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	<title>Joseph Joos - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2025-11-23T08:32:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Journalisten und Zentrums-Politiker Joseph Joos (1878–1965). Zum Redakteur und SPD-Politiker (1846–1923) siehe [[Josef Joos]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Joseph Joos JS.jpg|mini|Joseph Joos, Reichstagsabgeordneter, Zentrum]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Joos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Josef&amp;#039;&amp;#039;, (* [[13. November]] [[1878]] in [[Wintzenheim|Winzenheim]], [[Kreis Colmar]]; † [[11. März]] [[1965]] in [[St. Gallen]], [[Schweiz]]) war ein deutscher [[Journalist]] und [[Politiker]] ([[Deutsche Zentrumspartei|Zentrum]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch der Volksschule in [[Mülhausen]] und einer Modelltischlerlehre ging Josef Joos 1901 als [[Redakteur]] zur &amp;#039;&amp;#039;Ober-Elsässischen Landeszeitung&amp;#039;&amp;#039;. Der überzeugte [[Römisch-katholische Kirche|Katholik]] bildete sich 1903 durch einen Kursus beim [[Volksverein für das katholische Deutschland]] in Mönchengladbach weiter und wurde Schriftleiter bei der &amp;#039;&amp;#039;[[Westdeutsche Arbeiterzeitung|Westdeutschen Arbeiterzeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, dem auflagenstarken Organ der [[Katholische Arbeitervereine|katholischen Arbeitervereine]] (später [[Katholische Arbeitnehmer-Bewegung|KAB]]). 1905 wurde Joos Redaktionsleiter. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] sprach er sich für eine Demokratisierung aus. Seit 1919 war der [[Elsass|Elsässer]] verstärkt politisch tätig. Als Reichstagsabgeordneter war er für seine pointierten Reden bekannt. So setzte er sich in der 18. Sitzung der 5. Wahlperiode mit seinem evangelischen Kollegen [[Bruno Doehring]] auseinander:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Das ist mir gar nicht sympathisch. Ich will Ihnen auch sagen, warum. Denn der Herr Kollege Doehring leidet an einer unheilbaren Sache, nämlich an dem, was wir den ‚antirömischen Affekt‘ nennen. &amp;#039;&amp;#039;[Große Heiterkeit]&amp;#039;&amp;#039; Für ihn, den Herrn Kollegen Doehring, ist der Katholik schon darum ein schlechter Deutscher, weil er Katholik ist. &amp;#039;&amp;#039;[Widerspruch und Rufe: Unerhört! von den Deutschnationalen]&amp;#039;&amp;#039; Herr Kollege Doehring, in diesem Punkte wahren Sie eine Geschichtstreue, &amp;#039;&amp;#039;[Zustimmung im Zentrum; Zuruf von den Deutschnationalen: Sie müssen Zentrum und Katholik auseinanderhalten!]&amp;#039;&amp;#039; allerdings eine Treue an die dunkelsten Jahre der nationalen Entwicklung.“&amp;lt;ref&amp;gt;Sitzungsprotokoll des Deutschen Reichstags vom 6. Februar 1931&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholischen Arbeitervereine, die sich schon früh gegen den Nationalsozialismus engagierten, wurden während der [[NS-Diktatur]] zunehmend bedrängt, schließlich verboten. Joos fand eine Arbeit bis 1940 in Köln in der Männerseelsorge, wurde aber 1940 nach Denunziation wegen seiner Kontakte zum Widerstand verhaftet, nachdem man ihm als gebürtigem Elsässer schon 1938 die [[deutsche Staatsangehörigkeit]] entzogen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Kölner Gefängnis kam Joos im August 1940 ins Internierungslager auf der [[Wülzburg]], im Juli 1941 ins [[Gestapo]]-Gefängnis Nürnberg, anschließend in das [[KZ Dachau]]. Er gehörte zu 141 prominenten KZ-Häftlingen, die in die „[[Alpenfestung]]“ transportiert wurden und in [[Niederdorf (Südtirol)|Niederdorf]] im Südtirol im Mai 1945 [[Befreiung der SS-Geiseln in Südtirol|aus den Händen der SS befreit wurden]].&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Koblank: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.mythoselser.de/niederdorf.htm Die Befreiung der Sonder- und Sippenhäftlinge in Südtirol]&amp;#039;&amp;#039;, Online-Edition Mythos Elser 2006&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund seines Geburtsorts nach Frankreich entlassen, kehrte Joos 1949 nach Deutschland zurück, erhielt aber die deutsche Staatsbürgerschaft nicht zurück. Bis 1960 lebte er in [[Fulda]], wo er für die katholische Männerseelsorge arbeitete und Berater der KAB war. 1960 übersiedelte er krankheitsbedingt in die Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joos war Ehrenmitglied der katholischen Studentenverbindungen [[Semnonia Berlin]] und Ravensberg Münster im [[Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Akademische Monatsblätter]]&amp;#039;&amp;#039; 2013, S. 141&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1954 wurde er von [[Großmeister (Ritterorden)|Kardinal-Großmeister]] [[Nicola Canali|Nicola Kardinal Canali]] zum Ritter des [[Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem|Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem]] ernannt und am 8. Dezember 1954 im [[Kölner Dom]] durch [[Lorenz Jaeger]], Großprior der deutschen Statthalterei, investiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Ämter ==&lt;br /&gt;
Joseph Joos kam als Vertreter des katholischen Arbeiterflügels im Januar 1919 für das [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrum]] in die [[Weimarer Nationalversammlung]], wobei er bereits seit 1911 im Provinzialvorstand der rheinischen Zentrumspartei tätig war. Er gehörte dem [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]] bis zum November 1933 an. Er gehörte zu den bekanntesten Zentrumspolitikern der [[Weimarer Zeit]], was sich auch in zahlreichen Ämtern niederschlug.&lt;br /&gt;
* 1920 Beisitzer im Reichsparteivorstand des Zentrums, 1928–1933 stellvertretender Parteivorsitzender&lt;br /&gt;
* 1922 2. Präsident des [[62. Deutscher Katholikentag|62. Deutschen Katholikentages]] in München, 1. Vorsitzender des [[Windthorstbund]]es, der Jugendorganisation der Zentrumspartei&lt;br /&gt;
* 1926–1932 Mitglied des Bundesvorstandes des [[Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold|Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold]]&lt;br /&gt;
* 1927 Vorsitzender des Reichsverbandes katholischer Arbeiter- und Arbeiterinnenvereine&lt;br /&gt;
* 1928 Vorsitzender der katholischen Arbeiterinternationale&lt;br /&gt;
* 1928 Mitglied des engeren Vorstands des [[Volksverein für das katholische Deutschland|Volksvereins für das katholische Deutschland]]&lt;br /&gt;
* 1928 unterlag er bei der Wahl zum Parteivorsitzenden der Zentrumspartei&lt;br /&gt;
* 1933 schied er aus dem Vorstand des [[Zentralkomitee der deutschen Katholiken|Zentralkomitees der deutschen Katholiken]] (ZdK) aus&lt;br /&gt;
Joos wandte sich 1933 gegen die Zustimmung des Zentrums zum [[Ermächtigungsgesetz]], beugte sich aber der Fraktionsmehrheit und stimmte daher im Reichstag zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|10|595|596|Joos, Josef|Joachim Giers|118712993}}&lt;br /&gt;
* [[Bernd Haunfelder]]: &amp;#039;&amp;#039;Reichstagsabgeordnete der Deutschen Zentrumspartei 1871–1933. Biographisches Handbuch und historische Photographien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Band 4). Droste, Düsseldorf 1999, ISBN 3-7700-5223-4, S. 1325 f.&lt;br /&gt;
* Oswald Wachtling: Joseph Joos (1878–1965). In: [[Jürgen Aretz]], [[Rudolf Morsey]], [[Anton Rauscher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte in Lebensbildern, Aus dem deutschen Katholizismus des 19. und 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, Aschendorff  Verlag GmbH &amp;amp; Co. KG, Münster 2022, ISBN 978-3-402-06112-1, S. 236–250. [https://www.aschendorffbuchverlag.de/digibib/?digidownload&amp;amp;tid=17576 (Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118712993}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|118712993}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118712993|LCCN=nr/2003/2506|VIAF=40173139}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Joos, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Reichsbanner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Weimarer Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chefredakteur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentrum-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter (Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im UV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Elsass)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im KV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1965]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Joos, Joseph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Joos, Josef&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Journalist und Politiker (Zentrum), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. November 1878&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wintzenheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. März 1965&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[St. Gallen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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