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	<title>Joseph Schillinger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Weblinks */ Commons hinzugefügt</title>
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		<updated>2024-10-27T08:42:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Commons hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Joseph Schillinger and the Rhythmicon.jpg|mini|Joseph Schillinger neben einem [[Rhythmicon]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Moissejewitsch Schillinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Иосиф Моисеевич Шилингер}}; * {{JULGREGDATUM|1|9|1895|Link=1}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{MGG2|Verfasser=Detlef Gojowy|Lemma=Schillinger, Joseph|Band=P14|ID=mgg11534}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (nach anderen Angaben: {{JULGREGDATUM|31|8|1895|Link=1}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{Munzinger|17000000507|Joseph Schillinger|2018-09-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Grove Music Online|24863|James M. Burk, Wayne J. Schneider|Schillinger, Joseph}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) in [[Charkiw]], damals [[Russisches Kaiserreich]]; † [[23. März]] [[1943]] in [[New York City]]) war ein [[Komponist]], Musiktheoretiker und Lehrer. Auf ihn geht das [[Schillinger-System]] der Kompositionsausbildung zurück, das sich im 20. Jahrhundert einer gewissen Beliebtheit erfreute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 studierte Schillinger am [[Sankt Petersburger Konservatorium|Petrograder Konservatorium]] bei [[Nikolai Nikolajewitsch Tscherepnin|Nikolai Tscherepnin]] und [[Jāzeps Vītols]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;bro46&amp;quot; /&amp;gt; In der Sowjetunion lehrte Schillinger 1918 bis 1922 am [[Nationale Universität der Künste Charkiw I. P. Kotljarewskyj|Konservatorium Charkiw]], dirigierte dort zeitweilig das Ukrainische Sinfonieorchester und lehrte – selbst kompositorisch tätig – dann Komposition am Musikalischen Technikum Petrograd. Zugleich war er Gründer und Leiter des ersten sowjetischen Jazzorchesters&amp;lt;ref name=&amp;quot;qui765&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Detlef Gojowy: &amp;#039;&amp;#039;Neue sowjetische Musik der 20er Jahre&amp;#039;&amp;#039;, Laaber-Verlag, Laaber 1980, S. 129&amp;lt;/ref&amp;gt; und betrieb auch ethnomusikologische Studien in [[Georgien]]. Seine Musik war in der Sowjetunion hoch angesehen: Seine &amp;#039;&amp;#039;Symphonische Rhapsodie&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(Oktober)&amp;#039;&amp;#039; wurde 1927 vom staatlichen Komitee für Symphonische und Kammermusik zum besten Werk der ersten zehn Jahre der Sowjetunion gewählt, noch vor Werken von [[Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch|Schostakowitsch]] und [[Glière]], und auf den offiziellen Feiern zum zehnten Jahrestag der Oktoberrevolution wurde ausschließlich Musik von ihm und Beethoven gespielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bro48&amp;quot; /&amp;gt; Er schrieb in seinem Leben 33 komplette Musikwerke, von denen er aber nur acht veröffentlichte. Er veröffentlichte ein Buch zur Kompositionslehre und zahlreiche Aufsätze. Aus seinen Unterlagen zur Ausbildung stellten seine Frau und verschiedene Herausgeber postum weitere Bücher zusammen, von denen &amp;#039;&amp;#039;The Schillinger System of Musical Composition&amp;#039;&amp;#039; von 1946 das einflussreichste werden sollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;qui776&amp;quot;&amp;gt;Quist S. 776&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.schillingermusic.com/ |wayback=20180423102736 |text=Harry Lyden: The Schillinger System of Musical Composition}} (mit Biographie Joseph Schillinger)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schillinger-System wird kaum noch direkt angewandt, und sein Name ist kaum mehr präsent in musikdidaktischen Debatten. Dennoch sind viele seiner Ideen und Konzepte bis heute einflussreich in der amerikanischen Musik. Schillinger legte insbesondere großen Wert auf eine [[Mathematik|mathematische]] Organisation der Musik.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bro46&amp;quot; /&amp;gt; Dazu entwickelte er unter anderem ein neues System der [[Notation (Musik)|Musiknotation]]. Große Teile der vorherigen Musikgeschichte, Kompositionslehre und des Instrumentenbaus verwarf er öffentlich als fehlerhafte Trial-and-Error-Versuche, die am fehlenden wissenschaftlichen Anspruch ihrer Macher gescheitert wären. Von diesen Urteilen nahm er weder berühmte Instrumentenbauer noch Komponisten wie [[Johann Sebastian Bach]] oder [[Ludwig van Beethoven]] aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bro52&amp;quot; /&amp;gt; Das einflussreiche [[Berklee College of Music]] begann seine Existenz als Schillinger House of Music, als es vom Schillinger-Schüler [[Lawrence Berk]] gegründet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bro46&amp;quot;&amp;gt;Brodsky S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt; Schillinger wandte seine Theorien auch zum Beispiel in der Malerei, Architektur, Fotografie, Mode, Design, Film und den Tanz an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bro45&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schillinger kam 1928 in die USA und unterrichtete danach Komposition in [[New York City]]. Schillinger konnte sich schnell in der Stadt etablieren und gehörte zu den ersten Mitgliedern der New York Musicological Society, später die [[American Musicological Society]]. Zu seinen Schülern in Komposition zählten unter anderem [[George Gershwin]], [[Benny Goodman]], [[Tommy Dorsey]] und [[Glenn Miller]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;qui765&amp;quot;&amp;gt;Quist S. 765&amp;lt;/ref&amp;gt; Gershwin unterrichtete er unter anderem, während dieser &amp;#039;&amp;#039;[[Porgy and Bess]]&amp;#039;&amp;#039; schrieb; Schillingers Einfluss auf diese Oper ist in der Musikwissenschaft hoch umstritten. Er selbst beschrieb &amp;#039;&amp;#039;Porgy and Bess&amp;#039;&amp;#039; – ebenso wie Glenn Millers &amp;#039;&amp;#039;[[Moonlight Serenade]]&amp;#039;&amp;#039; – einzig als Hausaufgaben, die sie in seinem Unterricht abliefern sollten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bro52&amp;quot;&amp;gt;Brodsky S. 52&amp;lt;/ref&amp;gt; Den größten Teil seines Unterrichts erteilte er aber per Post quer durch die USA. Aus den Notizen und Materialien dafür entstanden später seine Bücher. Die Einnahmen aus diesem Unterricht erlaubten Schillinger ein wohlhabendes Leben in Manhattan in [[Sutton Place (Manhattan)|Sutton Place]] und [[Park Avenue (Manhattan)|Park Avenue]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;qui767&amp;quot;&amp;gt;Quist S. 767&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schillinger arbeitete daran, den [[Soundtrack]] mit dem bewegten Filmbild zu koordinieren und entwickelte zusammen mit [[Leon Theremin]] das [[Rhythmicon]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://file.blog-24.com/utili/60000/57000/56679/file/art/Joseph-Moiseyevich-Schillinger-Brodsky.pdf |wayback=20140102194538 |text=Brodsky S. 56}} (PDF, 1,8 MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Komponist schuf er unter anderem das erste westliche Werk für ein elektronisches Instrument, die [[1st Airphonic Suite]] von 1929 für das [[Theremin]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;bro45&amp;quot;&amp;gt;Brodsky S. 45&amp;lt;/ref&amp;gt; Schillinger lehnte die traditionellen Instrumente prinzipiell als unwissenschaftlich ab und war ein Verfechter früher elektronischer Instrumente wie [[Hammondorgel]] und Theremin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bro52&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den späten 1920ern hatte er eine kurze Ehe mit der russischen Schauspielerin Olga, die nach zwei Jahren mit der Scheidung endete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bro48&amp;quot;&amp;gt;Brodsky S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; 1936 erhielt er die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1938 heiratete er Frances Rosenfeld Singer, Tänzerin und Model. Fünf Jahre später starb Schillinger an Krebs. Frances Schillinger verbrachte den Rest ihres Lebens bis 1998 damit, das Werk ihres Mannes zu bewahren und in die Welt zu tragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;qui765&amp;quot; /&amp;gt; 1945 gründeten sie und Freunde die Schillinger Society, in den folgenden Jahren veröffentlichte sie diverse Schriften ihres Mannes als Buch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;qui767&amp;quot; /&amp;gt; Den Nachlass ihres Mannes verteilte sie über die Jahre mit einer ausgeklügelten Strategie aus Verkäufen und Geschenken an die meisten Museen in New York und andere Institutionen der angloamerikanischen Welt. Die größte zusammenhängende Sammlung befindet sich im [[Peabody Institute]] der [[Johns Hopkins University]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;qui769&amp;quot;&amp;gt;Quist S. 769&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* Kaleidophone: New Resources of Melody and Harmony. New York: M. Witmark, 1940&lt;br /&gt;
* The Schillinger System of Musical Composition, ed. by [[Arnold Shaw (Autor)|Arnold Shaw]] and Lyle Dowling, 2 vols. (New York: C. Fischer, 1946; reprint, New York: Da Capo, 1977);&lt;br /&gt;
* Joseph Schillinger, The Mathematical Basis of the Arts, ed. by Arnold Shaw (New York: Philosophical Library, 1948; reprint, New York: Da Capo, 1976).&lt;br /&gt;
* Encyclopedia of Rhythms. New York: Charles Colin, 1966&lt;br /&gt;
* Graph Method of Dance Notation. London: Cervera Press, 1985.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Warren Brodsky: &amp;#039;&amp;#039;Joseph Schillinger (1895–1943): Music Science Promethean&amp;#039;&amp;#039; in: American Music Vol. 21, No. 1 (Spring, 2003), S. 45–73&lt;br /&gt;
* Joe Conzo, David A. Pérez: &amp;#039;&amp;#039;Mambo Diablo. My Journey with Tito Puente&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Author House, New York 2011 (S. 103: The Schillinger Method)&lt;br /&gt;
* {{MGG2|Verfasser=[[Detlef Gojowy]]|Lemma=Schillinger, Joseph|Band=P14|ID=mgg11534}}&lt;br /&gt;
* Ned Quist: &amp;#039;&amp;#039;Toward a Reconstruction of the Legacy of Joseph Schillinger&amp;#039;&amp;#039; in: Notes, Volume 58, Number 4, June 2002, S. 765–786&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://cgm.cs.mcgill.ca/~godfried/publications/Nanning-Proceedings-Paper.pdf Yang Liu, Godfried T. Toussaint : &amp;#039;&amp;#039;Mathematical Notation, Representation, and Visualization of Musical Rhythm: A Comparative Perspective&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 668 KB)&lt;br /&gt;
* [https://conservancy.umn.edu/bitstream/handle/11299/119973/Stephani%20MLS%20Thesis.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y Andre Frederick Stephani: &amp;#039;&amp;#039;Schillinger and Shamanism: A Synthesis for Music Therapies&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 3,1 MB)&lt;br /&gt;
* [http://maritain.nd.edu/ama/Sweetman/Sweetman03.pdf Donald DeMarco : &amp;#039;&amp;#039;Descartes, Mathematics and Music&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 446 KB)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.gustavodiazjerez.com/Gustavo_Diaz_Jerez_DMA_Thesis_MSM.pdf |wayback=20180712183347 |text=Gustavo Diaz-Jerez: &amp;#039;&amp;#039;Algorithmic Music: Using Mathematical Models in Music Composition.&amp;#039;&amp;#039;}} (PDF; 3,1 MB)&lt;br /&gt;
* [https://www-acad.sheridanc.on.ca/~degazio/pdf/Degazio%20Schillinger%20Article.pdf Bruno Degazio: &amp;#039;&amp;#039;The Schillinger System of Musical Composition and Contemporary Computer Music.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 3,8 MB)&lt;br /&gt;
* [https://viennatalk.mdw.ac.at/papers/Pap_01_34_Davidenkova.pdf Irina Aldoshina, Ekaterina Davidenkova: &amp;#039;&amp;#039;The History of Electro-Musical Instruments in Russia in the First Half of the Twentieth Century&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 3,8&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=143746480|LCCN=no89010800|VIAF=36473693}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schillinger, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musiktheoretiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikpädagoge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Russland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Vereinigte Staaten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Russisches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russischer Emigrant in den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schillinger, Joseph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Шиллингер, Иосиф Моисеевич (russisch); Schillinger, Joseph Moissejewitsch&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=russisch-US-amerikanischer Komponist, Kompositionslehrer und Musiktheoretiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. August 1895 oder 1. September 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Charkiw]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. März 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[New York City]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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