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	<title>Joseph von Aschbach - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T15:57:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Joseph_von_Aschbach&amp;diff=1009028&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ditschie-wiki: /* Literatur */ Hinweis zugefügt und verlinkt</title>
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		<updated>2024-06-29T13:24:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Hinweis zugefügt und verlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Josef Aschbach.jpg|mini|Josef Aschbach, Lithographie von [[Eduard Kaiser (Maler)|Eduard Kaiser]], 1857]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Aschbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ab 1870 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ritter von Aschbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. April]] [[1801]] in [[Frankfurt-Höchst|Höchst am Main]]; † [[25. April]] [[1882]] in [[Wien]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Historiker]]. Er war Gymnasiallehrer in Frankfurt am Main und danach Universitätsprofessor in Bonn sowie in Wien. Seine materialreiche dreibändige &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Wiener Universität&amp;#039;&amp;#039; wird noch heute verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Joseph Aschbach war der Sohn eines Nudelfabrikanten; sein Bruder war der Jurist [[Gerhard Adolf Aschbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er begann 1819 an der [[Universität Heidelberg]] ein Studium der [[Theologie]] und [[Philosophie]]. Beeinflusst durch den Historiker [[Friedrich Christoph Schlosser]] wandte er sich aber bald der Geschichte zu. Zwischen 1823 und 1842 wirkte Aschbach als Lehrer für Geschichte und alte Sprachen an der [[Domstiftsschule (Frankfurt am Main)|katholischen Selektenschule]] in [[Frankfurt am Main]]. 1824 war er Mitbegründer des [[Physikalischer Verein|Physikalischen Vereins]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Heinz Fricke |Titel=150 Jahre Physikalischer Verein Frankfurt am Main. |Auflage=1. |Verlag=Physikalischer Verein |Ort=Frankfurt |Datum=1974 |Kapitel=Die Gründer des Vereins |Seiten=11 |DNB=750868783}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1842 nahm er einen Ruf als &amp;#039;&amp;#039;Professor für Geschichte&amp;#039;&amp;#039; an die [[Universität Bonn]] an und ging 1853 in gleicher Eigenschaft an die [[Universität Wien]]. Dort berief man ihn auch zum &amp;#039;&amp;#039;[[Lehrstuhl|Ordinarius]] des historischen Seminars&amp;#039;&amp;#039;. Als solcher wirkte er zu seiner [[Emeritierung]] im Jahre 1872. 1856 nahm die [[Österreichische Akademie der Wissenschaften]] Aschbach als Mitglied auf, 1870 erhob ihn Kaiser [[Franz Joseph I. (Österreich-Ungarn)|Franz Joseph I.]] in den erblichen österreichischen [[Adelstitel|Ritterstand]]. Vier Tage vor seinem 81. Geburtstag starb Joseph Aschbach am 25. April 1882 in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungen ==&lt;br /&gt;
In seiner &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Westgoten&amp;#039;&amp;#039; (1827) klärte er einen bis dahin dunklen Abschnitt der Geschichte auf. Es folgten Werke über die [[Umayyaden|Omajjaden]] in Spanien (1829–30), die Almorawiden und Almohaden (1833–37) und die Heruler und Gepiden (1835). Für seine auf Anregung [[Johann Friedrich Böhmer]]s entstandene &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Kaiser [[Sigismund (HRR)|Sigismunds]]&amp;#039;&amp;#039; (1838–45) wertete er die umfangreichen reichsgeschichtlichen Quellen des [[Institut für Stadtgeschichte (Frankfurt am Main)|Frankfurter Stadtarchivs]] aus; das Werk gilt heute noch als grundlegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem verfasste er aus bisher wenig benutzten archivalischen Quellen die &amp;#039;&amp;#039;Urkundliche Geschichte der Grafen von Wertheim&amp;#039;&amp;#039; (1843), welches Werk zur Aufklärung über die fränkischen Adelsgeschlechter im Mittelalter einen höchst wichtigen Beitrag lieferte. Das von ihm herausgegebene &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Kirchenlexikon&amp;#039;&amp;#039; (1846–1850) behandelte ohne konfessionelle Polemik das Wissenswürdigste aus der gesamten Theologie und ihren Hilfswissenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1865 veröffentlichte Aschbach die &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Wiener Universität&amp;#039;&amp;#039; als Festschrift zu ihrer 500-jährigen Gründungsfeier. Bei seiner Verwertung umfangreichen Quellenmaterials unterliefen Aschbach zahlreiche Fehler, worauf [[Franz Graf-Stuhlhofer]] hinwies.&amp;lt;ref&amp;gt;Anhand von Band 2 dargelegt in Franz Graf-Stuhlhofer: &amp;#039;&amp;#039;Humanismus zwischen Hof und Universität. Georg Tannstetter (Collimitius) und sein wissenschaftliches Umfeld im Wien des frühen 16. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1996, zusammenfassend auf S. 173–175.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Hinblick auf Band 1 versuchte der Archivar [[Karl Schrauf]] Flüchtigkeitsfehler durch den damaligen Zeitdruck zu entschuldigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schrauf, &amp;#039;&amp;#039;Aschbach&amp;#039;&amp;#039;, Wien 1900, S. 32f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großes Aufsehen erregte Aschbachs Schrift &amp;#039;&amp;#039;Roswitha und Konrad Celtes&amp;#039;&amp;#039;, worin er nachzuweisen suchte, dass der bisher allgemein der [[Roswitha von Gandersheim]] zugeschriebene [[Panegyrikus]] auf Kaiser [[Otto I. (HRR)|Otto den Großen]] nicht deren Werk, sondern ein Gedicht des [[Conrad Celtis|Konrad Celtes]], also aus dem 16. Jahrhundert, sei. Jedoch wurde diese Ansicht durch die Historiker [[Rudolf Köpke]] und [[Georg Waitz]] als eine unhaltbare Hypothese erwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihm zu Ehren wurde 1961 in Wien-[[Liesing (Wien)|Liesing]] (23. Bezirk) die &amp;#039;&amp;#039;Aschbachgasse&amp;#039;&amp;#039; benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dissertatio De Theopompo Chio historico&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt 1823 ([http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN527338125 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Westgoten&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt 1827 ([http://books.google.de/books?id=bJgBAAAAMAAJ Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Omajjaden in Spanien&amp;#039;&amp;#039;, 2 Bände, Frankfurt 1829–1830, Neuauflage Wien 1860&lt;br /&gt;
** Band I (1829, [https://archive.org/details/bub_gb_pMMLAAAAYAAJ/page/n2 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Spaniens und Portugals zur Zeit der Herrschaft der Almorawiden und Almohaden&amp;#039;&amp;#039;, 2 Bände, Frankfurt 1833–1837&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Heruler und Gepiden&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt 1835 ([https://archive.org/details/geschichtederhe00aschgoog/page/n5 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Kaiser Sigmund’s&amp;#039;&amp;#039;, 4 Bände, Hamburg 1838–1845&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Grafen von Wertheim von den ältesten Zeiten bis zu ihrem Erlöschen im Mannesstamme im Jahre 1556&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
** Teil I &amp;#039;&amp;#039; Mit vier Abbildungen und einer Tabelle&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 1843 ([http://books.google.de/books?id=I6MwAAAAYAAJ&amp;amp;printsec=frontcover Digitalisat]).&lt;br /&gt;
** Teil II: &amp;#039;&amp;#039;Wertheimisches Urkundenbuch. Mit zwölf Wappen- und Siegeltafeln&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 1843 ([https://books.google.de/books?id=ulgAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PP1 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Allgemeines Kirchenlexikon&amp;#039;&amp;#039; (Herausgeberschaft), 4 Bände, Frankfurt 1846–1850&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Wiener Universität&amp;#039;&amp;#039;, 3 Bände, Wien 1865/1877/postum 1888 (Digitalisate: [http://phaidra.univie.ac.at/o:91414 Band 1], [http://phaidra.univie.ac.at/o:92087 Band 2], [http://phaidra.univie.ac.at/o:92574 Band 3],[http://phaidra.univie.ac.at/o:93003 Nachträge zum dritten Bande])([[eBooks on Demand]]); Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Die Wiener Universität und ihre Gelehrten 1520 bis 1565&amp;#039;&amp;#039; auch als Neudruck: Farnborough, Hants, Gregg, 1967 ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:1-16110 Digitalisierte Ausgabe] der [[Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Roswitha und Konrad Celtes&amp;#039;&amp;#039; (Sitzungsberichte der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Classe; 56,1). Wien 1867; erweiterte 2. Auflage: Wilhelm Braumüller, Wien 1868.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|1|32||Aschbach Josef von|}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3-7829-0444-3|Seiten=31–32}}&lt;br /&gt;
* [[Otto Renkhoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Nassauische Biographie. Kurzbiographien aus 13 Jahrhunderten.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Wiesbaden 1992. ISBN 3-922244-90-4, S. 23, Nr. 121.&lt;br /&gt;
* Karl Schrauf, [[Johann Friedrich Böhmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Josef von Aschbach. Eine biographische Skizze.&amp;#039;&amp;#039; A. Holzhausen, Wien 1900 (59 Seiten).&lt;br /&gt;
* {{ADB|46|59|68|Aschbach, Joseph Ritter von|Karl Schrauf|ADB:Aschbach, Joseph Ritter von}}&lt;br /&gt;
* [[Conrad Bursian]]: &amp;#039;&amp;#039;Joseph von Aschbach.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Jahrbuch für Alterthumskunde.&amp;#039;&amp;#039; 5. Jg., 1881, S. 29–31 ([https://archive.org/details/jahresberichtb29leipuoft/page/28/mode/2up?view=theater Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Joseph Aschbach}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119059312}}&lt;br /&gt;
*{{HessBib |PPN=134113713 |GND=119059312}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=119059312|titel=Aschbach, Gerhard Joseph Ritter von|datum=2023-02-14}}&lt;br /&gt;
* {{Frankfurter Personenlexikon|669|Aschbach, Joseph von&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hinweis Meyers 1888–1890}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119059312|LCCN=nr91026192|VIAF=17309234}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Aschbach, Joseph von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1801]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Aschbach, Joseph von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ritter von Aschbach, Joseph; Aschbach, Joseph (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-österreichischer Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. April 1801&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankfurt-Höchst]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. April 1882&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ditschie-wiki</name></author>
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