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	<title>Joseph Schmidlin - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T05:17:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Ettiwdreg: /* Werk und Bedeutung */</title>
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		<updated>2025-09-09T17:01:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Werk und Bedeutung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Schmidlin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. März]] [[1876]] in [[Petit-Landau|Kleinlandau]] im [[Elsass]]; † [[10. Januar]] [[1944]] im Sicherungslager [[Schirmeck]]) wirkte als katholischer [[Theologe]] und gilt als Begründer der katholischen [[Missionswissenschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Joseph Schmidlin war ein Sohn des Lehrers Augustinus Schmidlin (1841–1915) und der Amtsschreiberin Maria Anna, geb. Hoefferlin (1843–1908). Er hatte zwei Brüder (u.&amp;amp;nbsp;a. Kirchenmusiker [[August Schmidlin]]) und drei Schwestern. Er besuchte das bischöfliche Progymnasium und das Gymnasium St. Stephan in [[Straßburg]], studierte am [[Römisch-katholisches Priesterseminar|Priesterseminar]] in Straßburg [[Philosophie]] und Theologie. 1899 empfing er die [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftlicher Werdegang ==&lt;br /&gt;
Von 1899 bis 1901 studierte er an der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Albert-Ludwigs-Universität]] in [[Freiburg im Breisgau]] Geschichte und [[klassische Philologie]] für das Lehramt und wurde 1901 zum Dr. phil. promoviert. Bei seinem Studienaufenthalt in Rom von 1901 bis 1905 war er Vizerektor der Nationalkirche [[Santa Maria dell’Anima]] und des Priesterkollegs ebendort (heute: [[Päpstliches Institut Santa Maria dell’Anima]]). Neben einer Geschichte der Anima&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joseph Schmidlin |Titel=Geschichte der deutschen Nationalkirche in Rom S. Maria dell&amp;#039; Anima |Hrsg=Herder |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort=Freiburg i.B |Datum=1906 |ISBN= |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; arbeitete er an [[Ludwig Pastor]]s &amp;#039;&amp;#039;Papstgeschichte&amp;#039;&amp;#039; mit. 1904 wurde Schmidlin in [[Kirchengeschichte]] zum Dr. theol. promoviert. Nach einer Kaplanszeit in [[Gebweiler]] habilitierte er sich 1907 bei [[Albert Ehrhard]] für Kirchengeschichte an der [[Universität Straßburg]]. Später wurde er nach [[Münster]] umhabilitiert und dort 1910 zum Professor für Kirchengeschichte, [[Dogmengeschichte]], [[Patrologie]] und Missionskunde ernannt. 1914 wurde Schmidlin zum [[Lehrstuhl|Ordinarius]] für [[Missionswissenschaft]] mit einem zusätzlichen Lehrauftrag für Kirchengeschichte, Dogmengeschichte und Patrologie ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Schmidlin begründete die Missionswissenschaft als eigenständige Disziplin innerhalb der [[Katholische Theologie|Katholischen Theologie]]. Sein Vorläufer im evangelischen Raum war der Inhaber des ersten Missionswissenschaftlichen Lehrstuhls in Deutschland, [[Gustav Warneck]]. 1911 begründete er die [[Zeitschrift für Missionswissenschaft und Religionswissenschaft|&amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Missionswissenschaft&amp;#039;&amp;#039;]], die er selber redigierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem [[Papst]] [[Benedikt XV.]] im Rundschreiben &amp;#039;&amp;#039;Maximum illud&amp;#039;&amp;#039; (1919), der &amp;#039;&amp;#039;Magna Charta&amp;#039;&amp;#039; der katholischen [[Mission (Christentum)|Mission]], die Errichtung missionswissenschaftlicher Lehrstühle und Institute forderte, wurden nach dem Münsteraner Vorbild zahlreiche Lehrstühle im In- und Ausland gegründet, u. a. in München, [[Würzburg]], in [[Nijmegen]], [[Freiburg im Üechtland]], [[Löwen]] und Wien. Dabei orientierten sich diese an Schmidlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1911 gründete Schmidlin das [[Internationales Institut für missionswissenschaftliche Forschungen|Internationale Institut für missionswissenschaftliche Forschungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Katholische Missionslehre&amp;#039;&amp;#039; (Münster/Westf. 1919) – zwei Jahre nach seiner &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Missionswissenschaft&amp;#039;&amp;#039; (Münster/Westf. 1917, erschienen als Band 1 in der von ihm herausgegebenen Reihe &amp;#039;&amp;#039;[[Missionswissenschaftliche Abhandlungen und Texte]]&amp;#039;&amp;#039;) erschienen – war über Jahrzehnte hinweg das Standardwerk der katholischen Missionswissenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner wirkte Schmidlin als Assistent von [[Ludwig Pastor]] wesentlich an zahlreichen Bänden seiner 16-bändigen &amp;#039;&amp;#039;Papstgeschichte&amp;#039;&amp;#039; mit. Nach Pastors Tod schrieb Schmidlin eine die Fortsetzung des Pastorschen Werkes darstellende &amp;#039;&amp;#039;Papstgeschichte der neuesten Zeit&amp;#039;&amp;#039;, welche den Zeitraum von 1800 bis zum Tode [[Pius XI.]] behandelt. Dieses Werk stellt seine umfangreichste wissenschaftliche Eigenleistung dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. Juli 1934 wurde Schmidlin zwangspensioniert. Später kam er wegen seiner ablehnenden Haltung gegenüber dem nationalsozialistischen Regime ins [[Gefängnis]], dann in eine [[Nervenheilanstalt]] und später in das „[[Sicherungslager Vorbruck-Schirmeck]]“. Noch im Sicherungslager erhob er seine Stimme gegen den [[Nationalsozialismus]]. Man erfuhr, dass er zusammengeschlagen und in einen Bunker gebracht wurde, wo er am 10. Januar 1944 starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
Die katholische Kirche hat Schmidlin als Glaubenszeugen in das [[Deutsches Martyrologium des 20. Jahrhunderts|deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Eingang des [[Breisacher Stephansmünster|Breisacher Münsters]] hängt eine eindrucksvolle Gedenktafel mit den Worten: {{Zitat|&amp;#039;&amp;#039;Die Pfarrgemeinde Breisach gedenkt in dieser frühgotischen Krypta (...) des Priesters und Kirchenhistorikers Professor Dr. Josef Schmidlin, der in Breisach gewirkt hat und als Gegner der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1944 im Konzentrationslager Schirmeck umgekommen ist (...)&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Papst Pius X. Sein Vorleben und seine Erhebung&amp;#039;&amp;#039;. Verlag von Breer &amp;amp; Thiemann, Hamm in Westfalen 1903.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die geschichtsphilosophische und kirchenpolitische Weltanschauung Ottos von Freising. Ein Beitrag zur mittelalterlichen Geistesgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Herdersche Verlagsbuchhandlung, Freiburg im Breisgau 1906, [https://archive.org/details/diegeschichtsph00schmgoog online].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschen Nationalkirche in Rom S. Maria dell Anima&amp;#039;&amp;#039;. Herdersche Verlagsbuchhandlung, Freiburg im Breisgau 1906.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die kirchlichen Zustände in Deutschland vor dem Dreißigjährigen Kriege nach den bischöflichen Diözesanberichten an den Heiligen Stuhl&amp;#039;&amp;#039;. 3 Bände. Herdersche Verlagsbuchhandlung, Freiburg im Breisgau 1908–1910.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Missions- und Kulturverhältnisse im fernen Osten: Eindrücke und Berichte von meiner Missionsstudienreise im Winter 1913/14.&amp;#039;&amp;#039; Borgmeyer, Münster 1914. [https://archive.org/details/pts_missionsundkultu_3720-0713 online].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die christliche Weltmission im Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039;. Volksvereins-Verlag, Mönchen-Gladbach 1915.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Katholische Missionslehre im Grundriss.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Aschendorff, Münster 1919, 2. Auflage 1923.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe auch &amp;#039;&amp;#039;Catholic mission theory.&amp;#039;&amp;#039; 1931, [https://archive.org/details/MN41413ucmf_2 online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Katholischen Missionen von der Völkerwanderung bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Göschen Verlag, Leipzig 1925.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Papstgeschichte der Neuesten Zeit&amp;#039;&amp;#039;. 4 Bände. Verlag Joseph Kösel &amp;amp; Friedrich Pustet, München 1933–1939.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|23|162|163|Schmidlin, Joseph|[[Giancarlo Collet]]|118881469}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629130829/http://www.bautz.de/bbkl/s/s1/schmidlin_j.shtml |band=9|spalten=436-443|autor=[[Johannes Dörmann]]|artikel=Schmidlin, Joseph}}&lt;br /&gt;
* Georg Evers: &amp;#039;&amp;#039;Die Anfänge der Missionswissenschaft. Josef Schmidlin in Münster.&amp;#039;&amp;#039; In: Silke Hensel, Barbara Rommé (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aus Westfalen in die Südsee. Katholische Mission in den deutschen Kolonien.&amp;#039;&amp;#039; Reimer, Berlin 2018, ISBN 978-3-496-01611-3, S. 52–59.&lt;br /&gt;
* Karl Müller, Art.: &amp;#039;&amp;#039;Universitätsprofessor Dr. Dr. Joseph Schmidlin&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Helmut Moll]] (Hrsg. im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz), &amp;#039;&amp;#039;Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Paderborn u. a. 1999, 8. erweiterte und aktualisierte Auflage 2024, Band I, S. 535–539.&lt;br /&gt;
* [[Karl Müller (Missionswissenschaftler)|Karl Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Josef Schmidlin (1876–1944). Papsthistoriker und Begründer der katholischen Missionswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Studia Instituti Missiologici SVD, Nr. 47, Steyler Verlag, Nettetal 1989, ISBN 3-8050-0246-7.&lt;br /&gt;
* Horst Rzepkowski: &amp;#039;&amp;#039;Joseph Schmidlin’s Supposed Endeavours for an Interdenominational Missionary Periodical.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mission Studies&amp;#039;&amp;#039;, {{ISSN|1573-3831}}, Bd. 11 (1994), S. 227–242.&lt;br /&gt;
* Horst Rzepkowski: &amp;#039;&amp;#039;Prof. Dr. Josef Schmidlin, Begründer der kath. Missionswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Verbum SVD&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 35 (1994), S. 147–170.&lt;br /&gt;
* Horst Rzepkowski: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Vision und Sendung. Zur Vorstellung der Deutschen Kirche bei Joseph Schmidlin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Missionswissenschaft und Religionswissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 80 (1996), S. 82–128.&lt;br /&gt;
* Jonathan Voß: [http://www.flurgespraeche.de/joseph-schmidtlin/ &amp;#039;&amp;#039;Zum Gedenken an Joseph Schmidlin&amp;#039;&amp;#039;], flurgespräche, Universität Münster, 2014.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118881469}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118881469|LCCN=n/92/106350|VIAF=89683740}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schmidlin, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Elsass)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Straßburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Münster)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Missionswissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im UV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1876]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schmidlin, Joseph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Theologe, Missionar und Missionswissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. März 1876&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kleinlandau]], [[Elsass]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Januar 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Schirmeck (Elsass)&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ettiwdreg</name></author>
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