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	<title>Joseph Kony - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Gesetzesfreak: Aktualisiert und Link gesetzt.</title>
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		<updated>2025-11-09T21:52:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aktualisiert und Link gesetzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Plakat_akcji_Kony_2012_na_Rondzie_Romana_Dmowskiego_w_Warszawie.JPG|mini|Plakat der Aktion Kony 2012 am Roman-Dmowski-Kreisel in Warschau neben dem Gebäude der Rotunde PKO (21. April 2012)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Rao Kony&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* um [[1961]] in [[Odek]], [[Uganda]]) ist ein [[Kriegsverbrechen|Kriegsverbrecher]] und Führer der [[Lord’s Resistance Army]] („Widerstandsarmee des Herrn“, LRA), einer [[Rebell]]engruppe, die die Zivilbevölkerung im Norden Ugandas und später auch in der [[Zentralafrikanische Republik|Zentralafrikanischen Republik]] und [[Demokratische Republik Kongo|Demokratischen Republik Kongo]] sowie [[Südsudan]] [[terror]]isiert und der Regierung Ugandas unter [[Yoweri Museveni]] den Krieg erklärt hatte, mit dem Ziel, ein [[Theokratie|theokratisches]] Herrschaftssystem in Uganda einzuführen, das auf den biblischen [[Zehn Gebote]]n basieren sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthew Green: &amp;#039;&amp;#039;The Wizard of the Nile. The Hunt for Africa’s Most Wanted.&amp;#039;&amp;#039; Portobello Books 2008. S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach ihm wird seit dem Jahr 2005 weltweit mit [[Haftbefehl]] durch den [[Internationaler Strafgerichtshof|internationalen Strafgerichtshof]] mit Sitz in Den Haag gefahndet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.icc-cpi.int/uganda/kony |titel=Kony et al. Case |abruf=2018-03-06 |sprache=en-GB}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 2025 begann der IStGH eine dreitägige Anhörung zur [[Bestätigung der Anklage]] in Abwesenheit Konys; der Haftbefehl umfasst 32 Anklagepunkte, darunter [[Verbrechen gegen die Menschlichkeit]] und [[Kriegsverbrechen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz2025&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Simone Schlindwein |Titel=Strafgerichtshof gegen Joseph Kony: Brutale Verbrechen, umstrittenes Verfahren |Sammelwerk=Die Tageszeitung: taz |Datum=2025-09-08 |ISSN=0931-9085 |Online=https://taz.de/Strafgerichtshof-gegen-Joseph-Kony/!6109119/ |Abruf=2025-09-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere Berichte nennen 39 Anklagepunkte, darunter Mord, sexuelle Versklavung, Entführung und der Einsatz von Kindersoldaten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BBC2025&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bbc.com/news/articles/c1kwe02vyvdo |titel=ICC hears war crimes case against Ugandan rebel leader |werk=BBC News |autor=Anna Holligan |datum=2025-09-09 |abruf=2025-09-10 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Aufenthaltsort ist offiziell unbekannt; seit 2017 wird er in der Region [[Darfur]] im Westen des Sudans vermutet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz2025&amp;quot; /&amp;gt; In dem Jahr erließ der IStGH ebenso Haftbefehle gegen Konys Stellvertreter Vincent Otti und die Kommandeure Raska Lukwiya, Okot Odhiambo und Dominic Ongwen. Ongwen wurde gefasst und 2021 verurteilt; Lukwiya, Odhiambo und Otti sind tot.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ilona Eveleens |Titel=Urteil gegen LRA-Kommandeur aus Uganda: Erst Opfer, dann Täter |Sammelwerk=Die Tageszeitung: taz |Datum=2021-02-04 |ISSN=0931-9085 |Online=https://taz.de/Urteil-gegen-LRA-Kommandeur-aus-Uganda/!5745244/ |Abruf=2021-10-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Kony seit 1987 angeführte Lord’s Resistance Army soll im [[LRA-Konflikt]] geschätzt 66.000 Kinder entführt und zu [[Kindersoldat|Soldaten]] ausgebildet haben und wird für die [[interne Vertreibung]] von mehr als zwei Millionen Menschen verantwortlich gemacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://www.govtrack.us/congress/billtext.xpd?bill=h111-2478 |titel=Text of H.R. 2478 (111th): Lord’s Resistance Army Disarmament and Northern Uganda Recovery Act of 2009 (Introduced version) |werk=govtrack.us |sprache=en |datum=2009-05-19 |abruf=2024-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die LRA erlangte Berüchtigtkeit für das Abtrennen von Gliedmaßen oder Teilen des Gesichts von Opfern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BBC2025&amp;quot; /&amp;gt; Berichte sprechen von einem stark geschwächten Anführer mit nur noch einigen Dutzend getreuen Gefolgsleuten, vornehmlich Angehörigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz2025&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Joseph Kony, ein [[Acholi (Ethnie)|Acholi]], wurde 1961 als Kind einer armen Familie im nordugandischen Dorf Odek geboren. Er entwickelte sich von einem katholischen [[Ministrant]]en und Schulabbrecher zu einem schwer fassbaren und brutalen Rebellenführer, der sich selbst als Geister[[Medium (Person)|medium]], Gebieter und Befreier bezeichnet. Kony trat erstmals im Januar 1987 im vermuteten Alter von 26 Jahren auf. Er führte die LRA an, die er als eine von zahlreichen Gruppierungen, die nach dem Zerfall des [[Holy Spirit Movement]] seiner Cousine (manche Quellen sprechen von Tante, z.&amp;amp;nbsp;B. Hope-international) [[Alice Auma|Alice Auma Lakwena]] entstanden, begründet hatte. Von dieser wurde er maßgeblich beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er erhielt 1986&amp;lt;ref&amp;gt;Matthew Green: &amp;#039;&amp;#039;The Wizard of the Nile. The Hunt for Africa’s Most Wanted.&amp;#039;&amp;#039; Portobello Books, 2008. S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; angeblich vom „[[Heiliger Geist|Heiligen Geist]]“ den Befehl, die LRA zu gründen, und verließ unbewaffnet seinen Heimatort Odek zusammen mit 11 Anhängern am 1. April 1987.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthew Green: &amp;#039;&amp;#039;The Wizard of the Nile. The Hunt for Africa’s Most Wanted.&amp;#039;&amp;#039; Portobello Books, 2008. S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr stieß sein späterer Generalleutnant [[Vincent Otti]] zu seiner Gruppe,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Noel Mwakugu |url=http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/7083311.stm |titel=Obituary: LRA deputy Vincent Otti |werk=[[British Broadcasting Corporation|news.bbc.co.uk]] |datum=2008-01-23 |abruf=2024-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; den er 2007 wegen einer angeblichen Verschwörung gegen ihn erschießen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Archivlink |url=http://www.newvision.co.ug/D/120/130/601064/How%20Vincent%20Otti%20was%20Killed |wayback=20110605142830   }}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konys Gruppierung setzt sich für einen christlich-theokratischen Staat in Uganda auf der Basis der [[Bibel]] und der [[Zehn Gebote]] ein; Kony erklärte zudem, er kämpfe für die Rechte der Acholi in Norduganda.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BBC2025&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Polygynie|Mehrehe]] ist in Konys Konzeption des [[Christlicher Fundamentalismus|christlichen Fundamentalismus]] gemäß dem [[Altes Testament|Alten Testament]] gestattet, das Schwein wird gemäß einschlägigen Äußerungen des Alten Testaments als ein unreines Tier aufgefasst und der Verzehr von Schweinefleisch untersagt. Kony selbst bekundete, dass er vom „Heiligen Geist“ in seinem Kampf angeführt werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2008 hielt er sich unter anderem in der [[Demokratische Republik Kongo|Demokratischen Republik Kongo]] auf, wo er aufgrund der geografischen und politischen Gegebenheiten nur schwer gestellt werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jane’s Information Group|Jane’s Intelligence Report]], 7/2008, Seite 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2010 wird er – unter [[sudan]]esischem Schutz – in der Enklave [[Kafia Kingi]] vermutet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz20160906&amp;quot;&amp;gt;[[Simone Schlindwein]]: &amp;#039;&amp;#039;Jagd auf Warlord wird beendet&amp;#039;&amp;#039;, [[Die Tageszeitung|taz]] vom 6. September 2016, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Rodney Muhumuza: {{Webarchiv|url=https://www.yahoo.com/news/joseph-konys-rebels-sell-ivory-minerals-report-144348753.html |wayback=20160914000833 |text=&amp;#039;&amp;#039;Joseph Kony’s rebels sell ivory, minerals: report&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2025-08-27 06:43:40 InternetArchiveBot }}, [[Associated Press|AP]]-Meldung auf Yahoo vom 19. November 2014 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2017 wird sein Aufenthaltsort darüber hinaus in der Region [[Darfur]] vermutet; laut seinem Sohn Ali Kony hält er sich im Westen des Sudans versteckt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz2025&amp;quot; /&amp;gt; Ali Kony, der 2023 zusammen mit seiner Mutter nach Uganda zurückkehrte, erhielt dort Amnestie, trat in die ugandische Armee ein und gab Hinweise auf den Aufenthaltsort seines Vaters; er schilderte zugleich, dass Joseph Kony dutzende Frauen – teils als Sexsklavinnen – und Hunderte Kinder habe und körperlich stark geschwächt sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz2025&amp;quot; /&amp;gt; Nach militärischem Druck wurde die LRA 2005 aus Uganda verdrängt und operierte anschließend vor allem in [[Südsudan]], [[Demokratische Republik Kongo|DR Kongo]] und der [[Zentralafrikanische Republik]]; in der Region wurden ihr zudem [[Wilderei]] und illegaler Bergbau zugeschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BBC2025&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anklagen ==&lt;br /&gt;
Nach fast 20 Jahren Terror wurden am 13. Oktober 2005&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor=Andrea Böhm | url=https://www.zeit.de/2006/29/Uganda_Kasten | titel=Menschenrechte: Akte Uganda | werk=[[zeit.de]] | datum=2006-07-13 |abruf=2024-01-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die Ermittlungen beim [[Internationaler Strafgerichtshof|Internationalen Strafgerichtshof]] eingeleitet und ein [[Haftbefehl]] erhoben. Es heißt, dass Kony Ende 2003 befohlen habe, Zivilisten zu töten, zu berauben und zu verschleppen, darunter solche, die in Camps für Binnenvertriebene lebten. Darauf hätten die hohen Kommandeure der LRA und alle Brigade-Kommandeure begonnen, verschiedene Regionen in Uganda anzugreifen. Der Haftbefehl gegen Joseph Kony nennt 33 Anklagepunkte, darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 12 Punkte wegen [[Verbrechen gegen die Menschlichkeit]] (vorsätzliche Tötung, [[Sklaverei|Versklavung]], [[Zwangsprostitution]], [[Vergewaltigung]], unmenschliche Handlungen: schwere Verletzungen der körperlichen und geistigen Gesundheit)&lt;br /&gt;
* 21 Punkte wegen Kriegsverbrechen (vorsätzliche Tötung, grausame Behandlung von Zivilpersonen, vorsätzliche Angriffe auf die Zivilbevölkerung, [[Plünderung]], [[Anstiftung]] zur Vergewaltigung, Zwangsrekrutierung von Kindern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 2009 wurde der Gesetzesentwurf des &amp;#039;&amp;#039;[[Lord’s Resistance Army Disarmament and Northern Uganda Recovery Act|Lord’s Resistance Disarmament and Northern Uganda Recovery Act of 2009]]&amp;#039;&amp;#039; vorgelegt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://www.govtrack.us/congress/bill.xpd?bill=h111-2478 |titel=Lord’s Resistance Army Disarmament and Northern Uganda Recovery Act of 2009 (2009; 111th Congress H.R. 2478) |werk=govtrack.us |sprache=en |datum=2009-05-19 |abruf=2024-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und im März 2010 vom [[Kongress der Vereinigten Staaten|US-Kongress]] angenommen. Im Zuge dessen wurden 100 [[Streitkräfte der Vereinigten Staaten|US-Soldaten]] als [[Militärberater|Berater]] entsandt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor=AFP/dapd/dpa/mcz | url=https://www.welt.de/politik/ausland/article13662176/100-US-Soldaten-gegen-Ugandas-brutalste-Rebellen.html | titel=Militärhilfe: 100 US-Soldaten gegen Ugandas brutalste Rebellen | werk=[[welt.de]] | datum=2011-10-15 |abruf=2024-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. März 2014 berichtet die &amp;#039;&amp;#039;[[The Washington Post|Washington Post]]&amp;#039;&amp;#039; über die Verlegung von vier US-amerikanischen [[Senkrechtstart und -landung|VTOL]]-Transportern vom Typ [[Bell-Boeing V-22|CV-22 &amp;#039;&amp;#039;Osprey&amp;#039;&amp;#039;]] und die Entsendung von 150 Soldaten des [[Air Force Special Operations Command]] (AFSOC) nach [[Uganda]]. Die Soldaten sollen die Suche nach Joseph Kony unterstützen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Karen DeYoung |url=https://www.washingtonpost.com/world/national-security/2014/03/23/aa468ca6-b2d0-11e3-8020-b2d790b3c9e1_story.html |titel=Obama boosts effort to find Kony |werk=[[The Washington Post|washingtonpost.com]] |sprache=en |datum=2014-03-24 |abruf=2024-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor=Thomas Scheen | url=https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/uganda-amerika-weitet-jagd-auf-joseph-kony-aus-12861472.html | titel=Amerika weitet Jagd auf Joseph Kony aus | werk=[[FAZ.net]] | datum=2014-03-24 |abruf=2024-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im April 2017 teilte ein Sprecher der [[Uganda#Militär|ugandischen Armee]] mit, dass die Suche nach Kony eingestellt werde. Seine LRA sei auf unter 100 Mitglieder geschrumpft und stelle somit keine Gefahr mehr für das Land dar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor=hepo./dpa | url=https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/uganda-erklaert-ende-der-jagd-auf-lra-anfuehrer-joseph-kony-14979131.html | titel=Ende der Jagd auf Rebellenführer Kony | werk=[[FAZ.net]] | datum=2017-04-19 |abruf=2024-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 9. September 2025 verhandelte der IStGH an drei Tagen in Den Haag die Bestätigung der Anklage gegen Kony, obwohl dieser weiterhin flüchtig ist; das Gericht stützte sich dabei auf 32 Anklagepunkte, darunter Angriffe auf die Zivilbevölkerung, sexuelle Versklavung, Raub und Plünderungen, Mord sowie Rekrutierung und Ausbildung von Kindersoldaten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz2025&amp;quot; /&amp;gt; Es handelt sich um die erste Bestätigungsanhörung des IStGH ohne Anwesenheit des Beschuldigten; die Richter hören Anklage, Verteidigung und Vertreter der Opfer, Kony wird durch einen vom Gericht bestellten Rechtsbeistand vertreten, und ein Hauptverfahren kann erst beginnen, wenn er festgenommen ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BBC2025&amp;quot; /&amp;gt; Die mutmaßlichen Taten wurden vor allem in den Jahren 2003 bis 2004 im Norden Ugandas begangen; die Anklage umfasst auch geschlechtsspezifische Verbrechen wie Versklavung, Vergewaltigung, Zwangsheirat und erzwungene Schwangerschaften.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BBC2025&amp;quot; /&amp;gt; Völkerrechtler sehen in der Anhörung einen möglichen Präzedenzfall für weitere Verfahren gegen flüchtige Beschuldigte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BBC2025&amp;quot; /&amp;gt; Die Anklage beschreibt außerdem, dass Kinder regelmäßig auf dem Schulweg oder von Feldern entführt und zum Töten gezwungen wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BBC2025&amp;quot; /&amp;gt; Friedensgespräche zwischen der ugandischen Regierung und Kony scheiterten 2008, unter anderem weil Kony Zusicherungen verlangte, nicht strafrechtlich verfolgt zu werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BBC2025&amp;quot; /&amp;gt; Die Anhörung wurde zur Einbeziehung betroffener Gemeinden u. a. in einer Schule in [[Gulu]] übertragen und in lokale Sprachen übersetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz2025&amp;quot; /&amp;gt; Im November 2025 wurde die Anklage bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carl Friedrichs, dpa, AFP |Titel=Uganda: Internationales Strafgericht bestätigt Anklage gegen Joseph Kony |Sammelwerk=Die Zeit |Ort=Hamburg |Datum=2025-11-06 |ISSN=0044-2070 |Online=https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2025-11/internationaler-strafgerichtshof-joseph-kony-anklage-bestaetigung |Abruf=2025-11-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufarbeitung und Entschädigungen ==&lt;br /&gt;
Der [[Treuhandfonds für Opfer]] des IStGH hat für die Opfer des LRA-Konflikts einen Fonds eingerichtet; nach der Verurteilung des LRA-Kommandeurs [[Dominic Ongwen]] (2021) ordneten die Richter Auszahlungen aus dem mittlerweile über 50&amp;amp;nbsp;Millionen US-Dollar schweren Fonds an. Seit April 2025 werden Mittel an lokale Organisationen vergeben – für psychologische Beratung, Prothesen und ökonomische Hilfe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz2025&amp;quot; /&amp;gt; Diese Entschädigungen sind politisch umstritten: Kritiker sehen darin ein Instrument der Regierungspartei von Präsident [[Yoweri Museveni]] mit Blick auf die Wahlen im Januar 2026. Zudem erzeugen die Zahlungen Spannungen zwischen Gemeinden, da die acht in Konys Anklageschrift benannten Tatorte – Vertriebenenlager, die auch im Ongwen-Verfahren verhandelt wurden – bevorzugt berücksichtigt würden, während andere betroffene Orte bislang leer ausgingen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz2025&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kony 2012 ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kony 2012}}&lt;br /&gt;
Die Organisation &amp;#039;&amp;#039;Invisible Children Inc.&amp;#039;&amp;#039; startete 2011/12 die Kampagne &amp;#039;&amp;#039;Kony 2012&amp;#039;&amp;#039; zur Ergreifung Joseph Konys. Dadurch gerieten die Taten Konys stark in den Fokus der Öffentlichkeit. Wenig später kündigte die [[Afrikanische Union]] an, 5000 Soldaten nach [[Zentralafrika]] zu entsenden, um Joseph Kony dort festzunehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=heb/dpa/dapd/Reuters |url=https://www.spiegel.de/politik/ausland/tausende-soldaten-sollen-schlaechter-von-uganda-joseph-kony-jagen-a-823425.html |titel=Tausende Soldaten sollen Schlächter von Uganda Joseph Kony jagen |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2012-03-23 |abruf=2024-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende Juni 2012 stimmte der [[Sicherheitsrat der Vereinten Nationen|UN-Sicherheitsrat]] in einer Präsidialerklärung der Entsendung der Truppen zur Ergreifung Konys und zur Zerschlagung seiner Widerstandsarmee zu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.nzz.ch/afrikanische-union-soll-kony-jagen-ld.661592 | titel=Uno billigt Jagd auf Kony | werk=[[nzz.ch]] | datum=2012-06-30 |abruf=2024-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Januar 2013 wurde Konys [[Personenschutz|Leibwächter]] und Chef-Logistiker getötet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor=dapd | url=https://www.welt.de/newsticker/news3/article112957117/Ugandische-Soldaten-toeten-Leibwaechter-von-Milizenchef-Kony.html | titel=Meldung: Ugandische Soldaten töten Leibwächter von Milizenchef Kony | werk=[[welt.de]] | datum=2013-01-21 |abruf=2024-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang April desselben Jahres setzten die USA ein [[Kopfgeld]] in Höhe von 5 Mio. [[US-Dollar]] (3,9 Mio. [[Euro]]) auf Kony aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Reuters |url=https://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1384114/USA_Fuenf-Millionen-Dollar-Kopfgeld-auf-Joseph-Kony |titel=USA: Fünf Millionen Dollar Kopfgeld auf Joseph Kony |werk=diepresse.com |datum=2013-04-04 |abruf=2024-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unterstützung durch US-Spezialeinheiten von 2011 bis 2017 blieb erfolglos; Kony konnte nicht gefasst werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz2025&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ruddy Doom, Koen Vlassenroot: &amp;#039;&amp;#039;Kony’s Message: A New Koine? The Lord’s Resistance Army in Northern Uganda.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;African Affairs,&amp;#039;&amp;#039; Band 98, 1999, S. 5–36&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.icc-cpi.int/uganda/kony &amp;#039;&amp;#039;Kony et al. Case&amp;#039;&amp;#039;] Internationaler Strafgerichtshof, ICC-02/04-01/05, 2017(englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.haguejusticeportal.net/index.php?id=8193 &amp;#039;&amp;#039;Joseph Kony.&amp;#039;&amp;#039;] The Hague Justice Portal&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20150402152958/http://english.ohmynews.com/articleview/article_view.asp?no=273025&amp;amp;rel_no=1 &amp;#039;&amp;#039;Ugandan Rebel Leader Flees.&amp;#039;&amp;#039;] OhmyNews, 7.&amp;amp;nbsp;Februar 2006&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.sueddeutsche.de/politik/die-untaten-der-lord-s-resistance-army-haende-und-koepfe-abgehackt-1.479302 |titel=&amp;#039;&amp;#039;Hände und Köpfe abgehackt.&amp;#039;&amp;#039; |hrsg=[[Süddeutsche Zeitung]] |datum=2010-05-17 |abruf=2020-08-14}}&lt;br /&gt;
* [https://www.stern.de/politik/ausland/massaker-in-kongo-kinder-mussten-kinder-toeten-1554335.html &amp;#039;&amp;#039;Massaker in Kongo.&amp;#039;&amp;#039;] stern.de, 28. März 2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1053461887|LCCN=n/98/30651|VIAF=229152673}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kony, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Guerilla (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesuchter des Internationalen Strafgerichtshofs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ugander]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kony, Joseph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kony, Joseph Rao (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=ugandischer Führer einer mörderischen Rebellengruppe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1961&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Odek]], [[Uganda]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gesetzesfreak</name></author>
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