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	<title>Joseph Gutsche - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph (Sepp) Gutsche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. April]] [[1895]] in [[Grodziszcze (Świebodzin)|Gräditz]], [[Landkreis Züllichau-Schwiebus|Landkreis Schwiebus]]; † [[4. Mai]] [[1964]] in [[Ost-Berlin]]) war ein deutscher [[Kommunismus|Kommunist]]. Er nahm als [[Rote Garden (Russland)|Rotgardist]] 1917/18 an Kämpfen der [[Oktoberrevolution]] teil. Zurück in Deutschland beteiligte er sich an den revolutionären Kämpfen der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]. 1930 emigrierte er in die [[Sowjetunion]], wo er im [[Militärnachrichtendienst|militärischen Geheimdienst]] der [[Rote Armee|Roten Armee]] in verschiedenen Ländern tätig war. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] gehörte er zeitweise der [[United States Navy]] an und kämpfte als [[Sowjetische Partisanen|sowjetischer Partisan]]. In der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] leitete er von 1947 bis 1949 das [[Polizei Sachsen|Landespolizeiamt Sachsen]] und ab 1950 die Verwaltung für Staatssicherheit Sachsen. Ab Januar 1953 leitete er mit dem Informationsbüro beim [[Ministerium für Staatssicherheit|Minister für Staatssicherheit]] die „Abteilung zur besonderen Verwendung (Untergrundaktionen in der BRD)“. 1955 zum Leiter der Kontrollinspektion ernannt, trat er 1957 in den Ruhestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Bis 1930 ===&lt;br /&gt;
Der Sohn einer Arbeiterfamilie absolvierte nach dem Besuch der Volksschule eine Ausbildung zum [[Buchbinder]] und wurde 1912 Gewerkschaftsmitglied.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachruf in [[Neues Deutschland]] vom 6. Mai 1964.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gutsche wurde 1915 Soldat und kämpfte im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] in [[Russisches Kaiserreich|Russland]]. 1916 geriet er in russische Kriegsgefangenschaft, in der er 1917 Mitglied der [[Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands|SDAPR(B)]] wurde. Im August 1917 trat er der [[Rote Garden (Russland)|Roten Garde]] bei und kämpfte als Rotgardist und Zugführer ab Dezember 1917 in [[Rostow am Don]] gegen die Truppen des [[Donkosaken]]-Atamans [[Alexei Maximowitsch Kaledin]]. Als die Roten Garden das [[Hauptquartier]] Kaledins im Villenviertel von Rostow stürmten, schoss sich Kaledin eine Kugel durch den Kopf. Mit Gründung der Roten Armee am 28. Januar 1918 wurde Gutsches Abteilung zu einer Einheit der Roten Armee. Danach kämpfte er in einer internationalen Abteilung gegen die deutschen Okkupanten in der Ukraine.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Berliner Zeitung]] vom 1. November 1964.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1918 kehrte Joseph Gutsche nach Deutschland zurück. 1918 wurde er zunächst Mitglied der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]], 1920 trat er in die [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] ein. Am 4. November 1919 wurde sein Sohn [[Rudolf Gutsche|Rudolf]] in Berlin geboren. Von 1922 bis 1924 war Joseph Gutsche Bezirksleiter des [[M-Apparat]]es („Militär-Apparat“) der KPD im Bezirk Berlin/Brandenburg. Er war Teilnehmer am [[Hamburger Aufstand]]. 1924 folgte ein sechsmonatiger Lehrgang an der Spezialschule für höhere Kommandeure in Moskau. Kurz nach seiner Rückkehr aus Moskau wurde er verhaftet und im [[KZ Sonnenburg|Zuchthaus Sonnenburg]] bis 1927 wegen [[Hochverrat]]s inhaftiert. Anschließend folgten Funktionen im Zentralkomitee der KPD. 1930 emigrierte er in die UdSSR und wurde Mitglied der [[Kommunistische Partei der Sowjetunion|KPdSU(B)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Während des Zweiten Weltkrieges ===&lt;br /&gt;
Von 1930 bis 1942 arbeitete er im Range eines Regimentskommissars der Roten Armee für die [[Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenije|GRU]], die Hauptverwaltung Aufklärung der Roten Armee. Für die GRU war er u. a. in [[Republik China (1912–1949)|China]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1942 arbeitete er für die INO, den Auslandsaufklärungsdienst des [[Innenministerium der UdSSR|NKWD]] der UdSSR in der [[United States Navy|US Navy]]. Später folgten gemeinsam mit seinem Sohn Rudolf Partisaneneinsätze im Bereich der 1. und 2. Minsker Partisanenbrigade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tätigkeit nach 1945 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Friedrichsfelde Zentralfriedhof, Pergolenweg - Gutsche, Joseph 02.jpg|mini|hochkant|Grabstätte]]&lt;br /&gt;
Nach Beendigung des [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Deutsch-Sowjetischen Kriegs]] kehrte er 1945 nach Deutschland zurück. 1946 trat er der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] bei. 1947 trat er in die [[Deutsche Volkspolizei]] ein und war bis 1949 Präsident des Landeskriminalamtes Sachsen. 1949/50 war er Leiter der [[Hauptverwaltung zum Schutze der Volkswirtschaft|Verwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft]] Sachsen (ab Februar 1950 Länderverwaltung Sachsen des [[Ministerium für Staatssicherheit|Ministeriums für Staatssicherheit]]). Ab 1952 war er Leiter der Bezirksverwaltung (BV) Dresden des MfS und ab Januar 1953 Leiter des Informationsbüros des MfS bzw. der Abteilung zur besonderen Verwendung für Untergrundaktivitäten in der Bundesrepublik. 1953 wurde er zum Generalmajor ernannt. 1955 war er Leiter der Kontrollinspektion des MfS.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1957 erfolgte seine Versetzung in den Ruhestand. Nach seinem Tod wurde seine Urne in der [[Gräberanlage Pergolenweg|Gräberanlage „Pergolenweg“]]  auf dem Berliner [[Zentralfriedhof Friedrichsfelde]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privates ==&lt;br /&gt;
Joseph Gutsche war verheiratet und hatte einen Sohn.&amp;lt;ref&amp;gt;Danksagung nach dem Tod seiner Frau Anna in Neues Deutschland vom 28. November 1972.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Sohn war [[Rudolf Gutsche]] (1919–1988).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1955 [[Vaterländischer Verdienstorden]] in Silber&amp;lt;ref&amp;gt;Neues Deutschland vom 5. April 1955.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jens Gieseke (Historiker)|Jens Gieseke]]: &amp;#039;&amp;#039;Joseph Gutsche&amp;#039;&amp;#039;. In: [[BStU]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://web.archive.org/web/20210723142359/https://www.stasi-unterlagen-archiv.de/assets/bstu/de/Publikationen/HB_gieseke_wer-war-wer.pdf Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit?]&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 900&amp;amp;nbsp;kB), MfS-Handbuch V/4, Berlin 1998, S. 26.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=joseph-gutsche|lemma=Gutsche, Joseph|autor=Jens Gieseke|band=1|idNum=1178}}&lt;br /&gt;
* [[Roger Engelmann]], [[Bernd Florath]], [[Helge Heidemeyer]], [[Daniela Münkel]], [[Arno Polzin]], [[Walter Süß (Historiker)|Walter Süß]]: &amp;#039;&amp;#039;Das MfS-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; 4. aktualisierte Auflage, Ch. Links Verlag, Berlin 2021, ISBN 978-3-96289-139-8, S. 122 f.; [https://www.bundesarchiv.de/glossar/detail/gutsche-joseph/ Online-Version]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1066922594|VIAF=313483239}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gutsche, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalmajor des Ministeriums für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Russischen Bürgerkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenije, Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (NKWD)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer am Hamburger Aufstand]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPdSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizist (SBZ bzw. DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident (Landeskriminalamt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Silber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Antimilitärischen Apparat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1964]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gutsche, Joseph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gutsche, Sepp&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher hauptamtlicher Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. April 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Grodziszcze (Świebodzin)|Gräditz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Mai 1964&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Catullus26</name></author>
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