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	<title>Judasohr - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T18:38:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Judasohr&amp;diff=276745&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: linkfix</title>
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		<updated>2025-03-21T07:58:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Judasohr&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Auricularia auricula-judae&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Jean Baptiste François Bulliard|Bull.]]&amp;lt;!--1789--&amp;gt; : [[Elias Magnus Fries|Fr.]]&amp;lt;!--1822--&amp;gt;) [[Lucien Quélet|Quél.]]&amp;lt;!--1886--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Ohrlappenpilze&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Auricularia&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Ohrlappenpilzverwandte&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Auriculariaceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Ohrlappenpilzartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Auriculariales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = unsichere Stellung&lt;br /&gt;
| Taxon5_LinkName  = incertae sedis&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = incertae sedis&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterklasse&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Agaricomycetes&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Bild             = Hirneola auricula-judae (xndr) cropped.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Judasohr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Auricularia auricula-judae&amp;#039;&amp;#039;, [[Synonym (Taxonomie)|Syn.]]: &amp;#039;&amp;#039;A.&amp;amp;nbsp;auricula&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;A. sambucina&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hirneola auricula-judae&amp;#039;&amp;#039;) ist ein ohrförmiger, gallertartiger [[Speisepilz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Auricularia auricula-judae 4184905860 8f558ceffb o cropped.jpg|mini|Selten bildet das Judasohr (&amp;#039;&amp;#039;A.&amp;amp;nbsp;auricula-judae&amp;#039;&amp;#039;) pigmentlose Fruchtkörper aus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Makroskopische Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die dunkelbraunen [[Fruchtkörper]] haben eine lappenartige, oft wie eine [[Ohrmuschel]] geformte Struktur. Sie stehen seitlich vom [[Substrat (Ökologie)|Substrat]] ab und haben eine [[Krümmung|konvexe]], feinfilzige Oberfläche. Diese ist mehr oder weniger mit Adern durchzogen. Das [[Hymenium]] auf der Unterseite hat jung eine blass-gräuliche Farbe, die nach und nach in ein Fleischbräunlich übergeht. Die Unterseite ist immer heller als die Oberseite. Der Pilz wird 3–10&amp;amp;nbsp;Zentimeter breit und das [[Trama|Fleisch]] erreicht eine Dicke von 1,5–2&amp;amp;nbsp;Millimeter. Es ist sehr zäh und elastisch-gallertartig, kann durch Austrocknen aber sehr hart werden und auf ein Zehntel seiner vorherigen Größe schrumpfen. Nach einem Regen kann er stark aufgequollen weiterwachsen. Der Geruch kann manchmal muffig-erdig sein, der Geschmack ist mild. Das Sporenpulver ist [[Amyloidität|inamyloid]] und weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mikroskopische Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die glatten, zylindrisch-gekrümmten [[Spore|Sporen]] mit abgerundeten Enden messen 15–23&amp;amp;#8239;×&amp;amp;#8239;5–7&amp;amp;nbsp;[[Meter#Mikrometer|Mikrometer]]. Die [[Basidie]]n sind langzylindrisch und mit Querwänden in vier Abschnitte geteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGfM&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Sterigma|Sterigmen]] sind lang, an den [[Hyphe]]n sind [[Schnalle (Mykologie)|Schnallen]] vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artabgrenzung ==&lt;br /&gt;
2022 wurde mit &amp;#039;&amp;#039;[[Auricularia cerrina]]&amp;#039;&amp;#039; eine ähnliche Art an [[Zerreiche|Zerr-Eiche]] beschrieben. Sie unterscheidet sich durch dunklere, stärker grau bis weißlich behaarte Fruchtkörper, eine zentrale Trennlinie in der Trama und kleinere Sporen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jiří Kout, Fang Wu |Titel=Revealing the Cryptic Diversity of Wood-Inhabiting Auricularia (Auriculariales, Basidiomycota) in Europe |Sammelwerk=Forests |Band=13 |Nummer=4 |Datum=2022-03-30 |ISSN=1999-4907 |Seiten=532 |Online=https://www.mdpi.com/1999-4907/13/4/532 |Abruf=2025-03-20 |DOI=10.3390/f13040532}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls ähnlich und fast weltweit verbreitet ist &amp;#039;&amp;#039;[[Auricularia cornea]]&amp;#039;&amp;#039;, die sich ebenfalls durch eine stärker behaarte Oberseite und eine deutliche Trennlinie, kleinere Sporen sowie lederige und variabel hell bis dunkel gefärbte Fruchtkörper unterscheidet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fang Wu, Ablat Tohtirjap, Long-Fei Fan, Li-Wei Zhou, Renato L. M. Alvarenga, Tatiana B. Gibertoni, Yu-Cheng Dai |Titel=Global Diversity and Updated Phylogeny of Auricularia (Auriculariales, Basidiomycota) |Sammelwerk=Journal of Fungi |Band=7 |Nummer=11 |Datum=2021-11-03 |ISSN=2309-608X |Seiten=933 |Online=https://www.mdpi.com/2309-608X/7/11/933 |Abruf=2025-03-20 |DOI=10.3390/jof7110933 |PMC=8625027 |PMID=34829220}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Gezonter Ohrlappenpilz|Gezonte Ohrlappenpilz]] (&amp;#039;&amp;#039;Auricularia mesenterica&amp;#039;&amp;#039;) besitzt einen gezonten, struppigeren Hutfilz und eine dunklere Unterseite. Der [[Pappel-Becherrindenschwamm]] (&amp;#039;&amp;#039;Auriculariopsis ampla&amp;#039;&amp;#039;) wächst zwar ebenfalls an Holz, bevorzugt aber [[Pappeln]] und [[Weiden (Botanik)|Weiden]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kosmos&amp;quot; /&amp;gt; Er hat eine viel hellere Oberseite und kann mikroskopisch vom Judasohr leicht durch die 1- statt 4-zelligen [[Basidie]]n unterschieden werden. Verwechslungen wären auch mit dem [[Blattartiger Zitterling|Blattartigen Zitterling]] (&amp;#039;&amp;#039;Tremella foliacea&amp;#039;&amp;#039;) denkbar, der jedoch keine ohrmuschelartigen Fruchtkörper ausbildet und in der Regel büschelig wächst. Der [[Stoppeliger Drüsling|Stoppelige Drüsling]] (&amp;#039;&amp;#039;Exidia glandulosa&amp;#039;&amp;#039; [[Liste lateinischer Phrasen/S#Sensu originali|s. orig.]]) ist normalerweise dunkler gefärbt und hat eine auffällig körnig-warzige, sterile Unterseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Das Judasohr ist ein Schwächeparasit an lebenden Bäumen oder ernährt sich [[saprobiont]]isch von bereits abgestorbenem Holz; es ist ein [[Weißfäule]]erreger. Judasohren wachsen an zahlreichen Baumarten, wie zum Beispiel [[Birke]]n, [[Robinie]]n, [[Ulme]]n, [[Echte Walnuss|Walnuss]]-, [[Mango]]-, [[Kapok]]- und am häufigsten an [[Holunder]]bäumen. Sehr selten ist der Pilz auch an Nadelbäumen wie [[Fichten]] (Picea) zu finden. Man kann das Judasohr fast über das ganze Jahr an geeigneten Stellen finden. Da sie frostbeständig sind, können sie auch im tiefsten Winter unter dem Schnee ausgegraben werden. Das Judasohr ist in ganz Europa verbreitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kosmos&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Art wurde früher als weltweit verbreitet angesehen, jedoch zeigten [[Phylogenetik|phylogenetische]] Untersuchungen, dass das Judasohr im engeren Sinn eine ausschließlich europäische Art ist. Die ehemals zu der Art gezählten amerikanischen und asiatischen Populationen stellen dementsprechend mit &amp;#039;&amp;#039;[[Auricularia americana]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Auricularia heimuer]]&amp;#039;&amp;#039; zwei getrennte Arten dar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Das Judasohr ist ein relativ geschmacksneutraler Speisepilz und kann in Suppen oder in Pilzgerichten als „Füllpilz“ verwendet werden. Der verwandte [[Auricularia cornea|Mu-Err]] (&amp;#039;&amp;#039;Auricularia cornea&amp;#039;&amp;#039;) wird kommerziell angebaut und in vielen Gerichten der [[Asiatische Küchen|asiatischen Küche]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Etymologie ===&lt;br /&gt;
[[Judas Ischariot]], der Jünger, der [[Jesus Christus|Jesus]] [[Verrat|verriet]], soll sich der Legende zufolge anschließend an einem [[Holunder]]baum erhängt haben. Der Tatsache, dass sie besonders häufig an diesem Substrat wachsen und zudem ein ohrenähnliches Aussehen aufweisen, verdanken die Judasohren ihren Namen. Eine entsprechende Namensgebung findet sich auch in vielen anderen europäischen Sprachen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGfM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pilz des Jahres 2017 ===&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Gesellschaft für Mykologie]] hat das Judasohr zum [[Pilz des Jahres]] 2017 gekürt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGfM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Auricularia auricula-judae|Judasohr (&amp;#039;&amp;#039;Auricularia auricula-judae&amp;#039;&amp;#039;)|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ewald Gerhardt]]: &amp;#039;&amp;#039;Pilze. Treffsicher bestimmen mit dem 3er Check&amp;#039;&amp;#039;. Verlag BLV, München 2008, ISBN 978-3-8354-0377-2.&lt;br /&gt;
* [[Olaf Schmidt (Holzbiologe)|Olaf Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Holz- und Baumpilze. Biologie, Schäden, Schutz, Nutzen&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Berlin 1994, ISBN 3-540-57334-8.&lt;br /&gt;
* Mirko Svrček, Jiri Kubicka, Josef Erhart: Der Kosmos – Pilzführer. Die Pilze Mitteleuropas, Kosmos 1991, ISBN 3-440-05449-7.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Fang Wu, Yuan Yuan, Shuang-Hui He, Asanka R. Bandara, Kevin D. Hyde, Vera F. Malysheva, De-Wei Li, Yu-Cheng Dai&lt;br /&gt;
   |Titel=Global diversity and taxonomy of the Auricularia auricula-judae complex (Auriculariales, Basidiomycota)&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=[[Mycological Progress]]&lt;br /&gt;
   |Band=14&lt;br /&gt;
   |Nummer=10&lt;br /&gt;
   |Datum=2015&lt;br /&gt;
   |ArtikelNr=95&lt;br /&gt;
   |Kommentar=freier Volltext&lt;br /&gt;
   |DOI=10.1007/s11557-015-1113-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;DGfM&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.dgfm-ev.de/presse-und-aktuelles/pilz-des-jahres/pilz-des-jahres-2017-judasohr&lt;br /&gt;
 |titel=Pilz des Jahres 2017: Judasohr&lt;br /&gt;
 |werk=dgfm-ev.de&lt;br /&gt;
 |hrsg=[[Deutsche Gesellschaft für Mykologie|DGfM]]&lt;br /&gt;
 |sprache=de&lt;br /&gt;
 |abruf=2018-06-24}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&amp;lt;ref name=&amp;quot;Looney2013&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor = Brian P. Looney, Joshua M. Birkebak, P. Brandon Matheny&lt;br /&gt;
| Titel = Systematics of the genus Auricularia with an emphasis on species from the southeastern United States.&lt;br /&gt;
| Sammelwerk = North American Fungi&lt;br /&gt;
| Band = 8&lt;br /&gt;
| Datum = 2013&lt;br /&gt;
| DOI = 10.2509/naf2013.008.006&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kosmos&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=Andreas Gminder, Tanja Böhning&lt;br /&gt;
 |Titel=Welcher Pilz ist das?&lt;br /&gt;
 |Auflage=2.&lt;br /&gt;
 |Verlag=Kosmos&lt;br /&gt;
 |Ort=Stuttgart&lt;br /&gt;
 |Datum=2014&lt;br /&gt;
 |ISBN=978-3-440-13748-2&lt;br /&gt;
 |Seiten=278}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Speisepilzhinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Pilz des Jahres in Deutschland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ohrlappenpilzartige]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speisepilzart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speisepilz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
	</entry>
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