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	<title>Judenkirche - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T22:32:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Judenkirche&amp;diff=363383&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Alturand: -Link auf WL-Seite</title>
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		<updated>2024-01-26T13:12:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;-Link auf WL-Seite&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Judenkirche-tiefenbach-arch.JPG|mini|hochkant|Felsbogen Judenkirche]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Judenkirche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Felsentor|Felsbogen]] bei [[Tiefenbach (Oberstdorf)|Tiefenbach]] im Markt [[Oberstdorf]] im [[Landkreis Oberallgäu|Oberallgäu]], der seit Juni 2007 als [[Naturdenkmal]] ausgewiesen ist. Das Tor besitzt die Ausmaße von etwa 15 Metern Breite und 5 Metern Höhe. Der Felsbogen ist ein bis zwei Meter breit und für Begehungen gesperrt. Er ist nahe der [[Breitachklamm]] am Hang des [[Ochsenberg (Allgäuer Alpen)|Ochsenberges]] auf {{Höhe|1060}} zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Über die Herkunft des eigenwilligen Namens besteht keine Klarheit. Es gibt jedoch eine Reihe von Veröffentlichungen, die sich an einer Deutung des Namens versuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:In der Kirche &amp;amp; Judenkirche in Sütterlin.png|mini|&amp;#039;&amp;#039;In der Kirche&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Judenkirche&amp;#039;&amp;#039; in Sütterlinschrift im Vergleich: &amp;#039;&amp;#039;In der &amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Juden&amp;#039;&amp;#039; ähneln sich im [[Schriftart|Schriftbild]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Judenkirche Schild.jpg|mini|Judenkirche Schild]]&lt;br /&gt;
Nach Barbara Rösch etablierten sich im Laufe des 19. Jahrhunderts [[Toponym]]e, die den Begriff ‚Jude‘ im Namen trugen. Sie enthielten „weniger Aussagen über eine tatsächliche historische Situation als vielmehr über Mentalität und Einstellung der nichtjüdischen Namensgeber“; nicht selten bewiesen sie „Diffamierungscharakter“. Dies gelte „auch für die Flur &amp;#039;&amp;#039;Judenkirche&amp;#039;&amp;#039; von Tiefenbach in den Allgäuer Alpen als Erklärung. Die dortige „seltsame Felsformation“ gleiche einem Tempelbogen, wobei ein Tempel früher landläufig mit &amp;#039;&amp;#039;Judenkirche&amp;#039;&amp;#039; gleichgesetzt“ worden sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Rösch: &amp;#039;&amp;#039;Der Judenweg: Jüdische Geschichte und Kulturgeschichte aus Sicht der Flurnamenforschung.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2009, ISBN 3-647-56998-4, S.&amp;amp;nbsp;129 ({{Google Buch |BuchID=rHPpijUvXD4C |Seite=129 }}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Paul Schwendinger soll die Steinformation im Volksmund ursprünglich „In der Kirche“ geheißen haben, erst „durch ungenaue Aufschreibung“ (womöglich in [[Sütterlinschrift]], siehe Abbildung rechts) sei hieraus später der Name &amp;#039;&amp;#039;Judenkirche&amp;#039;&amp;#039; entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Schwendinger: &amp;#039;&amp;#039;Der Graf Christoff von Vojkffy Weg und die Judenkirche in Oberstdorf/Tiefenbach.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Das schöne Allgäu.&amp;#039;&amp;#039; 1984, S.&amp;amp;nbsp;10–11. Zitiert in:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben.&amp;#039;&amp;#039; Band 75, Historischer Verein für Schwaben, Verlag Bücher Seitz, 1981, S.&amp;amp;nbsp;187.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alex Rössle: [https://www.oberstdorf-lexikon.de/judenkirche-wasach.html &amp;#039;&amp;#039;Die Judenkirche bei Tiefenbach und der Graf-Vojkffy-Weg.&amp;#039;&amp;#039;] 7. Mai 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[völkisch]]e&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Jung: [https://ediss.uni-goettingen.de/bitstream/handle/11858/00-1735-0000-0006-B4BD-2/jung.pdf &amp;#039;&amp;#039;Ideologische Voraussetzungen, Inhalte und Ziele außenpolitischer Programmatik und Propaganda in der deutschvölkischen Bewegung der Anfangsjahre der Weimarer Republik – Das Beispiel Deutschvölkischer Schutz- und Trutzbund.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Georg-August-Universität]], Göttingen 2000, S.&amp;amp;nbsp;24.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;[[Politisch-Anthropologische Revue|Politisch-anthropologische Monatsschrift]]&amp;#039;&amp;#039; sah 1919 als eigentliche Namensgeber des Felsentores &amp;#039;&amp;#039;Judenkirche&amp;#039;&amp;#039; die klangverwandten germanischen Stämme der [[Teutonen|Teuten]] und [[Jüten]], die sich im Zuge der [[Völkerwanderung]] durch Mitteleuropa bewegt hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Politisch-anthropologische Monatsschrift für praktische Politik: für politische Bildung und Erziehung auf biologischer Grundlage&amp;#039;&amp;#039;. Band 17, Politisch-Anthropologischer Verlag, 1919, S.&amp;amp;nbsp;333.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Judenkirche 1 Tiefenbach.jpg|mini|Ausblick von der Judenkirche]]&lt;br /&gt;
Der Felsbogen der Judenkirche ist eine ungewöhnliche Variante der [[Einsturzdoline|Einsturz-Dolinenform]]. Die Besonderheiten sind, dass die [[Naturbrücke]] aus Kalkfels subhorizontal [[Bank (Petrologie)|gebankt]] ist sowie eine seitliche Hohlform aufweist, die von unten her geöffnet und zugänglich ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:Geomorphologie&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hellmut Völk, Andreas Piekniewski, Iris Lippert |Titel=Geomorphologie des unteren Breitachtales bei Oberstdorf. Mit einer Spezialbetrachtung zur Breitachklamm-Entstehung |Sammelwerk=Vorarlberger Naturschau |Nummer=14 |Ort=Dornbirn |Datum=2004 |Seiten=50 |Online=https://www.zobodat.at/pdf/VNFE_14_0009-0066.pdf |Format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der schwach [[konkav und konvex|konvexe]] [[Kalkstein]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;bogen überspannt die im Grundriss ovale Hohlform an ihrer Längsseite und liegt am Rand eines langgezogenen Steilhanges des [[Ochsenberg (Allgäuer Alpen)|Ochsenberges]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Einsturzdolinen durch den Einbruch eines Höhlendaches entstehen, ist anzunehmen, dass die Judenkirche ein Stück erhalten gebliebenes Höhlendach ist. Der seitliche Zugang entstand vermutlich erst durch [[Denudation|denudative]] Hangabtragung nachträglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:Geomorphologie&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinz Groth, Dieter Seibert |Titel=Allgäuer Alpen: Gebietsführer für Wanderer und Bergsteiger |Verlag=Bergverlag Rother GmbH |ISBN=978-3-7633-3647-0 |Seiten=54}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Naturbrücke ist seit Juni 2007 vom [[Bayerisches Landesamt für Umwelt|Bayerischen Landesamt für Umwelt]] als bedeutendes und wertvolles [[Geotop]] (Geotop-Nummer: 780A025) ausgewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geotop&amp;quot; /&amp;gt; Im Jahr 2008 wurden die Bäume vor dem Bogen gefällt, da sie den Ausblick versperrten.&amp;lt;ref&amp;gt;Alex Rössle: [https://www.oberstdorf-lexikon.de/judenkirche-wasach.html &amp;#039;&amp;#039;Die Judenkirche bei Tiefenbach und der Graf-Vojkffy-Weg.&amp;#039;&amp;#039;] 7. Mai 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|3=S}}&lt;br /&gt;
* [https://www.oberstdorf.de/information/inspiration/naturschauspiel/judenkirche.html &amp;#039;&amp;#039;Judenkirche&amp;#039;&amp;#039;] auf oberstdorf.de&lt;br /&gt;
* [https://www.oberstdorf-lexikon.de/judenkirche-wasach.html &amp;#039;&amp;#039;Judenkirche&amp;#039;&amp;#039;] im Oberstdorf Lexikon&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geotop&amp;quot;&amp;gt;[https://www.umweltatlas.bayern.de/mapapps/resources/reports/sb_geotope/generateBericht.pdf?additionallayerfieldvalue=780A025 Bayerisches Landesamt für Umwelt, Geotop &amp;#039;&amp;#039;Judenkirche NE von Tiefenbach&amp;#039;&amp;#039;] (abgerufen am 8. Oktober 2017).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturdenkmal im Landkreis Oberallgäu]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgäuer Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Oberstdorf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Felsentor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Felsen in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geotop im Landkreis Oberallgäu]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=47/25/40.2/N |EW=10/15/14.88/E |type=landmark |region=DE-BY}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Alturand</name></author>
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