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	<title>Joseph Pothier - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Joseph_Pothier&amp;diff=2906035&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Leben als Mönch und Choralforscher */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-09-28T12:11:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben als Mönch und Choralforscher: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pothier20b.jpg|miniatur|hochkant|Dom Joseph Pothier als Abt der Abtei von St. Wandrille]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blason fr Dom Joseph Pothier (ornements).svg|miniatur|hochkant|Dom Pothiers Abtswappen mit dem Wahlspruch {{B|Ps|25|1}}&amp;lt;ref&amp;gt;[[Vulgata]] [https://www.biblegateway.com/passage/?search=Psalmi+24%2CPsalm+24&amp;amp;version=VULGATE;NIV Psalm 24, 1]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dom &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Pothier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Benediktiner|OSB]] (* [[7. Dezember]] [[1835]] in [[Bouzemont]], [[Frankreich]]; † [[8. Dezember]] [[1923]] im Kloster Conques, Sainte-Cécile, [[Florenville]] in [[Belgien]]) war ein französischer [[Benediktiner]], [[Abt]] der [[Abtei Saint-Wandrille]] und Erforscher des [[Gregorianischer Choral|Gregorianischen Chorals]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben als Mönch und Choralforscher ==&lt;br /&gt;
Nach Studien am Seminar von [[Châtel-sur-Moselle]] und am Seminar von [[Saint-Dié]], wo er bis zu seiner Priesterweihe am 18. Dezember 1858 blieb, trat Pothier im Jahr 1859 in die [[Benediktinerabtei]] [[Abbaye Saint-Pierre de Solesmes|St. Pierre de Solesmes]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort wurde er schon am 15. Juli 1860, also noch als [[Novize]], zusammen mit Dom [[Paul Jausions]] mit der weiteren Erforschung und [[Gregorianischer Gesang#Restitution des gregorianischen Chorals|Wiederherstellung des gregorianischen Chorals]] betraut, die der Abt des Klosters, Dom [[Prosper-Louis-Pascal Guéranger]], bereits begonnen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser strebte für sein Kloster eine möglichst authentische Interpretation des gregorianischen Chorals an. Hierfür hatte er bereits 1840 in seinen &amp;#039;&amp;#039;Institutions liturgiques&amp;#039;&amp;#039; die Prinzipien, denen eine solche Restitution zu folgen hätte, postuliert; seine Methode, die er zusammen mit dem in [[Le Mans]] tätigen [[Kanoniker]] [[Augustin-Mathurin Gontier]] entwickelt hatte, erschien 1859. Gontier hatte dabei größeres Gewicht auf die praktischen Aspekte der Ausführung des jeweiligen Stückes gelegt, Guéranger die Wichtigkeit der Wiederherstellung des gregorianischen Erbes in seiner ursprünglichen Reinheit betont. Diese beiden Gesichtspunkte der Wiederherstellung des Chorals sollten auch für die Arbeit Pothiers die bestimmenden bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Das Princip, auf das man sich bei diesen Arbeiten zu stützen hatte, war von Abt Guéranger in den Worten formulirt: &amp;quot;Sobald Handschriften aus verschiedenen Ländern und Zeiten in einer Version übereinstimmen, darf man sicher sein, den gregorianischen Melodiesatz gefunden zu haben.&amp;quot; [...] Der gelehrte Abt, welcher wohl wusste, dass man die Chorbücher des siebenzehnten und achtzehnten Jahrhunderts nicht ohne eine ernstliche Revision und ohne vorausgehende Studien nachdrucken könne, beauftragte zwei seiner Mönche mit den erforderlichen Vorarbeiten. Es wurden also die ältesten Handschriften untersucht und mit den späteren verglichen, und indem man das von Guéranger gegebene, oben angeführte Princip anwandte, ergab sich das Resultat: Alle Stücke der gregorianischen Melodiesammlung sind in den vor dem sechzehnten Jahrhundert geschriebenen Manuscripten unversehrt, sehr oft Note um Note, Gruppe um Gruppe erhalten [...]. Diese Bestätigung einer Thatsache [...] liess keinen Zweifel übrig: es gilt, diese gregorianische Tradition sowohl für die Melodie als für die Ausführung wieder ins Leben einzuführen.|Dom Joseph Pothier|Les mélodies grégoriennes, Tournai 1880, ins Deutsche übersetzt von P. Ambrosius Kienle, Einsiedeln 1881, S. 8f.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Jausions vom Frühjahr 1862 bis 1867 dann die ersten reinen [[Neume]]nhandschriften aus einem in der Stadtbibliothek von [[Angers]] verfügbaren [[Missale]] ([[Manuskript]] 91 (83)) kopierte, begann Pothier mit der Abschrift der bereits 1851 von [[Louis Lambillotte]] veröffentlichten Neumenhandschriften aus dem [[Codex Sangallensis 359]] der [[Stiftsbibliothek St. Gallen]], die bedeutend ältere Neumen enthielten als diejenigen aus Angers. Von der ungebrochenen Tradition zwischen [[Gregorianischer Gesang#Verschriftung der Melodien|adiasthematischen und diasthematischen]] Codices überzeugt, verglich Pothier die Melodiefassung des St. Gallener Codex mit derjenigen von linierten Codices. Die augenscheinlichen Erfolge dieser Vorgehensweise brachten ihm den Ruf eines &amp;#039;&amp;#039;[[Jean-François Champollion|Champollion]] der Neumen&amp;#039;&amp;#039; ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1866 und 1867 hielten die beiden Mönche die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten und ihre Interpretation des überlieferten gregorianischen Chorals schriftlich fest und begründeten die von ihnen etablierte Methode aus musikwissenschaftlicher Sicht. Dom Jausions beschränkte sich hierbei vor allem auf die die Behandlung des lateinischen Textes betreffenden Fragen.&lt;br /&gt;
Dom Guéranger zögerte jedoch, diese Ergebnisse, die er in sämtlichen Einzelpunkten billigte, zu veröffentlichen; Joseph Pothier gab sie dann fünf Jahre nach dessen Tod unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Les Mélodies grégoriennes&amp;#039;&amp;#039; überarbeitet heraus, {{Zitat|zugleich mit Verbesserungen und Zusätzen, die er [Guéranger] zum grossen Theil selbst noch angegeben.|Dom Joseph Pothier|Les melodies gregoriennes, Tournay 1880, ins Deutsche übersetzt von P. [[Ambrosius Kienle]], [[Kloster Einsiedeln|Einsiedeln]] 1881, S. 9}}&lt;br /&gt;
Das Datum der Herausgabe dieses Werkes wurde zu einem Meilenstein in der Geschichte der Restauration des gregorianischen Chorals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dom Guéranger besaß die Wiederherstellung zweier Choralsammlungen besondere Dringlichkeit: Die des [[Graduale (Liturgisches Buch)|Graduale]], das den Choralgesang des [[Proprium (Liturgie)|Propriums]] und des [[Ordinarium]]s der [[Heilige Messe|Messe]] enthält, und die des [[Antiphonale]], in dem die bei der [[Stundenliturgie]] verwendeten Stücke enthalten sind. Die der Erforschung zugrundeliegenden Manuskripte wählte Abt Guéranger zusammen mit Dom Jausions aus, das Erarbeiten einer definitiven Melodiefassung der einzelnen Stücke oblag Dom Pothier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Portrait of Joseph Pothier.jpg|mini|hochkant|Joseph Pothier]]&lt;br /&gt;
Hierzu begab er sich auf ausgedehnte Reisen, die ihn zu den Aufbewahrungsorten der bedeutendsten gregorianischen Handschriften führten, von denen er Abschriften anfertigte, sie studierte und miteinander verglich. Im Jahr 1865 führten in diese Reisen nach [[St. Gallen]], [[Laon]], [[Colmar]] und [[Epinal]], 1866 wiederum nach Colmar und Laon, dann weiter nach Munster im [[Elsass]], [[Basel]] und [[Troyes]]. Seine überragende Intelligenz, sein reger Geist, sein enormer Überblick über sämtliche den gregorianischen Choral betreffenden Fragestellungen und seine frappierend rasche Auffassungsgabe, die ihn nahezu alle Einzelheiten auf den ersten Blick erkennen ließen, waren bald legendär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem Jahr 1867 wandte sich Dom Jausions mehr und mehr vom Studium der historischen Handschriften des gregorianischen Chorals ab, womit dies die eigentliche Domäne Dom Pothiers wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse seiner Forschungen nahm er in einem Graduale vorweg, das er [[Benedikt Sauter]], Mönch der [[Erzabtei Beuron]] und späterer [[Kantor]] dieses Klosters, der ein Jahr in Solesmes verbracht hatte, zukommen ließ. Dieses Graduale war nach den besten Handschriften korrigiert und sollte es den Beuroner Mönchen gestatten, den gregorianischen Choral in ihrem Kloster auf eine „rationelle, vernünftige, harmonische“ Art, d.&amp;amp;nbsp;h. nach den in Solesmes hierfür formulierten Grundsätzen, vorzutragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten am &amp;#039;&amp;#039;Liber Gradualis&amp;#039;&amp;#039; waren 1869 abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pothier schuf auch neue Melodien. Seine Singweise zu &amp;#039;&amp;#039;Salve mater misericordiae&amp;#039;&amp;#039; wird in Deutschland mit dem Text &amp;#039;&amp;#039;Gruß dir, Mutter, in Gottes Herrlichkeit&amp;#039;&amp;#039; gesungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gotteslob (1975)]] Nr. 586; [[Gotteslob|Gotteslob (2013)]] Diözesananhänge&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mönch wurde Pothier 1893 als [[Prior]] ins [[Abtei Saint-Martin de Ligugé|Kloster Ligugé]] geschickt, 1895 war er Prior im Kloster Saint Wandrille, wo er im Jahr 1898 zum 1. [[Abt]] von (Neu-)Saint-Wandrille ernannt wurde. 1901 zog er mit dem Konvent von [[Frankreich]] nach [[Belgien]] in das Kloster Conques um und wurde im Jahr 1903 von [[Papst]] [[Pius X.]] zum Präsidenten einer Päpstlichen Kommission zur Vorbereitung der authentischen Choralbücher ernannt. Als Vorsitzender dieser Kommission lebte Dom Pothier von 1904 bis 1913 in [[Rom]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seines [[Abbatiat]]es gründete die Abtei St. Wandrille 1912 in [[Kanada]] ein neues Kloster, die nachmalige [[Abbaye de Saint-Benoît-du-Lac]] in [[Québec]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dom Pothier starb im Kloster von Conques im Jahr 1923.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Les mélodies grégoriennes d’après la tradition&amp;#039;&amp;#039;, Nachdr. d. Ausg. Tournai, Impr. liturgique de Saint Jean, 1880. Olms, Hildesheim / New York 1982, ISBN 3-487-07199-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Urbanus Bomm]]: &amp;#039;&amp;#039; Pothier, Joseph&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon für Theologie und Kirche]]&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage, Bd. 8. Herder. Freiburg im Breisgau 1963, Sp. 648–649.&lt;br /&gt;
* Dominicus Johner: &amp;#039;&amp;#039;Dom Joseph Pothier und seine Bedeutung für den gregorianischen Choral&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Erbe und Auftrag|Benediktinische Monatschrift]]&amp;#039;&amp;#039; 6 (1924), S. 189–196.&lt;br /&gt;
* Stefan Klaus Petzolt: &amp;#039;&amp;#039;Die Gründungs- und Entwicklungsgeschichte der Abtei Beuron im Spiegel ihrer Liturgie (1863–1908).&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. Universität Würzburg, Würzburg 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.dom-pothier.org Dom Joseph Pothier, restaurateur du chant grégorien], Xavier Maillard, 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=13606082X|LCCN=n/86/803997|VIAF=32001651}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pothier, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Benediktiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Gregorianischer Choral)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1835]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1923]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pothier, Joseph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Ordensgeistlicher, Abt der Abtei Saint-Wandrille und Erforscher des Gregorianischen Chorals&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Dezember 1835&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bouzemont]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Dezember 1923&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Florenville]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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