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	<title>Judería - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T18:26:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Juder%C3%ADa&amp;diff=2462868&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-03T11:09:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Juderia-segovia.JPG|miniatur|300px|Judería von Segovia.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Juderia01.gif|miniatur|300px|Gepflasterte Straße in der &amp;#039;&amp;#039;Judería&amp;#039;&amp;#039; von Hervás.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Juderia02.gif|miniatur|300px|Haus in der &amp;#039;&amp;#039;Judería&amp;#039;&amp;#039; von Hervás.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Judería&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Aussprache der spanischen Sprache|spanische Aussprache]] [{{IPA|xudeˈɾia|lang}}]) oder das Judenviertel (jüdisches Stadtviertel) ist der Bereich in einer [[Liste der Städte in Spanien|spanischen Stadt]], in der die Juden per Gesetz leben mussten. Im weiteren Sinne wird dieser Begriff verwendet, um einen Stadtteil zu bezeichnen, in welchem die Mehrzahl oder alle Bewohner [[Jüdische Religion|jüdischen]] [[Glauben]]s waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Hintergründe ==&lt;br /&gt;
Unter [[Alfons X.|Alfonso X.]] im 13. Jahrhundert wurde der [[Gesetzbuch|Kodex]] „[[Las Siete Partidas]]“ rechtsgültig, wobei im Abschnitt „Partida Cuarta“, welche 256 Gesetze enthielt, u.&amp;amp;nbsp;a. auch eine Sammlung von Rechtsvorschriften niedergelegt wurde, die Regelungen für die jüdische Bevölkerung enthielten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Felix Singermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kennzeichnung der Juden im Mittelalter. Ein Beitrag zur sozialen Geschichte des Judentums.&amp;#039;&amp;#039; Dissertationsschrift, Universität Freiburg im Breisgau, Berlin 1915, auf epub.ub.uni-muenchen.de[https://epub.ub.uni-muenchen.de/21699/1/U15_1661.pdf] S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ab dem 13. Jahrhundert erließen verschiedene spanische Monarchen Gesetze und Dekrete, die das Leben der Juden regelten. Diese Gesetze konnten Vorschriften über die Art der Wohnstätten, die maximale Anzahl der Juden in einer Stadt und sogar deren Zugang zu bestimmten Berufen enthalten.&lt;br /&gt;
Weitere königliche Dekrete in den folgenden Jahrhunderten, welche die spanischen Monarchen erließen, nahmen starken Einfluss auf die Lebensbedingungen der Juden in Spanien. Ein Beispiel ist ein Dekret, den [[Leyes de Ayllón]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Richard Gottheil]], [[Meyer Kayserling]], [[Joseph Jacobs]]: &amp;#039;&amp;#039;Spain.&amp;#039;&amp;#039; Jewish Encyclopedia, auf jewishencyclopedia.com [https://www.jewishencyclopedia.com/articles/1199-alfonso-ix-of-leon] Abschnitt: „Vicente Ferrer“&amp;lt;/ref&amp;gt;, aus dem Jahre 1412 in dem eine rigorose Ghettoisierung der Juden verordnet wurde, so das Juden die Ansiedlung in bestimmten Gebieten erlaubte, aber gleichzeitig auch Einschränkungen mit sich brachte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Horst Pietschmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Vertreibung der Juden aus Spanien im Jahre 1492.&amp;#039;&amp;#039; APuZ 37/1992, [[Bundeszentrale für politische Bildung]], 30. April 1993, auf bpb.de [https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/archiv/536169/die-vertreibung-der-juden-aus-spanien-im-jahre-1492/] Abschnitt „V. Die Juden in der innerspanischen Auseinandersetzung“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Spanische Inquisition|spanischen Inquisition]] am Ende des 15. Jahrhunderts, besonders nach 1492 ([[Alhambra-Edikt]]), wurden Juden zur Konversion gezwungen oder vertrieben, was die rechtliche Grundlage für die Juderías stark beeinflusste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Calls&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|&amp;#039;&amp;#039;callum&amp;#039;&amp;#039;}} ‚Gasse‘ oder {{heS|קָהָל|Qahal}} ‚Gemeinschaft‘&amp;lt;ref&amp;gt;Josep-Ramon Magdalena Nom de Déu: &amp;#039;&amp;#039;Etimologia no semítica de ‘call’&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Calls&amp;#039;&amp;#039; 2, 1987, S. 7–16.&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist in den [[Katalanische Sprache|katalanisch]] sprechenden Regionen Spaniens spätestens seit 1238 der Ausdruck für &amp;#039;&amp;#039;Judería&amp;#039;&amp;#039; oder Judenviertel. Es bezeichnet allerdings nur den physischen Ort und gibt in keiner Weise einen Hinweis auf eine jüdische Bevölkerung. &amp;#039;&amp;#039;Call&amp;#039;&amp;#039; ist noch nicht einmal Synonym dafür. Die bedeutendsten &amp;#039;&amp;#039;Calls&amp;#039;&amp;#039; sind die von [[Barcelona]], [[Jüdische Gemeinde Girona|Gerona]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;The aljama. Life in community.&amp;#039;&amp;#039; The Museum of Jewish History, Girona, girona cat. [[Museu d’Història dels Jueus (Girona)|Museu d’Història dels Jueus]], Girona [https://www.girona.cat/call/eng/museu_col_aljama.php]&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Palma]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;[[El Call de Barcelona|Call von Barcelona]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Els jueus a la Barcelona medieval.&amp;#039;&amp;#039; Ajuntament de Barcelona, Barcelona 2015, ISBN 978-84-9850-672-3&amp;lt;/ref&amp;gt; lag im heutigen [[Barrio Gótico]], im Umkreis der Kathedrale. Sie war die größte &amp;#039;&amp;#039;Call&amp;#039;&amp;#039; mit ca. 5.000 Bewohnern. Zwischen der &amp;#039;&amp;#039;Plaza Sant Jaume&amp;#039;&amp;#039; und der Straße &amp;#039;&amp;#039;Sant Honorat&amp;#039;&amp;#039; befand sich eines der beiden Tore zur &amp;#039;&amp;#039;Judería&amp;#039;&amp;#039;. Die derzeitige Straße &amp;#039;&amp;#039;Sant Domènec del Call&amp;#039;&amp;#039; war die Hauptader des Viertels. Sie erhielt ihren Namen nach dem [[Pogrom]] vom 5. August 1391 im Anschluss an das Festival des Sankt [[Dominikus]]. Seit 2018 heißt die Straße &amp;#039;&amp;#039;Carrer de Salomó ben Adret&amp;#039;&amp;#039;, nach dem [[Kabbala|Kabbalisten]] [[Salomo Adret|Salomó ben Adret]].&amp;lt;ref&amp;gt;Solomon ben Abraham Adret Spanish rabbi. Also known as: El Rab de España, Rabbi Shlomo ben Abraham Adret, Rashba. Encyclopedia Britannica, britannica.com [https://www.britannica.com/biography/Solomon-ben-Abraham-Adret]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Street Sant Domènec the Call, auf minube.net  [https://www.minube.net/place/street-sant-domenec-the-call--a614001]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Plünderungen dauerten zwei ganze Tage, während dessen wurden 200 Juden ermordet und die restlichen vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Call&amp;#039;&amp;#039; von Gerona entstand zu Beginn des XII. Jahrhunderts, als die jüdischen Familien, die im Umkreis der Kathedrale gelebt hatten, sich entschlossen, in die Straße &amp;#039;&amp;#039;La Força&amp;#039;&amp;#039; umzuziehen, und dort eine Gemeinschaft bildeten. In den Glanzzeiten lebten hier rund 800 Familien. Den Juden war es verboten, außerhalb des Viertels zu leben und Handel zu treiben. Sie wurden außerdem aufgefordert, die Fenster, die zu den Straßen nach außerhalb des &amp;#039;&amp;#039;Call&amp;#039;&amp;#039; zeigten, zuzumauern. Wie in Barcelona liegt auch hier die Kathedrale in der alten &amp;#039;&amp;#039;Judería&amp;#039;&amp;#039;, aber nur ein kleiner mittelalterlicher Teil besteht noch heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Call&amp;#039;&amp;#039; von [[Palma]] lebten rund 3.000 Juden oder ca. 15 % der Bevölkerung der Stadt. Obwohl sie nicht in Gänze erhalten ist, ist hier die mittelalterliche &amp;#039;&amp;#039;Judería&amp;#039;&amp;#039; am besten erkennbar. Auch sie überstand diverse Angriffe, den letzten im Jahr 1823. Das außergewöhnliche an der &amp;#039;&amp;#039;Judería&amp;#039;&amp;#039; von Palma ist, dass sich hier nach der [[Vertreibung der Juden aus Spanien]] 1492 eine christliche Gemeinschaft der &amp;#039;&amp;#039;[[Xueta]]&amp;#039;&amp;#039; ansiedelte, die von ihren Nachbarn als „[[Kryptojuden]]“ bezeichnet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In weiteren Regionen Spaniens gibt es Juderías in Hervás (Cáceres), heute ebenfalls eine der besser erhaltenen, in [[Córdoba (Spanien)|Córdoba]], [[Sevilla]], [[Jerez de la Frontera]], [[Toledo]]&amp;lt;ref&amp;gt;siehe hierzu auch [[Synagoge El Tránsito]]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Málaga]] und [[Cuéllar (Segovia)|Cuéllar]] (siehe Karte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
Die Häuser waren gewöhnlich aus [[Ziegel]]n, [[Lehm]] und [[Bauholz|Holz]] gebaut. Die Straßen waren gepflastert und das Viertel war meist eingezäunt. Dies wurde nach den Gesetzen der Örtlichkeiten und aus Sicherheitsgründen angeordnet, da es häufig Überfälle auf die Viertel gab.&lt;br /&gt;
Die in der &amp;#039;&amp;#039;Judería&amp;#039;&amp;#039; von Hervás verwendeten [[Kastanien]]hölzer zwischen den Ziegeln und der Lehmkonstruktion sind typisch für den in Nordspanien üblichen Baustil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Netz der Juderías ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mapajuderias.JPG|mini|hochkant=1.3|Karte des &amp;#039;&amp;#039;Juderías&amp;#039;&amp;#039;-Netzwerks von Spanien]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Netz der Juderías&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{esS|Red de Juderías}}) von Spanien ist eine öffentliche [[Non-Profit-Organisation]], deren Ziel es ist, das historische, architektonische, künstlerische und kulturelle Erbe der [[Sefarden]] in Spanien zu schützen und zu erhalten. Beteiligte Städte sind: [[Ávila]], [[Barcelona]], [[Cáceres (Spanien)|Cáceres]], [[Córdoba (Spanien)|Córdoba]], [[Girona|Gerona]], [[Hervás (Cáceres)|Hervás]], [[Jaén]], [[León]], [[Oviedo]], [[Palma]], [[Ribadavia]], [[Segovia]], [[Toledo]], [[Tortosa]] und [[Tudela (Navarra)|Tudela]]. Assoziierte Städte sind: [[Besalú]], [[Calahorra]], [[Estella]], [[Monforte de Lemos]], [[Plasencia]] und [[Tarragona]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Red&amp;#039;&amp;#039; ist einer der Träger der &amp;#039;&amp;#039;Europäischen Vereinigung für die Bewahrung und Förderung von Kultur und Erbe des Judentums&amp;#039;&amp;#039;, (engl. &amp;#039;&amp;#039;European Association for the Preservation and Promotion of Jewish Culture and Heritage&amp;#039;&amp;#039;, AEPJ). Diese veranstaltet alljährlich den &amp;#039;&amp;#039;Europäischen [[Tag der jüdischen Kultur]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Alcalá de Henares (RPS 24-06-2018) Barrio judío, placa indicativa.png|mini|Keramik, die auf das historische „Aljama“ in [[Alcalá de Henares]] hinweist.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Netz der Judiarias von Portugal ==&lt;br /&gt;
In Portugal existiert ebenfalls ein Netzwerk der ehemaligen &amp;#039;&amp;#039;Juderías&amp;#039;&amp;#039;, dort &amp;#039;&amp;#039;Judiarias&amp;#039;&amp;#039; genannt. Zu dieser &amp;#039;&amp;#039;[[Rede de Judiarias]]&amp;#039;&amp;#039; gehören derzeit: [[Belmonte (Portugal)]], [[Castelo de Vide]], [[Freixo de Espada à Cinta]], [[Guarda (Portugal)]], [[Lamego]], [[Penamacor]], [[Tomar]], [[Torres Vedras]], und [[Trancoso (Portugal)|Trancoso]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.redejudiariasportugal.com/ Netzwerk der portugiesischen &amp;#039;&amp;#039;Judiarias&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ghetto]]&lt;br /&gt;
* [[Judengasse]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Juden in Spanien]]&lt;br /&gt;
* [[Mouraria]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.redjuderias.org/red/?lang=2 Netzwerk der Juderías] (es/en)&lt;br /&gt;
* [https://juderiasenespana.blogspot.com/ Juderías en España]&lt;br /&gt;
* [https://www.redejudiariasportugal.com/ Netzwerk der Portugiesischen Judiarias] (en, po)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Juderia}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Geschichte (Spanien)|Juderia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rassismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Traditionelle jüdische Siedlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[es:Judería]]&lt;br /&gt;
[[ca:Call]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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