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	<title>Judenregal - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T01:28:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Judenregal&amp;diff=373396&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-04-16T17:56:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Judenregal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war im [[Mittelalter]] und der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]] ein königlich verliehenes Herrschaftsrecht. Anknüpfend an die theologisch legitimierte Knechtschaft im Schicksal der [[Diaspora]] stellte das Judenregal diese in einen herrschafts- und vermögensrechtlichen Zusammenhang, zunächst in Gestalt der kaiserlichen [[Kammerknechtschaft]]. Mit der [[Goldene Bulle|Goldenen Bulle]] von 1356 ging das [[Judenschutz|Judenschutzrecht]] an die Kurfürsten sowie sukzessive an die Landesfürsten über.&amp;lt;ref&amp;gt;Sabine Ullmann: [https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Judenschutz &amp;#039;&amp;#039;Judenschutz&amp;#039;&amp;#039;] [[Historisches Lexikon Bayerns]], abgerufen am 1. Juni 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben anderen finanziell nutzbaren Hoheitsrechten ([[Regalien]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|1=8038|2=Regalien |Autor=Ernst Tremp |Datum=23. Dezember 2011}}&amp;lt;/ref&amp;gt; trug auch das Judenregal zur Finanzierung des Herrscherhaushalts bei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS |1=13766 |2=Judensteuer |Autor=[[Karl Heinz Burmeister]] |Datum=26. Juni 2006}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Die Grundlage für das Judenregal bildeten zeitgebundene theologische Vorstellungen, welche Juden als prinzipiell minderberechtigt sowie schutzbedürftig einstuften. Kirchliches und weltliches Recht beinhalteten jeweils eigene Schutzbefugnisse, in denen die Ansprüche der mittelalterlichen Gewalten des Papsttums und des Kaisertums wurzelten.&amp;lt;ref&amp;gt;Sabine Ullmann: [https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Judenschutz &amp;#039;&amp;#039;Judenschutz&amp;#039;&amp;#039;] [[Historisches Lexikon Bayerns]], abgerufen am 1. Juni 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Königsfrieden (Rechtsgeschichte)|Königsfrieden]], unter den unterschiedlichste Personen gestellt werden konnten, war von alters her eine Einkunftsquelle für die königlichen Kassen. Juden spielten dabei eine herausragende Rolle. Schon in der [[Karolinger]]zeit wurden die Juden gegen Zahlung eines [[Judenzins|Schutzzinses]] unter königlichen Schutz gestellt und erhielten dafür Zollbefreiungen und vereinzelte königliche Privilegien. Die Karolinger unterschieden verschiedene Statusgruppen von Juden, die aber nicht als Leibeigene angesehen wurden. Im [[Wormser Privileg (Juden)|Wormser Privileg]] von 1090 erneuerten und verbesserten die [[Salier]] den Judenschutz und unterstellten sie der königlichen Kammer. [[Friedrich II. (HRR)|Friedrich II.]] unterstellte sich 1236 alle Juden reichsweit als königliche „Kammerknechte“ und gewährte ihnen Schutz vor Verfolgungen gegen die Zahlung von Schutzgeldern. Schutzbriefe wurden nicht mehr von Fürsten oder Bischöfen an einzelne oder Gruppen von Juden vergeben wie im frühen Mittelalter, sondern sie waren der kaiserlichen Kammer zinspflichtig. Dieses Steuerprivileg war übertragbar. Infolgedessen wiesen nach 1241 auch Steuerlisten deutscher Städte eine „Reichsjudensteuer“ auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Henning Eichberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Minderheit und Mehrheit&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Einführungen. Geschichte&amp;#039;&amp;#039; 2). Lit Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-643-11280-4, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dieser rechtlichen Konstruktion knüpfte er an den Begriff der Regalien an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Rudolf I. (HRR)|Rudolf von Habsburg]] wurde das Judenregal als königliche Leibeigenschaft interpretiert, woraus sich das Recht ableitete, Juden gegebenenfalls entschädigungslos zu enteignen. Seit dem [[Interregnum]] verlieh der König das Judenregal an die emporkommenden deutschen Territorialfürsten. [[Karl IV. (HRR)|Karl IV.]] schützte zwar die Juden in seinem eigenen [[Hausmacht]]bereich, tat jedoch nichts zu ihrem Schutz auf Reichsebene. In der [[Goldene Bulle von Karl IV.|Goldenen Bulle]] übertrug er dann 1356 das Judenregal auf die [[Kurfürst]]en. Aus der ursprünglich persönlichen Bindung an den Kaiser wurde nun eine verkäufliche Ware, die auch verliehen und beliehen werden konnte. Aus dem Schutzinstrument wurde das Gegenteil: aus aktiven „Teilnehmern am wirtschaftlichen Geschehen“ wurden „Objekte der Wirtschaftspolitik“, deren Duldung von den wirtschaftlichen Interessen des Inhabers des Judenregals abhing.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kurt Schubert]]: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Geschichte&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Beck’sche Reihe&amp;#039;&amp;#039; 2018). Beck, München 1995, ISBN 3-406-39175-3, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Jüdische Emanzipation|Emanzipationsgesetzgebung]] zu Beginn des 19. Jahrhunderts und der Abschaffung der [[Leibeigenschaft]] wurden Juden zu gleichberechtigten Bürgern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jürgen Bürstenbinder: [https://depositonce.tu-berlin.de/bitstream/11303/2678/1/Dokument_45.pdf &amp;#039;&amp;#039;Judenschutz und Eigennutz. Auseinandersetzungen um die Juden an der Ostgrenze des Römisch-Deutschen Reiches im 13. und 14. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;] Univ.-Diss. Berlin, 2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Michael Demel: &amp;#039;&amp;#039;Gebrochene Normalität. Die staatskirchenrechtliche Stellung der jüdischen Gemeinden in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, Tübingen 2011, ISBN 978-3-16-150885-1, S. 46–86 (Kapitel 2 A: &amp;#039;&amp;#039;Juden und ihre Gemeinden im Alten Reich&amp;#039;&amp;#039; [http://books.google.de/books?id=Q5tnbpnlAO8C&amp;amp;pg=PA46 books.google.de]; zugleich Diss., Justus-Liebig-Universität, Gießen 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Eberhard Isenmann]]: Die Judensteuern. In: Ders.: Reichsfinanzen und Reichssteuern im 15. Jahrhundert. In: [[Zeitschrift für historische Forschung]] 7 (1980), Nr. 1, S. 1–76, hier S. 25–36.&amp;lt;ref&amp;gt;Isenmann bietet einen Überblick über die einschlägige Literatur bis 1979/1980 auf Seite 16 in Anmerkung 48, wo er das Thema der Judensteuern und ihrer Abgaben auch in der Bedeutung für die Reichsfinanzen kurz anreißt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Battenberg|Johannes Friedrich von Battenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.injoest.ac.at/files/h__dl_rauscher_staudinger_hofjuden_landjuden.pdf Von der Kammerknechtschaft zum Judenregal. Reflexionen zur Rechtsstellung der Judenschaft im Heiligen Römischen Reich am Beispiel Johannes Reuchlins.]&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 4,2 MB, S. 65–90).&lt;br /&gt;
* [[Arno Herzig]]: [https://www.bpb.de/izpb/7666/1650-1815-territorialstaat-und-schutzjudentum?p=all &amp;#039;&amp;#039;1650–1815: Territorialstaat und Schutzjudentum.&amp;#039;&amp;#039;] [[Bundeszentrale für politische Bildung|bpb]], 5. August 2010.&lt;br /&gt;
* Hermann Pathe: [https://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2007/3395/pdf/Pathe.pdf &amp;#039;&amp;#039;Judenschutzsteuern in Altona. Die Abgaben der Juden als Einwohner und als Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Altona (1641–1842).&amp;#039;&amp;#039;] Hamburg, Univ.-Diss., 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Geschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Geschichte (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christlich-jüdische Beziehungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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