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	<title>Judenstempel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Judenstempel&amp;diff=1592063&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Reisepass Wilhelm Frank mit J-Stempel.jpg|miniatur|Deutscher Reisepass mit J-Stempel und [[Namensänderungsverordnung|Zwangsvornamen Israel]]]]&lt;br /&gt;
Der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Judenstempel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein ab 1938 von [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|deutschen]] Behörden in deutschen [[Reisepass|Reisepässen]] angebrachter [[Stempel (Papier)|Stempel]] in Form eines roten „J“, mit dem der Passinhaber als [[Juden|Jude]] gekennzeichnet wurde. Grundlage war die [[Verordnung über Reisepässe von Juden]] vom 5. Oktober 1938.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen J-Pässe kamen den Bedürfnissen der Schweiz&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nzz.ch/schweiz/eine-unglaubliche-affaere-die-schweiz-und-der-judenstempel-ld.1735687?reduced=true &amp;#039;&amp;#039;«Eine unglaubliche Affäre» – die Schweiz und der Judenstempel&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zürcher Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 2. Mai 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; und Schwedens entgegen, die wegen der vielen aus Deutschland Flüchtenden eine allgemeine Visumpflicht für deutsche Bürger erwogen. Die beiden Staaten wollten das Verbleiben von jüdischen deutschen Flüchtlingen in ihren Ländern behindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß einer späteren [[Polizeiverordnung]] vom 7. Juli 1941 sollte zudem die erste Seite des Passumschlages entsprechend gestempelt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Walk (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039; Das Sonderrecht für die Juden im NS-Staat.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Heidelberg 1996, ISBN 3-8252-1889-9, S. 344.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Vorschlag hierzu stammt von einem deutschen Konsul.&amp;lt;ref&amp;gt;Eckart Conze, Norbert Frei, Peter Hayes, Mosche Zimmermann: &amp;#039;&amp;#039;Das Amt und die Vergangenheit - deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik.&amp;#039;&amp;#039; München 2010, ISBN 978-3-89667-430-2, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Einordnung ==&lt;br /&gt;
Durch den J-Stempel konnten [[Geschichte der Juden in Deutschland|deutsche Juden]] bei einem Grenzübertritt sofort identifiziert werden. Abhängig von den Einreisebestimmungen des Ziellandes konnte dies bedeuten, dass Juden die Einreise verwehrt wurde. Die Schweiz gestattete den so identifizierbaren deutschen Juden die Einreise nur dann, wenn die zuständige schweizerische Vertretung vorher ein Visum erteilt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erfindung des Judenstempels wurde lange der [[Schweiz]] angelastet, insbesondere dem damaligen Chef der Fremdenpolizei [[Heinrich Rothmund]]. Entsprechende Vorwürfe erhob Peter Rippmann in einem Artikel, der am 31. März 1954 in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Der Schweizerische Beobachter]]&amp;#039;&amp;#039; erschien. Neuere Forschungen zeigen allerdings, dass der J-Stempel zwar aufgrund eines Abkommens zwischen der Schweiz und Deutschland&amp;lt;ref&amp;gt;Dokument [[Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945|VEJ]] 2/127.&amp;lt;/ref&amp;gt; eingeführt wurde, dass dieser aber auf einen Vorschlag der deutschen Behörden zurückgeht, welche damit die Einführung der vom Schweizer [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]] verlangten [[Visum]]pflicht für sämtliche [[Reichsdeutsche|deutsche Staatsangehörige]] verhindern wollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hagalil.com/archiv/98/10/schweiz-0.htm dpa-Meldung vom 22. Februar 2009], [[Hagalil]]-Archiv&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend relativierte auch der &amp;#039;&amp;#039;Beobachter&amp;#039;&amp;#039; 1998 seinen Vorwurf an Rothmund.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Urs Rauber]]: [https://www.beobachter.ch/burger-verwaltung/judenstempel-korrektur-einer-halbwahrheit-0 &amp;#039;&amp;#039;Judenstempel: Korrektur einer Halbwahrheit.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Schweizerische Beobachter]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 18, 9. August 1998 ({{Webarchiv | url=http://www.beobachter.ch/leben-gesundheit/krankheiten-von-a-z/artikel/judenstempel-korrektur-einer-halbwahrheit/  | webciteID=68tYXXYou | text=Archiv-Version)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schweiz hat die Pässe von Schweizer Juden nicht selbst speziell gekennzeichnet. Sie wollte jedoch nur dann „reichsangehörige[n] Juden, deren Pass mit dem [...] erwähnten Merkmal versehen ist [...], die Einreise in die Schweiz gestatten, wenn die zuständige schweizerische Vertretung in den Pass eine &amp;#039;Zusicherung der Bewilligung zum Aufenthalt in der Schweiz oder zur Durchreise durch die Schweiz&amp;#039; eingetragen hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dokument  [[Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945|VEJ]] 2/127&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Caspar Battegay, Naomi Lubrich |Titel=Jüdische Schweiz: 50 Objekte erzählen Geschichte |Hrsg=Jüdisches Museum der Schweiz |Verlag=Christoph Merian Verlag |Ort=Basel |Datum=2018 |ISBN=9783856168476 |Seiten=158-161}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie hat deutsche Juden im Regelfall nicht als politische [[Flüchtling]]e aufgenommen und gefährdeten Juden die Einreise in die Schweiz ohne vorherige spezielle Antragstellung und Bewilligung verwehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Schweiz und die Flüchtlinge zur Zeit des Nationalsozialismus: Überarbeitete und ergänzte Fassung des Zwischenberichts von 1999&amp;#039;&amp;#039;. (= Veröffentlichungen der Unabhängige Expertenkommission Schweiz – Zweiter Weltkrieg. Band 17). Chronos-Verlag, Zürich 2001, ISBN 3-0340-0617-9. ([https://www.uek.ch/de/schlussbericht/Publikationen/Zusammenfassungenpdf/17d.pdf Zusammenfassung online]; PDF; 17&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [[Georg Kreis]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Rückkehr des J-Stempels: Zur Geschichte einer schwierigen Vergangenheitsbewältigung&amp;#039;&amp;#039;. Chronos-Verlag. Zürich 2000, ISBN 3-905313-34-0. ([http://www.literaturepochen.at/exil/multimedia/pdf/kreisstempelkaiser.pdf Rezension von Zsolt Keller 2002]; PDF; 13&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* Georg Kreis: &amp;#039;&amp;#039;Der Pass mit dem Judenstempel: Eine Familiengeschichte in einem Stück Weltgeschichte 1925–1975.&amp;#039;&amp;#039; München 2001.&lt;br /&gt;
* {{HLS|49159|Autor=[[Marco Jorio]]}}&lt;br /&gt;
* [https://www.eda.admin.ch/dam/parl-vor/2nd-world-war/1990-1999/schweiz-zweiter-weltkrieg-offene-fragen-zur-kontroverse.pdf Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 25. November 1998 auf die Interpellation von Maximilian Reimann vom 7. Oktober 1998.]&lt;br /&gt;
* [[Carl Ludwig (Jurist)|Carl Ludwig]]: [https://thata.net/ludwigberichtzuchfluechtlingspolitik1957dtvollst.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Flüchtlingspolitik der Schweiz seit 1933 bis zur Gegenwart: Bericht an den Bundesrat zuhanden der eidgenössischen Räte.&amp;#039;&amp;#039; 1957.] (PDF; 26,4&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=MM0BsY5iQYQ Der «Judenstempel» {{!}} Eine Schweizer Erfindung?], youtube-Beitrag von Zeidgenosse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judenverfolgung im Deutschen Reich (1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweiz im Zweiten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-schweizerische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Identifikationstechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik 1938]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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