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	<title>Joseph Rovan - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T19:30:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Thomas Gräwert am 7. August 2025 um 14:27 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Rovan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. Juli]] [[1918]] in [[München]] als &amp;#039;&amp;#039;Joseph Rosenthal&amp;#039;&amp;#039;; † [[27. Juli]] [[2004]] in [[Saint-Christophe-les-Gorges]]) war ein [[Frankreich|französischer]] [[Historiker]], [[Journalist]], [[Politikberatung|Politikberater]] und [[Hochschullehrer]]. Er gilt als einer der wichtigsten Förderer der [[Deutsch-französische Beziehungen|deutsch-französischen Beziehungen]] im 20. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Joseph Rosenthal war ein Sohn des preußischen Holzhändlers Erich Rosenthal, dessen Familie vom Judentum zum Protestantismus konvertiert war und dessen Schwester, Elise Rosenthal, nach Heirat mit dem 1925 geschiedenen Privatgelehrten Hermann Probst die Stiefmutter von [[Christoph Probst]] wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Peter Schubert |url=http://cpg.schulen.org/Probst/PDF/Christoph%20Probst.pdf |titel=Christoph Probst: Das Leben eines Aufrechten |hrsg=[[Christoph-Probst-Gymnasium]] Gilching |datum=2003-11-13 |seiten=3 |format=pdf, 43&amp;amp;nbsp;kB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20061129112107/http://cpg.schulen.org/Probst/PDF/Christoph%20Probst.pdf |archiv-datum=2006-11-29 |abruf=2019-07-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Mutter Ella Löwi stammte aus [[Regensburg]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach den ersten &amp;#039;&amp;#039;[[Judenboykott]]&amp;#039;&amp;#039;-Angriffen der NS-Zeit im April 1933 emigrierte Josephs Vater nach Frankreich und baute sich dort eine neue berufliche Existenz auf. Ein Jahr später holte er Frau und Sohn nach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KB080725&amp;quot;&amp;gt;[[Bayern 2|Bayern-2]]-Sendung „Kalenderblatt“, 25. Juli 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der junge Rosenthal legte an einem französischen Gymnasium ein exzellentes [[Baccalauréat]] ab und wollte Germanist und Historiker werden. Der [[Westfeldzug|Einmarsch der Wehrmacht]] zwang ihn, diese Pläne zu ändern. Mit selbst angefertigten gefälschten Ausweispapieren rettete er sich, die eigene Familie und viele weitere vor der Deportation und Ermordung im Holocaust. Sein gefälschter Ausweis auf den Namen Joseph Meyer-Rivier war Exponat in einer Ausstellung im Bonner [[Haus der Geschichte]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;KB080725&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rovan arbeitete zunächst als Journalist und Publizist. Der Name Joseph Rovan war ursprünglich als &amp;#039;&amp;#039;nom de plume&amp;#039;&amp;#039; ein [[Pseudonym]], unter dem ihn heute alle Welt kennt, ähnlich wie bei [[Willy Brandt]] oder [[Günther Anders]]. Im Februar 1944 wurde er als Mitglied der französischen [[Résistance]] von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] verhaftet und in das [[KZ Dachau]] deportiert. Dort freundete er sich unter anderem mit dem ebenfalls dort gefangengehaltenen französischen Christdemokraten [[Edmond Michelet]] an. Als dieser nach dem Krieg von [[Charles de Gaulle]] zum Minister berufen wurde, folgte ihm Rovan als Mitglied seines Beraterstabs nach [[Paris]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 war der selber zum Katholizismus übergetretene Rovan als Journalist und außerdem für französische Ministerien und internationale Gremien als Politikberater in Deutschlandfragen tätig. Für die französische [[Kulturpolitik]] organisierte er [[Jugendaustausch|Jugendbegegnungen]] und den Wiederaufbau von Jugendorganisationen. Außerdem förderte er sowohl in Frankreich als auch in Deutschland die staatsbürgerliche und demokratische Erziehung. Seit 1955 war er Frankreich-Korrespondent des [[Bayerischer Rundfunk|Bayerischen Rundfunks]] und der Tageszeitung [[Mannheimer Morgen]] gewesen. 1968 erhielt er einen Lehrauftrag für Deutsche Geschichte und Politik an der [[Universität Paris VIII|Universität Paris-Vincennes]]. Später wurde er ordentlicher Professor für Deutsche Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Deutschen&amp;#039;&amp;#039; wurde mehrfach ausgezeichnet. In diesem Buch kommt Rovans quasi externe Sicht auf Deutschland und auf das deutsche Volk als Franzose mit deutschen Wurzeln zum Tragen. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher über das Deutschland der Gegenwart in französischer Sprache und publizierte auch über den deutschen Nationalsozialismus. Bleibende Bekanntheit hat auch seine &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschen Sozialdemokratie&amp;#039;&amp;#039; (1978).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war politischer Berater von [[Helmut Kohl]] und [[Jacques Chirac]]. Neben [[Alfred Grosser]] war er wohl der wichtigste französische Intellektuelle [[Geschichte der Juden in Deutschland|deutsch-jüdischer]] Herkunft, der sich seit der unmittelbaren Nachkriegszeit bis zu seinem Tode für die deutsch-französische Verständigung engagierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rovan starb 86-jährig beim Baden in der Nähe seines Ferienhauses im französischen [[Zentralmassiv]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;KB080725&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996 wurde er mit dem [[Elsie-Kühn-Leitz-Preis]] für herausragende Verdienste um die deutsch-französischen Beziehungen und die europäische Einigung ausgezeichnet. Nach ihm wurde der Joseph Rovan Preis für deutsch-französische Verständigung benannt. In [[Remagen]] ist eine Straße nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Das Problem der ausserschulischen Bildung als Phänomen der Demokratisierung und Autonomisierung von Personen und Milieus in Deutschland und Frankreich.&amp;#039;&amp;#039; Europ. Akad. Otzenhausen, Saarbrücken 1973, {{DNB|810743051}}.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschen Sozialdemokratie.&amp;#039;&amp;#039; Fischer TB, Frankfurt 1980, ISBN 3-596-23433-6.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Zwei Völker – eine Zukunft: Deutsche &amp;amp; Franzosen an der Schwelle des 21. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Piper, München 1986, ISBN 3-492-03013-0.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Contes de Dachau.&amp;#039;&amp;#039; Julliard, Paris 1987, ISBN 2-260-00503-9.&lt;br /&gt;
**deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Geschichten aus Dachau.&amp;#039;&amp;#039; Übers. Thomas Dobberkau und Friedrich Griese. [[Deutsche Verlags-Anstalt|DVA]], Stuttgart 1989, ISBN 3-421-06495-4.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Deutschen&amp;#039;&amp;#039;. dtv, München 1998, ISBN 978-3-423-30638-6.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Mémoires d’un Français qui se souvient d’avoir été Allemand.&amp;#039;&amp;#039; Edition du Seuil, Paris 1999, ISBN 2-02-020224-7.&lt;br /&gt;
**deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen eines Franzosen, der einmal Deutscher war.&amp;#039;&amp;#039; Memoiren. Hanser, München 2000, ISBN 978-3-446-19937-8.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Im Zentrum Europas. Deutschland und Frankreich im 20. und 21. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; (Original: &amp;#039;&amp;#039;Bismarck, l’Allemagne et l’Europe unie.&amp;#039;&amp;#039;) Ebd. 2000, ISBN 3-423-24205-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Otto-von-Bismarck-Stiftung|Bismarck]] von Frankreich aus gesehen.&amp;#039;&amp;#039; In: Robert Picht u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fremde Freunde. Deutsche und Franzosen vor dem 21. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Piper, München 2002, ISBN 3492039561, S. 30–33.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1981: [[Ehrendoktor]] der Sozialwissenschaftlichen Fakultät, [[Ludwig-Maximilians-Universität]] München&lt;br /&gt;
* 1983: [[Goethe-Medaille]]&lt;br /&gt;
* 1993: [[Toleranzpreis der Stadt Münster]]&lt;br /&gt;
* 1993: [[Romano-Guardini-Preis]]&lt;br /&gt;
* 1995: [[Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg|Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
* 2001: [[Deutscher Nationalpreis]]&lt;br /&gt;
* 2001: Mitglied der [[Ehrenlegion]], höchstrangige Auszeichnung Frankreichs (Rang: Grand officier)&lt;br /&gt;
* 2004: [[Eugen-Kogon-Preis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martin Strickmann: &amp;#039;&amp;#039;L’Allemagne nouvelle contre l’Allemagne éternelle: Die französischen Intellektuellen und die deutsch-französische Verständigung 1944–1950. Diskurse, Initiativen, Biografien.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt 2004, ISBN 3-631-52195-2.&lt;br /&gt;
* Henri Ménudier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hommage a Joseph Rovan 1918–2004.&amp;#039;&amp;#039; Schwerpunktheft zum Tod Rovans. &amp;#039;&amp;#039;Dokumente – Documents. Zeitschrift für den deutsch-französischen Dialog.&amp;#039;&amp;#039; 60. Jg., Heft 1. Verlag Dokumente, Lohmar, 2005, {{ISSN|0151-0827}} ([http://www.dokumente-documents.info/uploads/tx_ewsdokumente/DOCEdi2005_1_01.pdf Kurzfassung des Nachrufs im Éditorial]; französisch; im Heft zahlreiche Stimmen zu ihm, zwei eigene Texte Rovans.) [http://www.dokumente-documents.info/uploads/tx_ewsdokumente/DOCInh2005_1.pdf Inhaltsverzeichnis] &lt;br /&gt;
** darin: Nadine Willmann: &amp;#039;&amp;#039;[[Günther Weisenborn]] et la résistance allemande&amp;#039;&amp;#039;, S. 119–124 (sie hat ein 2007 erschienenes Buch zum Thema verfasst)&lt;br /&gt;
* [[Horst Möller]]: &amp;#039;&amp;#039;Joseph Rovan 1918–2004&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Francia (Zeitschrift)|Francia]], Bd. 32, 3, 2005, S. 195–199&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rovan, Joseph&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Band 2,2. München : Saur, 1983, S. 1000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118860364}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Henric L. Wuermeling]] |url=https://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/alpha-forum/joseph-rovan-gespraech100~attachment.pdf?version=93829 |titel=Joseph Rovan im Gespräch |werk=[[ARD-alpha#BR-alpha (1998–2014)|BR-alpha]]-Sendung „α-Forum“ |datum=1999-04-29 |format=pdf, 48&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2019-07-10 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118860364|LCCN=n/81/53959|VIAF=49231030}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rovan, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Résistancekämpfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Paris VIII Vincennes-Saint Denis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politischer Berater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Träger des Bundesverdienstkreuzes (Ausprägung ungeklärt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des französischen Nationalverdienstordens (Ausprägung unbekannt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsch-französische Beziehungen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1918]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2004]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rovan, Joseph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rosenthal, Joseph (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Historiker, Journalist, Politikberater und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Juli 1918&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Juli 2004&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Saint-Christophe-les-Gorges]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Gräwert</name></author>
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