<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Joseph_Radspieler</id>
	<title>Joseph Radspieler - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Joseph_Radspieler"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Joseph_Radspieler&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T15:50:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Joseph_Radspieler&amp;diff=1293479&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mhandschug: /* Grabstätte */Lint-Fehler behoben (Doppelte IDs = Standort doppelt)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Joseph_Radspieler&amp;diff=1293479&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-04T18:05:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Grabstätte: &lt;/span&gt;Lint-Fehler behoben (Doppelte IDs = Standort doppelt)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Radspieler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. August]] [[1819]] in [[München]]; † [[2. März]] [[1904]] ebenda) war ein Münchner [[Vergolder]], [[Königreich Bayern|Königlich Bayerischer]] [[Hoflieferant]] für [[Raumausstatter|Raumausstattungen]], sowie [[Kommunalpolitik]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joseph Radspieler stammte aus einer Familie von Möbelherstellern. Sein Vater war Josef Ratspieler&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; (1772–1835) aus München, seine Mutter Terese Schreiber (1770–1827) aus [[Aholming]] in Niederbayern. Joseph Radspieler verheiratete sich am 4. August 1841 mit der Tochter eines nach München zugewanderten Engländers, Maria Hatton (1818–1896), mit der er zwei leibliche Kinder hatte (Franz und Maria), sowie ein Ziehkind (Anton Ludwig Lippert&amp;lt;ref&amp;gt;Dieser heiratete 1867 Maria Radspieler, die ihm drei Töchter gebar.&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Neffe war der österreichische Genremaler [[Joseph Munsch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der gelernte Vergolder sich anfänglich im Haus-zu-Haus-Geschäft mit einem [[Bauchladen]] für [[Bilderrahmen]] erstes Geld verdient hatte, gründete er 1841 zusammen mit Anton Lippert ein Unternehmen für exklusive Raumausstattungen (F. Radspieler &amp;amp; Cie., Nachf. A. Lippert Königl.-Bayer.- Hofvergolder).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1848 erwarb er, vermutlich finanziell weitgehend durch seinen Schwiegervater unterstützt, für 60.000 [[Gulden]] von einem Grafen zu [[Rechberg (Adelsgeschlecht)|Rechberg]] das 1678 erbaute barocke [[Palais Rechberg]] im [[Altstadt (München)#Hackenviertel|Hackenviertel]] in der [[Altstadt (München)|Münchner Altstadt]]; damalige Anschrift Hundskugel 7, heute Hackenstr. 7). Während seines Aufenthaltes in München hatte 1827/28 [[Heinrich Heine]] dort gewohnt. Radspieler eröffnete in dem Haus, in dem er nunmehr Wohnung bezog, auch ein „Vergolderwaarengeschäft“ samt Werkstatt. Später ließ er es im Zuge einer Verbreiterung der Hackenstraße aufstocken und umbauen; seither ist die ursprüngliche Rückseite die Frontseite; außerdem weist es heute eine [[Klassizismus|frühklassizistische]] Fassade auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald wurde Radspieler das Privileg eines [[Liste bayerischer Hoflieferanten|Königlich Bayerischen Hoflieferanten]] verliehen. Neben Möbeln, darunter der Thronsessel des Königs, wurden auch Bilder- und Spiegelrahmen, Stoffe usw. für die Königsschlösser produziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.edmeier.de/hoflieferant/images/hoflieferanten_sz_hummel.pdf Die Königlich Bayerischen Hoflieferanten] (PDF; 365&amp;amp;nbsp;kB), [[Süddeutsche Zeitung]], 9. Januar 2006, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt; Radspieler belieferte sowohl König [[Ludwig I. (Bayern)|Ludwig I.]] als auch dessen Enkel [[Ludwig II. (Bayern)|Ludwig II.]] In einem Schreiben Ludwigs II., das noch im Besitz der Nachkommen Radspielers ist, ermahnte ihn der König, „doch endlich pünktlich zu liefern“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |date=2018-08-11 |url=http://www.muenchen.de/cms/prod1/mde/_de/rubriken/verticals/51_ShoppingGuide/90_PDF-Dateien/Hackenviertel_Info_PDF.pdf |text=Hackenviertel: Wo München noch münchnerisch ist. (Infobroschüre, hrsg. v. CityPartner München e.V., Red.: Christine Ruhland, 2005)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1849 wurde Joseph Radspieler ordentliches Mitglied km &amp;#039;&amp;#039;Polytechnischen Verein für das Königreich Bayern&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunst- und Gewerbe-Blatt des Polytechnischen Vereins für das Königreich Bayern, 35. Jg., Heft IV, April 1848, S. 195.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Radspieler betätigte sich auch politisch. In den Wirren der [[Deutsche Revolution 1848/49#Bayern, Pfalz|Märzrevolution von 1848]] sprach Radspieler zusammen mit den Kaufleuten Karl Rosipal und Karl Reschreiter, sowie dem Verleger Paul Zipperer als Bürgerabordnung bei König Ludwig I. vor und versuchte, diesen zu Zugeständnissen an die Revolutionäre zu bewegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Zerback: &amp;#039;&amp;#039;München und sein Stadtbürgertum: Eine Residenzstadt als Bürgergemeinde 1780-1870&amp;#039;&amp;#039;; Reihe: Stadt und Bürgertum, Bd. 8, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 1997, ISBN 3486558455, S. 233.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Radspielers Unternehmen florierte weiter und er war zu einigem Wohlstand gelangt. 1851 lag er bereits auf Rang 169 der höchstbesteuerten Gemeindebevollmächtigten Münchens.&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Zerback: &amp;#039;&amp;#039;München und sein Stadtbürgertum: Eine Residenzstadt als Bürgergemeinde 1780-1870&amp;#039;&amp;#039;; Reihe: Stadt und Bürgertum, Bd. 8, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 1997, ISBN 3486558455, S. 122.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1859/60 war er an der Innenrenovierung der Münchner [[Asamkirche (München)|Asamkirche]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1860er Jahre war Radspieler Gründungsmitglied der [[Bayerische Patriotenpartei|Bayerischen Patriotenpartei]], einer katholischen, [[Partikularismus|partikularistischen]] Sammlungsbewegung und Vorläuferin der [[Bayerische Volkspartei|Bayerischen Volkspartei]]. Ab 1869 war die Bayerische Patriotenpartei stärkste Partei in der Abgeordnetenkammer. Im Gegensatz zu den Liberalen war sie regierungskritischer eingestellt, forderte von Ludwig II. wiederholt die Entlassung der Minister. 1869 erwarb Radspieler zusammen mit dem Großhändler Jakob Steiner (1815–1873) und dem Privatier Franz Göttner die 1856 von dem Münchner Buchhändler Lentner gegründete konservative Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Bayerischer Kurier&amp;#039;&amp;#039;. Steiner und Göttner waren wie Radspieler Mitbegründer und Mitglieder des provisorischen Ausschusses des Patriotischen Vereins in München. Die Zeitung (Auflage im Gründungsjahr über 10.000 Exemplare) sollte ein Sprachrohr des katholischen Bürgertums und Adels gegen die liberale Zeitung [[Münchner Neueste Nachrichten]] (eine Vorläuferin der [[Süddeutsche Zeitung|Süddeutschen Zeitung]]) sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Bayerischer_Kurier |titel=Bayerischer Kurier – Historisches Lexikon Bayerns |abruf=2025-07-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1888 bis 1899 war Radspieler Bürgerlicher Magistratsrat (Stadtrat) in München. Bereits 1889 verlieh ihm die Stadt München für „Ausgezeichnete der Gemeinde geleistete Dienste“ die [[Goldene Bürgermedaille der Landeshauptstadt München]]. Die Verleihung ist auf den Ehrentafeln im oberen Foyer des [[Altes Rathaus (München)|Alten Rathauses]] vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Direktorium/Ehrungen/Buergermedaille.html |wayback=20130328063132 |text=Goldene Bürgermedaille der Landeshauptstadt München }}, Website der Stadt München&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das „Radspieler“-Haus, das auch weiterhin als [[Palais Rechberg]] bezeichnet wird, ist bis heute als gleichnamiges und familiengeführtes&amp;lt;ref&amp;gt;Durch Erbschaft – Joseph Radspielers Tochter Maria Lippert heiratete 1889 den späteren königlich-bayerischen Eisenbahnminister [[Lorenz von Seidlein|Lorenz Christian Clemens Ritter von Seidlein]] – seit Anfang des 20. Jahrhunderts die Familie „von Seidlein“. Aus der Familie von Seidlein stammt auch einer der Gesellschafter der Süddeutschen Zeitung. Der heutige Inhaber des „Radspieler“ ist&amp;lt;/ref&amp;gt; Geschäft für gehobene Inneneinrichtungen mit eigener [[Schreinerei]] erhalten. Es ist mit einem der wenigen erhaltenen typischen Altmünchner Innenhöfe eine [[Sehenswürdigkeiten in München|Münchner Sehenswürdigkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grabstätte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:03-5-ML-125-Grab-Maximus-Imhof-Radspieler-Alter-Suedl-Friedhof-Muenchen.jpg|mini|Grab von Joseph Radspieler auf dem [[Alter Südfriedhof (München)|Alten Südlichen Friedhof]] in München]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstätte von Joseph Radspieler befindet sich auf dem [[Alter Südfriedhof (München)|Alten Südlichen Friedhof]] in München (Mauer Links Platz 125 bei Gräberfeld 3/5, {{Coordinate|text=Standort|name=Grab von Joseph Radspieler|NS=48/7/47.00/N |EW=11/33/59.82/E|type=landmark|region=DE-BY}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Marita Krauss]]: &amp;#039;&amp;#039;Die königlich-bayerischen Hoflieferanten&amp;#039;&amp;#039;. Volk Verlag, München 2008, ISBN  978-3-937200-27-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Anton Pössenbacher]] (1842–1920), Münchner Hofmöbelfabrikant des Historismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.sueddeutsche.de/geld/architektonische-geschichte-vorne-ambiente-hinten-oase-1.829797 Vorne Ambiente, hinten Oase: Stadtpalais mit verwunschenem Garten / Das Radspielerhaus im Münchner Hackenviertel ist eine Institution], [[Süddeutsche Zeitung]], 5. Juli 2007.&lt;br /&gt;
* [http://www.radspieler.com/ Webpräsenz von F. Radspieler &amp;amp; Comp. Nachf.]&lt;br /&gt;
* [http://www.gedbas.de/datenblatt.jsp?nr=1010588606 Verwandtschaftsverhältnisse von Joseph Radspieler]&lt;br /&gt;
* [http://dl.br-online.de/imperia/md/audio/podcast/import/2008_05/2008_05_14_14_56_27_podcastradspieler_a.mp3 Marita Krauss: „Spezialisten für Pomp und Prunk – Franz Radspieler &amp;amp; Comp., ehemals königlich bayerische Hofvergolder“], [[Podcast]] einer Sendung des Bayerischen Rundfunks (Sendereihe „Land und Leute“, Bayern 2) vom 18. Mai 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133664228|VIAF=25799153}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Radspieler, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildender Künstler (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königlich Bayerischer Hoflieferant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunsthandwerker (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtrat (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1819]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Radspieler, Joseph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Radspieler, Josef; Ratspieler, Josef&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Vergolder, Raumausstatter, Hoflieferant der bayerischen Könige, Kommunalpolitiker in München&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. August 1819&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. März 1904&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mhandschug</name></author>
	</entry>
</feed>