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	<title>Joseph Pascher - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T23:31:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Joseph_Pascher&amp;diff=1849424&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Grieb: /* Positionen zur Liturgie und zur Ökumene */</title>
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		<updated>2024-01-15T11:23:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Positionen zur Liturgie und zur Ökumene&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Pascher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. September]] [[1893]] in [[Härtlingen]]; † [[5. Juli]] [[1979]] in [[Wiesbaden]]) war ein deutscher Theologe, [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischer]] [[Liturgik|Liturgiewissenschaftler]], [[Professur|Professor]] an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]], Direktor des [[Herzogliches Georgianum|Georgianums]] und [[Konzilstheologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Akademische Laufbahn ==&lt;br /&gt;
Nach Schulbesuch in [[Friedberg (Hessen)|Friedberg in Hessen]], [[Oberlahnstein]] und [[Fürst-Johann-Ludwig-Schule|Hadamar]] besuchte Pascher das [[Priesterseminar Fulda|Priesterseminar]] in [[Fulda]]. 1916 wurde er zum [[Weihesakrament#Presbyterat|Priester geweiht]]. Im selben Jahr wurde er Mitglied der katholischen Studentenverbindung [[KDStV Hasso-Nassovia Frankfurt am Main]] im [[Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen|CV]]. Von 1916 bis 1920 war er [[Kaplan]] in [[Willmars]]. Zugleich studierte er für das [[Lehramt]] [[Mathematik]], [[Orientalistik|Orientalische Sprachen]] und [[Pädagogik]] und promovierte 1921 in [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Frankfurt am Main]] zum [[Philosophie|Dr. phil.]] Ab 1920 war er als Studienrat am [[Oranienschule (Wiesbaden)|städtischen Realgymnasium]] in Wiesbaden tätig. 1928 folgte seine Promotion zum [[Doctor theologiae|Dr. theol.]] in [[Julius-Maximilians-Universität Würzburg|Würzburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner [[Habilitation]] in [[Fundamentaltheologie]] im Jahr 1929 war er [[Privatdozent]] für [[Apologetik]] an der [[Julius-Maximilians-Universität Würzburg|Universität Würzburg]]. Nach Schließung der Würzburger Katholisch-Theologischen Fakultät wechselte er 1936 nach [[München]], um einen Lehrauftrag für [[Religionspädagogik]] zu übernehmen. Als die Münchner Fakultät 1939 ebenfalls geschlossen wurde, nahm er 1940 einen Ruf an die [[Westfälische Wilhelms-Universität|Universität Münster]] als außerordentlicher Professor für [[Pastoraltheologie]] an, wurde dort 1945 [[Dekan (Hochschule)|Dekan]] der Katholisch-Theologischen Fakultät und 1946 [[Lehrstuhl|ordentlicher Professor]].&lt;br /&gt;
Ab Sommer 1946 war er Ordinarius für [[Liturgik|Liturgiewissenschaft]], [[Homiletik]] und Pastoraltheologie in München und Direktor des [[Herzogliches Georgianum|Georgianums]]. In seiner Zeit in München war er zweimal Dekan der Fakultät und von 1958 bis 1959 Rektor der Ludwig-Maximilians-Universität. Joseph Pascher wurde 1960 emeritiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Paschers Schülern zählt neben anderen bedeutenden Theologen auch [[Benedikt XVI.|Joseph Ratzinger]].&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Ratzinger, &amp;#039;&amp;#039;Aus meinem Leben&amp;#039;&amp;#039;, Autobiographie, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach der Emeritierung: Konzilsberater und Liturgiereformer ==&lt;br /&gt;
Nach Ende seiner universitären Arbeit war Pascher Mitglied der vorbereitenden Konzilskommission für liturgische Fragen des [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweiten Vatikanum]] und in dessen ersten beiden Sitzungsperioden [[Konzilstheologe|theologischer Berater]] des Kardinals [[Julius Döpfner]]. Nach Ende des Konzils arbeitete er im [[Consilium zur Ausführung der Liturgiekonstitution]] an der Reform des [[Stundenbuch]]s und beriet die [[Deutsche Bischofskonferenz]] in Fragen der anstehenden [[Liturgiereform]]. Paschers Mitarbeit in der Liturgischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, der er seit 1955 angehört hatte, endete zwar 1970, er wirkte jedoch weiter an Erneuerungen im deutschen Sprachraum mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pascher starb 1979 an den Folgen eines [[Schlaganfall]]s; sein Grab liegt auf dem Münchner [[Waldfriedhof (München)|Waldfriedhof]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Positionen zur Liturgie und zur Ökumene ==&lt;br /&gt;
Ein zentrales Anliegen Paschers war es, dass die [[Liturgie]] so angelegt ist, dass der Wechselbeziehung zwischen liturgischer und privater Frömmigkeit Rechnung getragen ist; dazu war die Liturgie aus Paschers Sicht mit der modernen Zeit in Einklang zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf das Stundengebet zog er daraus die Folgerung, für die Brevierpflicht eine so weite Lockerung zu fordern, dass der Priester ihr nachkommen kann und dabei genug Freiraum und Zeit hat, sie sich zur eigenen inneren Erbauung gedeihen zu lassen – was gerade für den stark beanspruchten Seelsorger der modernen Zeit von besonderer Bedeutung sei. Aus ähnlichen Gründen sprach sich Pascher bereits 1958 für die Verwendung der Muttersprache in der Liturgie aus, um den Gläubigen das Problem des Verstehens der lateinischen Texte zu ersparen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Paschers zentralem Anliegen hing auch seine praktische Orientierung bei seinen Arbeiten zur Liturgie zusammen. Bei seiner Tätigkeit in der Übersetzung des [[Missale Romanum]] legte er Wert darauf, dass der Text vom Rhythmus her einer Vertonung nicht entgegensteht. Im Hinblick auf sein Alter räumte er ein, dass Vorschläge Jüngerer mit modernerer Sprachauffassung eventuell Vorrang haben könnten. Das von Pascher mitinitiierte und anfänglich unter seiner Schriftleitung stehende [[Liturgisches Jahrbuch|Liturgische Jahrbuch]] war zunächst dezidiert an den Fragen der Gottesdienstpraxis orientiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paschers [[Ökumenische Bewegung|ökumenischen]] Arbeiten – bereits 1946 war er Mitglied im neugegründeten &amp;#039;&amp;#039;Ökumenischen Arbeitskreis&amp;#039;&amp;#039; – hatten die gleiche Wurzel in der Betonung der Glaubenspraxis: Er sprach sich für eine größere Einheitlichkeit bei Katholiken und [[Protestantismus|Protestanten]] in der Glaubenspraxis aus, auch bei schwer überwindlichen Unterschieden in der Glaubenslehre, – etwa durch die [[Einheitsübersetzung]] der Bibel und einen einheitlichen Text des [[Vaterunser]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* [[Päpstliche Ehrentitel#Päpstlicher Ehrenprälat|Päpstlicher Ehrenprälat]]&lt;br /&gt;
* [[Bayerischer Verdienstorden]] (1959)&lt;br /&gt;
* [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Bundesverdienstkreuz]]&lt;br /&gt;
* Ordentliches Mitglied der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]] (1966)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die plastische Kraft im religiösen Gestaltungsvorgang nach [[Joseph Görres|Joseph von Görres]] : Eine Studie zur Religionspsychologie&amp;#039;&amp;#039;. C. J. Becker, Würzburg 1928 (theologische Dissertation)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Inwendiges Leben in der Werkgefahr&amp;#039;&amp;#039;. [[Erich Wewel]] Verlag, Krailling vor München 1940, 2., verb. Aufl. Erich Wewel, Freiburg i. Br. 1952&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eucharistia. Gestalt und Vollzug&amp;#039;&amp;#039;. Aschendorff, Münster/Westfalen und Erich Wewel, Krailling vor München 1947, 2., verb. Aufl. Aschendorff, Münster/Westfalen und Erich Wewel, Freiburg i. Br. 1953.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Form und Formenwandel sakramentaler Feier: Ein Beitrag zur Gestaltenlehre der heiligen Zeichen&amp;#039;&amp;#039;. Aschendorff, Münster 1949.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Liturgie der Sakramente&amp;#039;&amp;#039;. Aschendorff, Münster 1951.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das liturgische Jahr, Hueber&amp;#039;&amp;#039;, München 1963.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Dritte Reich, erlebt an drei deutschen Universitäten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Universität im Dritten Reich. Eine Vortragsreihe der Universität München.&amp;#039;&amp;#039; München 1966, S. 45–69.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wertung und Behandlung der Zeichen bei der Neuordnung der römischen Eucharistiefeier.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Bayerischen Akademie der Wissenschaft, München 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|20|84|85|Pascher, Joseph Maria|[[Reiner Kaczynski]]|118739425}}&lt;br /&gt;
* Markus Roth: &amp;#039;&amp;#039;Joseph Pascher als liturgischer Reformer.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Jürgen Bärsch]], [[Winfried Haunerland]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Liturgiereform vor Ort. Zur Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils in Bistum und Pfarrei.&amp;#039;&amp;#039; Friedrich Pustet, Regensburg 2010, ISBN 978-3-7917-2250-4, S. 43–61.&lt;br /&gt;
* Markus Roth: &amp;#039;&amp;#039;Joseph Maria Pascher (1893–1979). Liturgiewissenschaftler in Zeiten des Umbruchs.&amp;#039;&amp;#039; EOS, Sankt Ottilien 2011, ISBN 978-3-8306-7494-8. (MThSt I/39)&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629060607/http://www.bautz.de/bbkl/p/pascher_j_m.shtml |autor=Christoph Schmitt|band=16|spalten=1196-1202}}&lt;br /&gt;
* Johannes Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an Joseph Pascher (1893–1979).&amp;#039;&amp;#039; In: Notitiae 15 (1979) 668–672 [online: http://www.cultodivino.va/content/cultodivino/it/rivista-notitiae/indici-annate/1979/162.html].&lt;br /&gt;
* Union Diplomatique Mondiale (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Münchener Prominenz 1962–1963&amp;#039;&amp;#039;. UDM-Verlag, München ohne Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118739425}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Leiter der Ludwig-Maximilians-Universität München&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Inhaber des Lehrstuhls für Liturgiewissenschaft an der LMU München}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118739425|LCCN=no/2009/177156|VIAF=3266030}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pascher, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religionspädagoge (Christentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundamentaltheologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liturgiewissenschaftler]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Hochschullehrer (Julius-Maximilians-Universität Würzburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Münster)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pascher, Joseph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Theologe und Direktor des Georgianums&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. September 1893&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Härtlingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Juli 1979&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grieb</name></author>
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