistische Internationale|Kommunistischen Internationale]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wurde ihre Tochter Ruth geboren. Um Geld zu verdienen, lernte Auer Schreibmaschine und Stenografie. Sie nahm eine Stelle bei einer Einrichtung der KPD an und schloss sich der Agitpropgruppe „[[Das Rote Sprachrohr]]“ an, die von ihrem Cousin Maxim Vallentin geleitet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fischer&amp;quot; /&amp;gt; Ab 1933 beteiligte sie sich an der [[Antifaschismus|antifaschistischen]] Aufklärungsarbeit und verbreitete Flugblätter gegen die Aufrüstung und die drohende Kriegsgefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1937 fand sie bei der [[AEG]] im [[Kabelwerk Oberspree]] in Berlin Arbeit; zunächst wieder als Stenotypistin, dann ab 1939 als Einkäuferin. Auer erhielt hier Kontakt zur Widerstandsgruppe um den Schweißer [[Fritz Plön]], die wiederum Kontakt zur [[Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation]] hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auer verwaltete die Finanzen ihrer Widerstandsgruppe und nutzte dienstliche Fahrten für Kurierdienste, so insbesondere zur Kontaktaufnahme zu [[Theodor Neubauer]] und [[Magnus Poser]] in [[Thüringen]]. Sie versteckte [[Franz Jacob]] nach seiner Flucht aus Hamburg mehrere Monate lang in ihrer Wohnung im Gehrenweg 63 in [[Berlin-Bohnsdorf]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.berlin.de/ba-treptow-koepenick/politik-und-verwaltung/aemter/amt-fuer-weiterbildung-und-kultur/kultur/gedenkorte_treptow_koepenick.pdf Gedenkorte Treptow-Köpenick (Stand: 2016).] (PDF; 17&amp;amp;nbsp;MB) berlin.de/ba-treptow-koepenick, S. 79.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Juli 1944 wurde Judith Auer an ihrem Arbeitsplatz verhaftet. Sie wurde vom „[[Volksgerichtshof]]“ gemeinsam mit [[Bruno Hämmerling]] und [[Franz Schmidt (Widerstandskämpfer)|Franz Schmidt]] zum Tode verurteilt und am 27. Oktober 1944 in [[Gedenkstätte Plötzensee|Berlin-Plötzensee]] unter dem Fallbeil hingerichtet, ein Foto ihrer Tochter in der Hand haltend. Auf die Frage vor Gericht, ob sie denn nicht an ihre Tochter gedacht habe, antwortete sie: „Eben darum, weil ich an meine Tochter denke, bin und bleibe ich Kommunistin.“ In ihren Akten steht, von der Oberlehrerin des Frauengefängnisses in der Barnimstraße vermerkt: {{&amp;quot; |Zart von Natur, dabei tapfer und reif in seltenem Ausmaße. Voll Güte. Überzeugungstreu. Tapfer und beherrscht bis zum Ende.}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fischer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tochter Ruth wurde von Judiths Schwester Gabriele im östlichen Teil Berlins in einem Gartenhaus versteckt. Ruth, Gabriele und der Bruder Lucas entgingen als „[[Halbjude]]n“ dem [[Holocaust]]. Gabrieles Zwillingsbruder Andreas floh in die Sowjetunion, wurde dort aber 1936 verhaftet und starb an Erschöpfung in einem sowjetischen Arbeitslager.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruth Cidor-Citroën: &amp;#039;&amp;#039;Vom Bauhaus nach Jerusalem&amp;#039;&amp;#039;. S. 91, 194, 212.&amp;lt;/ref&amp;gt; Judiths Schwester Ruth, nach der sie ihre Tochter benannt hatte, konnte mit ihrer Familie auf abenteuerlichen Umwegen über Paris in die Schweiz entkommen. Sie lebte bis zum Februar 2002 in Israel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin-Bohnsdorf, Gedenkstein.jpg|mini|Gedenkstein in [[Berlin-Bohnsdorf]], als erste genannt Judith Auer]]&lt;br /&gt;
In der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] wurde Judith Auer durch die Benennung mehrerer Straßen (unter anderem 1973 in [[Berlin-Fennpfuhl]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr |art=a |bez=17 |id=J139 |zlb98=969 |kaupert=Judith-Auer-Strasse-10369-Berlin |name=Judith-Auer-Straße}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Neulobeda|Jena-Lobeda]]) und öffentlicher Einrichtungen geehrt, darunter einem Kinderheim in [[Barth]]. In der Berliner Judith-Auer-Straße befindet sich das Seniorenheim „Judith Auer“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vls-berlin.de/seniorenheim-judith-auer Seniorenheim „Judith Auer“.] vls-berlin.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Luise Kraushaar]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Deutsche Widerstandskämpfer 1933 bis 1945. Biographien und Briefe&lt;br /&gt;
   |Band=1&lt;br /&gt;
   |Verlag=Karl Dietz Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Ost-Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=1970&lt;br /&gt;
   |Seiten=59 ff.&lt;br /&gt;
   |DNB=456423486}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Antje Dertinger]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Heldentöchter&lt;br /&gt;
   |Verlag=Verlag J.H.W. Dietz Nachf.&lt;br /&gt;
   |Ort=Bonn&lt;br /&gt;
   |Datum=1997&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-8012-0253-4&lt;br /&gt;
   |Kapitel=Kapitel „Und dann habe ich mir vorgestellt: Sie lebt noch, aber sie ist weit weg“ Ruth Hrotzschansky – ein Kind des kommunistischen Widerstandes&lt;br /&gt;
   |Seiten=34–52}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Ursel Hochmuth]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Illegale KPD und Bewegung „Freies Deutschland“ in Berlin und Brandenburg 1942–1945. Biographien und Zeugnisse aus der Widerstandsorganisation um Saefkow, Jacob und Bästlein.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Verlag Hentrich &amp;amp; Hentrich&lt;br /&gt;
   |Ort=Teetz&lt;br /&gt;
   |Datum=1998&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-933471-08-7&lt;br /&gt;
   |Seiten=110}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Ruth Hortzschansky, [[Günter Hortzschansky]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Möge alles Schmerzliche nicht umsonst gewesen sein. Vom Leben und Tod der Antifaschistin Judith Auer&lt;br /&gt;
   |Verlag=Trafo Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2004&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-89626-507-5}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Annette Neumann, Bärbel Schindler-Saefkow&lt;br /&gt;
   |Titel=Berliner Arbeiterwiderstand 1942–1945. „Weg mit Hitler – Schluß mit dem Krieg!“ – Die Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation&lt;br /&gt;
   |Verlag=[[Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten|VVN-BdA]]&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2009&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-00-027768-9&lt;br /&gt;
   |Seiten=44}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|129837989}}&lt;br /&gt;
* [https://bda-koepenick.de/verfolgte/judithauer1905.html Kurzbiografie.] BdA Köpenick.&lt;br /&gt;
* {{GDW|judith-auer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fischer&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=Cristina Fischer&lt;br /&gt;
 |url=http://www.dkp-online.de/uz/3726/s1302.htm&lt;br /&gt;
 |titel=Von Judiths Weg. Eine bewegende Biographie der Berliner Antifaschistin Judith Auer (1905-1944)&lt;br /&gt;
 |werk=Unsere Zeit – Zeitung der DKP&lt;br /&gt;
 |datum=2005-07-01&lt;br /&gt;
 |offline=1&lt;br /&gt;
 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20181127234252/http://www.dkp-online.de/uz/3726/s1302.htm&lt;br /&gt;
 |archiv-datum=2018-11-27&lt;br /&gt;
 |abruf=2024-01-04}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129837989|LCCN=no2006038014|VIAF=15859977}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Auer, Judith}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Berlin-Plötzensee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Vallentin|Judith]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Auer, Judith&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Vallentin, Judith&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. September 1905&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Zürich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Oktober 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Plötzensee]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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