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	<title>Joseph Gottfried Pargfrieder - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T08:03:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Joseph_Gottfried_Pargfrieder&amp;diff=322707&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-40580-7: /* Leben */</title>
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		<updated>2025-09-30T19:30:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pargfrieder.jpg|mini|Joseph Gottfried Pargfrieder]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Gottfried Ritter von Pargfrieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pargfrider&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Parkfrieder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* 1775 oder 1782; † [[30. Januar|30. Jänner]] [[1863]] in Kleinwetzdorf, heute Gemeinde [[Heldenberg]]&amp;lt;ref&amp;gt;Pfarre [[Großwetzdorf]], [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/grosswetzdorf/03-02/?pg=36 Sterbebuch 03-02, 1843-1898, S. 34.], abgerufen am  7. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;), war Armeelieferant und Erbauer der [[Gedenkstätte Heldenberg]] in [[Niederösterreich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Die Herkunft Pargfrieders liegt bis heute im Dunkeln und es ranken sich um ihn zahlreiche Legenden, die teilweise auf ihn selbst zurückgehen. Sein Vater ist unbekannt; Pargfrieders eigene Behauptung, es sei Kaiser [[Joseph II.|Joseph&amp;amp;nbsp;II.]] gewesen, ist unbewiesen. Eine DNA-Analyse, die dies klären könnte, wurde bislang noch nicht durchgeführt. Diesen Geschichten zufolge soll er 1782 – nach anderen Angaben 1775 – als illegitimes Kind Josephs&amp;amp;nbsp;II. mit einer schönen Jüdin in [[Schloss Hof|Schloßhof]] geboren worden sein&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nömuseum&amp;quot;&amp;gt;{{Nömuseum|person|pargfrieder|Ritter Josef Gottfried von Pargfrieder}}&amp;lt;/ref&amp;gt;; nach anderen Angaben war er der (uneheliche) Sohn einer gewissen Anna Moser, Ehefrau eines Försters im [[Schloss Marchegg]], in dem damals die Habsburger und der österreichische Hochadel ihrem Jagdvergnügen nachgingen. Dass er bereits von klein auf das Bürgerrecht der Städte [[Buda|Ofen]] und [[Pest (Stadt)|Pest]] besaß, könnte auf enge verwandtschaftliche Beziehungen dorthin deuten; ebenso gibt es Gründe für die Annahme, er habe Verbindungen zur Stadt [[Bruntál|Freudenthal]] in [[Österreichisch-Schlesien|Schlesien]]. Eine oft angenommene jüdische Herkunft ist also genauso wenig gesichert wie eine angebliche habsburgische Abstammung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch über sein Leben vor den Napoleonischen Kriegen gibt es nur Angaben, deren Wahrheitsgehalt nicht überprüfbar ist und die eine legendenhafte Ausschmückung nicht ausschließen lassen.&amp;lt;!-- siehe Stephansdom-Episode im BLKÖ--&amp;gt; Er soll anfangs in ärmlichen Verhältnissen als Schulgehilfe in Wien gelebt, dann von einem Onkel eine Stelle in einem Kaufmannsladen bekommen und später in [[Znojmo|Znaim]] eine kleine Greißlerei betrieben haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lieferte ab den Napoleonischen Kriegen Lebensmittel, Schuhe und Stoffe an die [[Kaiserlich-Königliche Armee (1806–1867)|österreichische Armee]] und gelangte dadurch zu Reichtum. Um 1830 lebte er in [[Pest (Stadt)|Pest]] ([[Ungarn]]), wo er eine Fabrik besaß. 1832 kaufte er [[Schloss Wetzdorf]], das er renovierte und erneuerte. Er unterstützte die Bevölkerung von [[Großwetzdorf]] und [[Kleinwetzdorf]] großzügig durch Bezahlung der Arztkosten, der Medikamente und des Schulgeldes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Schlacht bei Custozza (1848)|Schlacht bei Custozza]] und der Niederschlagung der [[Ungarische Revolution 1848/1849|Aufstände in Ungarn]] ließ er 1849 in seinem Schlosspark eine [[Gedenkstätte Heldenberg|Heldengedenkstätte]] errichten. Er war mit Feldmarschall [[Maximilian von Wimpffen]] (†&amp;amp;nbsp;1854) und Feldmarschall [[Josef Wenzel Radetzky von Radetz|Radetzky]] befreundet, denen er ihre hohen [[Glücksspiel|Spielschulden]] zahlte. Dafür mussten sie in ihrem Testament verfügen, sich am Heldenberg bestatten zu lassen. Feldmarschall Radetzky wurde am 19. Jänner 1858 in Anwesenheit des Kaisers [[Franz Joseph I.|Franz Joseph]] feierlich am Heldenberg beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pargfrieder schenkte 1858 die Gedenkstätte dem Kaiser. Er wurde mit dem Ritterkreuz des [[Franz-Joseph-Orden]]s ausgezeichnet und in den österreichischen [[Adelsstand|Ritterstand]] erhoben. Die [[Nobilitierung]] Pargfrieders erfolgte dabei nicht &amp;#039;&amp;#039;aufgrund&amp;#039;&amp;#039; der Ordensverleihung, da gemäß den Statuten dieses Ordens mit einer Verleihung kein Anrecht auf einen adeligen Titel verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pargfrieder, der persönlich sehr bescheiden lebte und unverheiratet war, ließ sich nach seinem Tod ohne Trauergäste auf einem Milchwagen zur Gruft am Heldenberg bringen und in ihr, mit einer Ritterrüstung und einem roten Mantel bekleidet, zwischen den Grabstätten der beiden [[Generalfeldmarschall|Heerführer]] sitzend bestatten. Alle Schuldscheine hatte er vorher vernichten lassen, sodass seine Erben die Schulden nicht mehr eintreiben konnten. Während der [[Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus|nationalsozialistischen Herrschaft]] wäre Pargfrieder als Jude beinahe exhumiert worden;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Nömuseum|ort|kleinwetzdorf|Heldenberg (Kleinwetzdorf)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die weißen Statuen und Büsten wurden braunrot lackiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nömuseum&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pargfrieder hatte zwei (inoffiziell) anerkannte uneheliche Kinder, mit Elisabeth von Mottoni (geb. v.&amp;amp;nbsp;Urbanovich): Mit seinem Sohn Joseph Freudenthal (später Joseph Mayer) dürfte er sich bald entzweit haben; seine Tochter Josephine Freudenthal (1827–1862) heiratete [[Heinrich von Drasche-Wartinberg]], den späteren Besitzer der [[Wienerberger|Ziegeleien Wienerberger]] von [[Alois Miesbach]] (1791–1857) am [[Wienerberg]] am Südrand [[Wien]]s, der nach Pargfrieders Tod auch dessen beträchtliches Vermögen erbte und 1868 die &amp;#039;&amp;#039;Wienerberger Ziegelfabriks- und Baugesellschaft&amp;#039;&amp;#039; mit Sitz in Wien gründete, die 1869 an die [[Wiener Börse]] ging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
; Sachbücher&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Parkfrieder, Gottfried Joseph|21|304|307|}}&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|7|325||Pargfrider (Parkfrieder) Josef Gottfried von|[[Hannes Stekl]]}}&lt;br /&gt;
* Daniela Hagenbüchl: &amp;#039;&amp;#039;Der Heldenberg. Führer durch die Gedenkstätte in Kleinwetzdorf, Niederösterreich&amp;#039;&amp;#039;. Großwetzdorf 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Belletristik&lt;br /&gt;
* [[Stefan Heym]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Pargfrider]].&amp;#039;&amp;#039; Roman. Goldmann, München 2000, ISBN 3-442-72648-4.&lt;br /&gt;
* [[Gerd Schilddorfer]], [[David G. L. Weiss|David G.L. Weiss]]: &amp;#039;&amp;#039;Narr.&amp;#039;&amp;#039; Thriller. LangenMüller, München 2010, ISBN 978-3-453-43602-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Pargfrieder_auch_Pargfrider,_Josef_Gottfried_Ritter_von}}&lt;br /&gt;
* {{Nömuseum|person|pargfrieder|Ritter Josef Gottfried von Pargfrieder}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121334104|VIAF=866832}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pargfrieder, Joseph Gottfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kaufmann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Franz-Joseph-Ordens (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (ungarische Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heldenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 18. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1863]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pargfrieder, Joseph Gottfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Pargfrider, Josef Gottfried Ritter von; Pargfrider, Josef Gottfried Ritter von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Armeelieferant und Erbauer der Gedenkstätte Heldenberg, Niederösterreich&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1787&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ungarn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Januar 1863&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Kleinwetzdorf, Gemeinde [[Heldenberg]], Niederösterreich&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-40580-7</name></author>
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