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	<title>Judenstrafe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Judenstrafe&amp;diff=1949880&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Goesseln: /* Literatur */</title>
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		<updated>2026-02-15T23:10:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hängen mit Hunden (Stumpf 1586).png|mini|250px|Johann Stumpf war im Jahre 1553 in [[Weißenstein (Lauterstein)|Weißenstein]] in Schwaben Zeuge, wie ein Jude mit zwei Hunden gehängt wurde. [[Holzschnitt]] von 1568]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Judenstrafe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Judengalgen&amp;#039;&amp;#039;, war eine Sonderform des [[Hängen]]s kopfüber ohne [[Strangulation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das verkehrte Hängen findet sich, genauso wie das Hängen mit [[Hunde]]n, zuerst im 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in [[al-Andalus]] und um das Jahr 1000 in [[Italien]], von wo diese Praxis nach [[Deutschland]] gelangte. Sie wurde auch in den [[Niederlande]]n praktiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursprünge der Strafverschärfung durch Beigabe von Hunden liegen im Dunkeln. Gemäß der [[Tora]] galten Hunde als [[Rituelle Reinheit|rituell unreine]] Tiere, die auch nicht als Haustiere gehalten werden durften. Mit diesen unreinen Tieren gemeinsam sterben zu müssen, galt in den Augen religiöser Juden als zusätzliche Schande des Delinquenten. Ferner mag der gemeinsame Tod mit Tieren als besonders drastische Art des Ausschlusses aus der sozialen Gemeinschaft empfunden worden sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gerichtsbarkeit&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Schild: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Gerichtsbarkeit. Vom Gottesurteil bis zum Beginn der modernen Rechtsprechung. 1000 Jahre Grausamkeit. Hintergründe, Urteile, Aberglaube, Hexen, Folter, Tod.&amp;#039;&amp;#039; Lizenzausgabe. Nikol Verlagsgesellschaft, Hamburg 1997, ISBN 3-930656-74-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Praktik ==&lt;br /&gt;
Man hängte jüdische Verbrecher an den Füßen auf, manchmal zusammen mit zwei Hunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Jurist [[Ulrich Tengler]] (1447–1511) schreibt in seinem [[Laienspiegel]] dazu, die Judenstrafe bedeute, „den Juden zwischen zweyen wuetenden oder beissenden hunden zu der gewonlichen gerichtsstatt ziehen […] mit dem strang oder ketten bei seinen füssen an einem besondern galgen zwischen die hund nach verkerter maß hencken“.&amp;lt;ref&amp;gt;Juliette Guilbaud, Nicolas Le Moigne, Thomas Lüttenberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Normes culturelles et construction de la déviance. Accusations et procès antijudai͏̈ques et antisémites à l&amp;#039;époque moderne et contemporaine. Actes des journées d&amp;#039;études organisées à Paris, à la Maison Heinrich Heine (cité international universitaire), les 6 et 7 juin 2003 = Kulturelle Normen und Konstruktion von [[Devianz]]. Antijüdische und antisemitische Beschuldigungen in der frühen Neuzeit und in der Moderne&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Europäisches Internationales Graduiertenkolleg Institutionelle Ordnungen, Schrift und Symbole (Dresden; Paris): Études et rencontres du Collège Doctoral Européen.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Collège Doctoral Européen „Ordres Institutionnels, Écrit et Symboles“, École Pratique des Hautes Études Paris (EPHE) / Technische Universität Dresden 2004, ISBN 2-9521563-0-1, Seite 46 ({{Google Buch |BuchID=G1zgLjkGYQkC |Seite=46}}) (Beiträge teilw. dt., teilw. franz.).&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei diente diese Form der Hinrichtung allein als Strafverschärfung für von einem Juden begangenen schweren Diebstahl, für den allgemein das schimpfliche Hängen als Strafe vorgesehen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[lutherisch]]e Theologe [[Jakob Andreae]] († 1590) berichtet von einem Fall, bei dem die kirchliche Obrigkeit – zuletzt er selbst – den bereits von den Hunden angefallenen Delinquenten zu bekehren versuchte, damit dieser sich die Sündenvergebung sichere, d.&amp;amp;nbsp;h. die Abwendung der &amp;#039;&amp;#039;[[Hölle|ewigen Strafe]]&amp;#039;&amp;#039;. Der zum Tode Verurteilte ließ sich daraufhin taufen. Die &amp;#039;&amp;#039;zeitlich-irdische&amp;#039;&amp;#039; Strafe bestand nun darin, dass man ihn – gewissermaßen strafmildernd – &amp;#039;&amp;#039;am Halse&amp;#039;&amp;#039; aufhängte.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Friedrich: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Abwehr und Bekehrung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur historischen Theologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 72). Verlag Mohr Siebeck, Tübingen 1988, ISBN 3-16-145318-2, Seite 175&amp;amp;nbsp;ff. ({{Google Buch |BuchID=kRujKxq-qOcC |Seite=175}}). (Zugl.: Bochum, Univ., Diss., 1986).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johannes Stumpf|Johann Stumpf]]&amp;lt;!--Johansen Stumpffen--&amp;gt;: &amp;#039;&amp;#039;Schwytzer Chronica&amp;lt;!--Aus der grossen in ein Handbüchle zusammengezogen--&amp;gt;.&amp;#039;&amp;#039; Christoffel Froschouer, Zürich 1554 ({{Google Buch |BuchID=5cx0Z3YzEFYC}}).&lt;br /&gt;
* Johann Stumpf, [[Joachim Vadian]]us: &amp;#039;&amp;#039;Gemeiner loblicher Eydgnoschafft Stetten, Landen und Voelckeren Chronick wirdiger thaaten Beschreybung&amp;lt;!--Hieriñ wirt auch die Gelegenheit der gantzen Europe, item ein kurtzuergriffne Chronica Germanie oder Teütschlands, in sonders aber ein fleyssige Histori vnd ordenliche Beschreybung Gallie oder Franckrychs furgestellt, darauff deñ obgedachte der Eydgnoschafft Beschreybung volget ...--&amp;gt;.&amp;#039;&amp;#039; Christoffel Froschouer, Zürich 1548 ({{Google Buch |BuchID=NNsDpdFE8FEC}}); 1586, {{OCLC|4111057}}.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Glanz]]: &amp;#039;&amp;#039;The „Jewish Execution“ in Medieval Germany.&amp;#039;&amp;#039; Conference on Jewish Relations, New York, NY 1943, {{OCLC|39618802}} (Nachdruck von &amp;#039;&amp;#039;Jewish Social Studies.&amp;#039;&amp;#039; Band V, Nr. 1).&lt;br /&gt;
* [[Guido Kisch]]: &amp;#039;&amp;#039;The „Jewish Execution“ in Medieval Germany and the Reception of Roman Law.&amp;#039;&amp;#039; In: Guido Kisch: &amp;#039;&amp;#039;Ausgewählte Schriften.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Rechts-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Juden.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Mit einem Verzeichnis der Schriften von Guido Kisch zur Rechts- und Sozialgeschichte der Juden. Thorbecke, Sigmaringen 1979, ISBN 3-7995-6016-5, S. 165–193.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Schild (Rechtshistoriker)|Wolfgang Schild]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Gerichtsbarkeit. Vom Gottesurteil bis zum Beginn der modernen Rechtsprechung. 1000 Jahre Grausamkeit. Hintergründe, Urteile, Aberglaube, Hexen, Folter, Tod.&amp;#039;&amp;#039; Lizenzausgabe. Nikol Verlagsgesellschaft, Hamburg 1997, ISBN 3-930656-74-4; weitere Ausgaben: 1980; 2002.&lt;br /&gt;
* Norbert Schnitzler: &amp;#039;&amp;#039;Juden vor Gericht. Soziale Ausgrenzung durch Sanktion.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hans Schlosser (Rechtswissenschaftler)|Hans Schlosser]], Rolf Sprandel, [[Dietmar Willoweit]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Herrschaftliches Strafen seit dem Hochmittelalter. Formen und Entwicklungsstufen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Konflikt, Verbrechen und Sanktion in der Gesellschaft Alteuropas / Symposien und Synthesen.&amp;#039;&amp;#039; Band 5). Böhlau, Köln u.&amp;amp;nbsp;a. 2002, ISBN 3-412-08601-0, S. 285–308.&lt;br /&gt;
* Kenneth Stow: &amp;#039;&amp;#039;Jewish Dogs. An Image and Its Interpreters. Continuity in the Catholic-Jewish encounter.&amp;#039;&amp;#039; Stanford University Press, Stanford, CA 2006, ISBN 0-8047-5281-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antisemitismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinrichtungsart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Goesseln</name></author>
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